Nornengestöber und Regelungen

So gern wir uns in fantastische Welten begeben, so sehr müssen wir doch auf Normen und Regelungen achten. Seien es nun juristische Vorgaben oder eher gesellschaftliche Entwicklungen, Prioritäten, die wir uns selbst setzen oder solche, die unser Leser stellen. Auch Nornen sind von Regelungen nicht ausgenommen. Darum werfen wir bei der heutigen #Nornenstöberrunde einen Blick in bestehende Normen, Entwicklungen, Möglichkeiten und Umsetzungen.

Autoren Urlaub

Kaum hatten wir uns alle an die DSGVO angepasst, hatte die EU den nächsten Aufreger schon parat. Facebookseiten und ihren Anspruch an bestehende Datenschutzrichtlinien. Dutzende haben ihre Seiten geschlossen, viele Blogger, die um der DSGVO zu entgehen auf Facebook ausgewichen sind, wussten nicht weiter. Was eigentlich im Urteil des EuGH steht, wird bei SKOUTZ erklärt.

Und jetzt? Alles dicht machen, endlich der driftige Grund, Facebook den Rücken zu zu kehren? Dr. Thomas Schwenke, der auch den Datenschutzgenerator anbietet, klärt hier auf und sagt: keine Panik, aber Aufpassen.

Eine andere Frage, die auch uns Autoren immer wieder beschäftigt, ist die, wie lange eigentlich das Urheberrecht gilt. Einmal, weil wir wissen wollen, wie unsere Texte geschützt sind, aber auch, weil es uns manchmal in den Fingern juckt, aus Fanfiction einen Roman zu machen und auch da das Urheberrecht des Original-Romans berücksichtigt werden muss. Wie lange das Urheberrecht gilt erfahrt ihr hier.

Frisch entbrannt ist auch mal wieder die Diskussion um die Buchpreisbindung. In Deutschland fest vorgeschrieben und mittlerweile auch für elektronische Bücher gültig, wünschen sich manche (vor allem Verkaufter) die Möglichkeit Rabatte oder individuelle Preise auszuschreiben. Der Spiegel hat dazu einen interessanten Artikel veröffentlicht, der den Hintergrund der Debatte aufzeigt.

Manchmal sind Regeln auch nur Vorschreibungen, die wir uns selbst machen. Mauern, in unserem Kopf, die uns nicht weiter gehen lassen und nicht nur einschränken, sondern wirklich bedrücken. Babsi aka Bluesiren hat sich dazu Gedanken gemacht und geht das Problem psychologisch an: Es muss sich was ändern, aber wie?

Auch unsere Sprache schafft Normen. Als Autorinnen müssen wir mit reellen Veränderungen umgehen und uns immer wieder entscheiden, welche Welt wir in unseren Büchern schaffen wollen. Dabei helfen kann vielleicht dieser Artikel über genderneutrale Pronomen auf Weltenschmiede.

Gerade die Fantastik unterliegt einer besonderen Verantwortung, denn oft sind unsere Geschichten voller Metaphern und Anspielungen auf die Realität, die noch viel deutlicher sind, als es ein realistischer Roman sein könnte. Fried Poenix schreibt darüber, wo diese Verantwortung zum Tragen kommt und wie wir damit umgehen können.

Wer selbst mit seinen Geschichten neue Wege öffnen will, sollte sich das Fest der Vielfalt beim Bücherstadt Kurier anschauen 😉 Viel Spaß beim Schreiben.

Am Ende wollen wir euch noch schnell auf den Coverrelease zu Tropfen der Ewigkeit unsere Norne Eva-Maria Obermann aka Variemaa aufmerksam machen. In der Reihe der Märchenspinner wird alle zwei Monate eine Märchen-Adaption veröffentlicht, die sich immer mit besonderen kritischen Themen auseinandersetzt. Auch das Buch Die zertanzten Schuhe unserer Norne Janna Ruth ist in dieser Reihe erschienen und konnte dieses Jahr den Seraph gewinnen.

Nornengestöber out of Space

Als erster deutscher Kommandant im Weltraum wurde Alexander Gersts Start zur Raumstation ISS überall thematisiert. Ein kleiner, feiner Weltraum-Hype zieht sich durch Deutschland. Das freut uns sehr, denn unsere fantastischen Nornen schreiben natürlich auch Science Fiction. Grund Genug mal einen Blick auf das Thema zu werfen in unserer #Nornenstöberrunde.

Autoren Urlaub

Wenn ihr bis jetzt noch keine Ahnung habt, wer Alexander Gerst überhaupt ist und was er so macht, schaut doch mal beim ZDF vorbei. Hier berichtet der Raumfahrer nicht nur von seinen Kindheitstraum, sondern auch, wie dieser wahr geworden ist.

Noch mehr Infos über die Mission und alles rund um Raumfahrt findet ihr beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Nicht nur ein super Tipp für die Recherche zum nächsten SciFi-Roman^^

Eine ganz tolle Buchbloggerin, die auch immer wieder Bücher zu Weltraumthemen verbloggt ist Paloma Pixel. Leider ist ihr Blog wegen der DSGVO noch im Wartungsmodus. Wir drücken die Daumen, dass es bald wieder läuft. Bis dahin könnt ihr schon mal auf ihren Twitter-Account schauen und euch faszinieren lassen.

