Instagram – Tipps für Autorinnen und Autoren

Du nutzt Instagram als Autorin oder Autor? Du möchtest mit Deinem Account auf Dich aufmerksam machen und Deine Werke präsentieren? Dann haben wir hier ein paar Tipps:

Überlege Dir eine Zielsetzung

Wen möchtest Du erreichen? Blogger? Leser? Suchst Du Kontakt zu anderen Autor*innen? Richte danach Deine Posts aus.

Der Feed

Achte auf einen einheitlichen Feed

  • Wer bist Du? Wie willst Du Dich darstellen?
  • Mehrwert der Posts schaffen durch z.B. Rezensionen, Schreibtipps.
  • Hintergrundinfos über Dein #Autorenleben.
  • bring Dich mit Deiner Persönlichkeit ein.

Die Bilder

Die Bilder sind meist schöner als die Realität & dennoch authentisch:

  • scharfe Fotos; ansprechendes Setting.
  • Trendfarben: weiß und Jahreszeiten-aktuell.

Tipp 1 : Schau Dir IKEA + H&M – Bilder an (Trend-führend).

Tipp 2: Nimm Dir 2-3 Dinge, die Dich ausmachen und wiederhole sie in Deinen Bildern. Z.Bsp. Dein Buch, Kaffee und eine bestimmte Farbe. Achte jedoch darauf, dass Du als Autor*inn nicht nur Werbung für Deine Werke machst, sondern auch an Deinem Leben teilhaben lässt.

Hastags

Bei Insta läuft alles über # – darüber kann man gut gefunden werden und gemeinsame Interessen aufbauen. Passendes Hashtaggen schafft höhere Followerzahlen, jedoch sind max. 30 Hashtags pro Post erlaubt, sonst ist der Text gelöscht.

Tipp: Einen Kommentar mit den zusätzlichen Hashtags posten.

Challenges

Es gibt auf Instagram jeden Monat verschiedene “Wettbewerbe” – meist geht es darum, zu einem best. Thema ein passendes Bild zu posten; mach mit, um Gleichgesinnte zu finden, Dein Netzwerk zu erweitern, in Kontakt zu treten. Z.Bsp. #Autorenwahnsinn,  #Nornennetzchallenge .

Tipps zum Posten

  • 2-3 mal pro Woche reicht.
  • Insta mit FB verbinden und dort teilen.
  • aktiv sein durch kommentieren und liken.
  • In Deiner Bio ist ein Link möglich, sonst jedoch nicht. Also in der Bio schreiben, wer Du bist und was Follower erwarten können.
  • Optimale Uhrzeiten: 18/19h oder 16-20 Uhr.
  • Tagge bei Buch- und Messepost die Verlage, Autor*innen und Künstler.
  • Folge auch Du, wenn bei Dir und Deinen Followern das gleiche Interesse besteht. Vorsicht vor Like-sammlern, die entfolgen auch schnell wieder. Nimm Dir Zeit und interagiere mit ausgesuchten Accounts öfter. Lieber vorher liken und kommentieren und dann folgen.
  • Vermeintlich schlechte Posts mit wenig Likes entsorgen.
  • Instagram kannst Du auch mit Snapchat, Snapwidget und Gadget verbinden.
  • Apps wie Preview ermöglichen die Vorplanung von Posts.

Hashtags, und immer wieder Hashtags

Hier ein paar Beispiele für nützliche Hastags als Autor*in:

#autor #autorin #autorenleben #autorenalltag #authorsofinstagram #autorenaufinstagram #schreibzeit #schreibtisch #schreiben #work  #plotten #schreibmotivation #writing #writerslife #writer #writeometer #instawriter #justwrite #girlswhowrite #amwriting #iamwriting  #writersofig #Fantasy #fantastik #phantastik #horror #fantasynovel #selfpub #selfpublisher #roman #kurzgeschichte #shortstory #wordcounts

… für Buch-Motive:

#bookstagram #bookstagrammer  #bookphotographie #bookstagramfeature #book #books  #buch #bücher #bookish #bookaddict #bookaholic #booknerd  #bookworm #bücherwurm #bookish #bookworld #bookshoot #booksofinstagram #bookporn #bookblog #bookblogger #instablogger  #instabook #instabooks #instabooker #bibliophile #buchverrückt #bücherliebe #booklove #booklover #booklovers #abooktolove #buchverliebt #lovebooks #büchersüchtig  #buchtipp #libraryofgems #literatur #literatura #literature #literaturelove #literaturelover #lesenmachtglücklich #leseratte #lesetipp #readmorebooks #amreading #reading #machtlesenwiedercool #cr #currentlyreading #currentlhearing #bookcover  #cover #coverlove #ebook #kindle  

Und uns findest Du mit folgenden Hashtags:

#Nornen #Nornennetz #autorinnennetzwerk #netzwerk  #fantasynetzwerk #feder #norne #nornenbuch #Nornenkollegin  #Nornenpower #Nornennano

Noch einen bedeutenden Hashtag und uns selber findest Du dieses Jahr live auf der LBM (Stand K309 in Halle 2), #NNLBM

Wir freuen uns auf Dich!

Lovelybooks und Leserunden

Leserunde? Was ist das? Bei einer Leserunde lesen zehn, zwanzig oder mehr Leser gleichzeitig ein Buch, tauschen ihre Eindrücke aus und formulieren schließlich meist auch eine Rezension. Die bekannteste Plattform für Leserunden ist Lovelybooks.

Seit Neuestem scheint Lovelybooks eine Sperre für die Zahl der Leserunden pro Monat gesetzt zu haben. Das ist vor allem für Verlage unpraktisch, für Autor*innen jedoch kein Hindernis, da sie selten mehr als eine Leserunde pro Monat abhalten werden können.

Gibt es Alternativen zu Lovelybooks?

