Fragefreitag: Gibt es Themen, über die ihr gerne schreiben würdet, an die ihr euch aber nicht heranwagt?

Manche Themen sind heikel, schwierig oder kompliziert. An welche Themen wagt ihr euch nicht heran, obwohl ihr gerne über sie schreiben würdet, und warum? Erzählt es uns im #Nornenfragefreitag.

Die Schreibfeder der Nornen

Diandra Linnemann: Manchmal zögere ich, wenn ich über Charaktere schreibe, deren Lebenserfahrungen sich sehr stark von meinen unterscheiden. In solchen Fällen ist Sensitivity Reading eine gute Sache, gelegentlich habe ich auch Freunde und Bekannte, mit denen ich ein heikles Thema besprechen kann – aber auch da sind die Antworten, die ich kriege, natürlich auf den Horizont der jeweiligen Person begrenzt und subjektiv.

Elenor Avelle: Eigentlich nicht. Was ich ausprobiere hängt stark davon ab, von was ich mich inspiriert fühle. Demnach würde ich mich vor nichts scheuen, wenn ich Lust darauf habe. Mein Zugang zu Themen hat sich immer wieder im Laufe meines Lebens geändert. Niemals nie zu sagen, ist eine Erkenntnis, die meiner Meinung nach jeder irgendwann macht.

Jasmin Engel: Ich würde gerne mal einen historischen Roman schreiben, der rund um den Ersten Weltkrieg spielt, aber ich traue mich zur Zeit noch nicht richtig, so ein Projekt anzugehen.

Britta Redweik: Ich würde unglaublich gern mal einen Reader Insert mit asexuellem, vielleicht auch behindertem Protagonisten, also Lesercharakter machen. Das traue ich mich bisher noch nicht mal bei Fanfiction. Aber bei eigenen Geschichten wird es noch schwieriger, da Reader Inserts, also zum Beispiel Spielbücher, ja so viele Menschen wie möglich inkludieren sollen, damit sie sich ‚in die Geschichte fallen lassen‘ können. Aber gleichzeitig merke ich halt bei solchen Geschichten, dass ICH mich nicht darin sehen kann, nicht mal in meinen Eigenen, weil der Protagonist nicht mit meinen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Ganz anders an Sachen herangehen kann.

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