Fragefreitag: Mögt ihr die Art des Erzählens in Filmen oder Büchern lieber?

Die Art des Erzählens in Buch und Film unterscheidet sich häufig stark voneinander. Welche Art des Erzählens unsere Nornen bevorzugen oder ob sie vielleicht sogar beide auf ihre Weise mögen, erfragen wir heute in unserem #NornenFragefreitag. Lasst uns auch eure Meinung gerne in den Kommentaren da.

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Anna Weydt: Ich finde, dass beide Arten ihre ganz eigene Berechtigung haben. Filmen lässt sich in der Regel leichter folgen, wohingegen man sich auf Bücher vollkommen einlassen muss.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Ich mag beides. Der Film kann manchmal Dinge einfach zeigen, visuell oder sogar auditiv, im Buch muss dafür mehr angedeutet und/oder erklärt werden. Das Buch lässt der Fantasie mehr Freiraum (auch, wie zB die Figuren aussehen), dafür kann im Film das Momentum und die Gleichzeitigkeit besser dargestellt werden.

Nike Leonard: Beides hat seine Vor- und Nachteile: Der Film ist ein gutes Medium für alles Äußere, aber weniger für die Darstellung von Gefühlen, Motiven und anderen inneren Vorgängen. Das Buch lässt einen auch in die Köpfe und Seelen der Charaktere schauen, ist aber bei der Schilderung äußerer Vorgänge der geballten Information unterlegen, die durch Bilder vermittelt wird. Wenn die jeweils zur Verfügung stehenden Techniken gut eingesetzt sind, mag ich beides.

Diandra Linnemann: Bücher bieten einem mehr Möglichkeiten – man kann beliebig viele Nebenstränge und Wendungen einbauen, hat meistens auch mehr Möglichkeiten für Charaktere. Die Erzählweise in modernen (z.B. Netflix-)Serien ist da dem Buch ähnlicher. Bei einem Film kann man sich allerdings manchmal auch einfach berieseln lassen, das ist ja auch ganz schön. 🙂

Laura Kier: Mir gefällt beides. Bücher lassen mehr Raum für die eigene Phantasie und Filme können dafür mit Musik und Bild verzaubern.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich finde, dass man das nicht vergleichen kann. Sowohl Filme als auch Bücher können sehr unterschiedlich erzählt sein. Ich liebe es, wenn in einem der beiden Medien aber die Besonderheiten voll ausgeschöpft werden. Wenn also ein Fim Dinge tut, die nur ein Film tun kann und ein Buch Dinge tut, die in einem visuellen Medium nicht möglich wären.

Maelle: Beides kann toll sein. In Büchern liebe ich es, tieferen Gedankengängen zu folgen und mich in den Kopf der Figuren begeben zu können, in Filmen ist manchmal die Wucht der Bilder nicht zu toppen.

Siiri Saunders: Da beides völlig unterschiedlich ist, kann ich persönlich es schwer miteinander vergleichen. Ich gehe sehr gerne ins Kino, die Bildgewalt, die heutzutage vor allem in Filmen mit Natur (Black Panther, Avatar etc.) vorkommt, haut mich jedes Mal aufs Neue um. Ich liebe es. Doch ein Buch zieht mich auf eine andere Weise in seine Welt. Es lässt mich interpretieren, nachdenken, erleben. Es schreibt weniger vor. Ich liebe beides.

Ela Schnittke: Da kann ich mich nicht entscheiden. Es gibt sowohl Filme als auch Bücher, die sehr gut gemacht sind. Filme können ebensogut Emotionen transportieren, sie haben den Vorteil der Musik und auch Filme können auf subtile Art Motivationen, Unsicherheiten und derartiges transportieren. In Büchern mag ich endlosen Beschreibungen von Umgebungen nicht, in Filmen ist das natürlich einfach zu zeigen. Okay ihr merkt schon, ich bin ein absoluter Filmfan, aber Bücher können einen meist besser mit sich reißen. Man taucht tiefer in die Welt ein. Die Emotionen, Gedanken, Sehnsüchte sind präsenter und ich liebe es, mir die Dinge vorzustellen. Manchmal würde ich sie auch gerne umgesetz wissen („als Film wäre das cool“), aber die Fanatasy arbeiten zu lassen, macht mehr Spaß.

Fragefreitag: Welche Buchverfilmungen findet ihr richtig klasse?

Buchverfilmungen sind so eine Sache: Manche sind wirklich gelungen, viele eher nicht. Dabei stellt sich immer die Frage danach, ob der Film ans Buch herankommt oder andersherum. Heute fragen wir nach den tollsten Buchverfilmungen, die unseren Nornen im Gedächtnis geblieben sind. Welche Buchverfilmungen fandet ihr wirklich gelungen? Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag wissen.

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Laura Kier:  Äh … negative Beispiele würden mir einige einfallen. Positive … vielleicht Harry Potter und Herr der Ringe. Ich muss ja gestehen, dass ich beides noch nicht durch habe, aber die Filme finde ich trotz Differenzen zu den Büchern gut gemacht. Panem ist für mich ebenfalls sehr gut und stimmig. Differenzen sind natürlich da, aber hier kann ich nicht einmal sagen, was ich besser finde.

Grumpy Moon:  Hunger Games, besonders die ersten beiden Teile. Sehr buchgetreu, auch wenn natürlich nicht alles übernommen wurde.

Nike Leonard: Ich fand „Der Sternwanderer“ ganz gelungen, auch wenn der Film sich nur bedingt an die Vorlage hält. Aber das ist ja leider bei vielen Verfilmungen so.