Durchaus, aber sie tun sich aus diversen Gründen schwer damit, sich dauerhaft zu etablieren. So führte Literaturschock.de mehrere Jahre ein eigenes Forum, das mittlerweile aufgelöst wurde. Leserunden finden sich inzwischen hier. Allerdings sind sie für Autor*innen und Verlage höherschwelliger als Leserunden bei Lovelybooks. Das liegt nicht zuletzt daran, dass eine Anmeldung verbindlich ist – wenn ich also bei Literaturschock das Buch nicht gewinne, bin ich trotzdem verpflichtet, das Buch selbst zu kaufen und zu lesen. Ansonsten erfolgt ein Ausschluss von folgenden Verlosungen. Gerade wenn man finanziell etwas schwach auf der Brust ist und gewonnene Bücher in Leserunden die einzige Möglichkeit darstellen, überhaupt regelmäßig und kostengünstig (als Vielleser*in) an neue Literatur zu gelangen, schreckt das natürlich ab und man bewirbt sich nicht auf Gut Glück auch bei Büchern, bei denen man denkt “Könnte mir so ungefähr gefallen, aber wenn ich nicht gewinne, ist es auch nicht so wild”.

Literaturschock gehört eigentlich zu den etablierteren Foren im Leserundenbereich, dennoch wird auch dort regelmäßig über zu kleine Teilnehmerzahlen geklagt.

Es gibt immer wieder Bestrebungen, das Monopol von Lovelybooks im deutschsprachigen Raum zu brechen. So bietet beispielsweise der Entwickler des Programms “Patchwork” auf seiner Seite ebenfalls die Möglichkeit an, Leserunden auszurichten. Bisher wurden allerdings erst zwei auf der Seite durchgeführt.

Manche Verlage und Autor*innen führen Leserunden in eigens dafür eingerichteten Facebookgruppen durch. Gegenüber Lovelybooks und Foren hat dies allerdings den Nachteil, dass man durch die Timelinesortierung auf Facebook leicht für einen Leseabschnitt gespoilert werden kann, den man noch nicht erreicht hat.

Tipps/ Erfahrungen zu Lovelybooks

Eva-Maria Obermann: Schau dir die Profile an und wie viele Rezensionen die Leser haben, ob die Rezensionen/Genre passen und wie sie so schreiben. Und dann per privater Nachricht anfragen ob sie Ebooks oder Prints wollen: „Es ist abzusehen, dass nicht alle Print-Wünsche berücksichtigt werden können. Welches ebook-Format könntest du denn lesen“ oder so.

Katherina Ushachov : Ein Erfahrungs-Guide:

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist zeigt euch Lovelybooks zusammen mit den Nicknamen aller Bewerbungen eine kleine Statistik:
– hat so und so viele Bücher allgemein gewonnen
– hat so und so oft bei Leserunden gewonnen
– hat xy viele Rezensionen geschrieben

Natürlich können die Teilnehmer ausgelost werden. Allerdings zeigt die Statistik auch, wer bei gewonnenen Büchern überhaupt Fragen beantwortet. Auch lohnt es sich, die Qualität der Rezensionen zu prüfen, denn einfach nur den Klappentext abzuschreiben und einen Smiley drunter zu setzen, ist für Autor*innen wenig hilfreich. Vielleicht gibt es auch Leser*innen, deren Profile, Rezensionen und kommunikative Fähigkeiten Dich so überzeugt haben, dass Du sie auf alle Fälle dabeihaben möchtest.
Falls man Prints verlost, lohnt es sich hier, einen Zwischenschritt zu machen. Ich habe ALLE in der Leserunde begrüßt und gerade die, die angegeben haben, dass sie gerne ein Print hätten, zusätzlich gefragt, ob zur Not auch ein eBook ginge. Manche Leser sind auf Print angewiesen, da sie keinen elektronischen Reader besitzen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht nutzen (dürfen).

Wie lange nach Bewerbungsschluss sollte die Gewinnbenachrichtigung raus?

Eine Woche geht ohne Probleme, aber mehr als zwei ist unschön.

Du hast noch mehr Fragen zu Leserunden? Oder möchtest uns mal persönlich treffen? Dann triff uns doch an unserem Stand K309 in Halle 2 auf der Leipziger Buchmesse 2019. Wir freuen uns!

Phantastikgenres im Nornengestöber

Wusstet ihr, dass es so etwas wie „New Weird Fantasy“ gibt?
Nein?
Damit seid ihr nicht allein.

Denn die Phantastik ist ein unüberschaubares Meer an Subgenres, die nicht nur herrlich verwirrende Namen wie „Media-tie-in-Fantasy“ oder „Fantasy of Manners“ haben (nein, wir wussten vorher auch nicht, dass es so etwas gibt!), sondern auch oft nicht eindeutig definierbar sind.
Deshalb kommt es auch hin und wieder vor, dass wir eines unserer eigenen Werke in der Hand halten und uns fragen: Was für ein Genre ist das jetzt genau …?

Wozu so etwas wichtig ist? Nun ja, einige Literaturwettbewerbe oder auch Verlage nehmen oft nicht jedes alles Phantastische an, sondern haben sich auf einzelne Subgenres spezialisiert. Und da hilft es doch schon, wenn zumindest einige Grundbegriffe bekannt sind.

Daher wollen wir euch heute (und in den zukünftigen Stöberrunden) nicht nur einen groben Überblick über die einzelnen Subgenres der Phantastik verschaffen, sondern euch auch einzelne Subgenres tiefergehend vorstellen.

Aber fangen wir ganz oben an.
Was ist eigentlich „Phantastik“ und worin besteht eigentlich der Unterschied zu „Fantasy“? Gab es da überhaupt einen? In ihrem Beitrag dröselt die Schreibtrainerin genau diese Definitionsfrage auf. Außerdem findet ihr auf ihrem Blog eine Reihe an informativer Schreibtipps! Reinschauen lohnt sich also.

So weit, so gut. Aber jetzt ehrlich: Was ist jetzt eigentlich was? Und wie schaffe ich es, mein High vom Low zu unterscheiden? Was darf ich mir unter Steampunk vorstellen? Buchstudent hat sich genau diese Frage auch gestellt und in einem aufschlussreichen Beitrag unter dem so treffenden Titel „Urban Fantasy, Steampunk, High Fantasy … Hä?“ zusammengefasst (sogar mit Buchbeispielen!).

