Die Messe für Daheim ist wieder da

Die Messezeit ist für jeden anders, mal ein Genuss oder auch eine Qual. Viele können nicht teilnehmen und verfolgen traurig die SoMe Party. Wir wollen euch von Zuhause aus mit auf die Messe holen. So wie schon im vergangenen Jahr könnt ihr bei uns #MessefürDaheim Boxen gewinnen. Aber nicht nur das, ihr könnt live dabei sein, wenn wir sie für euch befüllen, könnt sogar wünsche äußern, was wir hinein tun sollen. Einige Nornen werden extra für euch auf der Messe unterwegs sein, um eure Boxen zu bestücken. Dafür müsst ihr nur die Beiträge mit dem Hashtag #MessefürDaheim kommentieren, die auf unseren SoMe Kanälen gepostet werden. Derjenige mit den meisten Kommentaren auf der jeweiligen Plattform gewinnt. Donnerstag und Freitag findet ihr Beiträge bei Twitter und Instagram. Samstag und Sonntag findet ihr Beiträge bei Twitter und Facebook.

Die Auszählung und Verkündung der Gewinner findet am Sonntag um 16 Uhr statt.

Pro Kanal wird nur eine Box verlost. Kommentare zählen nur für den Kanal, auf dem sie gepostet werden. Die Kommentare müssen sich auf Messebeiträge mit dem Hashtag #MessefürDaheim beziehen. Twitter, Facebook und Instagram haben mit dem Gewinnspiel nichts zu tun. Haftung ist ausgeschlossen, ebenso der Rechtsweg. Wir wünschen euch viel Glück und Spaß mit unseren prall gefüllten Nornenboxen.

Introvertierte Autoren: 8 Gründe NICHT auf die Leipziger Buchmesse zu fahren. (Lisa Brenk)

Die Leipziger Buchmesse steht kurz bevor und viele hat das Fieber schon gepackt. Die sozialen Netzwerke sind voll mit Vorfreude! Doch halt, freut sich eigentlich jeder auf die große Buchmesse? Sollte sich jeder darauf freuen? Die Autorin Lisa Brenk zeigt in ihrem Artikel, wie es introvertierten Autor*innen ergehen kann:

Die Leipziger Buchmesse 2019 hat heute angefangen und im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren bin ich diesmal nicht mit dabei.

Zum Glück!
Für mich, als introvertierte Autorin mit hochsensibler Wahrnehmung, waren die letzten Messen die reinste Tortur. Ein lautes, überfülltes Messegelände ist genau das Gegenteil meines natürlichen Habitats und ich bin mir sicher, dass es vielen Autor*innen ebenso ergeht. Ich beneide die Leute und Kollegen, die Messezeiten genießen und jetzt mit glänzenden Augen und gepackten Koffern auf die Reise gehen oder schon längst da sind.

Gute Gründe, sich nach Leipzig zu begeben, sind für die meisten schnell gefunden.

1. Verreisen, neue Eindrücke gewinnen und Erfahrungen sammeln.
2. Leser treffen und sich mit ihnen unterhalten.
3. Neue Verlage, Autoren, Blogger kennen lernen und sich vernetzen.
4. Man kann auf der Messe eine Lesung halten und die Bücher signieren.
5. Vorträge hören und sich weiterbilden.
6. Die Konkurrenz im Blick haben und sich inspirieren lassen.
7. Abends eine der vielen Veranstaltungen besuchen und ausgehen.
8. Viele neue Bücher kaufen (bei den kleinen Verlagen) oder wenigstens Werbegeschenke abstauben.

Klingt eigentlich fantastisch! Mit genau dieser Vorstellung bin ich auch die letzten Jahre losgefahren, doch dann kollidierte diese Vorstellung knallhart mit der Realität. Peng! Da lag ich nun, ich zitterndes elendiges Ding. Fühlte mich wie ein Reh, das in den Scheinwerferkegel eines Lasters starrt. Wieso? Schauen wir uns die Punkte, die ich gefunden habe, einmal an und vergleichen sie mit meinem introvertierten Wesen…

