Fragefreitag: Hast du schon einmal deine*n Lieblingsautoren*in getroffen?

Auf Messen oder Lesungen kann man alle möglichen Personen treffen. Habt ihr auf einer Veranstaltung oder vielleicht sogar durch Zufall eure*n Lieblingsautoren*in getroffen? Habt ihr euch sie/ihn genauso vorgestellt oder wurde euer Bild auf den Kopf gestellt? Erzählt uns davon im #Nornenfragefreitag.

Die Schreibfeder der Nornen

Elenor Avelle: Ich habe mich mit Idolverehrung schon immer schwer getan. Deshalb gibt es bei mir keine Lieblingsirgendwas. Wessen Auftritt ich in den letzten Jahren toll fand, war der von Cressida Cowell. Sie sprach auf der LBM19 über Drachen und ihre Kindheit. Ihre Energie war so positiv und voller Liebe für das Schreiben selbst.

Britta Redweik: Pratchett ist leider vorher gestorben, bevor ich über sowas hätte nachdenken können, und zu Charlie Holmberg in die USA ist es zu weit. Aber ich habe Tommy Krappweis getroffen, und er ist dadurch zu einem meiner Lieblingsautoren geworden. Damals, als erst Band 1 (oder auch schon 2?) von Mara und der Feuerbringer draußen war, kam er zu einer wirklich winzigen Lesung nach Hildesheim. Ich glaube, wir waren nur sechs Leute? Aber es war ein toller Abend (und wenn ihr in der Ecke seid, geht mal ins Littera Nova, das hat das tollste Klo der Welt), und … seit dem konsumier ich alles von ihm, was ich kriegen kann. Aber der Abend hat auch Freundschaften geschlossen, die ich nicht missen will. Danke, Tommy.

Diandra Linnemann: Leider und auch zum Glück nein, denn ich würde mich wahrscheinlich in eine Person verwandeln, die nur dümmlich grinst und keinen geraden Satz herausbringt. Aber ich habe schon einige Autor*innen getroffen, die ich sehr bewundere, und das war eigentlich immer schön, weil die im „echten“ Leben genau so toll waren wie online.

Odine Raven: Der Rektor meiner Grundschule war der Jugendbuchautor Karl Rolf Seufert. Vielleicht habe ich mir deshalb schon damals überlegt, dass die Schriftstellerei auch was für mich sein könnte. In der Unterstufe habe ich total gerne die „Hausgespenst“-Bücher von Marie Louise Fischer gelesen, das war ganz klar meine Lieblingsautorin. Nach dem letzten Band fand ich, dass einige Dinge in der Geschichte nie geklärt wurden, deshalb hab ich ihr kurzerhand zusammen mit einer Klassenkameradin einen Brief geschrieben und Vorschläge gemacht. Das war in den 80ern, als es noch keine Autorenseiten bei Facebook und Co gab, über die man einfach mal jemanden anquatschen konnte. Sie hat geantwortet! Und sich sehr für die Ideen bedankt! Leider ist sie gestorben bevor sie noch mal einen Band schreiben konnte.

Cel Silen: Ich war einmal bei einer kleinen Lesung von Ben Aaronovitch, den ich sehr bewundere. Und ich muss sagen, er war das komplette Gegenteil von dem, was ich mir vorgestellt hatte. Er war sehr (vielleicht etwas zu) legère gekleidet, was ich im ersten Moment etwas komisch fand. Aber es hat auch zu seiner lustigen und offenen Art gepasst. Es braucht schon ein gewisses Selbstvertrauen, um so locker vor seinen Lesern aufzutreten. Es war auf jeden Fall ein schöner und spannender Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde.

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