Fragefreitag: Seit wann fühlst du dich selbst als Autorin?

Ab wann ist man eigentlich Autorin? Wenn man regelmäßig schreibt? Nach der ersten Veröffentlichung? Oder zu welchem anderen Zeitpunkt? Es gibt so viele verschiedene Ansichten zu diesem Thema, dass wir einfach neugierig sind, wie ihr das seht. Ab wann habt ihr euch als Autorin gefühlt? Verratet es uns im #Nornenfragefreitag.

Grumpy Moon: Schon seit ich denken kann. Ich habe schon immer gerne Geschichten erzählt, und als ich noch nicht schreiben konnte, habe ich sie gemalt.

June Is:  Seit der ersten Veröffentlichung in einer Anthologie.

Britta Redweik: Um ehrlich zu sein, ist es immer noch nicht bis zu meinem Hirn durchgedrungen. Vor kurzem hat eine australische Bloggerin/Neuautorin einen Artikel geschrieben, was sie in dem einen Jahr seit ihrem Debüt gelernt hat und ich dachte mir “Puh, spannend, das alles vorher zu wissen.” Dann fiel mir ein, dass mein eigenes Debüt auch schon bald ein Jahr her ist. Irgendwie fühle ich mich noch nicht angekommen. Vielleicht kommt das nie? Oder erst, wenn man mal eine Rückmeldung bekommen hat? Denn ja, auf die warte ich auch nach fast einem Jahr noch.

Katherina Ushachov aka Evanesca: So richtig, als ich das erste Mal mit einer Verlegerin gechattet habe, die wissen wollte, ob ich was für ihren Verlag in der Schublade hätte. Ja, hatte ich, aber müsste ich noch überarbeiten – bis wann solle ich das tun? Ja, bis Dezember 2014 wäre gut. Und auf einmal hatte ich eine Deadline und schrieb definitiv nicht nur so ins Blaue vor mich hin und für mich. Davor war das Gefühl zwar in Spuren vorhanden, aber nicht so intensiv. Auch wenn aus dieser Verlagsveröffentlichung nichts geworden ist, war das ein wichtiger Startschuss für meine Karriere und mein Selbstverständnis.

Anne Zandt: Einerseits mit der ersten Anthologie-Veröffentlichung, andererseits beim ersten Mal auf der Messe mit dem Nornennetz zu sein. Wie ich das in diesem alten Fragefreitag mal erklärte.

Katrin Biasi: Vor ein paar Jahren hatte ich im Job eine ziemlich deprimierende Phase. Also habe ich überlegt, was ich denn gut kann, und da fiel mir eigentlich nur das Schreiben ein. Also habe ich beschlossen, dass es Zeit ist, mich selbst auch als Autorin zu bezeichnen, obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch nichts veröffentlicht hatte (nur auf Online-Plattformen). Aus dieser Entscheidung ist allerdings die erste Veröffentlichung in einer Anthologie entstanden und allein deswegen habe ich es nie bereut.

Deborah B. Stone: Seitdem es meine Hauptbeschäftigung ist. Toll ist aber schon, dass jetzt zumindest die Rohfassung meines Romans fertig ist – und ich fast zeitgleich die das erste Honorar für eine Lesung bekommen habe. Geld ist schon auch eine offizielle Anerkennung, die mich bestätigt hat, auch wenn ich schon vorher wusste, dass Schreiben und Lesen mein Ding ist. 😊

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