Fragefreitag: Welches Stereotyp stört euch bei der Darstellung des Bösen am meisten?

Das Böse hat viele Gesichter. Leider wird es in Literatur und Film viel zu oft eindimensional dargestellt, sodass man fast den Eindruck gewinnen könnte, es gäbe nur den extrem überzeichneten Bösewicht ohne Motivation. Wir fragen heute, welches Stereotyp euch bei der Darstellung des Bösen am meisten stört. Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag wissen!

Autoren Urlaub

Anne Zandt: Das sie grundlos böse sind. Ich liebe gute Hintergrundgeschichten von Bösewichten, bei denen man nachverfolgen kann, warum sie so geworden sind.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Die böse Lache. Und dass sie immer früher oder später ihren Plan erzählen müssen. Oder ihre Hintergrundgeschichte. Übrigens herrlich bei „Phineas und Ferb“ gebrochen, dieses Stereotyp!

Siiri Saunders: Die „Boshaftigkeit himself“ war auch mal klein – insofern sollte den Antagonisten etwas geprägt haben und der Leser sollte davon erfahren, um ein gutes Leseerlebnis zu haben.

Diandra Linnemann: Böse, die nur so aus Spaß böse sind. Jeder Mensch (und die meisten Nicht-Menschen auch) glaubt von sich, gute Beweggründe für sein Handeln zu haben, und hält sich selbst für den Helden seiner eigenen Geschichte. Ich will Bösewichte, die komplex sind und eigene Ideen verfolgen und nett zu ihrer Großmutter sind.

Anna Weydt: Bösewichte, die keine Motivation haben, das zu tun, was sie tun. Wenn ein Buch oder Film seinen Antagonisten aber darauf reduziert, finde ich das total langweilig.

Elenor Avelle: Schwarz-weiß-Denken ist bei Helden und Schurken gleichermaßen Öde. Niemand behällt solche Charaktere in Erinnerung.

Nike Leonard: Bösartigkeit als Prinzip. Ich sehe es wie Diandra, dass jede/r das eigene Handeln als richtig oder wenigstens als notwendig empfindet und rechtfertigt.

June Is: Männer sind böser als Frauen. Jaja.

Anna Kleve: Antagonisten, die einfach nur aus dem Grund böse sind, weil sie böse sein müssen und eigentlich keinen Grund dazu haben.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Böse haben immer schlechte Zähne (in Filme), und oft ungepflegte Hände. Oder den irren Blick. Dabei ist „das Böse“ oft ganz schrecklich banal.

Maelle: Wenn Antagonisten nur böse sind. Niemand ist nur böse, und wenn er nur den Hund gern hat.

Laura Kier: Keine tiefe bei den Charakteren und damit ein grundloses Böse. Ich mag es, wenn Charaktere aus ihrer Perspektive logisch handeln und deshalb von außen die Bösewichter sind.

Der Fall „Sansa“ ( Jana Jeworreck)

Dieser Beitrag ist Teil unserer Blogparade „Fantasy und Gewalt“

Ich** bin ein riesiger Fan von der TV-Serie Game of Thrones. Nicht, dass das etwas Besonderes wäre. Die halbe Welt ist Fan von Game of Thrones.

Doch ich muss gestehen, dass mich die dargestellte Gewalt zum Teil an den Punkt brachte, an dem ich ernsthaft überlegte, ob ich diese Auswüchse von Brutalität und Folter wirklich weitergucken will. (Ich schreib es jetzt mal für diejenigen, die es möglicherweise tatsächlich noch nicht kennen: Achtung Spoiler voraus!)

In Game of Thrones wird Jedem Gewalt angetan. Psychische und Physische. Männern ebenso wie Frauen. Jaime Lannister verliert seine rechte Hand, Theon Greyjoy verliert Finger, seinen Penis und fast seinen Verstand. Die meisten Männer verlieren ihr Leben, mal mehr, mal weniger grausam. Die Gewalt gegen Frauen scheint daher ja gerechtfertigt, oder? Das ist ebenso in der dargestellten mittelalterlichen oder besser antiquierten Zeit. Und da es ja zwei wunderschöne Königinnen gibt, die das große Spiel (the great game) mitspielen, ist die Genderbalance doch wiederhergestellt, oder? Und eine davon strebt sogar danach, das Rad der Machtkämpfe zu brechen!

Der Fall Sansa in GoT (Foto: Karen_Nadine / pixabay.de)

Und dann kam der Fall von Sansas Vergewaltigung in der Hochzeitsnacht!

Der Bösewicht Ramsey war bereits in seinem vollen sadistischen Spektrum bekannt gemacht worden. Schon bei seiner entsetzlichen Folter von Theon Greyjoy war meine persönliche Gewaltgrenze überschritten. Trotzdem hoffte ich, wie vielleicht viele weitere Zuschauer, bis zum Schluss, dass Sansa das große Machtspiel zumindest körperlich unversehrt übersteht. Die gnadenlose Zerstörung dieser Hoffnung war für viele ein Schock. Es ist allerdings das Markenzeichen der Show und auch der Buchvorlage. No one is safe.
Die Vergewaltigung wurde nicht gezeigt. Nur durch die Reaktionen des selbst vollkommen gebrochenen Theon wurde die Vorstellung des Zuschauers angeregt. Es handelte sich um das Ende einer Folge und man musste eine Woche warten, bis man Weiteres über Sansas Zustand erfuhr.
Das war auch für mich eine Tortur und das zweite Mal, an dem ich überlegte GoT nicht weiterzusehen. In meiner emotionalen Aufruhr suchte ich Chats auf, in denen dieses schreckliche – man bedenke fiktionale – Ereignis diskutiert wurde. Es schlug hohe Wellen in den sozialen Medien.

Ich wurde fündig und las meine eigenen Gedanken in anderen Posts. „Es war so schlimm!“ „Kill Ramsey“ etc etc. Besonders Männer echauffierten sich, über das, was man dieser „zarten wunderschönen Sansa“ angetan hatte und sie schworen, sich auf allerlei Arten an Ramsey dafür zu rächen. (Hallo? Das ist Fiktion! Ich machte mir Sorgen um den Ramsey-Darsteller …)
Ohne zu ahnen, wie lange mich das noch beschäftigen würde, las ich darunter ein Argument, das in etwa so lautete: „Naja, nur weil Sansa so schön und einer der Hauptcharaktere ist, soll sie verschont werden? In GoT werden pausenlos namen- und gesichtslose Frauen vergewaltigt und bestialisch getötet.“ Der saß!

Kein Name, kein Gesicht – GoT und die Frauen (Foto: joseph_Berardi / pixabay.de)

Namen- und gesichtslose Frauen.

Die Welt ist voller namen – und gesichtsloser Frauen! Jene, die nicht so „zart“,„schön“, „begehrenswert“ und damit „beschützenswert“ sind, wie von der wirklich wunderschönen Sophie Turner dargestellten Sansa. Was ist mit diesen Frauen? Für deren Schutz stehen keine „Helden“ bereit? Und ist es nicht schlimm, dass überhaupt ein „Schutz“ nötig ist?