Das klingt doch schon mal ein wenig übersichtlicher. Wenn ihr jetzt also irgendwann einmal in Zukunft an einem Schreibwettbewerb teilnehmen wollt und die in der Ausschreibung spezifizieren, dass sie gerne nur „Dark, aber nicht Low Fantasy“ haben wollen, dann seid ihr jetzt richtige Experten und wisst Bescheid! 😉

Und wer von euch jetzt neugierig geworden ist und gerne mehr von Büchern des ein oder anderen dort beschriebenen Subgenres lesen würde, dem können wir zum Abschluss noch empfehlen, sich bei den Verlagsinterviews umzusehen:
Buchstudent hat auf der LBM einige deutschsprachige und unterstützenswerte, phantastische Kleinverlage interviewt und vorgestellt. Wer gerne also einmal etwas außerhalb der gängigen Buchbranche stöbern möchte, sollte nicht versäumen, sich die Verlagsprogramme einmal anzuschauen:
„Phantastik ist nicht gleich Phantastik“ (Kleinverlage LBM 2017)
„Rollenspielbücher, Wölfe und bloß kein Mainstream“ (Kleinverlage LBM 2018)

Das war es von uns für heute! Beim nächsten Nornengestöber tauchen wir noch tiefer in die tiefsten (Un-)Tiefen der Phantastik ein.
Nornige Grüße und bis zum nächsten Gestöber!



Fragefreitag: Welche Tipps hast Du zum Schreiben von Liebes- oder Sexszenen?

Gestern konntest Du unter dem Hashtag #BadDating unsere aufregende und abgefahrene Aktion zum Valentinstag verfolgen. Heute gehen wir nochmal ins Eingemachte und wollen von unseren Nornen wissen, welche Tipps sie für das Schreiben von Liebes- oder Sexszenen haben. Du hast noch mehr? Prima, dann verrate sie uns unter #Nornenfragefreitag.

Diandra Linnemann: Wenn sie nicht für die Handlung wichtig sind, lass es.

June Is: Unbedingt nur das schreiben, was man selber gerne liest/lesen möchte. Oder noch krasser – was einen evtl. selbst anturnt. Sonst hat man das Recherecheproblem, was dann zu einer Überbetonung der Technik aber den Wegfall aller anderen sinnlichen Eindrücke führen könnte. Natürlich kann man sich auch ausprobieren, aber dann auf das eben Genannte achten. Soweit meine 5 Cent.

Deborah B. Stone: Überlege dir, was du mit der Szene noch vermitteln möchtest – außer einem erotischen Prickeln 😉 Wie ist das Verhältnis der Charaktere ausserhalb des Bettes? Wer fühlt sich stärker angezogen? Was bleibt an Zweifeln, was steht auf dem Spiel, wenn sie sich auf eine Beziehung einlassen, was verbergen sie (noch) voreinander?

Katrin Biasi: Nenne die „Dinge“ beim Namen. Niemand möchte etwas über einen Aal lesen, der sich Zutritt zur weiblichen Lustgrotte verschafft. Genauso wenig, wie Zungen nicht um Einlass bitten. Es sei denn, es soll eine Parodie sein, dann lass deiner Fantasie freien Lauf. 😉

Britta Redweik: Willst du inklusiv schreiben? Und bist nicht im Genre Erotica? Dann lass Sex einfach gleich raus. Als sex repulsed Asexuelle möchte ich sowas ungern lesen. Das heißt nicht, dass es sie nicht generell darf, aber der Autor oder die Autorin muss sich wenigstens vorher bewusst machen, dass a) dann eine Triggerwarnung ins Buch gehört und b) er/sie damit seine Zielgruppe verringert. Für Liebesszenen wieder: Auch hier, Liebe ist so viel mehr als nur Sex. Nicht nur körperlich. Ich weiß, wie schwer es ist, die anderen Seiten der Liebe in Worte einzufangen. Aber … vielleicht können wir das wenigstens häufiger versuchen, um so endlich medial ein nicht so eingeschränktes Bild von Beziehungen zu transportieren?

Evanesca (Katherina Ushachov): Vielleicht gehörst du wie ich zu den Leuten, deren Charaktere ihren eigenen Kopf haben – und übereinander herfallen, ob du es nun willst oder nicht. Lass dich in der Rohfassung so gut es geht von ihnen leiten – und habe bei der Überarbeitung ganz dringend den Inkognito-Modus deines Browsers angeschaltet. Es kann nicht schaden, Praktiken und anatomische Details zu recherchieren, besonders wenn du über Dinge schreibst, die deine Charaktere tun, du selbst aber nicht erlebt hast / jemals erleben kannst oder willst. Aber wenn du danach keine seltsame Werbung im Social Web haben willst … schadet Inkognito nicht 😉

Holly Miles: Schreib nur die Szene, die du auch bei einer Lesung vorlesen würdest, ohne dabei zu stottern oder in Verlegenheit zu geraten. Wenn du dir das nicht vorstellen kannst, schreib die Szene nicht. Wenn doch, dann kann es sich lohnen, sie doch zu schreiben.

Facebook als Autorin oder Autor nutzen

Lange Zeit war Facebook eine der beliebtesten Plattformen für Eigenwerbung. Durch die verschiedensten Änderungen an den Algorithmen (z.B. bevorzugt private Profile in der Timeline) wird die Nutzbarkeit allerdings immer mehr eingeschränkt.

Facebook mag ein breites Spektrum bieten und die Möglichkeit mit vielen zu kommunizieren, das Schwierigste an der Arbeit mit einer Facebook-Seite ist jedoch die Reichweite. Sobald man ein paar Tage nichts veröffentlicht hat, wird die Anzeigewahrscheinlichkeit der eigenen Beiträge bei den Followern drastisch reduziert.

Möglichkeiten auf Facebook zu interagieren

Seiten:

Neben dem Privatprofil hat jede*r FB-Nutzer die Möglichkeit sich eine Seite anzulegen. Sei es für die Autorentätigkeit oder das eigene Unternehmen. Hier kann man gezielt für sich und seine Arbeit werben, Beiträge, Bilder und Links teilen, Veranstaltungen anlegen oder Gruppen erstellen und darüber mit den Followern interagieren.

