#Nornenschuber „Ich bin Gideon“ im Mai

Schuber mit verschiedenen Büchern

Unsere Lesechallenge unter dem Motto #HiddenFantastik geht weiter!

Im Mai haben wir zusammen „Ich bin Gideon“ von Tamsyn Muir gelesen.

Roxane Bicker

So ein großartiges Buch und eines der besten, die ich seit langem gelesen habe!
Doch von vorne – worum gehts? Gideon Nav ist als Findelkind im Neunten Haus aufgewachsen und wurde zur Kämpferin ausgebildet. Sie verbindet eine jahrelange, erbitterte Rivalität mit Harrowhark Nonagesimus, der Erbin des Hauses und so setzt Gideon alles daran, den Planeten zu verlassen. Doch als der Kaiser die Erben aller Häuser zu einem Wettstreit zusammenruft, ist es an Gideon an Harrows Seite zu kämpfen. Auf einem Planeten, der ein uraltes Geheimnis trägt, entscheidet sich, ob die beiden ungleichen Frauen sich zusammenraufen können.
Tamsyn Muir entwirft im ersten Band der Locked-Tomb-Trilogie eine unglaubliche Welt. Ein Sternensystem aus Neun Häusern, aus Zeit und Raum gerissen. Nekromanten, die nicht nur Skelette wiederbeleben können, sondern sich auch auf andere dunkle Kräfte verstehen. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und die eine unglaubliche Entwicklung durchmachen, dazu uralte, technische Relikte und Geheimnisse. Ungewöhnlich und ganz großartig geschrieben. Es ist nicht Fantasy, es ist nicht Science Fiction, nicht Dystopie, sondern etwas ganz eigenes, anderes. Die Geschichte ist so tief und weit, dass man sie nicht schnell durchlesen kann, sondern Zeit braucht, aber genau das ist wichtig, hat mich doch das Ende in ein größeres Loch fallen lassen – umso gespannter bin ich auf die Fortsetzung, in der Harrow im Mittelpunkt steht.

Diandra Linnemann

Als ich hörte, dass wir “Ich bin Gideon” im Nornenschuber lesen, war ich hin und weg, denn dieses Buch ist eine der besten Buchentdeckungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Es unterscheidet sich derart von allem, was ich vorher gelesen habe, dass ich meine Begeisterung hier gerade hart zügeln muss. Die Charaktere, die Welten, das magische System, die Rätsel, die Kampfszenen und DAS ENDE … oh mein Gott, das Ende! Natürlich will ich euch nicht spoilern, aber lest es!Und lest es ein zweites Mal, dann entdeckt ihr noch viel mehr! Der Werbeblurb, der mich damals überzeugt hat, lautet “Lesbische Nekromantinnen erkunden ein Spukhaus im Weltall”, und es ist genau das, wonach es klingt.

Tessa Maelle

Um es gleich vorweg zu sagen, das Setting rund um die Knochenmagie ist grandios. Tamsyn Muir schafft eine Welt, die es vorher so noch nicht gegeben hat. Magisch, aufregend und wirklich einzigartig. Trotzdem wäre ich fast nicht über die ersten hundert Seiten hinausgekommen, da mich der flapsige Stil überhaupt nicht gepackt hatte. Gerade der Anfang ist auch inhaltlich merkwürdig: Gideon will fliehen, aber man bekommt das Gefühl, sie trödelt solange herum, bis keine Flucht mehr möglich ist? Shuttles fallen vom Himmel, und sie schläft einfach ein? Besonders sprachlich wirkten manche Formulierungen sehr gewollt. Sätze wie „Unzugänglich wie ein Klappstuhl erklärte Harrowhark mit einer Stimme wie Schlacke (…)“ fand ich furchtbar schlecht, und beinahe hätte ich das Buch nicht weitergelesen. Zum Glück habe ich das doch. Die Spannung nimmt von Seite zu Seite zu und gipfelt in einem fulminanten Showdown, bei dem ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. 

Elenor Avelle

“Ich bin Gideon” zu lesen, war eine interessante Erfahrung. Ich kam in das Buch unglaublich schwer rein, weil ich keinen Zugang zu den Charakteren fand. Gideon selbst ist kratzbürstig und die Beziehung zwischen ihr und der Nektomantin basiert auf Missverständnissen, Abneigung und Zwang. Wäre Harrow ein Mann hätte es einen Aufschrei der Empörung über die Toxizität gegeben. Diverse lose Fäden enden im Nichts, offene Fragen, die für die Handlung essentiell wären, klären sich nie auf. Zwischendurch hatte ich meinen Spaß mit der Geschichte. Die escaperroomartige Handlung brachte Schwung und Atmosphäre rein. Die Mischung aus modernen Elementen, verfallener Technik, Ruinengrusel und altertümlichem Flair ist einzigartig. Die Nekromantie ist interessant, nur leider fruchtlos für die Handlung, mehr ein Dekoelement. Das Ende hat mir das Buch dann wieder komplett verhagelt. Der Endkampf dauert ewig und bietet nichts wirklich Interessantes.

Saskia Dreßler

Als ich “Ich bin Gideon” das erste Mal gelesen habe, war ich einfach begeistert. Ich mochte das Setting. Es ist düster und es ist dreckig. Gideon als Figur fand ich sehr interessant, da sie keine typische Rolle ausfüllt, sondern aus der Reihe tanzt. Schwierig fand ich jedoch die Beziehung zwischen ihr und Harrow. Die vielen Missverständnisse und das teilweise toxische Verhältnis zwischen beiden war nicht immer leicht. Gerade auch im Bezug auf Gideons Kindheit, die schlechter nicht sein konnte, hatte ich meine Probleme. Ihr Aufwachsen war für mich einfach schrecklich. Trotzdem mochte ich die Atmosphäre des Buches und hätte mir aber eine tiefere Ausarbeitung der Nekromantie gewünscht. Teilweise empfand ich manche Stellen zu lang und manche nicht ausgearbeitet genug. Ich bin trotzdem auf Teil 2 gespannt und werde ihn auf jeden Fall lesen – ich möchte wissen, wie es mit Gideon und Harrow weitergeht!

Was lesen wir im Juni?

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