Anna Weydt: Ich muss zugeben, dass ich den ersten Panem Film richtig gut finde, weil er nah am Buch bleibt und ich mir den Charakter der Katniss genau so vorgestellt habe. Danach lässt es leider nach.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Mir hat auch der „Sternwanderer“ sehr gut gefallen, als Buch wie auch als Film. Ebenso ging es mir bei „Coraline“.

cazze: Cloud Atlas – Wobei ich zugeben muss, dass ich erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen habe

Katherina Uschachov aka Evanesca: „Interview mit einem Vampir“ – ich habe zuerst den Film gesehen und danach angefangen, Romane ernsthaft zu schreiben. Das davor war Wischiwaschi. Erst dann habe ich das Buch gelesen.

Diandra Linnemann: Buchverfilmungen sind immer schwierig, weil man – gerade bei Lieblingsbüchern – ja auch den „Film im Kopf“ hat. Mir gefällt es eigentlich immer, wenn der Film nicht nur ein Abklatsch des Buches wird, sondern auch als eigenes Kunstwerk bestehen kann. Gute Beispiele dafür sind „Der Sternwanderer“, da weichen Buch und Film teilweise extrem voneinander ab, ohne dass eines der Medien leidet, oder auch „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

Fragefreitag: Was schreibt ihr lieber – Liebesszenen oder Kampfszenen?

Liebes- und Kampfszenen können schwierig zu schreiben sein. Manchen fällt es leichter, Liebesszenen zu schreiben, anderen Kampfszenen. Heute stellen wir den Nornen die Frage, welche Art von Szene sie bevorzugt schreiben. Lasst uns auch gerne unter dem Hashtag #NornenFragefreitag eure Antwort zu dieser Frage da.

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Laura Kier: Weder noch? 😉 Ich bin von beiden nur bedingt Fan. Nur um eine Liebes- oder Kampfszene zu schreiben, würde ich keins von beidem schreiben. Gehört es aber in die Handlung, dann schreib ich beides gleich gerne.

Anna Weydt: Ich muss zugeben, dass ich einfacher Kampfszenen schreiben kann. Insgesamt sind aber sowohl Kampf- als auch Liebesszenen schwierig zu schreiben, ohne in Klischees abzudriften oder den Leser zu langweilen.

Nike Leonard: Eindeutig Kampfszenen. Ein Lehrer sagte mal, mir fehle der Sinn für Romantik und in gewissem Sinn stimmt das. Bei Kampfszenen habe ich ein gutes Gespür dafür was welche Wirkung hervorruft. Schilderungen von Liebesszenen kommen mir schnell überzogen, unglaubwürdig oder kitschig vor.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Naja, beides ist eine Choreografie aus Aktion und Reaktion. Nur dass bei einer Kampfszene Waffen involviert sind, Rüstungsteile, ich beachten muss, ob irgendwelche Körperteile herumfliegen oder bluten … Okay, Moment, je nach Liebesszene (ist das euphemistisch für Sexszene oder wirklich was Romantisches gemeint?) kann es auch da ziemlich brachial werden. Mir fällt es allerdings bei Kampfszenen leichter, das Sprachliche auszuformen, bei Liebesszenen gleitet man doch zu schnell in einen Bereich ab, wo es peinlich wird.

Siiri Saunders: Beides hat ihren Reiz und beides ist sehr schwer zu schreiben, ohne dämlich zu wirken. Liebesszenen schreibe ich von Herzen gerne. Kampfszenen habe ich mir oft im TV angesehen, um wirklich zu verstehen, was man da genau wissen möchte. Letztenendes präferiere ich keines von beidem, sondern schreibe, was geschrieben werden muss.

Diandra Linnemann: Finde ich beides schwierig – es gibt unheimlich viel Action auf dichtem Raum. ^^

Elenor Avelle: Was ich gerade schreiben kann, hängt von meiner eigenen Stimmung ab. Grundsätzlich schreibe ich aber beides gerne, wenn es in der Geschichte gut passt.

June Is: Beides herausfordernd. Wenn ich wählen müsste, dann Liebe. Weil es auch eine Art Kampf sein kann.

Anna Kleve: Beides. Ich finde beides nicht immer einfach und manchmal sehr herausfordernd. Im Grunde hängt das auch immer von meiner Stimmung ab. Wenn ich schlechte Laune habe, dann schreibe ich eher Kampfszene, bei besserer Laune eher Liebesszenen. Also stimmungsabhängig.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Lieber Sexszenen, als Kampfszenen. Liebesszenen sind auch ok, wenns nicht zu schmalzig wird. Liebesbriefe finde ich ganz nett.

Grumpy Moon: Ich mag beides nicht besonders, aber wenn, dann Kampfszenen. Bei allem, was auch nur entfernt als romantisch verstanden werden könnte, habe ich immer die Befürchtung, dass es vielleicht kitschig rüberkommt.

Fragefreitag: Welche Bösewichte aus Literatur und Film sind euch am meisten in Erinnerung geblieben und warum?

Antagonisten sind immer interessant. An ihnen bemisst sich, wie gut oder schlecht der Konflikt in einer Geschichte wirklich ist. Deshalb fragen wir heute danach, welche Bösewichte aus Literatur und Film unseren Nornen am meisten in Erinnerung geblieben sind. An welche könnt ihr euch noch erinnern und welche fandet ihr besonders toll? Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag gerne wissen.

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Katherina Uschachov aka Evanesca: Schwer zu sagen, mir bleiben, wenn ich ehrlich bin, generell oft eher die Bösewichte in Erinnerung … Als kleines Kind hatte ich immer ein gewisses Faible für Ursula aus dem „Arielle“-Film von Disney. Ich meine, eine coole Krakenfrau mit Zauberkräften. Und von Voldemort hatte ich mal den Alptraum, dass er mir als Tom Riddle in einer Bibliothek auflauert, um mich zu töten, weil ich ein Muggel ist. Das sagt einiges aus, oder?