Hier kommt die oben genannte Reichweite am ehesten zu tragen, denn mittlerweile gibt es das Problem, dass der Timeline-Algorithmus, also das, was einem im Privatprofil angezeigt wird, gegen Seiten spielt. Viel häufiger als Beiträge von Seiten, die man geliked hat, erscheinen Beiträge von Privatprofilen, mit denen man befreundet ist.
Außerdem ist es schwer als Seite zu interagieren. Man kann zwar als Seite kommentieren, muss dies allerdings explizit einstellen und bekommt oft auch keine Benachrichtigung, wenn jemand auf das Kommentierte reagiert hat.
Zudem wird beim Teilen von Links oder Beiträgen anderer Nutzer, die Reichweite geringer berechnet, als wenn man selbst etwas schreibt und den Link zu externen Sachen in die Kommentare steckt.

Gruppen:

Gruppen auf Facebook dienen dazu sich mit gleichgesinnten direkt über ein Thema auszutauschen. Hier wird ein Beitrag erstellt und kann dann von allen Gruppenteilnehmern kommentiert werden.

Gruppen eignen sich auch gut bis semi-gut für die Planung von Aktionen mit anderen Autor*innen oder Blogger*innen. Denn hier kann man in Dokumenten und Beiträgen festhalten, wer was wann beisteuern soll.

Dies funktioniert meist auch nur über das Privatprofil. Es gibt zwar Gruppen, die auch Kommentare von Seiten zulassen, aber das ist eher selten, wenn man nicht explizit mit der Seite als Admin oder Redakteur der Gruppe (z.B. bei selbst angelegten) freigeschaltet ist.

Veranstaltungen:

Will man seinen Followern die Möglichkeit geben, sich in ihren FB-Kalender einzutragen, wann man das nächste mal eine Lesung hat – oder sonst eine tolle Aktion – dann kann man dafür eine Veranstaltung anlegen (z.B. unser Talk auf der LBM), in der auch Seiten als Veranstalter mit eingetragen werden können. Ist eine Seite Mitveranstalter, dann kann man unter diesem Namen Beiträge einstellen und kommentieren. Zusätzlich wird die Veranstaltung auf der Seite angezeigt.

Einige Autor*innen nutzen FB-Veranstaltungen für Release Parties, z.B. Norne Nora Bendzko und ihre #HexensoldProzesse, oder auch für Lesungen, wie u.a. unsere Seraph-nominierten Nornen bei #WeAreTheDark am 24. Februar.

Allerdings heißt das leider nicht, dass man selbst automatisch als “Teilnehmer” der Veranstaltung angezeigt wird. Um es in den eigenen Kalender zu bekommen muss man mit dem Privatprofil nochmal zusätzlich “Zusagen”.

Und natürlich sollte man darauf achten, dass die Teilnehmer auch ein bisschen für die Veranstaltung angeheizt werden, d.h. man muss zusätzlich Beiträge planen und vorbereiten, die im Vorfeld in die Veranstaltung geteilt werden können.

Hinzu kommen noch ein paar andere Problemchen, über die einige unserer Nornen berichten.

Anne Zandt: Für meinen Märchensommer (der diesen Juni in die dritte Runde geht) hatte ich im vergangenen Jahr eine Aktion geplant, die nur auf Facebook stattfand. Es sollten auf verschiedenen Seiten Beiträge zur gleichen Uhrzeit veröffentlicht und dann über ein darin enthaltenes Hashtag gesucht werden.

Problem: Es funktionierte nicht.

Der Algorithmus von FB ließ es einfach nicht zu, dass alle Beiträge in der Suche angezeigt wurden, wenn man auf den Hashtag klickte. Es wurden immer nur ein bis drei von dreizehn Stationen angezeigt, wenn überhaupt.

Dementsprechend war die Aktion – trotz späterer Hilfestellung – ein ziemlicher Flopp, dabei hätte es so gut werden können.

Was ich persönlich auch anstrengend finde ist die Verlinkung. Als Autorin, die unter ihrem Realnamen veröffentlicht und unter diesem auch bei FB angemeldet ist, kommt es sehr häufig vor, dass in Beiträgen, in denen ich erwähnt werde, nicht meine Seite, sondern mein Privatprofil verlinkt wird. Unpraktisch für die Leser, denn da schreibe ich nichts Öffentliches. Von anderen Nornen weiß ich, dass es ihnen ähnlich geht. Technisch ist das leider nicht immer zu vermeiden, aber bitte liebe Facebook Menschen:

Wenn euch angezeigt wird:

Name mit Untertitel Wohnort und Name mit Untertitel XXX gefällt das, dann nehmt bitte das mit den Gefällt-Mir-Angaben! Denn das ist das Profil in das wir Autor*innen unsere ganze Mühe und Arbeit stecken!

Katherina Ushachov: Dass oft das Privatprofil statt der Seite verlinkt wird, hat zusätzliche Nachteile. Ich veranstalte sehr selten Gewinnspiele – aber wenn ich es tue, werde ich grundsätzlich mehrmals falsch verlinkt. Das führt dazu, dass Leute, die beim Gewinnspiel teilnehmen wollen, mir Freundschaftsanfragen schicken. Verständlich – denn wenn in den Bedingungen steht, dass man als Voraussetzung für die Teilnahme die Seite der Autorin liken soll, aber stattdessen ein Profil angegeben wird, interagiert man eben mit dem, was da ist. Dadurch habe ich gerne mal an einem Tag fünf bis zehn Anfragen von Leuten, denen ich dann mühsam den Weg zu meiner Seite zeigen muss. (Dass ich bei Facebook regelmäßig Freundschaftsanfragen von anderen Autor*innen erhalte, mit denen ich nie ein Wort gesprochen habe und bei denen ich nicht weiß, was die von mir wollen, ist eine andere Geschichte …)
Interessanterweise ist das ein Fehler, der auch anderen Autor*innen oft und gerne unterläuft. Bestimmt kennt ihr alle Aktionen wie #7lines, bei denen ihr die (ersten) sieben Zeilen oder Sätze eures Buches vorzeigen sollt. Ich mag Tags. Ich mag es wirklich, von Kolleg*innen getaggt zu werden und bei solchen Sachen mitzumachen. Mühsam wird es, wenn mein Privatprofil markiert wird statt meiner Seite. Denn dann verfehlt die Aktion ihren Sinn – schließlich geht es darum, durch das Taggen die eigenen Leser*innen zu coolen Kolleg*innen zu lotsen und somit einander ein bisschen bekannter zu machen. Wenn aber die Kette bei mir abbricht, weil statt meiner gut bespielten Seite (nun ja, meist *hust*) mein vollkommen unbenutztes Privatprofil markiert wird, finden Leser*innen dort nichts Interessantes vor. Ich kann den Tag trotzdem auf meiner Seite machen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass er gefunden, gelesen und als Schnuppereinstieg in meinen Schreibstil angenommen wird, sinkt.

