Nornengestöber im Reich der Phantastik – Eine Expedition

In unserem letzten Nornengestöber haben wir mit euch einen kurzen Tagesausflug in die Phantastik gemacht und uns die bekanntesten Genres im Vorbeigehen flüchtig angeschaut.
Heute wollen wir euch auf eine etwas längere Expedition mitnehmen, die uns tief hinein in das mysteriöse Reich der Phantastik führt, durch teilweise unwegiges, unberechenbares Terrain, voll von Kreaturen, von denen Existenz wir bis dato nichts wussten.

Also packt eure Rucksäcke, schnappt euch eure Wegekarte, vergesst den Proviant und die Wolldecken nicht und schnürt eure Wanderstiefel fest.
Wir begeben uns auf Entdeckungsreise.

Unsere erste Etappe bildet das „17 Common Fantasygenres„, ein Denkmal der phantastischen Literatur, erbaut im Jahre 2015 n.Chr. von Thoughts on Fantasy. Wie der Name schon verrät, wurde es es aus den gängigsten Subgenres der Phantastik errichtet. Jeder der siebzehn Pfeiler ist mit einem bekannten Buchtitel versehen, der die Essenz des repräsentierten Subgenres einfängt und stellvertretend dafür steht.
Auch wenn uns die Zeit nicht bleibt für eine ausgedehnte Tour durch die umliegenden Gärten, lohnt es sich doch, hier ein wenig zu verweilen und sich die dort ausgestellten weiteren Werke der Künstlerin anzuschauen.

Unsere Reise führt uns weiter, immer tiefer hinein ins Reich der Phantastik. Die Wege sind nun kaum noch erkennbar, längst sind wir vernab der Zivilisation. Die Luft ist wilder, freier und voller Magie.
Das Rascheln des Windes in den dicht an dicht stehenden Bäumen klingt wie leises Gelächter und wenn wir stehenbleiben, können wir beobachten, wie der Wald um uns herum atmet. Alles hier ist lebendig, alles ungezwungen, es gibt keine Vorschriften, keine Regeln, nur Freiheit.

Wir kommen an eine Lichtung, die auch gleichzeitig die zweite Etappe unserer Reise darstellt. Erstmalig sind wieder Pfade im dichtbewachsenen Boden erkennbar. Sie verlaufen sich in alle Himmelsrichtungen und verschwinden zwischen den Bäumen.
Hier, in der Mitte der Lichtung sehen wir einen Wegweiser, den sogenannten „Fantasy Subgenre Guide„, errichtet von Bestfantasybooks im Jahre 2015 n.Chr. Mit seinen fast sechzig Schildern ist er einer der umfangreichsten Wegweiser des Phantastikreiches. Um ihn herum sind verschiedene Tafeln aufgerichtet, die verschiedene (subjektive) Bestenlisten erhalten, von „Best Fantasy Authors“ bis hin zu „Worst Fantasy Books Ever“.
Es gibt hier viel zu entdecken. Wer sich also ein wenig umsehen möchte, kann hier durchaus mehrere Stunden verbringen.

Wir folgen keinem der umliegenden Pfade, sondern begeben uns wieder in den Wald. Es wird dunkler, je tiefer wir gehen, und Nebel zieht auf, als wir an ein gigantisches, eisernes Tor gelangen. Es steht im Nichts, einsam und allein, und scheint nirgendwohin zu führen.
Wir haben unsere dritte Etappe erreicht:
Das geschmiedete Tor mit der Inschrift „Worlds Without End“ ist ein beeindruckendes Testament phantastischer Literatur. Der Legende nach findet, wer mutig genug ist hindurchzuschreiten, nicht nur eine Übersicht der Science Fiction, Fantasy & Horror Sub-Genres, sondern auch Autoren, Autorinnen, Verlage, Buchpreise und vieles mehr in seinen unergründlichen Tiefen verewigt.

Unsere Zeit wird knapp und wir wollen noch einen letzten Abstecher machen. Nach einem kurzen Fußmarsch haben wir schließlich das Ende des Phantastischen Waldes erreicht und damit unsere letzte Etappe.
Vor uns tut sich das Tal der Mythcreatures auf. Vor über 10 Jahren entstand es als Sammelort für phantastische Kreaturen. Heute ist es Heimat von beinahe 400 Tierwesen, Dämonen, Wesenheiten und Göttern verschiedenster Kulturen und Regionen. Über das Tal verteilt sind Übersichtstafeln mit den wichtigsten und grundlegensten Informationen zu den jeweiligen Wesen aufgestellt. Wer tiefgehender über Verhaltesweisen, Ursprünge und das Aussehen nachforschen will, sollte begleitend die List of Legendary Creatures aus der „Encyclopaedia Wikipedia“ hinzuziehen.

Nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Wir hoffen, die Expedition hat euch gefallen und konntet einige Eindrücke der verschiedensten Sehenswürdigkeiten und Denkmäler erhalten.
Ihr seid natürlich herzlich willkommen, noch ein wenig hier zu verweilen und einige der umliegenden Anlagen und Informationstafeln zu erkunden. Aber wer nach unserem kleinen Abenteuer bereits erschöpft ist, für den endet die Reise hier.
Wir sehen uns aber bald wieder, versprochen.
Nornige Grüße und verlauft euch nicht!

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