Anne Zandt: Ein Charakter, an dem ich so ziemlich alle Bösewichte messe, die mir über den Weg laufen, ist Mephistopheles aus Faust bzw. die Ursprungsform dieses Charakters Loki aus der nordischen Mythologie. Ich mag einfach diese Art von Charakter, die „stets das Böse will und stets das Gute schafft“. Eine aktuellere Version dieses Figurentyps ist z.B. „Penguin“ aus der TV-Serie „Gotham“ (über sein Comic-Counterpart kann ich tatsächlich nicht sonderlich viel sagen :D).

Anna Weydt: Ganz klassisch: Mephistopheles aus Faust. Diese Mischung aus spitzbübisch und böse hat mich einfach fasziniert.

Siiri Saunders: Als ausgesprochener Marvel Fan ist Thanos aktuell der Bösewicht, der mir sofort in Erinnerung kommt. Gerade bei seinem letzten Auftritt konnte man seine Charakterisierung deutlich erkennen. Thanos HAT Gefühle, vielleicht liebt er sogar. Er glaubt, sich durch sein Tun in den Dienst von etwas Höherem zu stellen – die Welt zu retten, auch wenn es den Tod der Menschheit bedeutet. Zuletzt schaute ich „Coach Carter“, der durch seine strenge Erziehung aus „Ghetto-Kids“ ordentliche Männer machen wollte. Er bekam heftigen Gegenwind, wollte schon aufgeben. Die „Ghetto-Kids“ erkannten letztendlich die Wahrheit in seinem Handeln und handelten danach. Ob das, was jemand tut, immer aus den richtigen Gründen geschieht und ob es tatsächlich das Richtige ist, bleibt letzten Endes jedem selbst überlassen. Wird der Antagonist durch eine Meinung charakterisiert, die die moralische Welt des Lesers ins Wanken bringt, ist doch die halbe Miete schon gezahlt. Im Moment stehe ich auf diese Art der Darstellung des Bösewichts.

Jule Reichert: Viele. Oft mag ich die Bösen sogar lieber, als die eigentlichen Helden. Auf der einen Seite gibt es die, die so gesehen nicht böse sind, sondern das richtige mit den falschen Mitteln erreichen wollen oder deren Motivation zumindest nachvollziebar ist. Thanos aus dem Marvel-Universum zum Beispiel. Er wollte das eigentliche Grundproblem nur auf die falsche Weise lösen. Oder um ein Buchbeispiel zu nehmen: Die böse Priesterin aus Elea Brandts „Opfermond“, bei der auch sehr deutlich wird, warum sie das tut. Auf der anderen Seite liebe ich diese zwiegespaltenen Bösen, die einfach alles nach ihrem eigenen Sinnen machen, aber letztlich doch nicht böse sind und ab und zu das richtige tun – aus ihrer eigenen Motivation heraus natürlich. Loki zum Beispiel. Oder auch die Böse Fee aus Dornröschen (und nein, ich meine nicht nur die Disney-Version Malificent). Und wer mir da auch immer in den Sinn konnt, ist Spike aus „Buffy“. Und ja, mir würden sicherlich noch einige mehr Bösewichte einfallen, wenn ich weiter nachdenke 😉

Diandra Linnemann: Eigentlich war er ja gar nicht „der Böse“, aber Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“ als Gegenspieler für Agent Sterling war schon ziemlich beeindruckend. Dagegen macht Buffalo Bill einem kaum mehr Angst.

Elenor Avelle: Richtig gut gemachte Anagonisten sind etwas Wunderbares. Die richtig gut gelungenen sind aber nicht einfach nur böse. Im Harry Potter Universum finden sich gute Beispiele: Snape und Dolores Umbridge. Loki, den viele aus den Thorverfilmungen kennen, ist auch gut in Szene gesetzt und wer kennt Dath Vader nicht.

June Is: The Joker in Batman, weil seine Bösartigkeit teilweise nachvollziehbar ist. Also egal, wer die Rolle spielte 😀 … ansonsten der Mensch in V for Vendetta. Er hatte etwas an sich und vertrat Meinungen, die andere sicher auch haben. Angst! Fällt mir gerade auf: Zwei sehr clownähnliche Typen.

Anna Kleve: Schwierig, aber ich würde jetzt einfach mal Dagnarus aus „Stein der Könige“ sagen, einfach, weil das erste Buch im Grunde seinen Werdegang und seinen Weg zum Bösen richtig zeigt. Selbst wenn man seine Taten nicht mag, kann man ihn teilweise verstehen.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Mordred in Marion Zimmer-Bradleys „Nebel von Avalon“, weil er von allen nur als Spielstein in einem sehr großen Spiel um Macht und Einfluß gesehen wurde, aber sich niemand um ihn als Mensch bemüht hat. Er wehrt sich auch gegen die Rolle des Neuen Königs (und Vatermörders) die ihm zugedacht war. Erfüllt diese Rolle dann aber letzlich doch, wenn auch mit gänzlich anderem Motiv (und Ausgang), als von den Strippenziehern geplant.

Laura Kier: Verdammt gute und schwierige Frage. Ganz spontan möchte ich sagen Bösewichte wie Gru (Ich – Einfach unverbesserlich), Megamind oder das Biest. Alle diese Charaktere scheinen zunächst böse und wollen es zum Teil auch bewusst sein, aber es steckt viel mehr in ihnen. Wenn es um wirklich böse Charaktere geht, dann bin ich wie Siiri bei Marvel – Loki finde ich ist wieder herrlich zwielichtig und Thanos einfach nur böse.

