Wie „Der Kleine Vampir“ meine Liebe zu Fantasy-Literatur erweckte (Felicity Green)

Meine Tochter wird bald 3 und geht momentan gerade sehr in der Welt ihrer aktuellen Lieblingsbücher auf. In denen geht es um Drachen und sie hat ihren imaginären Freund, den großen Drachen Elliott, immer dabei. Sie ist selber auch abwechselnd mal gerne „Piet“, der Junge aus „Elliott, das Schmunzelmonster“ oder gar der kleine Drache Kokosnuss, aus der gleichnamigen Reihe. Wir müssen sie dann auch so nennen, und wir sowie ihre Puppen und Kuscheltiere übernehmen den Part der anderen Figuren aus der Kokosnuss-Welt.
Es ist manchmal beängstigend, wie real diese Welt dann für sie ist, und es gibt auch die Meinung, dass Kinder unter sechs gar keine Fantasy lesen sollten, sondern nur Bücher, die Realität abbilden. Ich habe letztens einen Artikel für meinen Mama-Blog dazu geschrieben. Obwohl ich nachvollziehen kann, dass für ganz kleine Kinder Bücher, die ihre täglichen Lebensabläufe und „ihre Welt“ abbilden, hilfreich sind, ist mein Artikel doch ein Plädoyer dafür, mit Kindern Fantasy-Bücher zu lesen, wenn sie sich für diese interessieren. Einerseits hat es natürlich mit Nostalgie zu tun. Als absoluter Bücherfan kann ich es kaum abwarten, mit meiner Tochter all die Klassiker mit fantastischen Elementen zu lesen, die ich selber als Kind geliebt habe.
Und finde ich es schlimm, dass sie Realität von Fantasie nicht unterscheiden kann und wahrscheinlich wirklich glaubt, dass es Drachen gibt und Fledermäuse reden können? Nein, denn bis zum gewissen Grade gefällt mir das. Im Augenblick ist doch für sie alles ein Wunder, alles ist fantastisch, alles ist möglich. Schön, wenn man sich so etwas erhalten kann, oder? Alles, was wir heute als wissenschaftlich belegbare Realität empfinden, war doch einmal „fantastisch“. Soll ihr dieses Vorstellungsvermögen und diese Kreativität erhalten bleiben!
Ich selber war als Kind genauso. Ich liebte Bücher und die fantastischen Welten, in die sie mich entführten. Ja, Märchen haben mir manchmal Albträume bereitet. Manche Geschichten haben mich so in den Bann gezogen, dass sie mich unheimlich beschäftigten. Hätten mich meine Eltern davor beschützen sollen? Vielleicht, aber dann hätte ich auch diese Kraft nicht kennengelernt, die diesen eindrücklichen Geschichten innewohnt, und das unglaubliche Potenzial, das Geschichten haben, nicht schon in frühester Kindheit erkannt und lieben gelernt. Womöglich hätte ich es mir dann nicht zur Berufung gemacht, solche Geschichten zu erzählen.

Kinder lieben Geschichten. (Quelle: Pixabay)

Der Kleine Vampir

Ich glaube, dass eine Buchreihe mich ganz besonders beeinflusst hat, vielleicht sogar so sehr, dass ich heute als Schriftstellerin im Genre Fantasy beheimatet bin: „Der Kleine Vampir“ von Angela Sommer-Bodenburg.
In der Serie freundet sich der Menschenjunge Anton Bohnsack mit dem über hundert Jahre alten Vampirjungen Rüdiger von Schlotterstein und auch dessen kleinen Schwester Anna an. Die Abenteuer, die Anton dank seiner neuen Freunde überstehen muss und bei denen er auch des Öfteren haarscharf entkommt, von einem Mitglied der Vampirfamilie von Schlotterstein gebissen zu werden, sind charakterbildend und im Laufe der Zeit wird er immer mutiger. Die Bücher behandeln allerlei Probleme, die eine solche Freundschaft zwischen in so unterschiedlichen Welten beheimateten Kindern mit sich bringt.
Als ich diese Serie gelesen habe, war ich natürlich schon etwas älter als meine Tochter jetzt, in der 2. oder 3. Klasse. Die Bücher sind für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Ich konnte zwischen Realität und Fantasy unterscheiden. Aber trotzdem kann ich mich erinnern, folgende verrückte Sachen gemacht zu haben:

Wie mich „Der Kleine Vampir“ infiziert hat

Ich habe „geübt“, im (Halb-)Dunkeln zu Lesen, wie es Vampire in den Büchern können, und mir damit wahrscheinlich meine Augen verdorben.

