Fragefreitag: Welches ist deine liebste Comic-, Manga- oder Graphic Novel Reihe?

Natürlich haben unsere Nornen auch einige Comics in den Regalen stehen. Darum haben wir beim #Nornenfragefreitag nachgefragt, welche denn ihre liebsten Reihen sind. Macht mit und verratet uns eure Favoriten.

Janna Ruth: Oh schwierig! Comic definitiv Asterix. Mangas habe ich mehrere Favoriten. Mitsuru Adachi bringt mich immer zum heulen und das im Sportmanga! Neon Genesis Evangelion ist sicher ein Meisterwerk. Brain Powered und Cantarella sind sehr unterschiedlich und beide schön. Nope, ich kann mich nicht entscheiden.

Barbara Weiß aka BlueSiren: Ich liebe die Katekyo Hitman Reborn! Manga Reihe von Akira Amano und One Piece von Eiichiro Oda. Zwei klassische Vertreter des sog. Shounen Genres. Action, Abenteuer, Fantasy und ungewöhnliche Helden. Während bei Reborn! ein tapsiger Mittelschüler Mafiaboss werden soll und allerlei coolen Haudegen begegnet, macht sich der Strohhutpirat Ruffy in One Piece auf die Weltmeere zu besiegeln und einen legendären Schatz zu finden. Aberwitzig, komisch, bunt und manchmal doch tiefgründig sind das Mangas, die ich einfach immer wieder lesen kann!

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich bevorzuge eigentlich Einzelbände oder wirklich kurze Reihen, die nicht gerade fünfzig Regalmeter wegnehmen, denn davon habe ich zu wenig. Aber aus Nostalgiegründen sind es die Sailor-Moon-Mangas in der bizarren Übersetzung aus den 90ern, als man Animes und Mangas im deutschsprachigen Raum noch nicht aus dem Japanischen, sondern aus dem Englischen übersetzte. Ich habe jetzt erst verstanden, dass „Macht der [Planet]Nebel, macht auf“ eine wörtliche Übersetzung des englischen „Make up!“ ist …

Lilyana Ravenheart: Hm, muss es bei Graphic Novel eine Reihe sein? Wenn nicht, dann sind es definitiv das Phantom der Oper, Dracula und Der Glöckner von Notre Dame. Die Zeichnungen sind einfach super und die Stimmungen sehr gut rübergebracht. Mangamäßig sind meine Lieblingsreihen Gib mir Liebe!, Kaito Kid und Kamikaze Kaito Jeanne. Kaito hat es mir in Detektiv Conan schon sehr angetan und Jeanne als Anime sowieso.

June Is : Sandman – Neil Gaiman

Sarah König: Neon Genesis Evangelion – mein erster Manga, meine erste große Manga und Anime-Liebe. Geht nix drüber.

Anna Weydt: Death Note ist eindeutig meine liebste Manga-Serie.

Sienna Morean: Deadman Wonderland, Dengeki Daisy sowie auch Elfenlied und Sailor Moon. Meine absoluten Lieblings Manga. Ich mags gern Düster, aber auch herrlich romantisch oder amüsant.

Esther Wagner aka Kirana: Es ist kompliziert. Ich würde gerne aus vollem Herzen „Rurouni Kenshin“ schreiben, aber nachdem Mangaka Nobuhiro Watsuki letztes Jahr wegen des Besitzes von Kinderpornografie verhaftet wurde, hat diese alte Mangaliebe schwere Risse bekommen.

Gesa F. Roberts: Bei mir ist es Tokyo Crazy Paradies: Dunkel, humorvoll, futuristisch mit mystischen Elementen und eine Heldin die nicht nur weiß wie man kämpft und wieder aufsteht, sondern auch für das einsteht, woran hier Herz hängt. Die Romance Elemente sind langsam, spannend und bauen sich über die Zeit auf, trotz vieler Hindernisse, und sind nicht das Hauptaugenmerk. Der Stil von 1996 ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber der Plot ist es in meinen Augen doppelt wert.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Ich lese so viele Webcomics und Comics, da ist es schwer sich zu entscheiden … vor kurzem erst habe ich den Webcomic „Far to the North“ entdeckt, der einfach genial gezeichnet und interessant geschrieben ist. Besonders sind für mich auch die Reihen „Blood Stain“ und „Strong Female Protagonist“, die ich tatsächlich hier in Deutschland als Print bekommen habe – ok, Teil 2 von SFP über dessen Kickstarter, aber psst. Meine erste Manga-Reihe war „Dragonball“, das mag ich auch bis heute noch. Als Graphic Novel habe ich mir gerade erst „Unerschrocken“ geholt, das klingt auch sehr toll. Ach … es gibt einfach so viele tolle Sachen …“

Elenor Avelle: Elfenwelt. Die Comicreihe hat mich durch einen großen Lebensabschnitt begeitet und wenn ich die Hefte in meinem Regal sehe, brint das viele schöne Erinnerungen hoch.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: The Graveyardbook Vol 1 und Vol 2 (zählt das schon als Reihe??) von Neil Gaiman. Tolle Story, super umgesetzt
Eluin RG Veda von CLAMP – überhaupt das Autorenteam. Ich sag nur Mokona 😉 Yoko Tsuno habe ich aber auch verschlungen und viele andere Comics und Mangas. Es gibt auch tolle Graphic Novels.