Grumpy Moon: A.L.I.E. aus The 100: Eine künstliche Intelligenz, die dazu geschaffen wurde, das Leben der Menschen zu verbessern, und zu dem Schluss kam, dass es zu viele Menschen gibt und deswegen eine Apokalypse angebracht wäre… Es würde zu weit führen, die ganze Geschichte zu erzählen, aber unter anderem nimmt A.L.I.E. für den Zuschauer die Form ihrer menschlichen Schöpferin an, und die schauspielerische Leistung der Darstellerin ist sehr beeindruckend – sexy und gruselig zugleich.

cazze: Voldemort und Umbridge. Bei Voldemort wegen der Hintergrundgeschichte und bei Umbridge, weil da das Äußerliche total im Kontrast zum Inneren steht, was sonst seltenst der Fall ist. Zudem ist mir in der Serie „The Tick“der Antagonist „The Terror“ im Gedächtnis geblieben. Vor allem weil er von außen aussieht wie der totale Klischeebösewicht, aber irgendwie einen an der Waffel hat und witzig ist. Zudem spielt er Schlagzeug.

Fragefreitag: Welches Stereotyp stört euch bei der Darstellung des Bösen am meisten?

Das Böse hat viele Gesichter. Leider wird es in Literatur und Film viel zu oft eindimensional dargestellt, sodass man fast den Eindruck gewinnen könnte, es gäbe nur den extrem überzeichneten Bösewicht ohne Motivation. Wir fragen heute, welches Stereotyp euch bei der Darstellung des Bösen am meisten stört. Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag wissen!

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Anne Zandt: Das sie grundlos böse sind. Ich liebe gute Hintergrundgeschichten von Bösewichten, bei denen man nachverfolgen kann, warum sie so geworden sind.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Die böse Lache. Und dass sie immer früher oder später ihren Plan erzählen müssen. Oder ihre Hintergrundgeschichte. Übrigens herrlich bei „Phineas und Ferb“ gebrochen, dieses Stereotyp!

Siiri Saunders: Die „Boshaftigkeit himself“ war auch mal klein – insofern sollte den Antagonisten etwas geprägt haben und der Leser sollte davon erfahren, um ein gutes Leseerlebnis zu haben.

Diandra Linnemann: Böse, die nur so aus Spaß böse sind. Jeder Mensch (und die meisten Nicht-Menschen auch) glaubt von sich, gute Beweggründe für sein Handeln zu haben, und hält sich selbst für den Helden seiner eigenen Geschichte. Ich will Bösewichte, die komplex sind und eigene Ideen verfolgen und nett zu ihrer Großmutter sind.

Anna Weydt: Bösewichte, die keine Motivation haben, das zu tun, was sie tun. Wenn ein Buch oder Film seinen Antagonisten aber darauf reduziert, finde ich das total langweilig.

Elenor Avelle: Schwarz-weiß-Denken ist bei Helden und Schurken gleichermaßen Öde. Niemand behällt solche Charaktere in Erinnerung.

Nike Leonard: Bösartigkeit als Prinzip. Ich sehe es wie Diandra, dass jede/r das eigene Handeln als richtig oder wenigstens als notwendig empfindet und rechtfertigt.

June Is: Männer sind böser als Frauen. Jaja.

Anna Kleve: Antagonisten, die einfach nur aus dem Grund böse sind, weil sie böse sein müssen und eigentlich keinen Grund dazu haben.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Böse haben immer schlechte Zähne (in Filme), und oft ungepflegte Hände. Oder den irren Blick. Dabei ist „das Böse“ oft ganz schrecklich banal.

Maelle: Wenn Antagonisten nur böse sind. Niemand ist nur böse, und wenn er nur den Hund gern hat.

Laura Kier: Keine tiefe bei den Charakteren und damit ein grundloses Böse. Ich mag es, wenn Charaktere aus ihrer Perspektive logisch handeln und deshalb von außen die Bösewichter sind.

Fragefreitag: Ein gutes Buch braucht Spannung, braucht es auch eine Form der Gewalt?

Das Erzeugen von Spannung ist ein interessantes Thema, denn es gibt so viele unterschiedliche Arten, diese zu erzeugen. In unserem heutigen Beitrag stellen wir die Frage danach, ob ein gutes Buch neben Spannung auch eine Form der Gewalt braucht. Was ist eure Meinung dazu? Nutzt den Hashtag #NornenFragefreitag und lasst uns eure Meinung da.

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Grumpy Moon: Es braucht in der Regel einen guten Konflikt, aber nicht unbedingt einen gewalttätigen. Ich habe schon einige gute Bücher gelesen, die ohne einen einzigen zertrümmerten Schädel auskommen und trotzdem gut sind – obwohl man „Gewalt“ natürlich nicht unbedingt nur körperlich definieren kann / muss.

Nike Leonard: Ich bin nicht sicher. Gewalt ist kein Synonym für Spannung, sondern eine Möglichkeit, wie sich Spannung entladen kann, aber bei weitem nicht die einzige. Trotzdem ist Gewalt (nicht unbedingt körperliche) allgegenwärtig. Vielleicht ist es deshalb so schwer, einen Plot zu finden, der vollkommen ohne Gewalt auskommt.

Laura Kier: Für mich nicht. Konflikte sind für Spannung wichtig, aber sie müssen nicht auf Gewalt aufgebaut sein. Die Frage ist aber auch, wie Gewalt definiert wird. Körperlich? Geistig? Selbst in Märchen, die ich gerne lese und schreibe, ist Gewalt allgegenwärtig. Von daher finde ich die Frage sehr schwer zu beantworten.

