Rückblick von Odine Raven

Mein ganz persönlicher Aufbruch

Es mag euch jetzt ein wenig überraschen, aber ich möchte diesen Rückblick auf mein Jahr 2018 sozusagen mit dem Gegenteil beginnen: Aufbruch.

So lautete nämlich vor ziemlich genau einem Jahr das Thema einer Schreib-Challenge von Books on Demand und Skoobe. Wer mitmachen wollte, musste innerhalb eines Monats eine Geschichte von maximal 15 Seiten dort hochladen, und zwar in einem der drei Genres Krimi, Fantasy oder Liebesroman.

Die Leserschaft von Skoobe war gleichzeitig die Jury, welche die nötigen Sterne zu vergeben hatte. In jedem der drei Genres sollte die Geschichte mit den meisten Fünf-Sterne-Bewertungen gewinnen.

Was hab ich also gemacht? Richtig. Eine Vampirgeschichte geschrieben. Das war nicht schwer, denn ich kenne ganz viele Blutsauger aus meiner eigenen Ascalon Saga, und da gehen mir die Ideen gewissermaßen nie aus (habe ich schon erwähnt, dass ich derzeit am siebten Band sitze?).

„Mit dir bis ans Ende der Welt“ lautete recht bald das Ergebnis. Mein rastloser Vampir Samuli aus Finnland erfüllt sich darin seinen sehnlichsten Wunsch, nach Neuseeland zu fliegen. Er nimmt seine vulnerable (= normalsterbliche) Freundin Saskia mit auf die abenteuerliche Reise. Beim Errichten einer Scheune auf einer Schaffarm findet der gelernte Zimmermann mit uraltem deutschen Meisterbrief seinen langersehnten Seelenfrieden und macht zum Schluss Saskia einen Heiratsantrag.

Und das war so romantisch! Deshalb habe ich die Geschichte auch nicht als Fantasy eingereicht, sondern als Liebesroman!

Und prompt gewonnen! Naja, ehrlich gesagt war es eine Zitterpartie bis … sogar nach der Deadline für die Bewertungen. Eigentlich sah es eher so aus, als würde es nicht reichen. Schade, dachte ich, fahr ich eben nicht nach Leipzig …

Doch dann kam die E-Mail. Herzlichen Glückwunsch

Ihr könnt euch mein Jubelgeschrei sicher vorstellen!

Vampirladies im Schnee

Eine Woche später chauffierte mich mein Mann nach Leipzig. Frau Raven und Gatte waren in einem tollen Hotel untergebracht, war alles Teil des Gewinns, und im Zimmer nebenan residierte die Preisträgerin im Genre Fantasy, Stephanie Wittern!

Wir Vampirladies fanden gleich einen Draht zueinander und zogen gemeinsam durch die immer verschneiteren Straßen dieser wunderschönen Stadt.

Am Abend ging es zur Event Location, dem Tapetenwerk. War gar nicht so leicht, durch den Schnee dorthin zu gelangen! Man stelle sich das vor – eine Großstadt ohne Räumdienst! Aber wer denkt denn auch Mitte März an 30 cm Neuschnee!

Wir durften bei Prosecco und Häppchen ganz vorne sitzen, während Mira Valentin und Monika Pfundmeier höchstselbst aus ihren preisgekrönten Werken vorlasen! Und dann wurden wir Aufbruch-Challenge-Gewinner geehrt!

„Sag mal ein paar Worte zu deiner Heldin“, reichte man mir ein Mikrofon.

Mikros bin ich gewöhnt, wir lieben uns. Aber Heldin? Ist das so bei Liebesromanen? Himmel, wie bringe ich ihnen das bei mit meinem entzückenden Samuli?

Nun, wir konnten es schnell klären, und seither schreibe ich eben Liebesromane, in denen zufällig ein Vampir drin vorkommt. Oder auch mehrere.

Nachdem wir diesen sagenhaften Abend in der Hotelbar hatten ausklingen lassen, ging es samstags endlich auf die Buchmesse. Meine erste Buchmesse! Wow! Das ist … unbeschreiblich! Wer’s erlebt hat, weiß, was ich meine, alle anderen werden es verstehen, sobald sie selbst mal dort waren!

Auf die Details gehe ich jetzt nicht ein. Aber das hier muss ich zum Schluss unbedingt noch sagen: Das Bedeutendste für mich sind die Leute, die ich an jenem verschneiten Wochenende in Leipzig habe treffen und kennenlernen dürfen, allen voran wunderbare AutorInnen und super nette VerlagsmitarbeiterInnen. Habt Dank für eure Ideen und Impulse, eure Unterstützung und ja, auch Freundschaft, die nicht auf die zwei Tage beschränkt geblieben sind.

Auf diesen sehr persönlichen Aufbruch werde ich immer gerne zurückblicken!

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