Türchen 24: Macht und Glühwein (Katrin Biasi)

Der Magier, der die Welt nach seinen Vorstellungen gestaltete, hob die Hände und setzte sie an die Kehle der Frau, die ihm trotzte. Er fürchtete sich nicht vor ihr. Warum auch? „Erkennst du meine Macht endlich an?“

„Mein Gott ist der Glaube an die Hoffnung und deswegen wirst du mich niemals bekehren. Töte mich, es macht mir nichts. Andere werden an meine Stelle treten und du wirst früher oder später dein Ende -”

Er hatte genug gehört. Ein Knacken, dann ein Poltern, untermalt von der Weihnachtsmusik der Blaskapelle auf dem Marktplatz. Alles, was jetzt noch fehlte, war ein dampfender Glühwein.

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