Jana Jeworreck: Braucht die Welt Gewalt? Nein. Existiert sie trotzdem? Ja. Es kommt natürlich immer darauf an, welche Art von Buch man schreibt. Und wie man Gewalt definiert. Denn selbst in einem Buch ohne physische Verletzungen gibt es meist psychische. Es ist nahezu unwahrscheinlich, dass ein Roman ohne „Gewalt“ auskommt. Es gibt Gewalt gegen andere, aber auch gegen sich selbst. Von beispielsweise Selbstzweifeln einer Figur bis zur Selbstzerstörung. Selbst Unfälle mit reinem Blechschaden in einer Liebesschmuzette sind gegebenfalls abrupte und damit gewaltsame Unterbrechungen. Und wenn man als Autor ehrlich ist, sucht man alleine des Drama wegen der höchstmöglichen Fallhöhe für seine Figuren aus. Ich halte Gewalt, ob absichtliche, unabsichtliche, physische, psychische oder höhere, worunter im Grunde auch Magie fällt, für nahezu unverzichtbar und glaube kaum, dass es einen Roman ohne gibt.

Irina Christmann: Gewalt hat so viele Formen. Was für mich harmlos ist, kann einen anderen schlimm triggern. Aber grundsätzlich gibt es bei mir keine Schlägereien usw. Wobei Ausnahmen natürlich auch hier die Regel bestätigen.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Selbst die harmloseste Geschichte kommt nicht ohne Gewalt aus. Nehmen wir sowas Harmloses wie das Bilderbuch, in dem jemand dem Maulwurf auf den Kopf macht. Auch das ist eine Form von Gewalt. Ich denke nicht, dass ein Buch es braucht, aber ich halte es schlicht für unmöglich, eins ohne zu schreiben.

Siiri Saunders: Gewalt ist natürlich Definitionssache. Geht man von „allen Formen der Gewalt“ aus, so wird hier womöglich der Konflikt beschrieben. Ein Buch ohne Konflikt? Undenkbar. Aber was ist, wenn der Konflikt von außen herbeigeführt wurde und beide Charaktere, die im Konflikt miteinander stehen, eben ihre Meinung vertreten? Dann ist es nicht gewalttätig, sondern konfliktbehaftet. Aber wenn da dann nicht auch mal die Fetzen fliegen? Natürlich kann man auch gewaltfrei kommunizieren. Also mein Fazit: Ja, ein Buch kommt sicher auch ohne jede Form der Gewalt aus.

Diandra Linnemann: Seit die Gewaltorgien Überhand nehmen, lese ich nicht mehr gerne Thriller. Es ist leicht, möglichst viele Leute möglichst dramatisch abzuschlachten – wenigstens auf Papier – aber das sind nur billige Effekte. Manchmal ist Gewalt Bestandteil der Geschichte, aber ich halte sie nicht für zwingend nötig.

Elenor Avelle: Gute Geschichten brauchen Konflikte, aber keine Gewalt.

June Is: Das kommt auf die Zielgruppe an. 🙂

Anna Kleve: Nein. Es gibt Beispiele von sehr guten Büchern, in denen kaum Kämpfe oder Gewalt vorkommen. Die „Pelinor-Saga“, fällt mir da spontan ein.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Hmmm. Wenn es keine Verletzung von (persönlichen) Grenzen gibt, dann wirds auch schwierig mit dem Konflikt. Liegt also wohl an der Definition von Gewalt.

Fragefreitag: Wie leicht oder schwer fallen dir Kampfszenen?

Kampfszenen werden von den einen Autoren als leichte Fingerübung betrachtet, von den anderen als schwierige Szenen, die viel Aufwand kosten. Wie unsere Nornen zu Kampfszenen stehen, liest du in unserem Fragefreitag zu diesem Thema. Wie leicht fallen dir Kampfszenen? Nutze den Hashtag #NornenFragefreitag und lass es uns wissen!

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Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Hmm, gute Frage. Derweil hab ich keine definitiven Kampfszenen mit drin. Wohl aber „tätliche Auseinandersetzungen“ – zählt das auch? Naja, ist schwierig. Zu viele Beschreibungen, wer genau wo was macht halten die Action auf. Aber andererseits soll der Leser ja „im Bilde sein“. Na, wenn ich da Hilfe brauche, lese ich nach bei Kartin Ils.

June Is: Da ich keine epische Fantasy bisher schreibe … okay, ich habe in einer Story eine Zauberkampfszene am Strand drin. Mit Drachen. Die kam ganz gut an. Generell mag ich lieber Action denn Stagnation, muss aber nicht immer Kampf mit Schwertern sein. Menschen, die gegen oder mit sich selbst kämpfen habe ich jedoch einige.

cazze: Mir fallen Kampfszenen eher schwer, weil ich ein friedliebender Mensch bin. Charaktere umbringen geht aber wieder. 😉

Katherina Uschachov aka Evanesca: Leichter als Liebesszenen. Es läuft auf Aktion und Reaktion hinaus und auf möglichst plastische Beschreibungen dessen, wie Körper darauf reagieren, beschädigt zu werden. Meist kämpfen bei mir Vampire. Oder Magier*innen. Da kommt noch das Beschreiben des Einsatzes der Kräfte hinzu. Mache ich eigentlich sehr gerne.

Diandra Linnemann: Alles, was mit schneller Action zu tun hat, fällt mir schwer – ich finde, ich kann es einfach nicht ausreichend rasch beschreiben, und der Leser hinkt in der Zeit immer hinterher. Außerdem finde ich es schwierig, etwas so Chaotisches wie einen Kampf strukturiert wiederzugeben.

Sarah König: Mittlerweile gehen die ganz gut. Ich hatte zu Anfang das Problem aus zu großer Ferne zu berichten – da passt dann das Tempo nicht, man kriegt nicht genug mit. Genauso wenn man zu nah dran schreibt. Mittlerweile habe ich die für mich passende Entfernung zum Geschehen gefunden und hoffe, dass meine LeserInnen das auch so sehen.

Laura Kier: Schwer. Ich halte sie so kurz wie möglich. Das liegt aber auch daran, dass ich wenig Interesse daran habe, ausgedehnte Kampfszenen zu lesen. Ich hatte schon Bücher mit Seiten voller Kampfszenen, die mögen gut gewesen sein, aber nicht mein Ding. Oft steht auch die Handlung in diesen Szenen still und das mag ich nicht.