1. Verreisen, neue Eindrücke gewinnen und Erfahrungen sammeln.

Ich liebe Reisen. Nach Alaska, nach Norwegen, in die Wälder, ans Meer. Die Ruhe. Die Natur. Die Stille. Hier bin ich zuhause. Doch jetzt geht es nach Leipzig. Autos, Lärm, Menschen, Lichter, Reklamen. Schon bei der Anreise prasseln Eindrücke auf mich ein. Zu viele Eindrücke. Mein Gehirn fühlt sich jetzt schon weichgekocht an. Dann geht es auf das Messegelände. Mein Hals zugeschnürt. Zu viele Bilder. Zu viele Gerüche. Zu viele Menschen. Error. 404. Fehler. Schon in den ersten fünf Minuten schiele ich zu den Notfalltüren. Hoffe, es gibt ein Unwetter, irgendwas das das hier beendet. Das jüngste Gericht? Kann es nicht jetzt kommen?

2. Leser treffen und sich mit ihnen unterhalten.

Ich liebe es mich zu unterhalten. Führe gerne tiefgründige Gespräche, höre zu. Denke lange und ausführlich nach, bevor ich eine Antwort gebe. Am besten in kleinen Runden mit guten Freunden oder Familie. Doch hopsa: Ich in auf der Messe. Smalltalk ist die Devise. Da steht jemand vor mir und will etwas wissen und was mache ich mit meinem matschigem Kopf? Nichts. Kein Wort will aus mir raus kommen. Oder ich stottere, ich mache Ähms, betone Worte vollkommen falsch. Benehme mich wie ein Trottel. Beginne zu schwitzen wie ein Schwein. Alle starren mich an. Gefühlt. Wo war nochmal der Notausgang?

3. Neue Verlage, Autoren, Blogger kennen lernen und sich vernetzen.

Ich mache mir gerne Pläne. Spinne ein Netz aus Sicherheit um mich herum. Ich durchdenke alles bis ins Detail und darüber hinaus. Ich bin ein Kopfmensch … ich kann das online. Manchmal. Jetzt stehe ich in einer Halle in der es zu wenig Sauerstoff gibt, Menschenmassen rempeln mich an und schieben mich herum. Da, ein interessanter Verlag. Ich sollte mich vorstellen. Die Luft wird dünner. Mein Herz rast. Nun los, einfach mal offen und spontan sein. Das Netz verlassen … Hahaha. Ich greife mir „spontan“ einen Werbeflyer und tauche unter. Wahrscheinlich werde ich aus schlechtem Gewissen später ein paar Bücher von ihnen kaufen.
Kontakte, die ich nach zwei Jahren Messe gemacht habe = 0.

4. Man kann auf der Messe eine Lesung halten und die Bücher signieren.

Ich kann gut vorlesen. Mir selbst. Meinem Freund. Kein Problem. Doch dann Tag x auf der Messe. Bauchschmerzen schon am Morgen. Error. Error. Error. Plötzlich bin ich da. Bühne. Mikrofon. Augen. Error. Error. Error. Ich lese. Error. Schon bin ich von der Bühne runter. Mein Kopf funktioniert nicht mehr. Ich brauche jetzt Stille und Ruhe, um mich aufzuladen. Die Toiletten? Überfüllt. Die Flure? Überfüllt! Flucht zum Parkplatz ins Auto. Meine Konzentration will sich nicht wieder auffüllen. Gleich noch Bücher signieren. Und mit Sicherheit kommen Leute die Stapphan, Anuliese und Hildde heißen. Mit den merkwürdigsten Buchstabenkombinationen. Angstschweiß in den Augen ist da auch nicht hilfreich.

5. Vorträge hören und sich weiterbilden.

Ich bin wissensdurstig. Ich reflektiere, ich lese, ich wachse. Ich brauche neues für meinen Kopf. Doch ich bin in Leipzig. Mein Gehirn zerkocht wie eine Tomate. Alles was ich höre, landet sofort im See des Vergessens. Was mache ich noch hier? Wie war eigentlich mein Name? Was ich bin erst 30 Minuten hier?

6. Die Konkurrenz im Blick haben und sich inspirieren lassen.

Ich bin eine gute Beobachterin. Das liegt Introvertierten im Blut. Beobachten. Zusammenhänge erkennen. Mein Ding. Eigentlich. Aber auf einer Messe bin ich blind. Zu viele Bücher um mich herum, sie schmelzen zusammen zu einem klumpen Wörterbrei. Menschen? Sehen alle gleich aus. Grelle Schemen. Menschenbrei. Konkurrenzbrei. Inspirationsbrei. Allesbrei. Hab ich schon mal erwähnt, dass Menschenmassen meinen Kopf zu Brei verwandeln?