Ein Kinderbuchklassiker: Der Kleine Vampir (Angela Sommer-Bodenburg, Rowohlt Verlag)

Eines Tages in der Schule, meine Mitschüler: „Ihh, was stinkt denn hier so?“
Ich: „Ach, das ist die Zwiebel.“
Die: „Welche Zwiebel?“
Ich: (hole besagte, leicht vermoderte Zwiebel aus meinem Scout-Schulranzen) : „Die da!“
Die: „Warum hast du die da drin?“
Ich: „Wegen den Vampiren.“

Verständnislose Gesichter. Nicht erklärbare Logik: Vampire haben was gegen Knoblauch. Da aber meine Mutter kulinarisch nicht so bewandert war und Knoblauch in ihren Augen zu den eher exotischen, also nicht in ihrer Küche anzufindenden Gewürzen gehörte, war das Nächstbeste, das ich daheim fand, eben eine Zwiebel. Warum ich die herumtragen wollte, wo ich doch SELBER ein Vampir sein wollte, lässt sich rückblickend nicht nachvollziehen.

Wenn meine Freundinnen Sabrina und Miriam bei mir zu Besuch waren, wurde Vampir gespielt, ob sie wollten oder nicht. Miriam und ich waren immer etwas neidisch auf Sabrina, weil die so einen schönen, langen, schlanken Hals hatte. Das war irgendwie vampiriger – also wahrscheinlich einladender für einen Vampir, der uns verwandeln sollte.

Ich hatte sogar einen Sarg zu Hause. Das war eine Holztruhe, die heute ihr Dasein als Geschenkpapiertruhe frönt. Damals hatte ich aber zum Leidwesen meiner Mutter alles ausgeräumt, was drin war, und meinen Sarg mit schwarzem Stoff ausgekleidet. Ich kann mich aber schon daran erinnern, dass ich nur im Spiel mit anderen in den Sarg geklettert bin, und selbst dann mit klopfendem Herzen. Ich hatte nämlich schon Angst, den Deckel nicht mehr wieder aufzukriegen und zu ersticken. Aber um seine Vampir-Träume zu realisieren, nimmt man wohl einiges auf sich.

In diesem Sarg bewahrte ich auch meine „Anna“-Schuhe auf. Ich war sehr stolz auf diese klobigen Schuhe mit Schnalle und dicken Absätzen, die genauso aussahen wie im Buch beschrieben.

Nach wie vor beliebt: Der Kleine Vampir (Angela Sommer-Bodenburg, Rowohlt Verlag)

Was mich am „Keinen Vampir“ so fasziniert hat

Die Vampirkinder waren recht auf sich gestellt. Rüdiger wurde sogar dafür verstoßen, dass er mit einem Menschen Kontakt hat und musste bei Anton im Keller leben. Für die Vampirkinder war das nicht immer so toll und sie sehnten sich nach einer Familie. Aber für mich war der Gedanke sehr ansprechend. Nachts unbeaufsichtigt herumzufliegen? Niemand, der mir sagte, was ich zu tun und zu lassen hatte? Diese Freiheit, irgendwie was Verbotenes zu tun – und sogar etwas „Verbotenes“ zu sein, an das Erwachsene nicht glaubten, hat mich fasziniert.

Dann natürlich überhaupt etwas anderes zu kennen, eine Welt zu kennen, von der viele nichts wussten oder an die sie nicht glaubten – oder gar zu dieser Welt zu gehören! Dieser Aspekt reizt sicher auch heute noch Leser/innen von Urban Fantasy, wo das fantastische Element in unserer Welt beheimatet ist. Natürlich habe ich mir gerne vorgestellt, Anna zu sein. Ich hielt sie, glaube ich, immer für die Hauptfigur, und erst jetzt, als ich als Erwachsene noch mal in die Beschreibung der Serie reingeschaut habe, wurde mir ins Bewusstsein gerufen, dass es ja um Antons Freundschaft mit Rüdiger ging, den ich ehrlich gesagt nicht unbedingt immer so toll fand. Aber Anna war ja auch – gerade am Anfang – „Vampir light“. Sie hatte keine Zähne und trank kein Blut, sondern Milch. Und sie war von all den andersartigen Vampiren am „Normalsten“ . Aber die Hauptfigur ist schließlich Anton, der sich immer auf der Grenze zwischen den Welten befindet. Wie viele der Protagonisten in den Büchern, die ich jetzt schreibe!

Tor in die Welt der Literatur: Kinderbücher (Angela Sommer-Bodenburg, Rowohlt Verlag)

Unheimlich spannend und kreativ fand ich immer schon, fiktive Probleme zu lösen. Die Vampire in Sommer-Bodenburgs Romanen haben zum Beispiel spezielle Regenhäute, damit sie beim Fliegen im Regen geschützt sind. Solche kleinen Erfindungen geben mir heute noch beim Lesen und Schreiben von Fantasy einen Kick. Euch auch?

Unsterblich und immer ein Kind sein zu können, war natürlich auch ansprechend, wenn auch etwas beängstigend. Erwachsenwerden wollte wohl jeder, aber gleichzeitig reizt auch, für immer diese imaginäre „Narrenfreiheit“ zu haben, die Kinder genießen.

Anton erlebt ganz schön furchterregende, spannende Abenteuer. Immer wieder muss er seine Ängste überwinden, sich ihnen stellen. Er wird dadurch mutiger, genauso mutig, wie wir als Leser/innen es gerne sein würden. Nach der Furcht und deren Überwindung kommt die Erleichterung. Die Geschichte hat ein Ende und der Held am Ende doch noch alles zum Guten gewendet. Anton ist zu Hause, im sicheren Schoße seiner menschlichen Familie. Und wir Geschichtenleser können das Buch zuklappen und sind wieder in unserer Welt.