Britta Redweik: Ich bin noch über ein weiteres Problem gestolpert bei Facebook. Ich schreibe unter Pseudonym, was heißt, dass ich zwei ‘private’ Profile habe. Über das eine verwalte ich auch die Seite meines Buchblogs, über das andere meine Autorinnenseite. Dadurch, dass ich mit dem Buchblog aber nun schon so lange im Netz unterwegs bin, und man dadurch eben auch die Privatperson dahinter kennt, fragen mich selbst die, die mich jetzt erst über Twitter und andere Stellen kennen lernen, immer als Privatperson an und liken höchstens den Buchblog. Teile ich mit dem Privatprofil meines Klarnamens die Posts meiner Autorinnenseite, kriegt sie nicht etwa mehr Follower, sondern die Leute interagieren mit meinem Privatprofil mit Klarnamen. In über einem Jahr habe ich so gerade zwei Follower meiner Autorenseite gefunden. Und das, obwohl meine Beiträge durchaus nicht so sehr versanden. Familie und Freunde interagieren damit. Aber eben immer nur, wenn der Klarname sie teilt.

Ich weiß, DASS ich irgendetwas falsch mache. Aber ich weiß noch nicht genau, was. Ich muss mich damit vielleicht noch einmal eindringlicher beschäftigen, merke aber, dass Twitter bisher einfach besser funktioniert. Dort werde ich sogar gefunden, während ich bei Facebook selbst die Interessierten nicht dorthin umgeleitet kriege, wo ich sie gern hätte. (Und Facebook hat, wenn man mit zwei Profilen arbeitet, noch ein Problem: Man braucht zwei Browser. Wenn es auf die Idee kommt, dass man die gleiche Person ist, löscht es einem das neuere Profil. Schon ziemlich suboptimal.)

Fazit

Facebook ist anstrengend. Es lohnt sich nach wie vor, weil dort die meisten Buchmenschen zu finden sind und weil sehr viele Dinge über Facebookgruppen und Veranstaltungen organisiert werden. Ohne Facebook ist man nicht dabei. Aber durch die technischen Einschränkungen wird es immer schwieriger, dort aktiv mit der eigenen Seite etwas zu reißen.

Aber als Gemeinschaft kann man da weitaus mehr bewegen, als alleine – nicht wahr? Und auch wir vom Nornennetzwerk bewegen als Gemeinschaft. Wenn du uns live treffen möchtest: Wir sind demnächst auf der Leipziger Buchmesse 2019 zu finden (Standnummer K309 in Halle 2/ #lbm19 und #NNLBM).


Nornengestöber im Liebestaumel

Der große Festtag der Grußkarten- und Pralinenindustrie rückt näher: Valentinstag. Auch wir Nornen haben es „romantisch“ werden lassen und nehmen euch nächste Woche mit auf die etwas andere Art von Rendezvous. Heute stöbern wir aber noch mal, was das Netz zu Literatur und Romantik so alles zu bieten hat. Macht mit bei der #Nornenstöberrunde zum Valentinstag.

Romantisch leitet sich ja von der Epoche der Romantik ab. Dabei war die gar nicht so liebesverrückt, wie manch eine*r glauben mag. Eva hat auf ihrem Buchblog zusammengetragen, was die Epoche eigentlich aussagt.

Die berühmtesten Liebespaare der Romantik hat be2 für euch zusammengetragen. Schmacht, Schmalz, wie herzlich.

Dass Liebe und Leid in der Literatur eng miteinander verknüpft sind, hat literatpro erkannt und diesen tollen Beitrag dazu verfasst.

Leider steigert sich diese Verbindung immer wieder. Ungeschlagen gut ist zur „Rapefiction“ Debatte der Artikel von Geekgeflüster.

Auch unsere Nornen Eva-Maria Obermann und Nike Leonhard haben in ihrem Beitrag zu Fantasy und Gewalt sich das Thema Liebe vorgenommen. Und noch davor hat Diandra Linnemann einen Artikel zu Liebe in Fantasyromanen hier veröffentlicht.

Mit dem Thema Liebesromane verbunden wie kaum eine zweite ist Rosamunde Pilcher. Egal, was wir von den Verfilmungen oder ihren (wesentlich besseren) Romanen halten mögen, sie war eine Frau, die es in der Literaturwelt zu einem Namen geschafft hat und die darum auch vermisst werden wird. Die Süddeutsche hat sie in ihrem Nachruf „Meisterin der Herzmerzliteratur“ genannt.

Wo wir gerade beim Thema Liebesbücher sind, schicken wir einen lieben Gruß rüber an die Kolleg*innen der Vereinigung deutscher Liebesautorinnen und -autoren, kurz DELIA.

Fragefreitag: Welche Termine sind als Autorin oder Autor im Jahr 2019 besonders wichtig?

Bald geht es für uns Nornen auf die LBM. Bald? Naja, ein paar Wochen müssen wir noch warten, doch Du kannst uns glauben, wir sind schon sehr aufgeregt. Die LBM gehört für uns zu einem der wichtigsten Termine des Jahres. Davon gibt es natürlich noch mehr. Welche, erfährst Du hier. Du hast noch mehr Veranstaltungen für uns? Dann verrate sie uns unter #Nornenfragefreitag.