7. Viele neue Bücher kaufen oder wenigstens Werbegeschenke abstauben.

Ich bin mittlerweile ein Zombie. Dort gibt es gratis Schokolade. Ich will Schokolade. Aber dazu muss ich den netten Typen am Stand ansprechen. Ich kann nur noch sabbern. Die Leute machen einen Bogen um mich. Mein Gesicht eine Grimasse vom falschen Lächeln. Brauchbare Goodies und Bücher, die ich in zwei Jahren erbeutet habe: 1 Buch und ich kann mich nicht mehr erinnern, wie das passiert ist.

8. Abends eine der vielen Veranstaltungen besuchen und ausgehen.

Der perfekte Abend für mich. Ein gutes Buch. Netflix, Lagerfeuer, früh ins Bett gehen, vielleicht ein Brettspiel spielen. Veranstaltungen? Ausgehen? Ich? In einer Großstadt? Hahahahaha. Error.

Heute sitze ich mit einer Kanne grünem Tee, Schokolade, meinen Texten und Büchern an meinem Schreibtisch und fühle mich wohl. Natürlich bin ich auf der Skala zwischen extrovertiert und introvertiert ziemlich das äußere Ende und andere Intros haben vielleicht Techniken gefunden, wie sie damit umgehen können. Teilt mir euer Geheimnis mit!
Ich freu mich davon zu hören und vielleicht sieht man mich ja doch nochmal auf einer Messe … in Rüstung und mit Maske. Oder in Raumanzug, während ich mich durch die Atmosphäre eines für mich fremden Planeten schlage.

Eure,

Lisa

Wir Nornen auf der LBM 2019

Leipzig, wir kommen! Und wir bringen tolle Beiträge mit auf die Buchmesse.

In den letzten Wochen konntet ihr auf unseren Kanälen schon einen Einblick erhalten, was wir auf der LBM 2019 alles für Euch vorbereitet haben. Hier kommt die Zusammenfassung:

Natürlich gibt es bei uns als Außenstelle des Amts für
Ætherangelegenheiten
wieder Zeitreisevisa oder Temporalmarken.

Ein Nornentalk zum Thema Diversität findet am Donnerstag von 16:00 Uhr bis 16:30 Uhr auf der Leseinsel Phantastik 2 statt. Mehr Infos dazu auch auf Facebook.

Euch erwarten phantastische Gewinne: Zieht ein Los aus dem Schicksalskelch und ergattert sagenumwobene Goodies.

Am Samstag und Sonntag lesen unsere Nornen aus ihren Büchern:

Ihr könnt leider nicht mit nach Leipzig kommen? Dann haben wir hier etwas ganz besonderes für Euch. Wir befüllen Messeboxen, die Ihr gewinnen könnt. Fotos zu den Boxen posten wir auf unseren Kanälen. Kommentiert diese Fotos fleißig, dann könnt Ihr eine der Boxen gewinnen.

Unseren eigenen Nornenstand konnten wir nur mithilfe eines Crowfundings finanzieren. Daher gilt unser besonderer Dank allen Spenderinnen und Spendern. Ohne Euch wären wir auf der LBM 2019 nicht vertreten.

Fragefreitag: Welche Geheimtipps habt ihr für ein entspanntes und stressfreies Messeerlebnis?

Nur noch sechsmal schlafen, dann öffnet die Leipziger Buchmesse endlich für uns die Pforten. Obwohl wir uns natürlich freuen, ist so eine Messe auch jedes Mal wieder anstrengend. Daher haben wir herumgefragt, welche Geheimtipps unsere Schwestern auf Lager haben, um die Messezeit entspannter und stressfreier zu genießen. Was sind eure Geheimtipps? Verratet es uns unter #Nornenfragefreitag.

Autoren Urlaub

Katharina Rauh: Bequeme Schuhe mitnehmen. Nicht stressen lassen. Unbedingt den Nornennetzstand besuchen *zwinker*

Blue Siren: Nehmt Stoffbeutel mit, damit interessante Goodies und Prospekte Platz haben. Große Taschen oder Koffer kann man bequem an der Garderobe lassen.

