Literarische Weltreise zum Frauenwahlrecht – Annie Proulx (USA)

Nach Peru führt es uns in die USA.

Eine weiße Weltkarte mit zwei goldenen Flecken in der Position Perus und der USA. Ein roter Pfeil führt vom ersten zum zweiten.

In den USA wurde mit dem “Susan B. Anthony Amendment” (Zusatzartikel Nr. 19) 1920 das Wahlrecht für Frauen bundesweit festgelegt. Damit endet ein Kampf, der bereits seit 1776 geführt wurde. Zu dem Zeitpunkt, der mit der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 zusammenfällt, konnten vermögende Frauen im Bundesstaat New Jersey von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Allerdings verloren sie das Recht wieder nachdem das allgemeine Wahlrecht für Männer in New Jersey eingeführt wurde. 144 Jahre später, am 26. August 1920 trat das allgemeine Wahlrecht für Frauen in Kraft – Connecticut stimmte allerdings erst nach der Ratifizierung im Kongress zu. 

15 Jahre nachdem der 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten in Kraft trat, wurde Edna Annie Proulx in Norwich, Connecticut, geboren. Heute lebt die Autorin von Kurzgeschichten und Romanen in der Nähe von Seattle – trotz ihrer Rotzeder Allergie, die ihr das Leben schwer macht, wie sie in einem Interview mit dem Guardian 2016 verriet. 

Annie Proulx hat bis jetzt 19 Publikationen zu verzeichnen, darunter 8 Sachbücher, 5 Romane, 4 Kurzgeschichtensammlungen und 2 Kurzgeschichten in der Zeitung The New Yorker

1993 erhielt Proulx als erste Frau den begehrten US-amerikanischen PEN/Faulkner Preis für ihren Roman Postcards (dt. “Postkarten”, 1992) in der Kategorie “Belletristik” (Fiction). Im selben Jahr folgte dann der Pulitzer Preis für Belletristik für ihren Roman The Shipping News (dt. “Schiffsmeldungen”, 1993). 2017 wurde Proulx die National Book Foundation Medal for Distinguished Contribution to American Letters für ihr Lebenswerk verliehen. Im Jahr darauf bekam sie den Library of Congress Prize for American Fiction. 

Proulxs hierzulande wohl bekanntestes Werk, die Kurzgeschichte Brokeback Mountain, wurde 2005 mit Heath Ledger und Jake Gyllenhaal in den Hauptrollen verfilmt und gewann 2006 3 Oscars in den Kategorien “Beste Regie”, “Bestes adaptiertes Drehbuch” und “Beste Filmmusik”. 

Ihr neuestes Buch Barkskins wurde 2016 veröffentlicht und dreht sich um zwei Immigranten, die nach Neu Frankreich (französische Territorien in Kanada und den USA) kommen, und deren Nachfahren. Zwei große Themen in dem Roman sind großflächige Waldrodung und der Klimawandel. Proulxs Liebe und Faszination mit der Natur zieht sich durch all ihre Werke. 

Autorin: Sophie Grossalber

Der nächste Beitrag führt uns ab dem 05.03.2020 auf die Bermudas.

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