Und damit sind wir in der echten Welt angekommen. Jener Welt, in der eben nicht alle Frauen als Sansa angesehen werden, obwohl alle Frauen Sansa sind! Ja! Alle Frauen sind Sansas. Auf ihre Weise schön und zart. Und es ist dabei völlig egal, wie der Mann das sieht.
Sein „Urteil“ (ist er Richter? Was befähigt ihn dazu?), aus dem er sich das „Recht“ ableitet, Gewalt und körperliche Macht auszuüben, wie der (Pseudo und vor allem sich selbst darstellende-)Produzent Weinstein, entspricht nach wie vor dem Verhalten von Primaten! Das Ausleben von tierischen Instinkten und ohne Impulskontrolle! Besonders bei solchen, die in künstlerischen (da kann man bei Hollywood drüber streiten) Betrieben tätig sind, die sich liberale, freidenkende und visionäre Ziele auf die Fahnen schreiben, ist es besonders schlimm, obwohl es für eine übergriffiges Verhalten niemals eine echte Rechtfertigung gibt.

Angesicht der langen und nach wie vor anhaltenden weltweiten Unterdrückung von Frauen, scheint der Weg zur respektvollen Gleichberechtigung und Selbstbestimmtheit eine Never Ending Story zu werden. Leider keine zauberhafte, wie die von Michael Ende.

Wir sind alle Sansa!

** Autorin des Beitrags ist Jana Jeworreck alias Moira

Nornengestöber und Autorenleben

Unser Monatsthema „Gewalt in Fantasy“ beschäftigt uns als Leserinnen, als Lektorinnen und natürlich auch als Autorinnen. Doch neben den inhaltlichen Themen dürfen auch die organisatorischen und die Basis dahinter nicht vernachlässigt werden. Darum werfen wir bei der heutigen #Nornenstöberrunde einen Blick ins Handwerk von Autoren.

Autoren Urlaub

Immer wieder Thema sind Druckkostenzuschussverlage. Für jeden Menschen, dem seine Texte etwas bedeuten, sollte klar sein, dass das der falsche Weg ist. Warum zeigt beispielsweise dieser Artikel.

Ebooks sind ein heikles Thema. Sie werden oft wesentlich günstiger als Prints angeboten, manchmal sogar kostenlos, landen dann auf dubiosen Tauschbörsen, wo sie illegal weitergegeben werden. Wie Klickfarmen Ebook-Verkäufen schaden hat die Selfpublisherbibel zusammengefasst.

Autoren und Klischees gehören zusammen, da sind wir ehrlich. Wie lieben sie, wir hassen sie, aber ohne sie können wir gar nicht. Die Autorenwelt schreibt hier über Klischees bei Autoren und wir sind gespannt, ob ihr zustimmt.

Aktuell stolpern wir wieder vermehrt über Artikel, die genau das ankreiden, weswegen wir uns gegründet haben. Auf Edition F könnt ihr beispielsweise lesen, warum noch immer so viele Leute glauben, Frauen würden emotionale Themen bevorzugen, männliche Autoren dagegen tiefere, kritischere und „höhere“ Literatur verfassen.

Autoren gelten als Selbstständige und Kleinunternehmer. Hier ändern sich die Steuerregelungen, also bleibt auf dem Laufenden.

Noch bis zum 15.08 könnt ihr am Gewinnspiel unserer Norne Anna Weydt teilnehmen und ihren neuen Roman „Das steinerne Schloss“ gewinnen. Es lohnt sich!

Unsere Sammelaktion für unseren Stand auf der LBM hat es innerhalb von drei Tagen geschafft, über 50% der geplanten Summe einzunehmen. Wir sind begeistert und voller Elan. Den Rest schaffen wir mit eurer Hilfe auch noch. DANKE!

 

 

Fragefreitag: Ein gutes Buch braucht Spannung, braucht es auch eine Form der Gewalt?

Das Erzeugen von Spannung ist ein interessantes Thema, denn es gibt so viele unterschiedliche Arten, diese zu erzeugen. In unserem heutigen Beitrag stellen wir die Frage danach, ob ein gutes Buch neben Spannung auch eine Form der Gewalt braucht. Was ist eure Meinung dazu? Nutzt den Hashtag #NornenFragefreitag und lasst uns eure Meinung da.

Autoren Urlaub

Grumpy Moon: Es braucht in der Regel einen guten Konflikt, aber nicht unbedingt einen gewalttätigen. Ich habe schon einige gute Bücher gelesen, die ohne einen einzigen zertrümmerten Schädel auskommen und trotzdem gut sind – obwohl man „Gewalt“ natürlich nicht unbedingt nur körperlich definieren kann / muss.

Nike Leonard: Ich bin nicht sicher. Gewalt ist kein Synonym für Spannung, sondern eine Möglichkeit, wie sich Spannung entladen kann, aber bei weitem nicht die einzige. Trotzdem ist Gewalt (nicht unbedingt körperliche) allgegenwärtig. Vielleicht ist es deshalb so schwer, einen Plot zu finden, der vollkommen ohne Gewalt auskommt.

Laura Kier: Für mich nicht. Konflikte sind für Spannung wichtig, aber sie müssen nicht auf Gewalt aufgebaut sein. Die Frage ist aber auch, wie Gewalt definiert wird. Körperlich? Geistig? Selbst in Märchen, die ich gerne lese und schreibe, ist Gewalt allgegenwärtig. Von daher finde ich die Frage sehr schwer zu beantworten.

Jana Jeworreck: Braucht die Welt Gewalt? Nein. Existiert sie trotzdem? Ja. Es kommt natürlich immer darauf an, welche Art von Buch man schreibt. Und wie man Gewalt definiert. Denn selbst in einem Buch ohne physische Verletzungen gibt es meist psychische. Es ist nahezu unwahrscheinlich, dass ein Roman ohne „Gewalt“ auskommt. Es gibt Gewalt gegen andere, aber auch gegen sich selbst. Von beispielsweise Selbstzweifeln einer Figur bis zur Selbstzerstörung. Selbst Unfälle mit reinem Blechschaden in einer Liebesschmuzette sind gegebenfalls abrupte und damit gewaltsame Unterbrechungen. Und wenn man als Autor ehrlich ist, sucht man alleine des Drama wegen der höchstmöglichen Fallhöhe für seine Figuren aus. Ich halte Gewalt, ob absichtliche, unabsichtliche, physische, psychische oder höhere, worunter im Grunde auch Magie fällt, für nahezu unverzichtbar und glaube kaum, dass es einen Roman ohne gibt.

Irina Christmann: Gewalt hat so viele Formen. Was für mich harmlos ist, kann einen anderen schlimm triggern. Aber grundsätzlich gibt es bei mir keine Schlägereien usw. Wobei Ausnahmen natürlich auch hier die Regel bestätigen.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Selbst die harmloseste Geschichte kommt nicht ohne Gewalt aus. Nehmen wir sowas Harmloses wie das Bilderbuch, in dem jemand dem Maulwurf auf den Kopf macht. Auch das ist eine Form von Gewalt. Ich denke nicht, dass ein Buch es braucht, aber ich halte es schlicht für unmöglich, eins ohne zu schreiben.