Rückblickend kann ich auch sehen, dass die Vampirkinder sich ihre Werte auch selber erarbeiten und bewusst für sie entscheiden konnten. Vampire sind schließlich blutrünstige Monster. Sie sind von Natur aus Unmoralisch und Böse. Oftmals wird dieses Dunkle, Unmoralische in den Zusammenhang mit Sex gebracht, wenn heute darüber schwadroniert wird, warum Vampire offensichtlich so faszinierend sind. Ich glaube es steckt mehr dahinter. Gerade für Kinder, die von ihren Erwachsenen immer wieder gesagt bekommen, was sich gehört und was nicht, ist es spannend, sich seine Werte selber zu erarbeiten. Selber herauszufinden, was richtig und falsch ist. So sind es eben oft diese „Vampire light“, die in Kinder- und Jugendliteratur auftauchen und so beliebt sind.

Ein Hoch auf die „magische Phase“

Mit Phantastik in Filmen und Büchern erhalten wir uns diese magische Phase, die meine Tochter gerade erlebt, ein wenig. Wir können uns in der Fantasy-Welt verlieren, auch mal etwas sein, was es nicht gibt. Wir können verrückte, andersartige, „unnormale“ Sache tun, um auszuprobieren, was für uns normal und richtig sein sollte, so wie wir es als Kinder taten. Wir können uns diese Narrenfreiheit erlauben. Letzten Endes sind mythische Kreaturen, andersartige Welten und Allegorien so alt wie Geschichtenerzählen – und die Menschheit selbst. Die Fantasie steht immer vor der Realität, denn sie macht das, was wir als Realität kennen, überhaupt erst möglich. Wir müssen das Vorstellungsvermögen an das Unmögliche haben, damit es einmal möglich wird. Gleichzeitig erleben wir, lernen wir über, und verarbeiten wir uns und unsere Realität durch Fantasy. Das gilt für Kinder wie auch für Erwachsene.

Machen die Welt magischer: Bücher (Angela Sommer-Bodenburg, Rowohlt Verlag)

Fragefreitag: Liest du selbst Comics / Mangas / Graphic Novels? Warum?

Comics, Mangas und Graphic Novels sind eine spannende Alternative zum klassischen Buch, das gänzlich auf gestalterische Elemente verzichtet. Gerade, wenn gar kein Text zum Einsatz kommt, sondern nur Bilder die Funktion des Storytelling übernehmen, lässt man sich als Leser auf eine ganz andere Art, Geschichten zu erleben, ein. Wir stellen diesen Freitag die Frage: Liest du selbst Comics, Mangas oder Graphic Novels? Erzähl uns gerne von deinen Erfahrungen und nutze den Hashtag #NornenFragefreitag.

Autoren Urlaub

Laura Kier: Früher mehr als heute. Angefangen habe ich mit Comics, bin dann zu Mangas übergegangen (etwas günstiger als Comics, weil oft S/W-Druck) und habe auch ein paar Graphic Novels im Regal stehen. Grundsätzlich mag ich alles drei (inkl. Bilderbüchern), aber häufig sind mir einfach die Anschaffungskosten zu teuer. Graphic Novels usw. lese ich wegen den Bildern, um in Ruhe zu stöbern, mich inspirieren zu lassen. Romane sind für mich mehr zum Abtauchen.

Grumpy Moon: Damit konnte ich mich noch nie anfreunden. Bücher ja, Filme/Serien ja, aber diese „Zwischenstation“ in Form des Comics ist für mich nichts.

Jasmin Engel: Ich hatte eine Phase für einige Jahre, in denen ich viele Mangas und Comics gelesen habe; das ist jetzt 15 Jahre her und irgendwie habe ich nicht mehr zurück gefunden.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich besitze einige Comics und ein paar Mangas. Müsste nur mal Zeit finden, sie auch zu lesen, ich mag sie recht gerne. Eine „Sailor Moon“ aus den 90ern, einen Flix (Faust), einige Graphic Novels und ein Comic zu „Star Wars“ stehen im Regal. Warum? Naja, warum nicht?

Diandra Linnemann: Eine Freundin hat ihre Magisterarbeit über Comicadaptationen von Goethes „Faust“ geschrieben und ist auch sonst ein großer Comicfan, die versorgt mich immer mit Lesestoff (ich habe für sie damals zwei japanische Comicversionen von „Faust“ übersetzt). Eigentlich bin ich ein eher wenig visuell veranlagter Mensch und bekomme deswegen die ganzen kleinen Informationsschnipsel, die sich in Comics in Bildern verstecken, gar nicht mit. Trotzdem lese ich gerne etwa „Asterix“ oder „Hägar“, habe die „Absolute Sandman“-Bände im Regal stehen und vertreibe mir online die Zeit mit Webcomics wie „The Devil’s Panties“ oder „Questionable Content“.