Maelle: Ich finde auch, dass bequeme Schuhe das Wichtigste sind und gute Laune.

Anne Zandt: Nehmt euch Snacks mit! Es gibt zwar jede Menge Futterstände auf der Messe, aber so ein bisschen Obst oder was zum Naschen gibt einem manchmal den nötigen Schub, um noch ein bisschen weiter die Hallen zu erkunden.

Ela Schnittke: Bequemes anziehen – am bestem im Zwiebellook, weil es ungeheuer heiß wird auf der Messe, auch wenn draußen gefühlt noch Winter ist; Creme für die Lippen, ausreichend Trinken, Bonbons, Snacks, unbedingt Pausen einplanen und nicht hetzen lassen. Es gibt zwar viel zu sehen, aber macht euch bewusst, dass man nicht immer alles schaffen kann. Daher ganz entspannt berauschen lassen und zwischen den Terminen genug Zeit einplanen, denn von Halle zu Halle braucht man aufgrund des Andrangs mitunter etwas länger 😉

Katrin Biasi: Gutes Schuhwerk ist unerlässlich. Viel trinken. Sicherstellen, dass der Handyakku voll aufgeladen ist. Und zwischendurch frische Luft schnappen. 🙂

Elenor Avelle: Die besten Tipps, die ich für mich nutzen konnte, waren: Zieh dich sommerlich an, in der Halle schwitzt du schnell. Schicke Schuhe sind mörderisch, auch wenn sie zum Outfit passen. Denk an Getränke, einen Fettstift für die Lippen und Kopfschmerzmittel.

Diandra Linnemann: Mir fallen Menschenmengen schwer, deswegen suche ich mir ganz zu Anfang einen Platz, an dem meistens wenig los ist (letztes Jahr in der Nähe der Tagungsräume), und ziehe mich zwischen Events und Terminen immer wieder dahin zurück. Es hilft mir, direkt zu Anfang einen Plan zu haben, dann kann ich den Messetrubel viel mehr genießen.

Nornentalk auf der LBM 2019

Auch 2019 wird es wieder einen Nornen-Talk geben. Dieses Jahr nehmen sich Anne Zandt, Michelle Janßen, Eleonore Laubenstein und Barbara Weiß des Themas Diversität an. „Diversität ist mehr als nur sexuelle Orientierung und Hautfarbe“ am Donnerstag, 21.03. von 16:00 – 16:30 Uhr auf der Leseinsel Phantastik (Stand K600/H601).

Das bedeutet natürlich nicht, dass die Repräsentation von LGBTQ+ und anderen Ethnien in den Medien zufriedenstellend und ausreichend ist. Aber das sind Themen, denen man einzeln schon ganze Talks widmen könnte. Es gibt auch auf den Buchmessen und im Internet immer wieder Beiträge dazu z.B. von Mahret Kupka, Noah Sow, Linus Giese und vielen anderen.

Victoria Linnea z.B. spricht auf der Autorenrunde am Messesamstag darüber, wie man Diversität konkret im eigenen Roman umsetzt. Diese wunderbaren Menschen machen sehr gute Arbeit und es lohnt sich, ihnen zuzuhören und zu lernen.

Der Fokus unseres Talks liegt dementsprechend auf anderen Personengruppen, die ebenfalls kaum bis gar nicht oder schlichtweg falsch repräsentiert sind. Psychische Erkrankungen, Sexualität neben Homo und Hetero, geistige und körperliche Behinderungen. Es gibt sicher depressive Künstler*innen, die stille Tränen weinen und mit ihrem Rotweinglas den Vollmond ansehen – aber Depression kann auch sein, tagelang ungewaschen im Bett zu liegen in einem zugemüllten Zimmer, weil man es gerade so schafft aufzustehen, um alten Toast zu kauen und nicht ins Bett zu pinkeln.

Der Fokus ist oft verrutscht. Krankheiten werden romantisiert, nicht ernst genug genommen oder werden zur einzigen Facette einer Figur. Merkmale werden zu Defiziten, gegen die es anzukämpfen gilt. Charaktere in all ihrer Vielfalt und Komplexität werden auf eine Eigenschaft reduziert.