Siiri Saunders: Gewalt ist natürlich Definitionssache. Geht man von „allen Formen der Gewalt“ aus, so wird hier womöglich der Konflikt beschrieben. Ein Buch ohne Konflikt? Undenkbar. Aber was ist, wenn der Konflikt von außen herbeigeführt wurde und beide Charaktere, die im Konflikt miteinander stehen, eben ihre Meinung vertreten? Dann ist es nicht gewalttätig, sondern konfliktbehaftet. Aber wenn da dann nicht auch mal die Fetzen fliegen? Natürlich kann man auch gewaltfrei kommunizieren. Also mein Fazit: Ja, ein Buch kommt sicher auch ohne jede Form der Gewalt aus.

Diandra Linnemann: Seit die Gewaltorgien Überhand nehmen, lese ich nicht mehr gerne Thriller. Es ist leicht, möglichst viele Leute möglichst dramatisch abzuschlachten – wenigstens auf Papier – aber das sind nur billige Effekte. Manchmal ist Gewalt Bestandteil der Geschichte, aber ich halte sie nicht für zwingend nötig.

Elenor Avelle: Gute Geschichten brauchen Konflikte, aber keine Gewalt.

June Is: Das kommt auf die Zielgruppe an. 🙂

Anna Kleve: Nein. Es gibt Beispiele von sehr guten Büchern, in denen kaum Kämpfe oder Gewalt vorkommen. Die „Pelinor-Saga“, fällt mir da spontan ein.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Hmmm. Wenn es keine Verletzung von (persönlichen) Grenzen gibt, dann wirds auch schwierig mit dem Konflikt. Liegt also wohl an der Definition von Gewalt.

Autoren Urlaub

Kampfszenen mit Wumms

Sie griff nach ihrem Schwert. Er griff nach seinem Schwert. Er schlug nach ihrem Schwert. Sie parierte mit ihrem Schwert. Er sprang nach vorn. Sie duckte sich und holte aus. Ihr Schwert traf sein Schwert. Es war sehr aufregend.

Und, habe ich eure Aufmerksamkeit genug strapaziert? Dann sind wir schon mitten im Thema. Jede Autorin hat ihre Stärken und Schwächen – einige beschreiben zuviel, andere leiden unter hölzernen Dialogen. Bei Kampfszenen allerdings schlagen alle, die ich kenne, die Haare über dem Kopf zusammen. Denn: Beim Kampf muss es schnell gehen. Viele Dinge passieren auf einmal. Und die meisten von uns sind mit Kämpfen und physischer Action generell eher weniger vertraut. (Das gilt besonders für Autorinnen, alles theorieverliebte Schöngeister.)

Trotzdem kann es in einer Geschichte nicht nur um tiefschürfende Gedanken, Licht und Liebe gehen. Ab und zu braucht man etwas Action – genau wie im richtigen Leben. Der Trick besteht darin, diese Action gleichzeitig für das innere Auge gut sichtbar und für den Lesefluss ausreichend schnell zu gestalten. Mitten in einem Kampf auf Leben und Tod mit dem radioaktiven Rochen von Rhodos will niemand drei Seiten Beschreibung der lebendigen Schuttberge im Tal der Finsternis lesen. Andererseits ist es vielleicht gut, zu wissen, dass es diese lebendigen Schuttberge GIBT, wenn plötzlich einer dieser Schelme nach unserer Protagonistin greift und ihrem Gegner damit zum entscheidenden Vorteil verhilft – oder vielleicht doch nicht?

Zugegeben, ich tue mich auch schwer mit schnellen Szenen. Im Verlauf einiger Bücher, in denen es gelegentlich heftig zur Sache geht, habe ich mir allerdings eine Handvoll Tricks zugelegt, die mir bei solchen Szenen helfen.

Zuerst das Wichtigste: Actionfiguren – lacht nicht! Habt ihr schon einmal vor einer Szene mit vielen wild ineinander verkeilten Charakteren gesessen? Ich habe ja so schon selten Ahnung, wer gerade was mit wem treibt. Und um nicht vollständig den Überblick zu verlieren, stelle ich die entscheidenden Szenen mit kleinen Figuren (können auch Minisalamis sein) nach. So weiß ich immer, wer gerade womit beschäftigt ist. Das ist natürlich für Kampfszenen am praktischsten, aber mit Hilfe einer Landkarte lassen sich so auch wilde Verfolgungsjagden oder Versteckspiele nachstellen. Nie wieder verlorengegangene Charaktere im Labyrinth des Wahnsinns (es sei denn, ihr wollt es so).

Na, wer erkennt den Film? (Foto (c) Diandra Linnemann)

Zweitens: Lernt kämpfen. Oder guckt wenigstens viel und oft zu, wenn sich andere Leute auf die Ömme hauen, die es wirklich können. Also keine bombastischen Wrestling-Matches, sondern eher Re-Enactment-Kämpfe oder Kampfsportmeisterschaften. Man vertut sich nämlich oft dabei, wie lange etwas dauert oder wie viel Platz man für eine Aktion hat. Muss natürlich nicht extra gesagt werden, aber wenn ihr schon in der Nähe von Profis sind und die gerade friedlich aussehen, löchert sie mit so vielen Fragen, wie geht. Aus Büchern kann man auch eine Menge lernen, aber ich finde, dass gerade bei so schwierig zu beschreibenden Dingen der Anschauungsunterricht nicht zu kurz kommen sollte – vor allem wegen der Geräusche! Vor einigen Jahren habe ich einen von der lokalen Polizei angebotenen Selbstbehauptungskurs besucht, den schlachte ich heute noch aus. (Und ich weiß jetzt, dass ich keine Hemmungen habe, fremden Leuten ins Gesicht zu schlagen. Niemand ist perfekt.)

Drittens: Gute Vorbereitung ist alles. Niemand taucht gerne mit einem Messer in der Tasche bei einer Schießerei auf, oder? So ähnlich verhält es sich auch mit literarischer Action: Jede Beschreibung, die ihr vorab unterbringt, könnt ihr in den schnellen Szenen als bekannt voraussetzen. Lasst eure Charaktere also ruhig an bekannten Schauplätzen aufeinander eindreschen, davon profitieren alle Beteiligten.

Und zu guter Letzt: Wenn ihr nicht gerade einen megabrutalen Slasher schreibt, ist weniger wahrscheinlich mehr. Persönlich finde ich es höchstens langweilig, wenn beispielsweise in Thrillern momentan immer schneller immer mehr Blut auf noch brutalere Weise fließen muss. Das ist nämlich keine große Kunst. Die Kunst besteht darin, Action und Gewalt so darzustellen, dass sie dem Leser unter die Haut geht – er soll verstehen, warum Gewalt stattfindet, und mit den Figuren mitleiden (sogar mit den Bösen).

Habt ihr Beispiele für besonders gelungene Actionszenen (selbst geschriebene oder gelesene) parat?

Autorin des Textes ist Diandra Linnemann

Crowdfunding: Schick die Nornen zur LBM 2019!

Das Nornennetz möchte dich auch 2019 an einem Stand auf der LBM begrüßen, an dem wir unsere Bücher & beliebten Boxen präsentieren. Dazu brauchen wir Deine Unterstützung!

Noch nicht mal ein Jahr alt, trauten wir uns 2018 auf die große Bühne der Leipziger Buchmesse (LBM). Neben vielen tollen Preisen, die man mit etwas Glück mit einem Los aus unserem Schicksalskelch ziehen konnte, waren vor allem unsere efeuumhangenen Werke und die selbst gebastelten Goodie-Boxen ein Hingucker.