Diandra Linnemann:Die Buchmessen natürlich. ^^

Siiri Saunders: Definitiv die Buchmessen – und auch den BuCon, da wohne ich nämlich in der Nähe. 😀

Deborah B. Stone: Narrativa, PAN, Buchmessen und vielleicht noch FeenCon? Und natürlich der NaNoWriMo … – diesmal bin ich dabei!

Anna Kleve: Die Buchmessen und ich hoffe, dass dieses Jahr auch wieder eine Lesung zur Nacht der Kultur möglich sein wird.

Barbara Weiß: Die Leipziger Buchmesse mit der Lesungsrunde 9lesen – bei der ich auch wieder dabei sein darf – und das Litcamp in Heidelberg!

Myna Kaltschnee: Ganz klar: Die Camps NaNoWriMo im April und Juli und der reguläre NaNoWriMo im November. Ob ich dieses Jahr auf die FBM kann, steht noch in den Sternen.

Autorinnenleben und Twitter (Holly Miles)

Zu einen der bekanntesten Social Media Netzwerken dürfte wohl Twitter gehören. Für einige gehört es dazu, täglich die Tweets (die Beiträge auf Twitter) abzurufen, während andere Netzwerke eher nebenbei laufen. Daher möchte ich heute einen genaueren Blick auf Twitter werfen.

Was ist Twitter?

Twitter zählt zum Bereich Mikroblogging. Mit zwischenzeitlich 280 Zeichen schickst du eine Nachricht an die Welt. Mehr Platz hast du momentan nicht. Daher twittern viele unter einem Beitrag weitere Tweets, sodass daraus ein sogenannter Thread entsteht.

In einem Tweet kannst du Werbung für dich, deine Internetseite oder dein Buch machen. Natürlich ist es auch möglich, einfach über den Tag zu schreiben, was so passiert ist oder andere lustige Anekdoten. Das kommt auf dein persönliches Anliegen an.

Wichtiger Hinweis: Deinen Tweet kannst du auch als Bild veröffentlichen. Nur bedenke bitte, dass Bilder nicht barrierefrei sind. Personen, die nicht einwandfrei oder gar nicht sehen können, können damit Schwierigkeiten haben. Aber mit der Browseranwendung „Tweetdeck“ kannst du das umgehen. Denn unter dem Bild kannst du dort den Text einfügen. Die Zeichenzahl scheint hier länger zu sein, als bei einem Tweet.

Im folgenden erkläre ich dir die wichtigsten Funktionen von Twitter.

Die Anmeldung – mit irgendeinem Namen

Bezüglich des Anmeldeprozesses werde ich an dieser Stelle nicht ausführlich werden. Ein wichtiger Hinweis jedoch. Zwischenzeitlich verlangt Twitter bei der Anmeldung eine Handynummer, um deinen Account zu bestätigen. Soweit ich aber gesehen habe, kann man eine Nummer für mehrere Twitteraccounts verwenden.

Der Name darf maximal 15 Zeichen lang sein. Wobei ich auch gelesen habe, wenn du deinen richtigen Namen angibst, erhöht sich die Zeichenanzahl auf 20. Das siehst du aber alles in der Anmeldemaske.

Bei der Namenswahl hast du mehrere Möglichkeiten. Entweder dein Autorinnenname, einen Fantasienamen oder deinen richtigen. Das kommt darauf an, wie du dich auf Twitter präsentieren möchtest.

Dabei musst du jedoch einen Unterschied machen. Einmal der Name, der auf deinem Account erscheint (Nornennetz als Beispiel) und dann der @Name (@Nornennetzwerk). Damit kannst du dann den Account anschreiben.

Beide Namen müssen übrigens NICHT übereinstimmen. Da hast du absolut frei Wahl.

Dein Avater und das Headerbild

Das Bildchen, womit du letztendlich auftrittst, sollte auf alle Fälle die Spielregeln des Urheberrechts berücksichtigen. Nimm also Bilder, an denen du das Urheberrecht hast oder die frei zur Verfügung dafür gestellt werden. Leider sind Abmahnungen sehr teuer.

Wenn du mit einem Produkt auftrittst (zum Beispiel als Autorin), kannst du das Cover deiner aktuellen Geschichte als Avater benutzen. Dieses kannst du zusätzlich als Headerbild verwenden. Mit jedem geschriebenen Tweet machst du so automatisch für dein Produkt Werbung, ohne dass du jedes Mal einen Werbetweet schreiben musst.

Deine ersten Schritte

Sehr wahrscheinlich wirst du nicht von Anfang an deine ersten Follower haben. Es wird wohl eher so aussehen, dass du dich umsiehst und nachschaust, wer so alles auf Twitter ist und denen folgen. Natürlich auch Stars und Sternchen. Als Autorin bzw. Autor wirst du wahrscheinlich auch Verlage und/ oder anderen Autorinnen und Autoren folgen wollen. Daher ist die Zahl der Accounts die du folgst, am Anfang höher, als der Zahl, die dir folgen. Fürs Erste ist das absolut normal und natürlich.

Wenn du bereits andere Kanäle im Internet führst, zum Beispiel eine Facebook-Seite, dann kannst du dort Werbung für deinen Twitterchannel machen. Leute, die sich für dich interessieren, werden dir aller Wahrscheinlichkeit nach auch dort folgen.

Aber egal wie vielen du letztendlich folgst, wenn du nicht selbst twitterst, wirst du für andere einfach nicht interessant genug sein.

Worüber könntest du denn so twittern?

Meine Empfehlung: Mach nicht nur Werbung für dich, deine Projekte oder was auch immer dein mögliches Anliegen ist. Natürlich kannst und sollst du deinen Twitterkanal für Werbung verwenden. Das gehört dazu. Aber wenn du NUR Werbung machst, viele werden dir entweder gar nicht folgen oder dir irgendwann wieder entfolgen.

In meiner Liste hatte ich auch eine Person aufgenommen, die wirklich nur Werbung für ihre Bücher getweetet hatte. Zumindest erschien es mir so, wann immer ich ihre Tweets entdeckt hatte. In solchen Fällen schaue ich mir dann den Kanal an und überprüfe mein Gefühl. Wenn es stimmt, dann neige ich auch dazu, der Person zu entfolgen. Nicht, weil ich das nicht unterstütze, sondern einfach, weil ich das nervig finde.