Gerade die Phantastik bietet unbegrenzten Spielraum für Figuren, Welten und neue Konzepte. Trotzdem bleiben Autorinnen bei altbekannten Mustern und platten Figuren. Auch die phantastischen Protagonistinnen sind meistens weiß, ablebodied und der Norm entsprechend. Personen mit Behinderungen, anderer Kultur und Herkunft bleiben Nebenrollen und dienen oft nur um die Welt scheinbar vielfältiger zu machen. Aber reicht das?

Wir finden: Viele Autor*innen machen es sich zu einfach. Wie können wir das ändern?

Wir erzählen euch im Talk von unseren Erfahrungen, unserer Herangehensweise und sprechen über gelungene Beispiele für diverse Darstellung in der Literatur. Ihr seid auch interessiert und möchtet mehr erfahren? Kommt zu unserem Talk.

Wegweiser zum Nornennetz (Diandra Linnemann)

Suchet und ihr werdet uns finden …

… und zwar auf der Leipziger Buchmesse in Halle 2, Standnummer K 309. Das ist der Phantastikbereich, also sozusagen der wichtigste Bereich der kompletten Buchmesse. Ahem.

Für diejenigen, die uns letztes Jahr schon erfolgreich gesucht haben: Ungefähr genau dort.

Für alle anderen: Wenn ihr aus der zentralen Glashalle vom Eingang kommt, biegt ihr nach links in Halle 2 ab und geht dann rechts herum bis zur Stirnseite, wo auch die Durchgänge Richtung Halle 4 sind. An dieser Wand findet ihr uns relativ weit außen. Wir sind diejenigen mit dem Schicksalskelch und den grandiosen Phantastik-Autorinnen.

Solltet ihr aus Halle 4 kommen, ist es fast noch einfacher: Ihr geht durch einen der Durchgänge Richtung Halle 2 und biegt dann direkt nach rechts ab. Wieder stehen wir relativ weit am Ende.

Und wer aus dem Kongresszentrum kommt, durchquert einfach Halle 2 einmal komplett und biegt am Ende nach links ab, bis er ein norniges Gefühl empfindet – im Ernst, eigentlich sind wir kaum zu übersehen. Falls ihr noch visuellen Input braucht, ist hier ein Foto vom letzten Jahr.

Nornenstand belagert © Diandra Linnemann

Fragefreitag: Worauf freut ihr euch auf der bevorstehenden Leipziger Buchmesse am meisten?

Der März steht, wie sollte es auch anders sein, auch bei uns Nornen ganz im Zeichen der Leipziger Buchmesse. Während viele noch mit Hochdruck an unseren Giveaways für euch basteln und den Stand koordinieren, versuchen andere den Messetrubel einfach zu übersehen. Worauf freust du dich am meisten auf der LBM? Verrate es uns unter #Nornenfragefreitag.

Autoren Urlaub

Jasmin Engel: Leider kann ich zwar nicht dabei sein auf der LBM, aber ich freue mich schon sehr drauf, alles rund um unseren Nornennetz-Stand und den Seraph in den SoMe mitzuverfolgen.

Katharina Rauh: Auf den Nornennetzstand.

Blue Siren: Auf 9lesen am Messe-Freitag und unsere Talkrunde am Donnerstag.

Maelle: Ich freue mich schon darauf, ganz viele Nornen kennenzulernen.

Anne Zandt: Die Nornen-WG, die Nornen wiedersehen, Leute treffen, die ich sonst nur über das Internet sehe … und und und …

Ela Schnittke: befreundete Autoren/Autorinnen wiederzusehen; auf die Nornen-WG; allgemein auf das Messefeeling.

Anne Granert: Ich bleibe zuhause, daher freue ich mich auf die vielen Bilder und Nachrichten der Nornen und anderer Bloggerinnen und Blogger, denen ich folge.

Tipps für Lesungen

Auf der Leipziger Buchmesse lesen für Euch an unserem Stand K309 in Halle 2 Eleonore Laubenstein, Katharina Rauh, Stella Delaney, Anne Zandt, Anna Kleve und Diandra Linnemann.

