Nornengestöber auf der Suche nach den Bauhaus-Frauen

Dieses Jahr feiert das Bauhaus 100-jähriges Jubiläum. Nein, nicht der Baumarkt, sondern das als Ideenzentrum bekannt gewordene Institut, an dem Architektur und Kunst gelehrt wurde. Sein Weg führte das Bauhaus von Weimar über Dachau nach Berlin. Viele große Namen werden damit verbunden. Fast vergessen sind die Frauen, die vor hundert Jahren bereit waren, ihrem Traum von Kunst und Kultur nachzugehen. Darum begeben wir uns ab heute auf die Suche nach den Bauhaus-Frauen.

Seien wir ehrlich, nicht jede*r weiß sofort, was das Bauhaus ist und was darunter zu verstehen ist. Zum Jubiläum gibt es zum Glück allerlei gebündelte Informationen. Zum Beispiel bei Bauhaus100.

Manche der Frauen, die im Bauhaus ihr Handwerk gelernt haben, führte ihr Weg über die ganze Welt. Die Fotografin Grete Stern zum Beispiel wurde in Buerno Aires mit ihren Bildern berühmt.

Andere sind unter die Autor*innen gegangen. Ré Soupaults Buch über ihr bewegtes Leben ist erst im vergangenen Jahr erschienen.

Eine der Frauen des Bauhaus war auch Friedl Dicker-Brandeis, die ihr Leben lang versucht hat, mit ihrem Zugang zur Kunst das Leben anderer zu beeinflussen. Auch noch im KZ.

Manche Erfindungen der Bauhaus-Frauen sind auch heute noch beliebt. Zum Beispiel das Spielzeug, das Alma Siedhoff-Buscher entworfen hat.

Hausverbot wegen ihrer kommunistischen Ambitionen erhielt Ricarda Schwerin, die nach einem Exil in Jerusalem wieder zur Fotografie zurückfand.

Einzige Meisterin am Bauhaus war Gunta Stölzl. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen hatte sie nur kurze Verträge und keine Pensionsansprüche.

Das sind nur einige wenige kurze Einblicke in die Bauhaus-Frauen. In den nächsten Tagen werden wir euch einige der Künstlerinnen genauer vorstellen. Dass die Leistung von Frauen verdrängt und vergessen wird, ist leider nur allzu alltäglich. Grund genug zu zeigen, wie großartig diese Frauen waren.

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