Grumpy Moon: Schwierig. Das fängt schon da an, dass ich nicht weiß, wie bestimmte Angriffe heißen oder am besten zu beschreiben sind, und endet dort, dass so etwas einfach viel interessanter anzusehen ist als zu lesen.

Nike Leonard: Kampf- und Actionszenen zu schreiben, finde ich vergleichsweise einfach, so lange ich mich auf die Empfindungen der Beteiligten konzentrieren kann. Schwierig wird es erst, wenn ich zwischendrin irgendwelche Handlungen erklären muss, weil dadurch immer Tempo verloren geht.

Jana Jeworreck: Ich liebe Kampfszenen. Dabei geht es bei mir weniger um den reinen Schlagabtausch, sondern um die Gedanken und Wahrnehmungen der Figuren. Auch bei epischen Schlachtszenen bleibe ich meist an einer Figur dran, da es intensiver ist ihren Blickwinkel des Geschehens zu beschreiben.

Irina Christmann: Bis jetzt habe ich keine gebraucht, dafür gibt es andere Herausforderungen. Zur Zeit enthält meine Playlist jedoch diverse Szenen aus Star Wars …

Anna Weydt: Kampfszenen kriege ich super hin, sogar wesentlich besser als Liebesszenen. Mir gefällt das Rasante und das Adrenalin, das man während des Schreibens an den Leser bringen muss. Daher: Kampfszenen gehen immer.

Fragefreitag: Liest du selbst Comics / Mangas / Graphic Novels? Warum?

Comics, Mangas und Graphic Novels sind eine spannende Alternative zum klassischen Buch, das gänzlich auf gestalterische Elemente verzichtet. Gerade, wenn gar kein Text zum Einsatz kommt, sondern nur Bilder die Funktion des Storytelling übernehmen, lässt man sich als Leser auf eine ganz andere Art, Geschichten zu erleben, ein. Wir stellen diesen Freitag die Frage: Liest du selbst Comics, Mangas oder Graphic Novels? Erzähl uns gerne von deinen Erfahrungen und nutze den Hashtag #NornenFragefreitag.

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Laura Kier: Früher mehr als heute. Angefangen habe ich mit Comics, bin dann zu Mangas übergegangen (etwas günstiger als Comics, weil oft S/W-Druck) und habe auch ein paar Graphic Novels im Regal stehen. Grundsätzlich mag ich alles drei (inkl. Bilderbüchern), aber häufig sind mir einfach die Anschaffungskosten zu teuer. Graphic Novels usw. lese ich wegen den Bildern, um in Ruhe zu stöbern, mich inspirieren zu lassen. Romane sind für mich mehr zum Abtauchen.

Grumpy Moon: Damit konnte ich mich noch nie anfreunden. Bücher ja, Filme/Serien ja, aber diese „Zwischenstation“ in Form des Comics ist für mich nichts.

Jasmin Engel: Ich hatte eine Phase für einige Jahre, in denen ich viele Mangas und Comics gelesen habe; das ist jetzt 15 Jahre her und irgendwie habe ich nicht mehr zurück gefunden.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich besitze einige Comics und ein paar Mangas. Müsste nur mal Zeit finden, sie auch zu lesen, ich mag sie recht gerne. Eine „Sailor Moon“ aus den 90ern, einen Flix (Faust), einige Graphic Novels und ein Comic zu „Star Wars“ stehen im Regal. Warum? Naja, warum nicht?

Diandra Linnemann: Eine Freundin hat ihre Magisterarbeit über Comicadaptationen von Goethes „Faust“ geschrieben und ist auch sonst ein großer Comicfan, die versorgt mich immer mit Lesestoff (ich habe für sie damals zwei japanische Comicversionen von „Faust“ übersetzt). Eigentlich bin ich ein eher wenig visuell veranlagter Mensch und bekomme deswegen die ganzen kleinen Informationsschnipsel, die sich in Comics in Bildern verstecken, gar nicht mit. Trotzdem lese ich gerne etwa „Asterix“ oder „Hägar“, habe die „Absolute Sandman“-Bände im Regal stehen und vertreibe mir online die Zeit mit Webcomics wie „The Devil’s Panties“ oder „Questionable Content“.

June Is: Seit Poisonpainters Tipps lese ich wieder mehr – auch online. Vorher mochte ich einfach gut gestaltete Bücher mit tollen (Zeichen-)Künstlern, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Sarah König: Jap, ich habe Mangas vor ein paar Jahren exzessiv gekauft und gelesen, dann beim vorletzten Umzug bereits aussortiert und jetzt zum Umzug letzten Sommer noch einmal. Von einigen werde ich mich nie trennen. Und wenn mir mal einer besonders fehlt, dann guck ich einfach in den Regalen meiner Schwester, die ist da genauso drauf wie ich, hat aber bisher (Glück für mich) nie aussortiert.

Anna Weydt: Schreiben nein, lesen ja. Warum? Weil mich diese andere Art, Geschichten zu erzählen, fasziniert.

Sienna Morean: Weil die Erzählweise mit Bildern angenehm ist, zu lesen. Ich finde, Manga / Comics o.ä wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, seitdem die Menschen nur noch an ihren Handys kleben.

Gesa F. Roberts: Ich lasse mich generell gerne in fremde Welten entführen, und mit Bildern unterstütze Werke bieten für mich den Vorteil, dass sie mich von Anfang an ein Stück weit an der Hand mitnehmen.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Ooooh ja … ich kann nicht genau sagen warum, aber ich mag einfach diese Art der Erzählweise. Es ist so ganz anders als „normale“ Bücher / Geschichten. In meiner Lesezeichenliste sind bestimmt an die zwanzig verschiedene Webcomics, dazu einige Manga Reihen Zuhause und hin und wieder werd ich mit Marvel-Sachen auch mal etwas Mainstream. Wer also mal Empfehlungen braucht, ein paar habe ich auf meinem Blog schon vorgestellt.