Ein Comic aus Nornenfeder (Anne Zandt aka Poisonpainter)

Habt ihr euch gefragt, was es genau mit dem Comic auf sich hat, den wir euch schon am Montag gezeigt haben? Jetzt erfahrt ihr es:

Als Autorinnen versuchen wir** uns gerne mal an neuen Dingen. Schon länger trugen wir die Idee mit uns herum, einen eigenen Nornencomic zu zeichnen. Der Themenmonat Comic bot sich an, damit zu beginnen und welcher Inhalt eignete sich besser, als unsere Messevorbereitungen für die BuchBerlin 2018.

Ein Comic entsteht

Nachdem Katrin Ils die Idee für den Plot des Comics hatte, war recht schnell klar, dass es ein Teamfight um Horst werden sollte.

Wer war noch gleich Horst?

Horst ist das futuristische Wesen, das eine unserer Sammelpostkarten ziert und, neben der Medusa und dem Phönix, auf der Leipziger Buchmesse an unserem Stand gewonnen werden konnte.
Schon bei der Entstehung der Zeichnungen hatten wir netzwerkintern einen riesen Spaß mit der Frage: Welche der drei Kreaturen ist die beste?

Endlich mal ein Horst, den wir mögen (Grafik: Grafikschwestern des Nornennetzes)

Auf der Messe trugen wir dann sogar Teambuttons und viele unserer Standbesucher schlossen sich verschiedenen Teams an und twitterten darüber.

Als das Thema feststand brauchten wir als erstes das Charakterdesign und ein Storyboard. Mit dem Bleistift bewaffnet entwarf Elenor Avelle die ersten Skizzen, während Katrin am Text feilte.

Denn kniffelig an der Erstellung eines Comics sind generell zwei Dinge:

  • Die Bilder müssen für sich selbst sprechen.
  • Die Texte müssen knapp und aussagekräftig sein. Der Vorteil ist natürlich, dass die bildliche Darstellung einen Teil des Textes ersetzt.
Hier könnt ihr schon einen Blick auf die Figuren werfen:

Wer stößt Horst und Medusa vom Thron? Wir sind gespannt!

Team Horst (in der Mitte) besteht in seiner Ursprungsform aus vier realen Nornen, nämlich v.l.n.r. Elenor Avelle, Anne Zandt, Ela Schnittke und Gesa F. Roberts. Auch der Herr in der unteren Mitte ist nicht erfunden. Das ist Christian Milkus, der sich mit Elenor Avelle auch auf dem LitCamp HD noch weiter virtuell duelliert hat, ob Horst oder Medusa das fantastischere Wesen ist.

 

**Autorin des Beitrags ist Anne Zandt

Da sind viel zu wenig Bilder in dem Buch! (Anne Zandt aka Poisonpainter)

Als Meisterin der Prokrastination kann ich meinen nornigen Schwestern – und willigen Leser*innen – nicht nur diverse Bücher, Filme oder Fernsehserien empfehlen, sondern auch einige Comics und Webcomics. Was ihr diesen Monat vor allem in den Stöberrunden mitbekommen werdet, denn dafür habe ich mal meine Leseliste ausgepackt und zur Verfügung gestellt.

Doch wie kam es eigentlich dazu?

Schon im letzten Jahr stellte Sandra von booknapping diese Frage in einer Blogparade und ich beantwortete sie damals etwas ausführlicher auf Englisch. Hier möchte ich an dieser Stelle eine Kurzfassung aus diesem und anderen Beiträgen, die ich dazu auf meinem eigenen Blog verfasst habe, geben:

Schon immer mochte ich die kleinen Comics in der Tageszeitung und Magazinen, gefolgt bin ich aber keiner Serie bis ich schließlich bei Animes und Manga gelandet bin. Meine erste Reihe war Dragonball von Akira Toriyama.

Irgendwann entdeckte ich dann den ersten Nichtlustig Band von Joscha Sauer – ich konnte einfach nicht an einem Buch vorbeigehen, auf dem ein Clown mit abgehakten Bein unter eben jenem Titel stand.

Das war mein Einstieg in die Welt der Comics und ich habe noch nicht angefangen, nach dem Ausgang zu suchen. Ganz im Gegenteil. Über ein Forum stieß ich schließlich auf Looking for Group von Ryan Sohmer und Lar Desouza und seitdem habe ich noch viele weitere Webcomics entdeckt und vor ein paar Jahren auch angefangen, mir Sammelbände oder Graphic Novels zuzulegen. Bei meiner Vorliebe für Fledermäuse ist sicherlich jedem klar, dass diese neben den Buffy-Bänden, meist zu Marvel-Reihen zählen – und ja, der Twist ist Absicht, denn Batman mag ich so gar nicht.