Auch unsere Nornen standen mal vor ihrer ersten Lesung und waren sicherlich ziemlich aufgeregt. Hier ein paar ihrer wertvollen Tipps:

  • Das eigene Buch nebst Titel, eigenem Autorennamen, Handlung und Genre anreißen und immer mal wieder zeigen, das erhöht den Wiedererkennungswert.
  • Manche Autor*innen lassen sich lieber vorstellen, als sich selbst vorzustellen. Probiert aus, was Euch gefällt.
  • Textausschnitte bewusst wählen: Eine Mischung aus Spannung und einer guten Einführung in Handlung und Charakteren macht Sinn.
  • Man muss nicht Kapitel nacheinander lesen. Überleitungen zu anderen Abschnitten schriftlich vorformuliert ins Buch kleben erleichter die Überleitung.
  • Nicht spoilern.
  • Wenn möglich Blickkontakt zum Publikum. Achtung: Es kann sein, dass Zuhörer die Augen geschlossen haben. Dann stellen sie sich Eure Welt vor, das ist also ein Kompliment!
  • Ein Glas Wasser parat und bitte laut und deutlich sprechen.
  • Gegebenenfalls stehend vorlesen, das erleichtert die Atmung.
  • Zeit für Fragen einplanen und genügend Bücher für den Verkauf bereithalten.

Nornige Resümees:

Anne Granert: Ich war schrecklich aufgeregt vor meiner ersten Lesung. Geholfen hat mir, dass ich zwei Freundinnen dabei hatte, die meine ausgewählten Ausschnitte musikalisch untermalt haben. Dadurch war das Lesen selbst etwas aufgelockert. Ich würde immer wieder Musik oder eine weitere Autorin, einen weiteren Autor mit ins Boot holen.

Anne Zandt: Vor der Lesung bin ich so dermaßen hibbelig und das Herz rast. Die ersten Sätze – und vor allem die Einleitung – werden entsprechend abgehakt und seltsam. Wenn ich dann aber erstmal im Lesen drin bin, dann kann ich in die Geschichte eintauchen, erinnere mich daran, auch mal das Publikum anzugucken, und bin dann umso stolzer, wenn ich fertig bin.

Anna Kleve: Ich habe das Publikum mit einbezogen, indem ich zum Beispiel eine Textstellen bezogene Frage gestellt und dann eine Verbindung zur Textstelle gezogen habe. In dem Fall waren es spielende Katzen, weil mein Nekomata (Katzendämon) in der Szene seinem Instinkt nachgibt und mit herumfliegendem Bettzeug spielt (wie Katzen mit Wollknäuel).

Ihr habt noch mehr Fragen zu Lesungen oder möchtet uns bei einer unserer Lesungen auf der LBM kennen lernen? Dann kommt doch zu unserem Stand K309 in Halle 2 auf der Leipziger Buchmesse 2019. Wir freuen uns!

Gemeinsam auf die Messe (Anne Zandt)

Wie ihr wisst, sind wir gerade mittendrin in der Planung für unseren diesjährigen Messeauftritt auf der Leipziger Buchmesse. Warum das ohne eure Unterstützung fast nicht geklappt hätte, das könnt ihr heute hier nachlesen.

Als wir es uns 2017, kurz nach unserer Gründung, gleich zum Ziel setzten, uns auf der LBM zu präsentieren, war es ein riesiges Unterfangen, dessen Umfang uns erst richtig bewusst wurde, als wir 2018 die Besucherwellen an unserem Stand begrüßen durften.

Nun Blut geleckt, wollten wir auch 2019 wieder dabei sein, also hieß es Kostenaufstellung machen und Geld sammeln. Diesmal allerdings stellte sich heraus, dass wir Nornen zwar den Stand an sich finanzieren können würden, aber all die tollen Zusatzsachen, die wir euch wieder anbieten wollten bzw. benötigten, würden hinten runterfallen.

Nun hieß es improvisieren und planen.

Woher sollten wir die fehlenden Tausend Euro nehmen, ohne einen Banküberfall zu planen?

Nachdem wir diverse Möglichkeiten durchsprochen hatten, von komplett Absagen, bis über Plattformen, etc. war die Wahl schließlich gefallen: Wir machen einen Kickstarter.