Janna Ruth: Immer so phasenweise. Als Jugendliche habe ich fast jeden Manga verschlungen (damals gab es auch noch nicht so ein breites Angebot). Dann hatte ich mal ein paar Monate oder waren es 1-2 Jahre, in denen ich Scanlations gelesen habe und somit den wunderbaren Adachi kennengelernt habe und momentan ist es so hin und wieder, aber ich verfolge aktuell keine Reihe.

Elenor Avelle: Comics sind der Hybrid zwischen Buch und Film. Ich zeichne auch zu meinen Büchern wahnsinnig gerne, weil eine Geschichte dadurch noch einmal anders greifbar wird.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Ja, ich mag das schon, dass da auch Bilder sind. Es gibt mir mehr Einblick in die Welt, die der Autor / die Autorin geschaffen hat und wie er / sie es sich gedacht hat. Aber ich hab ein Problem damit, wenn ich die Bilder nicht mag. Da kann das dann die tollstes Geschichte sein, wenn die Bilder mich nicht ansprechen, dann werde ich es nicht (fertig) lesen.

Fragefreitag: Was schätzt du an Kurzgeschichten?

In der Kürze liegt die Würze oder so. Jedenfalls können wir nur bestätigen, dass die Anforderungen an eine gelungene Kurzgeschichte ganz andere sind, als bei einem Roman. Für Figurenentwicklung ist viel weniger Platz, das Hinführen zum Höhepunkt der Handlung unterliegt anderen Regeln und Formulierungen müssen auf den Punkt gebracht werden, statt Andeutungen zu bleiben. Ohne Frage, Kurzgeschichten haben ihren besonderen Reiz. Darum wollen wir beim #Nornenfragefreitag heute wissen: Was schätzt du an Kurzgeschichten? Was magst du, wie sollen sie aufgebaut sein, wie kann sie dich fesseln?

Autoren Urlaub

Katherina Uschachov aka Evanesca:: Aus Autor*innensicht: Man hat mit ihnen vergleichsweise flott ein Erfolgserlebnis. Kurzgeschichten sind schneller geschrieben als ein Roman. Schneller überarbeitet. Und man findet eher Testleser*innen für zehn Seiten als für 350. Man kann an ihnen das Handwerk außerdem in geballter Form üben und sie sind wunderbar für Experimente. Auch hier kann ich relativ schnell testen, ob es funktioniert hat. Und sie eignen sich perfekt, um in einem Stück vorgelesen zu werden. Aus Leser*innensicht: Man kann mit Hilfe von Kurzgeschichten wunderbar verschiedene Autor*innen und deren Schreibstile kennen lernen, ohne sofort ein ganzes Buch auf Gedeih und Verderb kaufen zu müssen. Ich habe oft eine KG gelesen und mir dann gedacht: Ja, das war gut. Ich will mehr.

Cazze: Sie sind kurz 😉

Janna Ruth: Janna Ruth Den besonderen Fokus, den sie haben. Kurzgeschichten müssen eine Geschichte erzählen und haben keinen Platz für große Charakterentwicklungen, Nebenstorys und ähnliches. Da etwas Cleveres zusammenzubauen, ist eine Kunst für sich.

Laura Kier: Sie sind besser zu überblicken als ein ganzer Roman und dadurch vor allem schneller zu überarbeiten 😀 Vor allem sind sie aber oft weniger ausschweifend als Romane. Ich mag klare Linien und wenige Schnörkel.

Jasmin Engel: Beim Schreiben natürlich, dass sie nicht so viel Zeit beanspruchen und ich mich auf ein Thema konzentrieren kann; beim Lesen, dass es auch mal etwas für zwischendurch ist.

Diandra Linnemann: Mir liegt das Schnörkellose, Abgekürzte bei Kurzgeschichten. Man wirft den Leser mitten in die Geschichte und dann heißt es „Schwimm oder stirb“.

Anne Danck: Es reichen einige wenige Worte, um eine neue Perspektive zu eröffnen und zum Nachdenken anzuregen.

Maelle: Ich liebe es, wenn mich trotz der Kürze das Ende der Geschichte völlig überrascht.
June Is Wenn der Spannungsbogen eingehalten wird (ja, mein Gehirn ist eher technisch) und dann am Ende noch ein toller Plottwist stattfindet.

Sarah König: Ich mag, dass man direkt in die Geschichte einsteigt. Ohne langes Vorgeplänkel, ohne Infodump. Und ich mag, wenn ich als Autorin merke, dass die Geschichte zwar gut ist, aber durchaus Potential zu mehr hat. So wurde aus der Kurzgeschichte „Flammenmädchen“ der Roman „Flammengarde“.

Anna Weydt: Ich schätze an ihnen, dass man einen kleinen Einblick in die Welt erhält, die der Autor sich ausgedacht hat, dass man aber gleichzeitig noch genug Spielraum hat, um selber Dinge dazu zu dichten.

Siiri Saunders: Bis Autorinnen mich baten, ihre Geschichten gegenzulesen, konnte ich Kurzgeschichten nichts abgewinnen, aber sie sind doch so grandios, dass ich wirklich etwas verpasst habe. Man ist sofort in der Geschichte und spürt die Charaktere und die Umwelt umgehend, wenn sie gut geschrieben ist. Der erhellende, humorvolle, traurige (oder welcher auch immer) Moment, lässt nicht lange auf sich warten und man geht innerhalb weniger Minuten oder Stunden in eine geheime Welt und kommt bestenfalls mit einem tollen Gefühl wieder heraus.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Mittlerweile mag ich den spontanen Einstieg, und dass man weniger erklären muss als bei längeren Stories. Es ist wie ein Kurzfilm, ein Videoclip. Andere Sichtweise auf die Charaktere und ein anderes Tempo. Platz für Skurrilitäten 😉

Nike Leonard: Die Beschränkung auf das Wesentliche in Stil und Handlung.