June Is: Seit Poisonpainters Tipps lese ich wieder mehr – auch online. Vorher mochte ich einfach gut gestaltete Bücher mit tollen (Zeichen-)Künstlern, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Sarah König: Jap, ich habe Mangas vor ein paar Jahren exzessiv gekauft und gelesen, dann beim vorletzten Umzug bereits aussortiert und jetzt zum Umzug letzten Sommer noch einmal. Von einigen werde ich mich nie trennen. Und wenn mir mal einer besonders fehlt, dann guck ich einfach in den Regalen meiner Schwester, die ist da genauso drauf wie ich, hat aber bisher (Glück für mich) nie aussortiert.

Anna Weydt: Schreiben nein, lesen ja. Warum? Weil mich diese andere Art, Geschichten zu erzählen, fasziniert.

Sienna Morean: Weil die Erzählweise mit Bildern angenehm ist, zu lesen. Ich finde, Manga / Comics o.ä wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, seitdem die Menschen nur noch an ihren Handys kleben.

Gesa F. Roberts: Ich lasse mich generell gerne in fremde Welten entführen, und mit Bildern unterstütze Werke bieten für mich den Vorteil, dass sie mich von Anfang an ein Stück weit an der Hand mitnehmen.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Ooooh ja … ich kann nicht genau sagen warum, aber ich mag einfach diese Art der Erzählweise. Es ist so ganz anders als „normale“ Bücher / Geschichten. In meiner Lesezeichenliste sind bestimmt an die zwanzig verschiedene Webcomics, dazu einige Manga Reihen Zuhause und hin und wieder werd ich mit Marvel-Sachen auch mal etwas Mainstream. Wer also mal Empfehlungen braucht, ein paar habe ich auf meinem Blog schon vorgestellt.

Janna Ruth: Immer so phasenweise. Als Jugendliche habe ich fast jeden Manga verschlungen (damals gab es auch noch nicht so ein breites Angebot). Dann hatte ich mal ein paar Monate oder waren es 1-2 Jahre, in denen ich Scanlations gelesen habe und somit den wunderbaren Adachi kennengelernt habe und momentan ist es so hin und wieder, aber ich verfolge aktuell keine Reihe.

Elenor Avelle: Comics sind der Hybrid zwischen Buch und Film. Ich zeichne auch zu meinen Büchern wahnsinnig gerne, weil eine Geschichte dadurch noch einmal anders greifbar wird.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Ja, ich mag das schon, dass da auch Bilder sind. Es gibt mir mehr Einblick in die Welt, die der Autor / die Autorin geschaffen hat und wie er / sie es sich gedacht hat. Aber ich hab ein Problem damit, wenn ich die Bilder nicht mag. Da kann das dann die tollstes Geschichte sein, wenn die Bilder mich nicht ansprechen, dann werde ich es nicht (fertig) lesen.

Da sind viel zu wenig Bilder in dem Buch! (Anne Zandt aka Poisonpainter)

Als Meisterin der Prokrastination kann ich meinen nornigen Schwestern – und willigen Leser*innen – nicht nur diverse Bücher, Filme oder Fernsehserien empfehlen, sondern auch einige Comics und Webcomics. Was ihr diesen Monat vor allem in den Stöberrunden mitbekommen werdet, denn dafür habe ich mal meine Leseliste ausgepackt und zur Verfügung gestellt.

Doch wie kam es eigentlich dazu?

Schon im letzten Jahr stellte Sandra von booknapping diese Frage in einer Blogparade und ich beantwortete sie damals etwas ausführlicher auf Englisch. Hier möchte ich an dieser Stelle eine Kurzfassung aus diesem und anderen Beiträgen, die ich dazu auf meinem eigenen Blog verfasst habe, geben:

Schon immer mochte ich die kleinen Comics in der Tageszeitung und Magazinen, gefolgt bin ich aber keiner Serie bis ich schließlich bei Animes und Manga gelandet bin. Meine erste Reihe war Dragonball von Akira Toriyama.

Irgendwann entdeckte ich dann den ersten Nichtlustig Band von Joscha Sauer – ich konnte einfach nicht an einem Buch vorbeigehen, auf dem ein Clown mit abgehakten Bein unter eben jenem Titel stand.

Das war mein Einstieg in die Welt der Comics und ich habe noch nicht angefangen, nach dem Ausgang zu suchen. Ganz im Gegenteil. Über ein Forum stieß ich schließlich auf Looking for Group von Ryan Sohmer und Lar Desouza und seitdem habe ich noch viele weitere Webcomics entdeckt und vor ein paar Jahren auch angefangen, mir Sammelbände oder Graphic Novels zuzulegen. Bei meiner Vorliebe für Fledermäuse ist sicherlich jedem klar, dass diese neben den Buffy-Bänden, meist zu Marvel-Reihen zählen – und ja, der Twist ist Absicht, denn Batman mag ich so gar nicht.

Daher nutze ich auch jede Chance, die ich bekomme in Comicläden meine Reihen aufzufüllen oder Neues zu entdecken. Besonders der Gratis Comic Tag steht bei mir fest im Terminkalender und war dieses Jahr auch auf meinem Blog von einer Nerdwoche zum Thema Superheldinnen umrahmt.

