Cyberpunk

Schriftzug Cyberpunk Person sieht auf futuristische Stadt

 Cyberpunk als Genre beschäftigt sich mit der Verbindung von Mensch und Maschine. Im Englischen wird das Genre oft schlagwortartig mit „high tech and low life“ beschrieben, also Hochtechnologie bei gleichzeitiger moralischer Verwahrlosung. Kommen in einem Werk Cyborgs, künstliche Intelligenzen, virtuelle Realitäten und Netzwelten vor und hat das Werk einen düsteren Grundton, so handelt es sich wahrscheinlich um Cyberpunk. Andere typische Themen sind Nanotechnologie, Gentechnik, die invasive Veränderung des menschlichen Körpers und virtuelle Realitäten. Meist haben Cyberpunk-Welten einen gewissen morbiden Charme: Es sind sozial zerfallende Welten, die porträtiert werden; Welten, in denen Konzerne als riesige Monopolmächte das Leben bestimmen und die technische Entwicklung nur wenigen hilft, während riesige Gruppen der Gesellschaft von dieser Entwicklung ausgeschlossen und abgehängt sind. Helden der Cyberpunk-Geschichten sind meist die Verlierer:innen dieser Entwicklung: marginalisierte Menschen im Schatten der Gesellschaft, gern Hacker, und deren Subkultur. Meist spielen die Handlungen in einer Erde der nahen Zukunft (in den 1980ern bevorzugt in Japan) und nicht selten gibt es ein kriminalistisches Element.

Die Ursprünge des Cyberpunk werden in der New Wave Science Fiction Bewegung der 1960er und 70er verortet. Die Hochzeit des Cyberpunk war in den 1980er bis Mitte der 1990er Jahre. Wie bei so vielen Genres war es zunächst ein Nischengenre mit gesellschaftskritischem Anspruch und hielt dann Einzug in die Popkultur. Zahlreiche Filme, Romane, Comics, Videospiele und auch Musik entstanden.

Beispielautor:innen: Pat Cadigan („Tea from an Empty Cup“ und „Synners“, deutsch: „Synder“), Melissa Scott („Trouble and Her Friends“)

Ein Beitrag von Jol Rosenberg

Auf unserem Youtube-Kanal könnt ihr euch das passende Subgenre-Video mit Elenor Avelle und Alex Prum ansehen.

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