Fragefreitag: Welches ist deine liebste Comic-, Manga- oder Graphic Novel Reihe?

Natürlich haben unsere Nornen auch einige Comics in den Regalen stehen. Darum haben wir beim #Nornenfragefreitag nachgefragt, welche denn ihre liebsten Reihen sind. Macht mit und verratet uns eure Favoriten.

Janna Ruth: Oh schwierig! Comic definitiv Asterix. Mangas habe ich mehrere Favoriten. Mitsuru Adachi bringt mich immer zum heulen und das im Sportmanga! Neon Genesis Evangelion ist sicher ein Meisterwerk. Brain Powered und Cantarella sind sehr unterschiedlich und beide schön. Nope, ich kann mich nicht entscheiden.

Barbara Weiß aka BlueSiren: Ich liebe die Katekyo Hitman Reborn! Manga Reihe von Akira Amano und One Piece von Eiichiro Oda. Zwei klassische Vertreter des sog. Shounen Genres. Action, Abenteuer, Fantasy und ungewöhnliche Helden. Während bei Reborn! ein tapsiger Mittelschüler Mafiaboss werden soll und allerlei coolen Haudegen begegnet, macht sich der Strohhutpirat Ruffy in One Piece auf die Weltmeere zu besiegeln und einen legendären Schatz zu finden. Aberwitzig, komisch, bunt und manchmal doch tiefgründig sind das Mangas, die ich einfach immer wieder lesen kann!

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich bevorzuge eigentlich Einzelbände oder wirklich kurze Reihen, die nicht gerade fünfzig Regalmeter wegnehmen, denn davon habe ich zu wenig. Aber aus Nostalgiegründen sind es die Sailor-Moon-Mangas in der bizarren Übersetzung aus den 90ern, als man Animes und Mangas im deutschsprachigen Raum noch nicht aus dem Japanischen, sondern aus dem Englischen übersetzte. Ich habe jetzt erst verstanden, dass „Macht der [Planet]Nebel, macht auf“ eine wörtliche Übersetzung des englischen „Make up!“ ist …

Lilyana Ravenheart: Hm, muss es bei Graphic Novel eine Reihe sein? Wenn nicht, dann sind es definitiv das Phantom der Oper, Dracula und Der Glöckner von Notre Dame. Die Zeichnungen sind einfach super und die Stimmungen sehr gut rübergebracht. Mangamäßig sind meine Lieblingsreihen Gib mir Liebe!, Kaito Kid und Kamikaze Kaito Jeanne. Kaito hat es mir in Detektiv Conan schon sehr angetan und Jeanne als Anime sowieso.

June Is : Sandman – Neil Gaiman

Sarah König: Neon Genesis Evangelion – mein erster Manga, meine erste große Manga und Anime-Liebe. Geht nix drüber.

Anna Weydt: Death Note ist eindeutig meine liebste Manga-Serie.

Sienna Morean: Deadman Wonderland, Dengeki Daisy sowie auch Elfenlied und Sailor Moon. Meine absoluten Lieblings Manga. Ich mags gern Düster, aber auch herrlich romantisch oder amüsant.

Esther Wagner aka Kirana: Es ist kompliziert. Ich würde gerne aus vollem Herzen „Rurouni Kenshin“ schreiben, aber nachdem Mangaka Nobuhiro Watsuki letztes Jahr wegen des Besitzes von Kinderpornografie verhaftet wurde, hat diese alte Mangaliebe schwere Risse bekommen.

Gesa F. Roberts: Bei mir ist es Tokyo Crazy Paradies: Dunkel, humorvoll, futuristisch mit mystischen Elementen und eine Heldin die nicht nur weiß wie man kämpft und wieder aufsteht, sondern auch für das einsteht, woran hier Herz hängt. Die Romance Elemente sind langsam, spannend und bauen sich über die Zeit auf, trotz vieler Hindernisse, und sind nicht das Hauptaugenmerk. Der Stil von 1996 ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber der Plot ist es in meinen Augen doppelt wert.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Ich lese so viele Webcomics und Comics, da ist es schwer sich zu entscheiden … vor kurzem erst habe ich den Webcomic „Far to the North“ entdeckt, der einfach genial gezeichnet und interessant geschrieben ist. Besonders sind für mich auch die Reihen „Blood Stain“ und „Strong Female Protagonist“, die ich tatsächlich hier in Deutschland als Print bekommen habe – ok, Teil 2 von SFP über dessen Kickstarter, aber psst. Meine erste Manga-Reihe war „Dragonball“, das mag ich auch bis heute noch. Als Graphic Novel habe ich mir gerade erst „Unerschrocken“ geholt, das klingt auch sehr toll. Ach … es gibt einfach so viele tolle Sachen …“

Elenor Avelle: Elfenwelt. Die Comicreihe hat mich durch einen großen Lebensabschnitt begeitet und wenn ich die Hefte in meinem Regal sehe, brint das viele schöne Erinnerungen hoch.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: The Graveyardbook Vol 1 und Vol 2 (zählt das schon als Reihe??) von Neil Gaiman. Tolle Story, super umgesetzt
Eluin RG Veda von CLAMP – überhaupt das Autorenteam. Ich sag nur Mokona 😉 Yoko Tsuno habe ich aber auch verschlungen und viele andere Comics und Mangas. Es gibt auch tolle Graphic Novels.