Fragefreitag

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Lässt du dich beim Schreiben manchmal vom realen Leben inspirieren? Tessa Maella: Leider. In fast allen meinen Frauenfiguren hallt die Unterdrückung und Ungleichheit wider, denen Frauen im realen Leben ausgesetzt sind. Ich wünschte, das bräuchte es nicht. Helene Peršak: Definiere reales Leben. Lege zwei Dinge aus dem Realen nebeneinander und erschaffe daraus eine Geschichte. Schon …

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Was gefällt dir am Genre der Fantastik besonders? Artemis Wind: Es setzt der Fantasie keine Grenzen. Die Realität ist ja nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten, was sein könnte. In der Fantastik lassen sich Alternativen ausprobieren und über den Erfahrungsbereich hinausdenken. Besonders gerne mag ich deshalb Utopien, weil sie diese Unbegrenztheit nutzen, um uns auch …

Fragefreitag_Grafik-Silhouette einer Frau mit Sonnenhut auf dem Kopf und Feder in der Hand
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Was war dein motivierendstes Schreiberlebnis? Claudi Feldhaus: Ich hatte große Zweifel, mich an eine historische Thematik zu wagen, da ich dazu keine offizielle Ausbildung genossen habe. Meine beste Freundin aber war so überzeugt, dass ich es schaffen und die viele Arbeit gerne auf mich nehmen werde und motivierte mich, einfach mal anzufangen. Dass so an …

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Hast du schon mal einen Text geschrieben, der dir hinterher peinlich war? Artemis Wind: Geschrieben und vor der ganzen Klasse vorgetragen: Eine Hymne an den punischen Feldherrn, Hannibal. Es war eine Aufgabe im Lateinunterricht. Vielleicht entschuldigt mich die Anlehnung an den üblichen Pathos antiker Rhetorik. Allerdings hatten alle anderen im Kurs Quatschgedichte wie „Hannibal, du …

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Gibt es eine Buchverfilmung, die du gelungener fandest als das Buch? Artemis Wind: Die Chroniken von Narnia. Ich finde den Stil im Buch recht hölzern. Allerdings kann ich dem Buch deutlich mehr abgewinnen, seit ich mich von einem theoretischen Standpunkt aus im Rahmen einer Hausarbeit damit beschäftigt habe. Claudi Feldhaus: Stolz und Vorurteil. Diana Dessler: …

Zeitreiseuhr mit Cyborg Nornen zu beiden Seiten, eine dunkelhäutig, eine mit Prothese
Schicksalsstöcke

Von KI, den Nornen und dem Rest der Welt

Nach Jahrzehnten der KI-Forschung, in denen man dem Thema mit Ontologien, regelbasiertem Schließen und umfangreichen thematischen Strukturen näherkommen wollte, hat sich schließlich etwas ganz anderes durchgesetzt: die statistische Verarbeitung von Massentexten in einem trainierten Sprachmodell. Und so ist letztlich ChatGPT als neues Objekt der Begierde erschienen, da es Texte erzeugen kann, die einen gewissen Sinn …

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Wie kann man marginalisierte Gruppen in der Literatur fördern? Diana Dessler: Literarisch: indem man deren Vertreter zu Protagonisten macht. Real: indem man mit ihnen zusammenarbeitet. Artemis Wind: Bücher sind ideal um sich in andere Perspektiven zu versetzen. Sie können viel zum gegenseitigen Verständnis beitragen und Vorurteile beseitigen. Claudi Feldhaus: Indem wir ihnen in unseren Geschichten …