Auf der Fantasy Leseinsel luden wir am Samstag auch zur Diskussion zum Thema „Frauen in der Phantastik“ ein, um uns und unser Vorhaben vorzustellen. Unser Ziel ist es, Frauen, die im Bereich Fantastik (Sci-Fi, Steampunk, Fantasy, Horror und allen anderen Subgenres) schreiben, mehr Stimme und Gehör zu verschaffen. Wir wollen für die persönliche Vernetzung von Autorinnen sorgen, Mitglieder, die bereits veröffentlicht haben, bekannter machen und neuen Autorinnen Starthilfe geben. Langfristig geht es uns aber auch um faire Verlagsverträge und die Beseitigung der Gender Pay Gap.

Kickstarter-Projekt

Nächstes Jahr möchten wir all das wieder machen, doch dafür fehlt uns noch ein Teil der Finanzierung. Und da kommst du ins Spiel: Du kannst uns via Crowdfunding unterstützen!

Hier geht´s zu unserem Kickstarter-Projekt!

Das Ziel sind 1.000 Euro. Damit sind zwar noch nicht alle Kosten abgedeckt, aber zumindest die Finanzierung des Standes ist dadurch gesichert. Ihr unterstützt damit unsere Bestrebungen, Frauen in der Fantastik zu fördern und sichtbar zu machen – mehr Sichtbarkeit als auf einer großen Buchmesse geht kaum. Und ihr könnt euch über viele tolle Belohnungen freuen.

Der August brennt – Nornengestöber

Ja ihr habt richtig gelesen: Der August brennt. Denn diesen Monat beschäftigen wir uns mit Rohheit und Gewalt in der Fantasy. Es wird auf mehreren Ebenen heiß. Denn in diesem Nornengestöber beschäftigen wir uns mit dem Hintergrund von Gewalt in Fantasy, der Gewalt in den Rollenbildern von Fantasybüchern und mehr.

 

Frank Weinreich beschäftigt sich auf der Seite Polyoinos damit, dass Gewalt in Fantasy irgenwie dazu muss. Er analysiert Tolkiens ‚Der Herr der Ringe‘ mit einem durchaus kritischen Blick auf die dauerhaft gezeigte Gewalt und deren Nutzen, besser gesagt dem Unnutzen.

 

Kann man gute Fantasy schreiben, ohne Gewaltszenen? Vielleicht. Kann man gute Fantasy schreiben ohne unnötige Missbrauchsszenen? Ja! Das meint zumindest Aurelia von Geekgeflüster. Sie untersucht in ihrem Essay über Rapefiction die Auslöser und bösen Folgen, sowie die Tatsache, dass niemand Rapefiction schreiben muss – auch wenn das gerne mal anders dargestellt wird.

 

Christoph Hardebuschs ‚Feuerstimmen‘ ist ein Paradebeispiel für… zumindest fragwürdige Rollenbilder. Henri Vogel vom Blog Filmtheaterlesesaal hat ein wunderbares Essay zum Thema Geschlechterrollen in der Fantasyliteratur an diesem Beispiel geschrieben, in dem er auf die Gewalt eingeht, die man mit klassischem Rollenmist beiden Figuren antut.

 

Zu guter Letzt noch ein Beitrag von Fantasybuch.de, in dem Fantasyautor Ales Pickar auf unsere Sicht von Gewalt in Fantasy und ihren Fuß in unserer (unrealistischen) Vorstellung von Gewalt (gegen Frauen) im Mittelalter schreibt. Der Beitrag ‚Die Mechanik der Schändung‘ ist kritisch auf beiden Seiten und eine absolute Leseempfehlung zum Thema, egal wie man dazu steht.

 

Wie steht ihr zu diesem kritischen Thema und habt ihr Blogbeiträge, die ihr hier gerne diskutiert sehen würdet? Sagt es uns in den Kommentaren!

Fragefreitag: Hand aufs Herz. Was würdest du nie schreiben?

Wir wollen heute von euch wissen, was für euch gar nicht geht. Welches Genre bleibt ewig ein Rätsel für euch und welches Terrain wollt ihr gar nicht erst betreten? Macht mit unter #Nornenfragefreitag und verratet uns, was ihr nie schreiben würdet.

Jule Reichert: Eine waschechte, kitschige Liebesgeschichte OHNE jegliches phantastisches Element. Allein Romantasy kann ich mir bereits schlecht vorstellen, aber da gibt es wenigstens noch Magie.

Michelle Janßen: Erotik und Romantik. Nicht nur, weil ich beides nicht schreiben kann und sehr unangenehm finde, sondern auch, weil für mich zwischenmenschliche Interaktionen keine Geschichte ausmachen. Dieses ewige Hin und Her, Dreierkonstellationen etc. – das ist mir zu langweilig, um mich damit 300 Seiten lang zu beschäftigen.

Janna Ruth: Thriller, zumindest nicht absichtlich. Krimi und Erotik wird wahrscheinlich auch nur ein zufälliges Element sein, aber nie Fokus des Buches.

Katharina Ushachov aka Evanesca: Schwierig. Früher hätte ich gesagt „Nichts mit Erotik“, aber seitdem habe ich eine KG mit Meermannsex geschrieben und es gibt ab und zu Sexszenen in meinen Romanen. Und ich hätte früher auch gesagt „Nichts mit Romantik“, aber wer „Zarin Saltan“ kennt … nun, das ist für meine Verhältnisse dann doch sehr romantisch. Also: Ich habe nicht die leiseste Ahnung und fürchte inzwischen, es kann mich jederzeit so ziemlich überall hin verschlagen.

June Is: Neulich hatte ich einen Typen im Writingchannel, der Schriftsteller für eine Filmproduktion gesucht hat. Auf Nachfrage erfuhr ich: Tabus sollten vielfältig gebrochen werden. Sodomie im Zirkus, menschliche Männer mit weiblichen Tieren etc. Da sage ich ganz klar: Nein, danke!

Esther Betram: Vermutlich werden es bei mir nie Krimi und Thriller werden – aber ganz ehrlich? Solange fantastische Elemente dabei sind, bin ich für alles zu begeistern.

Jasmin Engel: Leider die beiden Genres, die sich am besten bei Verlagen und Agenturen Unterbringen lassen: Krimi und Liebesroman.

Esther Wagner alias Kirana: Einen Liebesroman.

Diandra Linnemann: Hmm … schnulzige Liebesgeschichten und die sogenannte „Einhandliteratur“ kann ich mir für mich selbst gar nicht vorstellen – aus unterschiedlichen Gründen.

Sarah König: Grusel/Horror, alles, was über eine ganz, ganz leichte Gänsehaut hinausgeht oder gar mit detaillierter Beschreibung z.B. von Verletzungen zu tun hat.

Sienna Morean: Eindeutig Sex Szenen! Ich lese sie ungern und schreiben? Nein, da lasse ich lieber den Leser fantasieren.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Krimis! Ich liebe es, sie zu lesen, bin aber viel zu doof, sie zu konzipieren.