Du kannst also gerne über deine Projekte twittern, aber auch mal über etwas Alltägliches. Wenn du gerade ein Buch liest, dann empfehle es doch einfach. Und wenn die Autorin oder der Autor ebenfalls einen Twitteraccount hat, kannst du sie oder ihn direkt einbeziehen.

Auf diese Art kannst du Respekt für die Arbeit der Person zeigen, aber auch Aufmerksamkeit auf dich ziehen. Und durch solche Aktionen könnte es auch passieren, dass die eine oder der andere auf dich aufmerksam wird und dir danach folgt.

Mir folgt jemand … mir folgt jemand …

Gerade am Anfang kann es schon ein klasse Gefühl sein, wenn dir endlich jemand folgt. Und es ist auch völlig in Ordnung, wenn du sofort zurückfolgst. Du solltest aber irgendwann gezielt den Leuten folgen, mit denen du dich vernetzen möchtest. Ab einer gewissen Anzahl von Gefolgten könntest du die Übersicht verlieren und nicht mehr alle Beiträge sehen. Tatsächlich kenne ich einige Accounts, die mehreren 1.000 Leuten folgen. Außerdem dürften einige Follower für dich auch nicht interessant sein. Warum dann folgen?

Hashtags

Eine gute Idee sind interessante Hashtags. Hashtag bedeutet, dass du das Nummernzeichen, also #, tippst und danach ohne Leerzeichen ein Wort (#NornenFragefreitag). Auf diese Weise können Leute, welche nach bestimmten Hashtags suchen, theoretisch auf deinen Tweet und damit auch auf deinen Account aufmerksam werden. Und eventuell findest du auf diese Weise einen neuen Follower.

Als Autorin bzw. Autor kannst du ebenfalls bestimmte Hashtags benutzen, die zwar aus dem englischen kommen, aber hier auch Verwendung finden. Dazu gehören zum Beispiel #amwriting, #iamwriting, #Author, #Autorenleben #Autorinnenleben #Autor #Autorin und Ähnliches.

Damit zeigst du auch deine Präferenz bei deinen Tweets an. Und bietest damit anderen die Möglichkeit, dich zu finden und dir zu folgen. Oder eben auch nicht.

Twitteraktionen für Autor*innen

Es gibt einige Aktionen, die du als Autor*in die Wege leiten kannst.

Einige Beispiele möchte ich dir kurz vorstellen:

Lesechallenges

Hier wird eine Herausforderung ausgesprochen, an der sich alle beteiligen können. Dabei werden für jeden Tag in einem bestimmten Zeitraum Fragen oder Aufgaben gestellt, die du dann erfüllen darfst. (Zum Beispiel das Teilen der eigenen Erfahrungen zum Thema Selfpublishing: Welche Bücher hat man gelesen, welche hat man geliebt oder auch, welche Charaktere mochte man.)

Damit kann man die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema richten. Und das eventuell auch als Marketingmittel benutzen. Gerade, wenn du diese Challenge startest.

Der #FF

Der #FF steht für „Follow Friday“. Das bedeutet, dass du jeden Freitag Leute empfehlen kannst, denen man, deiner Meinung nach, unbedingt folgen sollte. Dafür schreibst du den Hashtag #ff oder auch #FF und dann die Namen. Du kannst in einem Tweet die Namen aufführen, oder du schreibst zu jeder Person einen eigenen Tweet. Letzteres ist natürlich ein wenig anstrengender. Aber auch persönlicher.

Retweet

Wenn dir ein Tweet gefällt, ist es völlig in Ordnung, wenn du den Retweetest, also auf deiner Timeline teilst. Das werden sicherlich auch andere mit deinen Tweets machen. Das ist der Reiz von Twitter.

Gerade dann, wenn jemand um #Followerpower bittet, kannst du gerne den Tweet teilen. Unter diesem Hashtag wird gebeten, dass so viele wie möglich den Tweet sehen, damit irgendjemand helfen kann. Auch ohne der Person zu folgen.

Manchmal ist es auch gut, wenn du einen Tweet nicht nur teilst, sondern auch einen Kommentar dazu schreibst. Damit erklärst du deinen Followern, warum du diesen geteilt hast. Entweder mit einem direkten Kommentar, was du dazu denkst. Oder mit einer Bitte bzw. Aufforderung, etwas zu tun oder zu lassen. Und das zu jedem Thema.

Eigene Hashtags „erfinden“

Es kann eine gute Idee sein, dass du eigene Hashtags schreibst. Zum Beispiel der Titel deines Buches. Oder du hast ein Anliegen und möchtest das verdeutlichen. Dafür kannst du dann einen eigenen Hashtag verwenden, der dann hoffentlich seine Runde macht.

Kleiner Tipp: Wenn dein Hashtag aus zwei oder mehr Wörtern besteht, kann das unleserlich werden. Daher empfiehlt es sich, einzelne Wörter groß zu schreiben. Selbst dann, wenn es eigentlich klein geschrieben werden sollte. Beispiel: #WirsindToll

Sag auch einfach Mal danke schön

Wenn uns im realen Leben jemand einen Gefallen tut, sagen wir einfach mal danke. Im Internet ist das eher seltener der Fall. Daher habe ich es mir selbst Folgendes angewöhnt: Jedes Mal, wenn jemand einen meiner Beiträge teilt, sage ich danke schön. Das kostet Sekunden und zeigt deine Wertschätzung, dass jemand meinen Beitrag gefallen hat. Oder zumindest Werbung gemacht hat.

Auch beim Folgen danken?

Da bin ich mir, ehrlich gesagt, nicht so sicher, ob ich das auch machen soll. Eigentlich gehört es sich ja. Doch ich weiß nicht, ob sie mir folgen oder nur auf mein Like aus sind. Also, ob sie darauf warten, dass ich deren Accounts zurückverfolge. Daher habe ich das bisher gelassen.

Wichtig ist jedoch, es sollte nicht ein automatischer Tweet sein. Entweder du schreibst es persönlich, oder lässt es. Denn viele finden diese automatischen Tweets oder direkte Nachrichten nicht angenehm.

