#Nornenschuber „Kushiel – Das Zeichen“ von Jaqueline Carey im Juni

Schuber mit verschiedenen Büchern

Unsere Lesechallenge unter dem Motto #HiddenFantastik geht weiter!

Im Juni haben wir Kushiel – Das Zeichen von Jaqueline Carey gelesen.

Buchcover von Kushiel Frau Rücken zugedreht

Roxane Bicker

Ich habe keine Ahnung, was ich zu diesem Buch schreiben soll. Nicht, weil ich es nicht gut finde, weil es mich kalt lässt oder so – ganz im Gegenteil! Die Kushiel-Trilogie sind meine meistgelesenen Bücher. Ich habe sie auf deutsch, auf englisch (unbedingt zu bevorzugen!) und als Hörbuch. Ich habe sie unzählige Male gelesen und gehört und ich liebe sie. Ich liebe die Story, ich liebe die Sprache, ich liebe die Welt, ich liebe die Personen. Wie Jacqueline Carey es geschafft hat, eine solch epische Geschichte zu schaffen, ist bewundernswert. Nun lesen wir in der Challenge nur den ersten Band der Trilogie – aber bitte, wenn ihr dabei seid, lest auch die Folgebände. Vieles löst sich erst zum Schluss hin auf, vor allem, warum Phedré ist, wie und was sie ist. Lasst euch von den teils drastischen Szenen nicht abschrecken – es ist nicht zum Selbstzweck, sondern Teil eines Großen Ganzen. So, und jetzt habe ich es doch geschafft, etwas zu schreiben – was allerdings meiner Begeisterung für diese Bücher nicht einmal ansatzweise nahe kommt. Ich liebe sie.

Tessa Maelle

Jacqueline Careys Angewohnheit, jede neu auftauchende Figur sogleich mittels der Namen und dem Beziehungsgeflecht von fünf anderen Figuren zu erklären, hat mich anfangs sehr ermüdet. Im Mittelpunkt steht das Mädchen Phedré. Sie ist intelligent, sprachbegabt und mit dem besonderen Talent begabt, Schmerz und Lust miteinander zu verschmelzen. Sie wird zur optimalen Kurtisane und Spionin ausgebildet. Dafür, dass diese Gabe Dreh- und Angelpunkt ihrer Geschichte ist, fand ich, hätten gerade die erotischen Szenen zu Beginn etwas filigraner ausfallen können. Die Handlung gewinnt in Band II an Fahrt, und noch die kleinste Nebenfigur wird so lebendig beschrieben, dass sie einem im Gedächtnis bleibt. Mittlerweile hab ich auch Band III gelesen, dem ein stärkeres Lektorat gut getan hätte. Es wimmelt von unnötigen Wiederholungen sowohl inhaltlich als auch stilistisch (“seine Armschienen blitzten auf”). Zwar zieht Carey einen wahrhaft epischen, historischen Bogen, aber die grundlos gesteigerten Gewaltszenen in Band III sind schlichtweg nicht zu ertragen. Ich würde die Trilogie trotz vieler schöner Einfälle letztendlich nicht weiterempfehlen.

Jasmin Engel

Ich war und bin bei diesem Band hin- und hergerissen, ob ich ihn mögen soll oder nicht. Von der Erzählweise und einigen anderen Details her merkt man, dass es schon ein älterer Roman ist, was ich persönlich als positiv empfinde. Ich sollte vielleicht noch anmerken, dass ich Band 1 noch nicht ganz fertig gelesen habe. Ich bin selbst gespannt, ob ich danach den 2. Band kaufen werde. Es gibt für mich in etwa genauso viel Positives wie Negatives zu sagen, zumindest bis jetzt beim 1. Band. Über rein sprachliche Aspekte halte ich mich zurück, da ich leider die deutschsprachige Version habe. Gefallen haben mir die blumigen Beschreibungen der Settings, Figuren, Atmosphäre, der Mythen und Bräuche dieser Parallelwelt. Da wären wir auch schon bei einem weiteren persönlichen Pluspunkt: Ich habe einen Faible für Parallelwelten. Das heißt für fantastische Welten, die unserer in Einigem ähneln, bei denen es Überschneidungen mit dieser Welt gibt. Negativ empfinde ich die zu starke erotische Komponente, ganz besonders während die Hauptfigur noch ein Kind ist. Noch im 1. Band und ohne weitere gelesen zu haben, befremdet es mich, dass sie sich so gerne unterwirft und bei Folter Lust empfindet. Doch ich bin ohnehin etwas empfindlich bei allem, was mit Folter zu tun hat. Ich bin mit der Hauptfigur vor Ende des 1. Bands noch nicht ganz warm geworden. Aber die Welt und einige interessante Aspekte finde ich durchaus faszinierend.

Elenor Avelle

Ich habe das Buch abgebrochen, weil der Weltenbau für mich problematisch ist. Zum einen erscheinen alle Menschen der Gesellschaft übersexualisiert. Alles dreht sich um Häuser, die wie Bordelle erscheinen. Die religiöse Grundlage ist die Verehrung einer Frau, die sich zum Schutz eines Messias erst einem König und dann auf dem Marktplatz der Öffentlichkeit “hingegeben” hat.
Die Mitglieder der Häuser können an andere Häuser verkauft werden, wie Sexspielzeug. Erst wenn die Tätowierung abgeschlossen ist, sind sie “frei”.Mein allergrößtes Problem bestand allerdings in der Sexualisierung des neunjährigen Kindes, dass außerdem auch noch Lust bei Schmerz empfindet. Das hat meine Schmerzgrenze überschritten.

Was lesen wir im August?

Buchcover Schattengeister – Frances Hardinge
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