Barbara Weiß aka TheBlueSiren: Ich glaube, es gibt kaum Genres, die ich nicht gerne versuchen würde. Ich glaube ein rein historischer Roman wäre mir zu viel Rechercheraufwand.

Grumpy Moon: Kinderbücher. Es fällt mir ja schon schwer, die Kinder in meinen Romanen altersgerecht sprechen zu lassen.

Fantasy und Gewalt – eine Blogparade des Nornennetzes

Fantasy – ganz klassisch sind das Geschichten in denen ein Held die Welt, ein Reich oder doch wenigstens eine schöne Frau retten muss. Gewalt spielt dabei beinahe immer eine Rolle. Oft wird eine idyllische oder zumindest als gut geordnet geschilderte Ausgangssituation durch den Einbruch von Gewalt gestört. Die Königsfamilie wird von einem Ursurpator ausgelöscht, Nazghul jagen wehrlose Hobbits, eine alte Prophezeiung taucht auf und macht den Helden zur Zielscheibe finsterer Mächte. Diese Form der Gewalt ist immer negativ besetzt. Sie ist brutal und oft tödlich, paart sich mit psychischer Gewalt, die oft noch weitere Ausmaße annimmt. Gleichzeitig nutzt der Bösewicht sie gerne, ergötzt sich geradezu daran. Sie ist hier nicht nur Mittel zum Zweck, sondern Teil des Zieles selbst. Dieses Ziel mag primitiv sein, wie Saurons Verlangen, die Welt zu beherrschen, oder psychologisch Gründe haben wie Voldemorts immensem Rachekomplex Muggeln gegenüber, es ist die Grundlage für jegliche Handlung und Gewalt im Roman.

Wir lieben Fantasy – aber braucht es immer Gewalt dabei?

Gut gegen Böse

Gleichzeitig gibt es aber auch die positive Gewalt: Wenn der Held die Herausforderung annimmt und von der Opfer- in die Heldenrolle wechselt, geschieht das in der Regel, indem er selbst gewalttätig wird. Selbst die harmlosen Hobbits wachsen am Ende über sich hinaus. Pippin zertrennt dem König der Nazghul die Beinsehnen und hilft dadurch Eowyn, ihn zu besiegen. Noch deutlicher tritt dieses Phänomen in den Geschichten über Superhelden zutage, an deren Ende oft ein „Bosskampf“ mit dem Superschurken steht. Diesen gewinnt der Held, weil er aufgrund überlegener Kampfmoral letzte Reserven mobilisieren kann, die am Ende auch zu körperlicher Überlegenheit führen. Vor psychischen Qualen schreckt der Held meist genauso zurück, wie vor der gänzlichen Vernichtung des Gegenspielers. Die wird zur letzten, notwendigen Tat, der eine innere Zerrissenheit und Reife des Helden vorsteht. Nie wird Gewalt hier für die eigenen Interessen genutzt, immer gilt sie dem höheren Ziel, andere zu schützen. Ohne den negativen Auslöser wäre die positiv konnotierte Reaktion nicht nötig. Die „gute Gewalt“ besiegt also die „böse Gewalt“.

DER Held

Wenn wir über den Helden der klassischen Fantasy sprechen, ist die männliche Form bewusst gewählt, denn hier ist der Held fast ausnahmslos männlich. Dieses Trope* ist zwar dabei, sich zu verändern, allerdings hat die Änderung kaum Einfluss auf die Rolle der Gewalt. Oft starten Frauen zwar eher wie Hobbits, also schwach und wehrlos, finden dann aber im Lauf der Geschichte einen starken Beschützer, der ihnen körperliche Auseinandersetzungen erspart. Mia, aus der Grim-Reihe ist so ein Fall. Die eigentliche Gewalt wird hier klar männlich verortet, die Frau mag Auslöser sein, der Schlüssel zum Sieg, aber kaum eine aktive Kämpferin. Sie ist es, die immer wieder in Schwierigkeiten kommt und so die Handlung zwangsweise mitgestaltet. Handelnde ist sie dabei in den seltensten Fällen. Andererseits gibt es auch Frauen wie Katniss, die sich von Anfang an selbst behauptet und vor Gewalt nicht zurückschreckt, die im Roman also genauso gut ein junger Mann sein könnte – nur, dass der Verlag dann vermutlich keine Liebesgeschichte verlangt hätte. Eine andere, nicht weniger wichtige Baustelle.

Gewaltige Liebe

Allerdings soll es in dieser Blogparade nicht um Liebesgeschichten gehen, sondern um Gewalt. Da fällt bei Fantasy, die sich vorwiegend an ein weibliches Publikum richtet, noch ein weiterer Aspekt auf: Die fast immer enthaltene Liebesgeschichte ist oft von psychischer Gewalt geprägt, die aber romantisch verklärt wird. Der Protagonist stalkt die Protagonistin, er beschränkt sie und hält sie in jeder Weise klein – und als Motivation seines Handelns wird immer seine übergroße Liebe genannt. Ausgerechnet dieses Verhalten macht ihn zum Helden, der ohne die Frau an seiner Seite nicht leben kann. Dass er dabei dominiert und die Frau in eine von ihm gewollte Richtung zwingt, wird meistens übersehen. Nicht selten ist er ein Entführer, der sie aber nur entführt hat, um sie zu retten, ein gefährliches Wesen, das eigentlich Abstand von ihr halten müsste, dessen Gefühle ihm das aber unmöglich machen. Schmacht, Schmelz, Würg. Dieses Motiv findet sich selbstverständlich nicht nur in der Fantasy, ist aber in der sogenannten Romantasy weit verbreitet und wird offensichtlich gern gelesen.

Macht mit bei unserer Blogparade zu Fantasy und Gewalt

Das vorangeschickt, laden wir** euch ein, in den kommenden Wochen gemeinsam die verschiedenen Aspekte von Gewalt in der Fantasy zu beleuchten. Mögliche Fragen sind:
  • Gehört Gewalt zur Fantasy?
  • Wie wird Gewalt dargestellt?
  • Zu welchen Zwecken wird sie eingesetzt?
  • Können Frauen über Gewalt schreiben?
  • Schreiben Frauen anders über Gewalt als Männer?

Bloggt darüber und gebt uns euren Link im untenstehenden Formular an. Wir werden daraus eine Linkliste erstellen, in der alle Beiträge mit einer Kurzzusammenfassung „anmoderiert“ werden. Gerne dürft ihr unser Bild zur Aktion mit dem Vermerk ©Nornennetz verwenden.

Dafür habt ihr den ganzen August Zeit. Bis 31.08.2018 könnt ihr eure Beiträge schreiben und bei uns einreichen. Wir wünschen uns vielseitige Sichtweisen, positive wie negative Beispiele, wünsche, wie ihr Gewalt in Zukunft in der Fantastik sehen wollt und wie nicht. Geht gerne auf Randthemen wie Diskriminierungen und Mobbing ein, gerne auf Themen, die im Zentrum stehen, wie Kämpfe und Kriege in der Literatur, führt Interviews oder erstellt Leselisten.