Auch wir Nornen üben uns im Comic-Zeichnen. Hier z.B. Elenor Avelle

Aber zurück zum Thema:

Was fasziniert mich an Comics?

Ich mag einfach die Erzählweise von Comics, Graphic Novels und Manga. In einem Buch wird die Szenerie kaum bis sehr detailreich beschrieben, man stellt sich alles vor dem inneren Auge vor. Comiczeichner*innen geben diese Bilder vor und sparen sich dadurch die Beschreibungen. Nicht umsonst gibt es das alte Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“.
Doch das heißt nicht, dass sie weniger ernsthaft oder tiefgründig sind. Ganz im Gegenteil. So manch ein Webcomic hat mir Dinge eher näher gebracht, als es ein Buch je hätte tun können.

Sich immer wieder darauf einzulassen, nicht nur den Sprechblasen zu folgen, sondern auch die Hintergründe zu betrachten, ist nicht einfach, aber in so mancher Arbeit entdeckt man Easter Eggs, Hinweise auf zukünftige Handlungen oder einfach eine wunderbare Detailverliebtheit.
Natürlich hängt vieles vom Zeichentalent der jeweiligen Künstler*innen ab. In einigen von ihnen kann man daher deren Werdegang verfolgen, wenn der Comic schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Dazukommt, dass die Charaktere, vor allen in den klassischen Reihen von Marvel und DC, herrlich überzeichnet und exzentrisch sind. In Büchern würden diese Charaktere als nervig und gewollt-und-nicht-gekonnt abgetan werden, in Comics gehören sie irgendwie dazu. Doch es gibt auch Charaktere, die sind so realistisch dargestellt, als ob sie dem echten Leben entsprungen sind.

Inhaltlich ist bei (Web-)Comics von karikierendem oder ernsteren Slice of Life oder realen Begebenheiten über humorvollen (Urban) Fantasy- oder Science Fiction- Welten bis hin zu epischen Abenteuern ist alles dabei. Jede*r findet etwas das gefällt und fesselt. Selbst wenn manchmal ein paar Versuche notwendig sind.

Und diese Mischung aus all dem ist es, die mich immer wieder zu den in Bildern festgehaltenen Büchern greifen lässt.

Und was ist mit euch?

Autoren Urlaub

Ein Plädoyer für Kurzgeschichten

Kurzgeschichten: Das ist das, was niemand liest. Diese Aussage ist mir schon häufig begegnet, sie lauert sozusagen an jeder Ecke. Kurzgeschichten mussten wir in der Schule oder Uni analysieren – aber niemals von unbekannten Autoren. Sie werden in Anthologien gesammelt, die niemand kauft – schon gar nicht, wenn kein großer Name auf dem Cover zu finden ist. Und wenn wir mal ehrlich sind: Wer von uns liest eigentlich Kurzgeschichten?

 (Grafik: Elenor Avelle)

 

Die Geschichte hinter der Kurzgeschichte

Aber woher kommen diese komprimierten Geschichten eigentlich? Ursprünglich lassen sich die Kurzgeschichte und das Zeitschriftenwesen im 19. Jahrhundert gut miteinander verbinden. Die Kurzgeschichte war zunächst vor allem ein amerikanisches Phänomen, denn Zeitschriften, in denen die kurzen Geschichten häufig veröffentlicht wurden, boten vor allem amerikanischen Autoren einen besseren Absatzmarkt. Im deutschsprachigen Raum etablierte sich die Kurzgeschichte um 1900 und hatte einen schwierigeren Start. Das lag vor allem daran, dass andere Kurzformen schon Fuß auf dem Markt gefasst hatten. Darunter fiel zum Beispiel die Novelle. Der Versuch einen literarischen Neubeginn nach 1945 im sogenannten Kahlschlag zu machen, bot der Kurzgeschichte in Deutschland dann eine einmalige Chance sich gegen die anderen Kurzformen durchzusetzen. Rund um die Gruppe 47 entstanden schließlich kurze Texte in sachlicher Sprache, die sich bewusst von der bisherigen Literatur absetzen wollten.

Warum Kurzgeschichten auch heute noch gelesen werden sollten

Danach verlor die Kurzgeschichte zu Gunsten anderer Gattungen, beispielsweise des Romans, an Bedeutung. Dennoch ist sie eine wunderbare Möglichkeit, die gerade in Zeiten von Wattpad und Co. wieder an Aufmerksamkeit gewinnt. Meiner Meinung nach hat sie gerade im Vergleich zum Roman auch einen entscheidenden Vorteil: Sie spart Zeit. Das mag vielleicht ein wenig zu pragmatisch klingen, dennoch ist es in einer Welt, in der Zeit zum Lesen immer weniger wird, ein Plus, das nicht einfach vom Tisch gewischt werden kann. Kurzgeschichten bedienen den kleinen Lesehunger, den Wunsch danach, kurz in eine andere Welt abzutauchen. Das nimmt den Romanen natürlich nicht ihre Daseinsberechtigung, dennoch sollte den Kurzgeschichten deshalb mehr als nur ein kurzer Blick geschenkt werden.

