Fragefreitag: Was magst du an Messen sehr und was gar nicht?

Messen: Fluch, Segen oder beides? Man kann sich mit bekannten treffen, die man sonst nur online spricht. Es gibt viel zu sehen. Vor allem viele Menschen – im Gedränge. Was mögt ihr an Messen und was nicht? Erzählt es uns im #Nornenfragefreitag.

Autoren Urlaub

Katharina: Ich mag Messen mit fröhlicher und bunter Atmosphäre. Cosplayer, vielfältige Stände, außergewöhnliche Aktionen. Was ich nicht mag ist übermäßiges Gedränge und langes Anstehen an Essensständen oder Toiletten.

Deborah B. Stone: Als Gast überfordert mich das Gedränge und dass bei Augenkontakt häufig sofort losgetextet wird. Auch hinter dem Stand berate und quatsche ich zwar gern, bin aber entsprehend nicht so offensiv.

Britta Redweik: Ich mag an Messen nicht, dass … naja, sie nicht online sind. Sie schließen sehr viele Menschen aus. Jeder, der Probleme mit Enge, Reizüberflutung und Mobilität hat, muss entweder wirklich leiden, oder kann nicht hin. Ähnliches gilt auch für Menschen, die schlicht nicht das Geld haben, zu weit weg wohnen, oder einfach zu spät dran sind, weil dann schon alle Übernachtungsmöglichkeiten weg sind. Zwar gibt es für manche Lesungen mittlerweile Livestreams, aber … naja, Lesungen sind halt längst nicht alles. Warum gibt es Podiumsdiskussionen mit Publikumsbeteiligung zum Beispiel nicht zusätzlich im Netz? Sogar Frank Plasberg schafft es schon, Zuschauerfragen vorzulesen. Mir ist klar, dass eine Online-Messe, die alles bietet, was die Echte macht, schwer umzusetzen ist. Sie erfordert jede Menge Serverkapazität, wenn jeder einzelne Stand sich mit all seinen Büchern und einem Chat zur Beantwortung von Fragen, vorstellen will. Wenn jede Lesung, jeder Talk, jeder Workshop übertragen wird – und auch Fragen per Text zulässt (da, wo auch Livefragen zugelassen sind). Aber vielleicht fände sich endlich mal eine Zwischenlösung? Denn so, wie Messen aktuell sind … nun ja, ich kriege alleine bei der Erwähnung so etwas wie einen psychologischen Ausschlag. Einfach, weil ich weiß, dass ich so, wie sie jetzt sind, auf ewig ausgeschlossen bin.

Diandra Linnemann: Auf Messen habe ich die Gelegenheit, Freundinnen aus allen Ecken der Welt zu treffen, denen ich sonst nur online begegne – das ist das Gute. Allerdings, und das ist der Nachteil, haben diese Idee auch gefühlt drölfzig Dutzend andere Leute, und deswegen ist es immer sehr voll und sehr laut (aber das gönne ich ihnen ja gerne.)

Helene: Messen sind wahnsinig interessant um sich auszutauschen. Was ich nicht mag sind die zusammengedrängten Menschen. Keine Luft zum Atmen oder sich abseitz zu stellen.

Katherina Ushachov: Ich liebe Messen – die direkten Interaktionen und all die Leute mal knuddeln, mit denen man sich sonst nur virtuell trifft. Stressig finde ich allerdings meist die Anreisen – gerade Leipzig ist von mir aus sehr weit weg – und die Vorbereitungen im Vorfeld. Zumindest mir fällt immer noch last Minute noch etwas ein, das ich unbedingt erledigen muss.

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