Bisherige Links zur Parade:

Von offensichtlichen Hintergedanken verborgenen Gewalttaten und unsichtbaren Verletzungen – Möchtegernautorin

Der Game of Thrones Effekt in Büchern – Rebel Girls Adventures

Kampfszenen mit Wumms – Diandra Linnemann

Superhelden und Gewalt – Nike Leonhard

*Wir nutzen hier den englischen Begriff, da er geläufiger ist. Eventuell kennt ihr auch die Bezeichnungen „den Tropus“ aus der Literaturwissenschaft. Gemeint ist hier ein stereotypisiertes Bild aus der Literatur, das gleich mehrere Bedeutungsebenen mit sich trägt.

**Autorinnen des Beitrags sind Nike Leonard und Eva-Maria Obermann

Autoren Urlaub

Lohnen sich Comic Conventions auch für Autor*innen?

Die Autorin, die mit ihrem Namen nicht nur das Alphabet umschließt, beendet nun auch den Comic-Monat, den sie eingeleitet hat – und zu dem sie noch wesentlich mehr hätte schreiben können, wenn sie nicht gerade Märchensommer gehabt hätte.

Doch heute geht es nicht um Comics an sich, sondern um deren Zelebrierung auf Conventions. Ich selbst bin bisher auf vier Conventions gewesen: Der ChiSaiiCon in Hamburg, der German Comic Con Berlin, der Connichi in Kassel und kurz mal gucken auf der Manga-Comic-Con während der LBM.
Conventions sind faszinierend. Man trifft Leute, die die gleichen Interessen teilen und zum Teil mit sehr aufwändig selbst geschneiderten Kostümen unterwegs sind. Unterschiedliche Künstler*innen präsentieren ihre Werke und Händler preisen Merchandise zu allen erdenklichen Reihen an.

Doch neben den gezeichneten Geschichten finden auch immer mehr Bücher ihren Weg auf diese Conventions.

Auf meiner ersten Convention habe ich mich noch nicht selbst als Autorin bezeichnet, eher als Hobbyschreiberling, dort habe ich eher die anderen bewundert. Mit einem Autoren, der gerade sein Debüt auf der Convention vorstellte, habe ich mich dann über seinen Weg unterhalten. Der Workshop “Krimispiel im Irrenhaus” war da allerdings wesentlich interessanter. In einer Mischung aus Rollenspiel und Detektivgeschichte schlüpften wir in die verschiedenen Rollen, um ein Problem zu lösen.
Als Autorin eine gute Möglichkeit Reaktionen von anderen zu sammeln, wie Charaktere mit bestimmten Macken umgesetzt werden können.

Auf GCC und der Connichi sah ich mich dann eher als Bloggerin, während die Autorin neue Eindrücke sammelte, sich aber im Hintergrund hielt. Zum ersten Mal sah ich bewusst die Stände in der Artist-Alley. Während meine Begleiterinnen die Zeichnungen betrachteten, hielt ich nach Büchern oder Manga Ausschau. Die Zusammenarbeit mit der Märchenspinnerei und die diversen Webcomics, denen ich folge, hatte mir zu dem Zeitpunkt gezeigt, dass es wichtig ist, diese Leute zu unterstützen.

Die Autorin nahm auf der Connichi dennoch an einem Schreib-Workshop von Yamato Ôkami teil. Viel zu viele Leute hatten die gleiche Idee, sodass es eher ein Ping-Pong zwischen einzelnen Leuten war – inklusive mir – als eine tatsächliche Behandlung des Themas. Es war dennoch interessant, sich mit anderen Autor*innen auszutauschen. Denn wenn es etwas gibt, dass in der Comic Szene weit verbreitet ist, dann sind es Autor*innen, die entweder an ihren eigenen Werken schreiben oder sich mit Fanfictions* vergnügen.

Auf der MCC fühlte ich mich dank des Nornennetzes zwar mehr als Autorin, dennoch führten meine Gespräche eher zu einer Kooperation als Bloggerin. Was aber auch überhaupt nicht schlimm ist, denn gemeinsame Aktionen sind in beiden Bereichen sinnvoll. Und dafür bieten sich Conventions definitiv an. Wer seinen Horizont erweitern will, oder jemanden für Grafiken in seinem nächsten Werk sucht, ist hier definitiv an der richtigen Stelle um entsprechende Kontakte zu knüpfen.

Kurz gesagt: Für mich sind Conventions eine offenere Plattform um gleichgesinnte Nerds kennenzulernen, wenn man sich darüber hinaus noch zu Autorenthemen informieren oder austauschen kann, umso besser.

Lohnt es sich also als Autor*in sich auf Comic Conventions einzulassen?

Um neben meiner eigenen Meinung auch andere zu Wort kommen zu lassen, habe ich den Nornen Jule M. Reichert und Diandra Linnemann, der Märchenspinnerin Christina Löw, sowie der deutschen Mangaka Genji Otori und dem Künstlerpaar Blätterklingen & Mohnfuchs Fragen zu ihren Convention Erfahrungen gestellt.

#1: Mit welchen Erwartungen gehst du als (schreibender) Gast auf eine Convention?

Diandra: Ich gehe generell selten auf Conventions, weil ich große Menschenmengen nicht besonders mag. Wenn ich hingehe, will ich mich allerdings in erster Linie amüsieren und viele bunte Dinge sehen. Da ist es auch egal, ob ich schreibender oder „nur“ konsumierender Gast bin. (Wobei ich den Verdacht habe, dass schreibende Menschen generell anders ticken, aber das wäre dann ja auch nicht nur auf Conventions beschränkt.)

Jule: Eigentlich ganz einfach: Leute treffen, die man noch nie persönlich gesehen hat, und Verlage und Künstler begutachten, die vielleicht irgendwann einmal interessant sein könnten. Außerdem gibt es immer unheimlich viel inspirierendes zu sehen.Bilder von den soeben genannten Künstler, Buchcover und ich halte auch immer sehr gerne nach Verkleidungen/Cosplayern ausschau

Christina: Ich muss gerade echt überlegen, ob ich schon mal einfach als Besucherin auf einer Con war, ich glaube nicht. (Bevor ich selbst Ausstellerin war, habe ich meist irgendwo am Stand ausgeholfen.)

Genji: Mein letzter Besuch als Gast auf einer Convention ist schon sehr lange her und damals lag der Schwerpunkt auf Cosplay. Darum beschreibe ich einfach mal, wie ich meine Pausen verbringe und worauf ich achte.

Wenn ich zwischendurch meinen Stand in den Händen meines Helfers gebe, schaue ich mir sehr gerne die Künstlerstände an. Vor allem halte ich Ausschau nach Indie-Comics/Manga, da ich sehr gerne lese, was in der deutschen Kreativszene passiert. Verlage und Kleinverlage sind auch eine Anlaufstelle für mich, da man sich dank Mappensichtungen Feedback oder neuen Input holen kann. Viele meiner Entwicklungen habe ich erfahrenen Redakteuren oder anderen Zeichnern/Autoren zu verdanken.
Am meisten jedoch erhoffe ich mir, Freunde zu treffen, abends gemeinsam essen zu gehen und mich mit den anderen über die Erlebnisse auf der Con auszutauschen.

Blätterklingen: Erwartungen sind immer so ein Ding. Ich freue mich über jedes angenehme Gespräch und jedes verkaufte Buch, aber ich erwarte eigentlich gar nichts. Ich stelle meine (oder eher unsere) Bücher immer zusammen mit meiner Frau aus und sehe das eher als Ergänzung der Marke „Mohnfuchs“. Wie du schon richtig formulierst: ich bin Gast.