Die Form macht die Musik

Kurzgeschichten haftet dabei leider meiner Erfahrung nach nicht nur die Tatsache an, dass sie kaum gelesen werden, nein, sie gelten auch als altmodisch. Das mag vielleicht daran liegen, dass viele Anthologien in gedruckter Form nie an die breite Leserschaft herangetragen werden (können), vielleicht aber auch daran, dass der Wert der Kurzgeschichte verloren gegangen ist. Insgesamt scheint die Form der Kurzgeschichte inzwischen leider nicht mehr ansatzweise so viel Aufmerksamkeit zu bekommen, wie sie verdient hätte. Denn: Eine kurze Geschichte zu schreiben ist häufig so viel schwieriger, als einen Roman zu verfassen. Die Kürze diktiert den Spannungsbogen, die Entwicklung, die Auflösung. Hat der Autor / die Autorin bei einem Roman mehrere hundert Seiten, um den Leser zu fesseln, muss er / sie das bei einer Kurzgeschichte innerhalb weniger Seiten schaffen. Trotzdem schaffen es Kurzgeschichten gerade durch ihre Kürze zum Nachdenken anzuregen – weil sie bewusst Spielraum offenlassen, der mit der Phantasie des Lesers gefüllt werden kann. Dies findet sich aus meiner Sicht in guten Romanen zwar auch, aber seltener. Daher mein Plädoyer an euch Leseratten und Bücherwürmer: Anthologien sind nicht nur eine zusammengewürfelte Ansammlung unbekannter Autoren, Anthologien sind Sprungbretter in viele Welten und viele Abenteuer. Gebt ihnen eine Chance!

**Autorin des Beitrags ist Anna Weydt

Fragefreitag: Welche*r ist dein*e liebste*r SP-Autor*in?

Im Mai wartet ein neues Monatsthema auf uns, aber nachdem wir uns den April über mit Selfpublishing beschäftigt haben, ist es nur legitim, einmal nachzufragen, wo alles richtig gemacht wird. Wir sind auf eure Empfehlungen gespannt und wollen wissen: Welche*r ist dein*e liebste*r SP-Autor*in (meine Güte, heute gibt es aber viele Sternchen). Macht mit unter #NornenFrageFreitag und verratet uns, wer im Bücherregal nicht fehlen darf.

Katharina Ushachov aka Evanesca: Klara Bellis. Sie ist leider viel zu unbekannt, dabei ist sie großartig. Ich liebe ihre „Trywwidt“-Reihe und ihren Humor!

Paula Roose: Liane Mars. Ihr „Band der Magie“ hat mich schlicht verzaubert. Inzwischen hat es ein Verlag übernommen.

Eva-Maria Obermann aka Variemaa: Sylvia Rieß‘ Stern von Erui-Reihe ist einfach ein grandioses Werk, das mich immer wieder erstaunt und fasziniert.

Janna Ruth: Debra Dunbar mit ihrer „Imp Saga“. Die mit viel Humor und Biss eine grandiose Geschichte über Engel, Dämonen und viele Zwischenformen erzählt.

Diandra Linnemann: Sabine Osman – und das sage ich nicht nur, weil wir auch privat befreundet sind. Ihre Fantasyromane sind abwechslungsreich und bearbeiten vertrautes Gelände auf neue Art. Außerdem sind ihre Frauengestalten aktiv und stark, ohne sich dabei in „Männer mit Brüsten“ zu verwandeln.

Alexandra Bauer: Da gibt s zu viele, um jetzt einzelne Personen hervorzuheben. Ich habe über das SP sehr viele tolle Kollegen und Kolleginnen kennengelernt!

Sarah König: Tanja Rast – ein hammer Output, man weiß immer (im jeweiligen Genre), was man bekommt, wenn man sich einen Rast vornimmt.

Barbara Weiß aka TheBlueSiren: Benjamin Spang – Für mich ein rundum Multitalent mit Humor und der richtigen Balance zwischen Werbung und Inhalten. Dazu Dark Fantasy mit starken Frauenfiguren und tollen Twists.

Karin (e.) Novotny alias EmmaN: Katrin Ils – Die „Unstern“ – Reihe. Gute Story, flott erzählt.

Irina Christmann: Für mich git es nicht DEN/DIE LieblingsautorIn, es gibt Bücher, die ich mag und AutorInnen die ich mag. Manchmal nicht beides gleichzeitig.

Nornengestöber im Osternest

Bei uns müsst ihr nicht lange suchen, wir haben euch ein paar tolle Artikel und Blogposts bereits rausgesucht. Einfach zurücklehnen, durchstöbern und genießen. Frohe Ostern oder einfach nur einen schönen Sonntag mit der #Nornenstöberrunde.

Nicht das richtige Buch im Nest gefunden? Vielleicht lohnt sich ja ein Blick in öffentliche Bücherschränke. Wenn ihr gar nicht so genau wisst, wo einer in eurer Nähe ist oder ihr noch die Familie besucht, schaut doch mal auf diese Karte.

