#Nornenschuber – Mord im Orientexpress im Oktober

Unsere Lesechallenge unter dem Motto #HiddenPowers geht weiter!

Bisher haben wir gemeinsam gelesen:

Der Roman im Oktober war „Mord im Orientexpress von Agatha Christie

Diandra

“Mord im Orientexpress” ist interessant aufgemacht, und die Vielfalt der Figuren mit jeweils ganz eigener Sprechweise und deutlich unterscheidbarem Charakter ist beeindruckend. Die Auflösung kommt nicht ganz überraschend – das dürfte aber daran liegen, dass dieses System inzwischen öfter verwendet wurde. Ich weiß aus dem Kopf nicht, ob Agatha Christie die erste war, die diese Konstellation verwendet hat, aber ich nehme an, dass sie damals noch seltener und folglich für die Lesenden überraschender war.

Saskia Dreßler

Ich liebe die Bücher von Agatha Christie. Sie begleiten mich schon ziemlich lange und von ihren beiden bekanntesten Figuren – Hercule Poirot und Miss Marple – ist Poirot meine Lieblingsfigur. Ich mag es wie er unkonventionell und doch wahnsinng klug ist. “Mord im Orientexpress” war auch das erste Buch, dass ich von Christie gelesen habe. Ich mag es, wie vielfältige und tiefsinnige Charaktere konzipiert werden und wie sich eine Handlung aufbaut, bei welcher der Lesende im ersten Moment nicht weiß, was nun Wahrheit ist und was nicht. Am Ende ist die Auflösung des Falls überraschend und noch sinnvoll. Besonders gefällt mir an dem Buch, dass aus verschiedenen Perspektive eine Geschichte erzählt wird und man erst nach und nach erfährt, was wirklich passiert ist. Subjektivität und der Frage nach dem richtigen Handeln spielen für mich eine große Rolle in “Mord im Orientexpress”.

Elenor Avelle

“Mord im Orientexpress” ist aus heutiger Sicht ein klassischer Krimi ohne viel Schnickschnack. Es geht um einen Mord, Verdächtige und einen gewieften Charakter, der durch Hinweise und Kombinationsgabe den Täter findet. Ich hatte viel Freude beim Lesen, auch wenn Poirot im Original wesentlich snobistischer rüberkommt, als sonst irgendwo und die Vorurteile bezüglich der nationalen Herkunft doch sehr strapaziert werden.

Eva-Maria Obermann

Krimis sind selten mein Ding, weil die permanent erzwungenen Spannungsspitzen oft übertrieben sind. Anders bei Agatha Christies “Murder on the Orient Express”. Hercule Poirot beobachtet und lernt daraus eine Menge. Das macht ihn zu einer überlegenen Figur, die beim Rätsel um den Mord im Orientexpress dennoch zu Beginn ratlos ist. Hier geht es vor allem um moralische Fragen und die Diskrepanz zwischen Recht und Gerechtigkeit. Eine geradezu philosophische Debatte.

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