#2: Hast du als Besucher mal an Schreib- oder ähnlichen Workshops auf Conventions teilgenommen? Wenn ja, wie hat dir das gefallen?

Diandra: Bisher noch nicht – wenn es einen interessanten Workshop gäbe, könnte ich es mir aber vorstellen.

Jule: Hast du als Besucher mal an Schreib- oder ähnlichen Workshops auf Conventions teilgenommen? Wenn ja, wie hat dir das gefallen?
Da ich beruflich unter Anderem ja auch “für das Web” schreibe, ja, da gab es Workshops. Allerdings alle beruflich bedingt und nicht wirklich auf mein Möchtegernautorendasein bezogen 😉 Und Schreiben ist auch nicht immer gleich Schreiben, wie Autor weiß.
Alles andere fiel bisher leider unter den Tisch, da ich solche Veranstaltungen vornehmlich mit meinen Kindern besuche. Da hat man keine Zeit für Fortbildungen.

Christina: Durch #1 habe ich das tatsächlich noch nie gemacht, ich finde die Idee aber super und würde so was als Besucherin auf jeden Fall mal testen.

Genji: In den letzten Jahren bin ich leider immer als Aussteller zu Conventions gefahren und vor dieser Zeit immer als Cosplayer. Von daher hab ich zu meiner Schande noch keinen Schreibworkshop mitgemacht. Stattdessen treffe ich mich regelmäßig mit anderen Mangaka und Autoren, wo wir über mehrere Tage an diversen Projekten gemeinsam arbeiten und uns gegenseitig Feedback geben.

Blätterklingen: Ja, auf dem Comic Salon Erlangen und beim Tübinger Bücherfest habe ich mal bei Workshops mitgemacht. Gefallen haben sie mir schon, aber ob sie mich wirklich weitergebracht haben? Eher nicht. Es ist sicherlich ein erheiterndes Tagesprogramm. Man bekommt einen seichten Überblick, trifft nette Leute, aber das war es dann auch. Man lernt meiner Meinung nach nur in direkter Beschäftigung mit anderen Autoren/Künstler. Ich bin Mitglied einer Künstlergruppe und moderiere eine Autorengruppe in Tübingen und ich denke durch die konkrete Beschäftigung mit dem Schaffen anderer und ihrer Reaktion auf das Schaffen von dir als Autor oder Künstler kann man etwas lernen. Ich persönlich habe so sehr viel mehr gelernt als ich jemals für möglich gehalten habe, selbst schlechte Texte können einem helfen besser zu werden und Fehler zu vermeiden.

#3: Mit welchen Erwartungen gehst du als Aussteller?

Diandra: Als Aussteller habe ich immer nur assistiert, meine Beobachtung war, dass die befreundeten Aussteller ihre Kosten wieder reinholen möchten, befreundete „Konkurrenten“ treffen (i.e. andere Verleger/Gestalter/…), und in der Masse der Aussteller auffallen – das ist wohl das Schwierigste.

Jule: Das kommt auf den Rahmen des Ausstellers an ;D
In jedem Fall muss man sich mit dem Aussteller identifizieren können, dann klappt das auch irgendwie. Man kann in dem Rahmen seine eigenen Werke bewerben und auch darüber sicherlich gut Leute kennenlernen. Auf Neudeutsch nennt sich das ja “Netzwerken”.

Christina: Da ich erst kürzlich auf meiner 2. Con als Ausstellerin war, sind meine Erwartungen noch nicht sonderlich hoch … Ich hoffe eher, dass jemand mein Buch und die anderern der Märchenspinnerei gut findet, welche davon kauft und positiv weitererzählt dass es mich/uns gibt.

Genji: Für mich haben Conventions 3 Aspekte: zum einen der menschliche Aspekt. Neue Leute kennen lernen und Kontakte knüpfen. Natürlich schließt das mögliche Leser mit ein, aber auch Kontakte zu Verlagen, anderen Kreativen oder Bloggern/Podcastern. Und zum anderen der Geschäftsaspekt: kann ich genug verkaufen, damit ich mit einem Plus nach Hause gehe und wie ist der Marketing-Effekt für mein Produkt? Und schließlich der schönste Aspekt für mich: die vielen Freunde, die ich über die knapp 3 Jahre kennengelernt habe und die mir sehr ans Herz gewachsen sind.

Die Gewichtung der drei Punkte ist je nach Conventions sehr unterschiedlich. Zum Beispiel ist eine Comic Con Germany für mich weniger verkaufsstark wie eine Leipziger Buchmesse. Dafür ist der zwischenmenschliche Aspekt wesentlich größer. Auch kleinere Conventions wie die Animuc haben einen wesentlich stärkeren Fokus aufs Netzwerken. Hier versuche ich unter anderem Workshops zu geben, Vorträge zu halten und mit anderen Kreativen in Kontakt zu kommen. Große Messen wie die Leipziger Buchmesse oder Dokomi haben eine starke Gewichtung auf den Geschäftsaspekt. Ich versuche gerne Termine mit Verlagen zu machen (für Mappensichtungen oder Pitchs) und einen guten Gewinn nach Hause zu nehmen, den ich dann für neue Produkte oder Neuauflagen investieren kann.

Mohnfuchs: Ich gehe in der Regel mit sehr wenig Erwartung auf eine Messe. Zu Beginn war der Grund dafür, dass ich keine Ausstellererfahrung hatte und alles auf mich zukommen lassen wollte. Inzwischen bin ich durch die Erfahrung aber auch geerdet. Ich weiß (noch mehr), was die Leute bei mir mögen, was sie überrascht und was sie irritiert. Was ich aber immer „erwarte“: interessante Gespräche und viel zu lachen und freuen 🙂

#4: Wie würdest du das Interesse an deinen Werken im Vergleich Buchmesse zu Convention beschreiben?

Diandra: Schwierig zu sagen … Buchmessen sind ja auch etwas für den kulturell interessierten Nicht-Leser (subjektiv vermutet), während sich auf Conventions die „Hardcore-Fans“ herumzutreiben scheinen. Die sind dann auch interaktiver, nach meiner begrenzten Erfahrung, und eher bereit, Geld für neue Bücher auszugeben. (Alternativ sind Tentakel auf einer Convention einfach beliebter als in Kulturkreisen. )

Jule: Ich denke, es gibt für beides Vor- und Nachteile.
Conventions könnten gerade für Autoren in einem kleinen Verlag oder Selfpublisher eigentlich geeigneter sein, da diese kleiner und damit auch themenfokussierter sind. Dafür gibt es da noch viele andere Angebote neben Büchern, dass diese sogar wieder etwas herausstechen können, weil die Masse an anderem Lesestoff darum herum fehlt.
Andererseits haben eben auch nicht alle Menschen, die zu einer Convention gehen, interesse an Büchern. Will man also nur Buchmenschen begegnen, gewinnen die Buchmessen, die ja auch durchaus themenfokussiert sein könnten.

Christina: Da ich mit meinem Werk noch auf keiner klassischen Buchmesse war, keine Ahnung. (Ich bin gespannt, wie das bei BuCon und BuchBerlin dieses Jahr wird.)