In einer Nacht und Nebel Aktion, mit (Herz-)Blut und Schweiß bauten unsere Nornen Elenor Avelle, Laura Kier und Anne Zandt in nur wenigen Tagen den Kickstarter zusammen, mit dem ihr uns im vergangenen August auf unserem Weg zur #NNLBM unterstützen konntet.

Es gab viele interessante Preise, die ihr euch holen konntet mit der entsprechenden Spende. Von Magneten und Postkarten der LBM 18 über signierte Exemplare der Nornenanthologie unserer Schwestern Eva-Maria Obermann und Katherina Ushachov bis hin zu einem Meet & Greet mit allen Nornen, die auf der BuchBerlin im vergangenen Jahr waren.

Einige Preise, wie der Social Media Gruß, wurden lieber genommen als andere und einige Unterstützer entschieden sich auch gegen jegliche Belohnungen.
Jasmin Zipperling drehte für uns sogar ein „Warum alle die Crowdfunding-Kampagne des Nornennetzwerks unterstützen sollten“ – Video. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle, Jasmin!

Wir waren überwältigt von dem Vertrauen, das ihr in unsere Sache gelegt habt und wollen hier auch nochmal allen unseren Unterstützern, sagen:


Dankeschön, dass ihr es uns ermöglicht habt, wieder auf die LBM zurückzukehren!

Unsere Unterstützer:

Jasmin Zipperling, Elena (Gedankenfunken), Ricarda Howe, Elea Brandt (Norne a.D.) , Dominik Faber, Neophobica , Christian Krüger, Mara Ki, Ahasver Wanderer, Anne Granert, Trimagie , Manuel Bianchi, Michael Nitka, Roxi Kettenbeil, Christian Milkus,Kabra, Buchstabenpfote , Benjamin Spang, Carina Holste, Maike Frie, Annemarie Leitner, Ryek Darkener, Ulrike Baumann, Hadya , Merlin Thomas, Moni , Hannes Niederhausen, Jane & Christian, Franzi (Lovely Mix), Roxane Bicker, Corne & Lu

Wir haben einiges aus diesem Kickstarter gelernt und mitnehmen können und werden das für den Nächsten nutzen.

Wir sehen uns dann im Juli wieder, wenn es heißt:

Schick die Nornen auf die LBM 2020!

Crowdfunding: Schick die Nornen zur LBM 2019!

Das Nornennetz möchte dich auch 2019 an einem Stand auf der LBM begrüßen, an dem wir unsere Bücher & beliebten Boxen präsentieren. Dazu brauchen wir Deine Unterstützung!

Noch nicht mal ein Jahr alt, trauten wir uns 2018 auf die große Bühne der Leipziger Buchmesse (LBM). Neben vielen tollen Preisen, die man mit etwas Glück mit einem Los aus unserem Schicksalskelch ziehen konnte, waren vor allem unsere efeuumhangenen Werke und die selbst gebastelten Goodie-Boxen ein Hingucker.

Auf der Fantasy Leseinsel luden wir am Samstag auch zur Diskussion zum Thema „Frauen in der Phantastik“ ein, um uns und unser Vorhaben vorzustellen. Unser Ziel ist es, Frauen, die im Bereich Fantastik (Sci-Fi, Steampunk, Fantasy, Horror und allen anderen Subgenres) schreiben, mehr Stimme und Gehör zu verschaffen. Wir wollen für die persönliche Vernetzung von Autorinnen sorgen, Mitglieder, die bereits veröffentlicht haben, bekannter machen und neuen Autorinnen Starthilfe geben. Langfristig geht es uns aber auch um faire Verlagsverträge und die Beseitigung der Gender Pay Gap.

Kickstarter-Projekt

Nächstes Jahr möchten wir all das wieder machen, doch dafür fehlt uns noch ein Teil der Finanzierung. Und da kommst du ins Spiel: Du kannst uns via Crowdfunding unterstützen!

Hier geht´s zu unserem Kickstarter-Projekt!

Das Ziel sind 1.000 Euro. Damit sind zwar noch nicht alle Kosten abgedeckt, aber zumindest die Finanzierung des Standes ist dadurch gesichert. Ihr unterstützt damit unsere Bestrebungen, Frauen in der Fantastik zu fördern und sichtbar zu machen – mehr Sichtbarkeit als auf einer großen Buchmesse geht kaum. Und ihr könnt euch über viele tolle Belohnungen freuen.