Wer Geschichten schreibt kommt irgendwann an den Punkt, wo es ernst wird. Wie sollen die Figuren eigentlich heißen? Name ist nicht gleich Name weiß auch Babsi aka BlueSiren und schreibt auf ihrem Blog über Nomen est omen.

Schwierig ist es auch, verschiedene Kulturen im eigenen Roman zu platzieren, vor allem, wenn sich der/die Autor*in bisher kaum damit auseinandergesetzt hat. Schnell rutscht man ab in Stereotype und Mechanismen, die am Ende ganz anders ankommen, als eigentlich gedacht. Darum ist dieser Artikel der Bücherkrähe noch immer aktuell.

In der fantastischen Literatur sind Geister ein Klassiker, der immer wieder begeistert. Einen kleinen Einblick auf die Geschichte von Geistern in Büchern hat Eva aka Variemaa mit einer Gruppe Literaturbegeisterter im Buchlabor geschaffen. Hier geht’s zum Startbeitrag.

Falls ihr lieber noch einmal in Messeerinnerungen schwelgt, legen wir euch den Messebericht von Camilla de Winter ans Herz. Wir sind auch noch ganz wehmütig – und bereits in der Planung für allerlei Neues 😉

Einen ganz anderen Bericht findet ihr bei Anne Zandt aka Poisonpainter, die fleißig am Nornenstand die Leipziger Buchmesse verbracht hat.

Immer wieder flammen große Diskussionen auf, zwischen Autoren, Bloggern, Literaturmenschen. Oft geht eines schnell verloren: der gegenseitige Respekt. Wie wichtig der in der Literaturbranche ist, zeigt Michelle auf Buechnerwald.

Eine tolle und teilenswerte Aktion hat Vera von Chaoskingdom gestartet. Mit Body Positivity statt Body Shaming berichtet sie nicht nur von einem sehr interessanten Buch, sondern ruft dazu auf über das Thema zu schreiben, Erfahrungsberichte oder andere Beiträge zu erstellen. Wir freuen uns auf allerlei Artikel.

Zum Abschluss heute legen wir euch das Literaturcamp Hamburg ans Herz. Am Freitag gab es dort die ersten Tickets, weitere werden folgen. Eine ideale Möglichkeit zum Austausch für Literaturmenschen.

Inspirierende Frauen – Inspiration in Alltagsheldinnen finden (Michelle Janßen)

Inspiration ist ein wichtiger Part im Leben einer jeden Schriftstellerin*. Doch wo findet man Inspiration in der heutigen Welt? Wo bekommen wir diesen Kick, der uns weiter vorantreibt, wenn wir denken wir haben unser Limit erreicht?

In den letzten Wochen haben wir auf diesem Blog über Inspiration durch Frauen aus der Vergangenheit und aus der Literatur gesprochen. Heute beschäftigen wir uns mit der Gegenwart. Doch obwohl es viele bekannte Autorinnen gibt, die als Inspirationsquelle dienen können und es mehr starke Frauenfiguren denn je in den Medien gibt, soll es heute um etwas kleineres gehen. Etwas alltägliches.

Inspiration in den Frauen um uns herum. Denn auch, wenn wir alle gerne zu unseren Bücherheldinnen und Lieblingsautorinnen aufschauen, uns an ihnen messen und aus ihnen schöpfen, so sind es doch die Alltagsheldinnen die letztendlich am meisten Einfluss üben.

Sei es nun die eigene Mutter oder die Großmutter, deren Leben uns anhält politisch wach zu bleiben und zu schreiben oder das Kind, für das wir Kinderbücher erschaffen, so magisch wie die Kindheit selbst. Sei es die beste Freundin, die Arbeitskollegin oder – wie in unserem Fall – ein ganzes Netzwerk voller wunderbarer, fantastischer Frauen.

Woher, wenn nicht aus dem Umgang mit den Menschen um uns, schöpfen wir Inspiration? Woher, wenn nicht aus den Frauen, die unser Leben täglich bestimmen?

Ich** persönlich erhalte sehr viel meiner Inspiration aus meinem Freundeskreis. Ich habe das Glück, dass ich viele starke Frauen* mit wundervollen Persönlichkeiten kennen darf. Manche sind schon Mutter geworden, als ich noch nicht mal wusste, was ich studieren möchte. Andere sind so selbstbestimmt, dass manche Männer Angst vor ihnen haben und wieder andere schreiben selbst und lassen sich – wenn ich ganz viel Glück habe – auf gemeinsame Schreibstunden ein, in denen ich vor Inspiration nur so strotze.

Diese Frauen zu finden ist die Aufgabe, welche wir vom Nornennetzwerk euch heute geben. Sehr euch in eurem Leben um und wenn ihr sie seht, sagt danke. Denn was wären wir, ohne die Alltagsheldinnen unserer Inspiration.

**Autorin des Beitrags ist Michelle Janßen

Nornengestöber – 08.10.2017

Eine aufregende Woche mit viel NaNo- und Buchmesse-Vorbereitung liegt hinter uns. In unserem neusten Newsletter konntet ihr bereits einen Blick auf laufende und kommende Aktionen werfen. (Hier könnt ihr euch für unseren Newsletter anmelden). Aber nicht nur bei uns wurde fleißig geplant und geschrieben. Im Netz sind wir auf viele lesenswerte Texte gestoßen, die wir euch ans Herz legen. Auf zur Stöberrunde!

