Schneller, besser, Liste

Seit zwei Jahren gibt es das Nornennetz. Alle Nornen, die sich bei uns eingefunden haben, vereint ein Ziel: Wir wollen Gleichberechtigung, Diversität und eine tolerante Welt voller Möglichkeiten. Dafür investieren wir unsere Freizeit, um uns Aktionen, Projekte und Beiträge zu überlegen, die uns dabei helfen, dieses Ziel umzusetzen.

Fragen, die uns dabei immer wieder unterkommen, lauten: Wieso seid ihr nach zwei Jahren nicht schon überall bekannt? Warum macht ihr nicht mehr? Wieso setzt ihr euch nicht für etwas Wichtigeres ein?

Netzwerken ist eine Herausforderung. Die unterschiedlichsten Charaktere treffen aufeinander und müssen miteinander arbeiten, sich absprechen und Kompromisse eingehen. 

Wir arbeiten neben unserem Beruf, unserem Familien- und Autorenleben für das Netzwerk. Dafür bekommen wir kein Geld und meistens auch keinen Dank.

Teamarbeit erfordert Ausdauer, Kompromissbereitschaft und Verständnis.

Es dauert, bis sich eine Gruppe zurechtgerückt, aufgebaut und etabliert hat. Die ersten Nornen – darunter Nike Leonhard, die Urnorne – kamen spontan durch eine Twitterunterhaltung zusammen. Diese spontane Energie ist großartig, aber alleine durch Motivation ist noch nichts erreicht. Diese zu ordnen und daraus ein funktionierendes Netzwerk zu machen, braucht zwei bis drei Jahre Zeit. Nicht umsonst heißt es: Erst wenn eine Gruppe drei Jahre besteht, stellt sich heraus, ob sie bestehen bleibt. Das wichtigste beim Netzwerken und Teamarbeit ist Durchhaltevermögen.

Ehrenamtliche Arbeit ist ein undankbarer Knochenjob.

Das ist ein Umstand, den Idealisten in Kauf nehmen, um sich für gute Ziele einzusetzen. Und Idealismus ist nötig, wenn man es mit Windmühlen aufnimmt.

Natürlich wären wir gerne schneller und effektiver und hätten in einem Jahr die Literaturszene erschüttert. In kleinen Kreisen haben wir den einen oder anderen Erfolg erreicht. Und daran werden wir weiterarbeiten, unsere Zeit und Energie investieren, dafür keinen Dank erwarten, den Spott wegstecken. Stück für Stück werden wir die Sicht verändern.

Das nächste Puzzleteil, das wir unserer anhaltenden Arbeit hinzufügen, ist die Liste deutschsprachiger Fantastik-Autorinnen. Woanders werden Frauen für irrelevant erklärt? Wir sehen das anders und geben solch einer Liste bei uns einen Platz!

Gerne könnt ihr uns Frauen vorschlagen, um die Liste zu erweitern.
Dafür brauchen wir:

  1. den Namen
  2. einen Link zu einer Webseite, auf der Informationen zur Autorin stehen
  3. den Zeitraum, in dem sie veröffentlicht (hat)
  4. die fantastischen Subgenres, denen ihre Werke hauptsächlich zugeordnet werden
  5. ein Werk oder Reihenname (das erste oder bekannteste)
  6. ein Link, unter dem die Bücher der Autorin zu finden sind (am besten zu einer VÖ-Übersicht)

Zusätzlich dazu möchten wir auch andere Listen verlinken. Ihr kennt Listen zu Autorinnen anderer Genres außerhalb der Fantastik, wie Krimis? Oder Listen mit Büchern, die andere Bereiche behandeln, in denen ein Ungleichgewicht herrscht, wie LGBTQIA+ oder BIPoC?
Dann schickt uns den Link!

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Amalia Zeichnerin
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Ich habe eine Liste erstellt für Phantastik-Bücher mit Diversität und positiver Repräsentation.
https://docs.google.com/document/d/1VQHMAOkYWz-4d-scnGkCd6jyO1FA3m0eabdDRYb6W7Q/
Neue Bücher, die zur Liste passen, können gern hinzugefügt werden. Bitte unbedingt die Hinweise zu Beginn lesen.