Genji: Das kann man gar nicht so pauschal sagen. Ich selbst bin bisher nur auf der Leipziger Buchmesse gewesen, die für mich die verkaufsstärkste Messe vom ganzen Jahr ist. Sehr viel Einfluss darauf hat vor allem, dass sie an 4 Tagen stattfindet. Die meisten Conventions gehen zwei bis maximal drei Tage.

Dennoch würde ich sagen, dass vor allem die Buchmesse DIE Messe ist für eine Neuveröffentlichung, da hier Besucher gezielt nach neuem Lesefutter suchen, darüber berichten und reviewen. Einzige Conventions, die an ein ähnliches Interesse an meinen Veröffentlichungen stoßen, sind für mich Dokomi und Aninite (Österreich). Vor allem in Österreich habe ich ein sehr treues und engagiertes Publikum gefunden, was ich so nur auf der Buchmesse erlebt habe.

Nichtsdestotrotz haben Conventions auch einen hohen Stellenwert, da man hier genug Zeit hat, sich mit Leuten zu unterhalten. Auch wenn es quantitativ weniger Interessenten sind, sind die Begegnungen umso persönlicher.

Blätterklingen: Das ist schwierig zu beantworten, weil die Leipziger Büchermesse eigentlich unvergleichlich gut lief. Die Leute suchen nach neuen, unbekannten, aufregenden und waren bei der Buchmesse unheimlich aufgeschlossen. Gleichzeitig waren aber viele irritiert, das Nexus und Traumafabel illustrierte Erzählungen mit Comic-passagen und keine reinen Comis waren. Wer erwartet auf einer Buchmesse auch schon Bücher mit Fließtext *lach* Auf den kleinen und größeren Conventions auf denen wir waren, war das Interesse aber nicht merklich geringer. Sie waren nur kleiner als die LBM.

#5: Ist das Convention Publikum offener oder geschlossener für deine Werke als Buchmesse-Besucher?

Diandra: Wie gesagt, wenigstens bei Tentakeln war bis jetzt das Convention-Publikum offener. Irgendwie fürchte ich, die sind anschließend enttäuscht, wenn sich niemand auszieht. Aber es gibt ja Stofftentakel zum Trost. Bei meinen anderen Büchern habe ich es noch nicht probiert, den Erfahrungsbericht reiche ich ggf. im November nach.

Jule: Siehe oben 😉

Christina: Durch #4 kann ich das leider noch nicht beantworten. Frag mich im Oktober/November noch mal.

Genji: Schwierig zu sagen. Das hängt auch wieder von vielen Faktoren ab. Wie groß ist die Convention, welche anderen größeren Events sind in zeitlicher Nähe und wie ist sie aufgebaut? Liegt der Schwerpunkt der Con auf Merch? Liegt er auf Zeichner und das Thema Comics/Manga/Bücher? All die Faktoren ziehen bestimmte Arten von Besucher an. Welche, die einen großen Bogen um die Artist Alley machen. Oder welche, die gezielt nur wegen der Autoren und Zeichnern kommen und neugierig nach neuen Veröffentlichungen Ausschau halten.  Was man auch nicht unterschätzen darf, ist, zum wievielten Mal findet die Convention statt? Langjährig stattfindende Cons haben einen gewissen „Ruf“, den man für sich nutzen kann (bspw. die Dokomi, die sich die japanische Komiket zum Vorbild nimmt und somit einen großen Schwerpunkt auf die Artist Alley hat), während bei „frischen“ Cons alles Mögliche passieren kann.

Blätterklingen: Ich denke das Publikum vermischt sich sehr stark. Viele Gesichter, die wir auf der LBM gesehen haben, sind uns auch auf Cons wieder begegnet. Daher empfinde ich die Trennung jetzt eher als künstlich. Da wäre es leichter zwischen verschiedenen Cons zu unterscheiden – In Künstlergruppen auf Facebook wird regelmäßig diskutiert welcher Stilbereich bei welcher Con besser ankommt, Manga hier, Comic dort und Illustrationen in ungewöhnlichen Stil vielleicht wo ganz anderes.

#6: Sonst noch irgendwelche Anmerkungen zum Thema?

Diandra: Leider habe ich insgesamt noch nicht so viel Erfahrungen mit Messen oder Conventions; wenn ich nach Berichten von extrovertierteren Freundinnen gehe, scheint bei Conventions eher das Erlebnis zu zählen – Leute treffen, Dinge erleben, Spaß haben. Also all die Dinge, die mir sowieso nicht liegen. ^^

Jule: Ja ;P Ich schöpfe nur aus beruflicher Nicht-Autoren-Erfahrung und einigermaßen logischem Denken, was das Thema angeht. Gemacht habe ich so etwas wirklich noch nicht – in Ermangelung von etwas, das ich bei so etwas anbieten könnte und Zeit.

Christina: Was ich auf den Cons bisher immer super fand, war neben dem Austausch mit den Besucher*innen vor allem auch der Austausch mit anderen Autor*innen vor Ort – und Aussteller*innen anderer Art. Schon bei der zweiten Con, auf der man sich wiedersieht, ist es ein schönes, fast schon familiäres Gefühl mit den bekannten Gesichtern – und mit den neuen geht das auch ab Tag 2 los.

Genji: Lohnen sich Comic Conventions für Autor*innen? Definitiv ja! Ob nun als Besucher oder gar Aussteller. Denn nirgends sonst trifft man sich, um dem gemeinsamen Interesse von Mangas und Comics zu frönen. Allein deswegen ist die Atmosphäre immer sehr locker und entspannt. Man kann sehr leicht neue Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen. Wenn man als Autor unterwegs ist und einen Zeichner sucht, ist das auch der beste Ort, um sich umzuschauen und eventuell sogar einen Projektpartner zu finden. Selbst wenn die Convention zu keinem eindeutigen Ergebnis geführt hat, baut man sich so langsam ein Netzwerk auf und sammelt wichtige Erfahrungen in der Szene: Was ist angesagt? Wie ist die Arbeitsweise von anderen Kreativen? Wie reagieren Leute auf die eigenen Werke? Was denken sie darüber? Wie kann ich mein Produkt am besten bewerben?

Wenn man sich vor allem Zeit nehmen möchte, um mit Leuten zu reden, empfehle ich immer, an den besucherschwächsten Tagen zu kommen. Es ist weniger Gedränge und für die Aussteller auch weniger stressig wie beispielsweise ein Samstag.

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass Conventions von der Qualität sehr unterschiedlich sein können. Von daher sollte man als kompletter Neuling auf jeden Fall vorab nach Erfahrungsberichten suchen oder andere Aussteller/Besucher befragen.

Blätterklingen: Wenn ihr selbst ausstellen wollt: egal wie klein euer Stand ist, nehmt euch immer einen Standhelfer mit. Niemand schafft es 10 – 14 Stunden am Stück ohne Probleme am Stand zu verweilen. Und nehmt genug Süßigkeiten mit! Zucker ist euer Freund und natürlich Koffein in allen Farben des Regenbogens.

Mit diesen Gedanken, wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann auch einen Nornennetz-Stand auf einer Comic Con, mit unseren Künstlerinnen und Büchern.

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**Autorin des Beitrags ist Anne Zandt