Am Dienstagabend startet die Buchmesse in Frankfurt, voller Veranstaltungen, Termine und Gespräche, die Autoren und Blogger, Verlage und Journalisten, Buchmenschen aller Variationen den Kalender füllen. Philipp von Book-Walk hat auch in diesem Jahr wieder einige wichtige zusammengetragen.

Wem das noch nicht genug Infos sind, wer noch zögert oder einfach noch etwas mit Gleichgesinnten in Kontakt treten will, kann an der Blogparade zur Messe von Melusines Welt teilnehmen. Da gibt es allerlei Blogger und auch den ein oder anderen Schreiberling zu entdecken.

Nach der Messe ist nicht nur vor der Messe, sondern auch unmittelbar vor dem National Novel Writing Month. Was wir Nornen so schreiben könnt ihr übrigens unter #NornenNano nachlesen. Vorbereitung und Motivation für die Aufgabe 50 000 Wörter in 30 Tagen zu schreiben, können wir alle aber schon vorher sammeln, denn die Macher von Monstermotivation haben sich dafür eine richtig tolle Begleitung durch den Oktober einfallen lassen.

Wer dabei eine komplette neue Welt erschaffen will, ist bei Janna Ruth genau richtig. Sie erklärt auf ihrer Seite, wie geologischer Weltenbau funktioniert und was dabei zu beachten ist.

Wenn ihr dagegen lieber lesen als schreiben wollt, sei euch der Blogroman von Jule Reichert ans Herz gelegt.

Begeistert waren wir vom Beitrag von Ant1heldin zu „starken“ Frauenfiguren. Absolut richtig, was sie schreibt. Denn „starke“ Frauen meint oft etwas ganz anderes und wird dann doch wieder verdreht.

Auch Geekgeflüster können wir nur zustimmen. Das Feminismusproblem im Young Adult Bereich wird immer größer und doch immer wieder in die Ecke gedrängt. Hier aber nicht. Darum: lesen!

Nornengestöber – 1.10.2017

Auch wir Nornen lieben es, auf Blogs und Internetseiten zu stöbern. Ab jetzt gibt es jeden Sonntag von uns ein Blick auf spannende Beiträge, faszinierende Menschen und lesenswerte Texte.

Heute ist der erste Oktober, die Buchmesse rückt in greifbare Nähe. Für Autoren heißt das nicht nur viele Termine, sondern auch viele Interviews. Janna Ruth hat einen tollen Überblick für alle Blogger und Journalisten, wie ein perfektes Interview aussieht: 5 Tipps für das perfekte Autoreninterview.

Die Tage werden kürzer, unserem Körper fehlt die Sonne, Depressionen haben Hochkonjunktur. Dass damit nicht zu spaßen ist und wie sich Betroffene fühlen, hat BlueSiren eindrucksvoll in einem Video festgehalten. Sehr bewegend und eine klare Stimme für das Miteinander!

Der Märchensommer ist vorbei, aber die Begeisterung für Märchen noch lange nicht. Katharina Ushachov hat als Gastautorin auf Random Poison einen Blick auf russisches Märchen und ihre Sammler geworfen. Ein toller Blick über den Tellerrand für alle Märchenbegeisterten.

Das Wahlergebnis hat uns Nornen sehr schockiert. Auf Twitter haben wir zur Aktion #wirschreibenDemokratie aufgerufen, der viele bereits gefolgt sind. Auch Claudia Wichmann hat einen Kommentar verfasst, die übrigen Beiträge sind dort verlinkt und allesamt sehr lesenswert. Macht auch ihr mit bei #wirschreibenDemokratie und teilt der Welt mit, dass Rassismus, Sexismus und Diskriminierung kein Platz in unserer Welt haben darf.

Anfang der Woche hat bei der Bücherkrähe Mareike eine sehr interessante Blogtour den Anker gelichtet. Von den Bloggern selbst organisiert zum Kochbuch Suppen für Syrien. Das Besondere: Die Einnahmen des Buches gehen an eine gute Sache. Dann schmeckt es gleich doppelt!

In aller Munde und auch bei uns hoch im Kurs ist die tolle Aktion #Buchpassion von Kapri-ziös, die heute endet. Auf ihrem Blog hat Janine alle Teilnehmer*innen gelistet, einige Gewinnspiele sind auch dabei 😉

Bei Lisa haben wir eine tolle Möglichkeit entdeckt, alte Bücher (oder auch einfach nur solche, die man niemandem mehr zum Lesen geben will) zu verwerten. Sie bastelt daraus fliegende Schlüssel, die unsere Potternerd-Herzen höher schlagen lassen.

Sehr gut gefallen hat uns auch der Beitrag von Sarah über Fabelwesen jenseits des Mainstreams. Von denen haben wir bei unserer Fabelwesen-Aktion ja auch schon Lieder gesungen^^