Daher nutze ich auch jede Chance, die ich bekomme in Comicläden meine Reihen aufzufüllen oder Neues zu entdecken. Besonders der Gratis Comic Tag steht bei mir fest im Terminkalender und war dieses Jahr auch auf meinem Blog von einer Nerdwoche zum Thema Superheldinnen umrahmt.

Auch wir Nornen üben uns im Comic-Zeichnen. Hier z.B. Elenor Avelle

Aber zurück zum Thema:

Was fasziniert mich an Comics?

Ich mag einfach die Erzählweise von Comics, Graphic Novels und Manga. In einem Buch wird die Szenerie kaum bis sehr detailreich beschrieben, man stellt sich alles vor dem inneren Auge vor. Comiczeichner*innen geben diese Bilder vor und sparen sich dadurch die Beschreibungen. Nicht umsonst gibt es das alte Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“.
Doch das heißt nicht, dass sie weniger ernsthaft oder tiefgründig sind. Ganz im Gegenteil. So manch ein Webcomic hat mir Dinge eher näher gebracht, als es ein Buch je hätte tun können.

Sich immer wieder darauf einzulassen, nicht nur den Sprechblasen zu folgen, sondern auch die Hintergründe zu betrachten, ist nicht einfach, aber in so mancher Arbeit entdeckt man Easter Eggs, Hinweise auf zukünftige Handlungen oder einfach eine wunderbare Detailverliebtheit.
Natürlich hängt vieles vom Zeichentalent der jeweiligen Künstler*innen ab. In einigen von ihnen kann man daher deren Werdegang verfolgen, wenn der Comic schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Dazukommt, dass die Charaktere, vor allen in den klassischen Reihen von Marvel und DC, herrlich überzeichnet und exzentrisch sind. In Büchern würden diese Charaktere als nervig und gewollt-und-nicht-gekonnt abgetan werden, in Comics gehören sie irgendwie dazu. Doch es gibt auch Charaktere, die sind so realistisch dargestellt, als ob sie dem echten Leben entsprungen sind.

Inhaltlich ist bei (Web-)Comics von karikierendem oder ernsteren Slice of Life oder realen Begebenheiten über humorvollen (Urban) Fantasy- oder Science Fiction- Welten bis hin zu epischen Abenteuern ist alles dabei. Jede*r findet etwas das gefällt und fesselt. Selbst wenn manchmal ein paar Versuche notwendig sind.

Und diese Mischung aus all dem ist es, die mich immer wieder zu den in Bildern festgehaltenen Büchern greifen lässt.

Und was ist mit euch?

Nornengestöber im Comicfieber

Heute startet der Juli mit mächtig viel Sonne. In der Hitze bleibt manche*r lieber im Haus, andere zieht es an den Baggersee oder zumindest in die nächste Eisdiele. Schweres Gepäck ist da fehl am Platz. Aber wir können euch beruhigen, geeigneter Lesestoff muss nicht immer die schwere Lektüre sein. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Comics, Mangas und Graphic Novels? Um die dreht es sich in unserem neuen Monatsthema. Und dank einiger comicbegeisterter Nornen haben wir heute eine richtig tolle Stöberliste, um euch ein bei der #Nornenstöberrunde in die Welt der Comics zu entführen.

Autoren Urlaub

Hier findet ihr den neuen Webcomic einer wundervollen Zeichnerin, die mit „Always human“ bereits in einer Science-Fiction-Welt ganz selbstverständlich verschiedene Genderidentitäten und Orientierungen zeigt, eingebettet in eine herzerwärmende Story. Im neuen Webcomic geht es … um eine Hexe.

Eine Liste mit märchenhaften Comics findet ihr bei Anne Zandt aka Poisonpainter, die noch viel mehr Beiträge um das Genre auf ihrem Blog versteckt hat.

Wer auch mal gern die Augen schließt und einfach nur zuhört, sollte bei 3 Frauen Comics reinschauen, einem Podcast von drei Comicliebhaberinnen.

Das Leben ist kein Ponyhof“ – das wissen wir längst. Im Comic aufgegriffen hat Sarah Burrini den Spruch. Außerdem gibt es von ihr „Nerdgirl„, einen Webcomic, den wir sehr empfehlen.

Manga online gibt es dagegen bei Genji Otori auf Tapas, die Künstlerin kommt aus Deutschland, der Manga ist allerdings auf Englisch zu genießen. Wer bei Tapas weiter stöbern will, sollte sich auch Sigeel nicht entgehen lassen.

Grandios finden wir es auch, wenn Fantastik Einzug hält. Beispielsweise bei „How to be a Werewolf„, „Monsterkind“ oder „Awkward Zombie„.

Natürlich gibt es auch tolle Seiten, wo regelmäßig Comics auf dem Plan stehen. So auch bei Woman write About Comics.

Juliane von I am Jane hat sich von Ms. Marvel begeistern lassen, Mareike von CrowandKraken schreibt immer wieder auch über Graphic Novels, zuletzt über Kristina Gehrmanns „Der Dschungel“ und auch Babsi von Bluesiren schreibt immer wieder über Comics und Mangas. Schaut also bei den Lieben rein und lasst euch zu neuem Lesestoff inspirieren.