Abschlussgedanken

Natürlich ist das nicht alles, was man zum Thema Twitter schreiben kann. Meine Empfehlung: Fang einfach an. Registriere dich und probiere dich aus. Du wirst sehen, ob es dir zusagt oder nicht. Wenn nicht, deinen Account kannst du immer noch löschen.

Du hast noch Fragen? Frag in deiner Community nach. Und auch wir vom Nornennetzwerk helfen dir gerne weiter. Wenn du uns live treffen möchtest: Wir sind demnächst auf der Leipziger Buchmesse 2019 zu finden (Hashtag #lbm19 und #NNLBM).

In diesem Sinne: Viel Spaß auf der Leipziger Buchmesse und überhaupt auf allen zukünftigen Buch-Events – und falls ihr mich treffen wollt, schaut doch einfach auf gut Glück beim Nornennetz-Stand (Standnummer K309 in Halle 2) vorbei!

Ist denn schon wieder Weihnachten? (Diandra Linnemann)

Wie ihr es schafft, euren Leserinnen mit Goodies eine Freude zu machen, ohne euch in den finanziellen Ruin zu stürzen. Ein Messeratgeber.

… mit tatkräftiger Unterstützung anderer, viel klügerer Nornen.

Keine zwei Monate mehr, dann ist wieder Leipziger Buchmesse. Eine der schönsten (und nur eine von vielen!) Möglichkeiten, als Autorin Leserinnen zu begegnen. Doch wie bleibt man den Besucherinnen in der Masse an neuen Eindruck im Gedächtnis? Und wie kann man Fans bei einem Treffen eine kleine Freude machen, die auch wirklich im Gedächtnis bleibt?

Bei der Vorbereitung von Goodies gibt es so viele Dinge zu bedenken! Sie sollten professionell aussehen. Halbwegs stabil sein (und leicht!), denn ihr schleppt sie oft und lange mit euch herum. Zu teuer dürfen sie natürlich auch nicht sein. Und natürlich möchte keine Goodies mitbringen, die nach einem höflichen „Äh, danke“ im nächsten Papierkorb landen.


Serviervorschlag: Einige Goodies aus dem Chaospony Verlag, © Diandra Linnemann

Leseproben sind praktisch, um Leserinnen im Gedächtnis zu bleiben – meiner Erfahrung nach allerdings nicht als Geschenk oder Gewinn, sondern eher als Auslegware oder, mit Autogramm, als spontane Überraschung.

Ebenfalls beliebt sind Postkarten – entweder schlicht mit dem Buchcover, oder etwas aufwändiger gestaltet, so dass sie einen entsprechenden Mehrwert zum Buch haben. Es ist vielleicht eine Überlegung wert, Sets und Sammeleditionen herauszubringen, das kann man bei der Gestaltung direkt bedenken. Special Effects wie Glitzer und Sonderdrucke sind vielleicht etwas teurer, aber bei besonderen Gelegenheiten doch lohnend.

Lesezeichen sind ein Klassiker. Sie sind klein, leicht, günstig in der Anschaffung und bieten neben Werbefläche sogar Platz für eine persönliche Widmung. Wer gestaltungstechnisch einigermaßen versiert ist, kann eigene Sammeleditionen herausbringen oder gedruckte Lesezeichen noch in liebevoller Handarbeit ein wenig verzieren.

Überhaupt, Handarbeit. Einige Autorinnen und Verlegerinnen, die ich kenne, geben sich große Mühe und kreieren kleine Goodies wie Buttons, Mini-Notizbücher oder sorgfältig gebastelte Lesezeichen, die beispielsweise nur bei Nennung eines (vorher in den SoMe bekanntgegebenen) Passwortes herausgerückt werden. Solche Aktionen sind bei Leserinnen sehr beliebt und gehen aufgrund der geringeren Stückzahl auch nicht schlimm ins Geld. Möglicherweise bietet es sich sogar an, mit derartigen Aktionen eine begrenzte Zahl exklusiver Goodie-Umschläge anzukündigen – die sollten dann aber auch etwas Besonderes enthalten und nicht nur Werbematerial.

Ebenfalls bei Leserinnen beliebt, aber aufgrund des höheren Stückpreises für Autorinnen wohl nicht ganz so attraktiv sind praktische Goodies wie Magnete, Kugelschreiber, Stofftaschen oder Notizblöcke mit eigenem Aufdruck.

Bei aller Liebe zu unseren etablierten und zukünftigen Leserinnen lohnt es sich auf jeden Fall, eine Kalkulation aufzumachen. Wenn ihr mit Leuten ins Gespräch kommt, die in erster Linie neugierig sind, sind Lesezeichen und -proben oder signierte Postkarten eine gute Möglichkeit, im Gedächtnis zu bleiben. Die sollten also in ausreichender Menge vorhanden sein – und da sie kein Heu fressen, kann man sie von einem Event zum nächsten auch gut lagern. Etwas größere Goodies wie Magnete oder Nicht-Papier-Lesezeichen bieten sollten nicht ausliegen, aber schon unter die Fans gebracht werden.

Und vergesst natürlich nicht das beste Goodie für jede begeisterte Leserin – ein Treffen mit einer fantastischen Autorin, bei dem man nicht das Gefühl hat, nur eine Kundin von vielen zu sein. Nehmt euch Zeit, geht auf die Leute zu, macht Selfies mit den Leserinnen, wenn sie wollen. (Fragt um Erlaubnis, falls ihr sie online stellen wollt!) Verabredet euch zu Kaffee oder Eis. Stellt den Leuten Fragen zu ihren Lieblingsautorinnen oder zu Lesungen und Talks, die sie auf der Messe unbedingt sehen wollen. Und verratet vor allem vorher ausgiebig auf allen Kanälen, wann und wo ihr zu finden seid. Schließlich wollt ihr von euren Leserinnen auch gefunden werden!

In diesem Sinne: Viel Spaß auf der Leipziger Buchmesse und überhaupt auf allen zukünftigen Buch-Events – und falls ihr mich treffen wollt, schaut doch einfach auf gut Glück beim Nornennetz-Stand (Standnummer K309 in Halle 2) vorbei!