Wenn es euch reizt, das Genre mal auszuprobieren, schaut doch mal bei der Autorenwelt vorbei. Dort gibt es einen tollen Artikel, wie Science Fiction geschrieben werden kann.

In dem Zusammenhang freut es uns auch sehr darauf Aufmerksam zu machen, dass unsere Norne Anke Höhl-Kayser mit ihrem Science Fiction Roman Das Geheimnis der Sternentränen für den Deutschen Phantastik Preis nominiert ist. Wenn ihr noch eine Stimme übrig habt, unterstützt sie doch. Hier findet ihr noch eine tolle Rezension zum Buch 😉
Im Bereich Science Fiction haben es Autorinnen besonders schwer. Auf Listen der berühmtesten Romane tauchen sie selten auf. (Hier zum Beispiel sind ganze zwei Frauen vertreten, auch die Liste der Phantastik-Couch strotzt eher vor Testosteron). Untereinander beeinflussen sie sich aber durchaus. Tor online stellt fünf Autorinnen vor, die von Ursula K. Le Guin, der Autorin von Planet der Habenichtse, inspiriert wurden. Außerdem gibt es dort diesen Artikel, der nicht nur den Mangel an weiblichen Autoren im Genre SciFi aufgreift, sondern auch etwas dagegen unternimmt. Weiter so!

Dass Autorinnen sich schnell mal ein männliches Pseudonym zulegen, wenn sie Science Fiction schreiben und die Gedanken dahinter haben Katharina Jach zu diesem Beitrag gebracht.

Ein aktueller Science Fiction Roman, der sich das Thema Geschlechter-Diskriminierung zum Thema gemacht hat, ist Naomi Aldermanns Die Gabe. Hochgelobt hat das Buch den Einzug in so manches Bücherregal gefunden. Wir haben bei ein paar Buchblogs nachgeschaut, wie es denn letztlich angekommen ist. Bei Kill Monotony haben wir eine durchwachsene Rezension entdeckt, die zeigt, dass vielleicht nicht alles so super an dem Roman ist, wie überall behauptet wird. Auch Leseratz war nur mäßig begeistert. Eine tolle Idee, die nicht überall greifen kann.

Sommerliches Nornengestöber

Es ist wieder einmal eine Woche vorbei, was bedeutet, dass wir euch im Nornengestöber wieder mit passenden Artikeln und spannenden Beiträgen versorgen. Heute geht es um den Märchensommer, Bodyshaming und mehr!

Der Sommer ist in Deutschland angekommen. Gehört ihr zu denen, die die kletternden Temperaturen genießen oder sitzt ihr die Hitzewelle vor dem Ventilator aus? Egal zu welcher Fraktion ihr gehört, der Märchensommer ist für alle interessant. Unsere Nornenschwester Anne aka. Poisonpainter hat auch dieses Jahr wieder eine tolle Aktion für euch vorbereitet! Alle Infos findet ihr hier.

Auch wenn jetzt häufiger die Sonne scheint und die Zeit der ‚Winterdepression‘ endlich ein Ende hat, muss man doch auf sich achten. Pausen machen und Zeit für sich zu nehmen ist wichtig, klappt oftmals jedoch nicht:

Wenn ihr mit leerer Batterie arbeitet, scheitert ihr. Das Scheitern führt euch in eine gefährliche Spirale „Warum schaffe ich diese Kleinigkeit nicht?“ „Warum wirft mich das so aus der Bahn?“ – oftmals kommen von außerhalb Vorwürfe und Unverständnis.

Babsi aka. BlueSiren hat auf ihrem Blog darüber geschrieben, wie man sich gesunde Verhaltensmuster antrainiert und wie Veränderung in der menschlichen Psyche überhaupt funktioniert.

Sommer, Sonne, Sixpack? Wie jedes Jahr kommen auch diesen Sommer wieder die bekannten Diskussionen zum Thema „Kleidung“ und „Körpergröße“ zum Vorschein. Vor einigen Tagen gab es auf Twitter eine Auseinandersetzung, da dort der Spruch „bauchfreie Kleidung geht nur, wenn man auch bauchfrei ist“ gepostet wurde. Body Positivity und Body Shaming (der Link führt euch zu einer Erklärung der Begriffe) sind ein dauerhaftes Thema, kommen aber besonders im Sommer häufiger auf den Tisch, da Leggins, kurzärmelige T-Shirts und luftige, kurze Kleidung viel eines Körpers zeigen.

Auf Body Shaming und die furchtbaren Folgen, die es auf unsere Gesellschaft und die Psyche der Opfer hat, wurde schon im März von einer Bloggerin (Chaoskingdom) aufmerksam gemacht. Sie rief eine Blog-Reihe ins Leben, bei der auch die Norne Eva-Maria Obermann mitgemacht hat. Sie hat bereits letztes Jahr für das Onlinemagazin Face2Face einen Artikel zum Thema geschrieben. Ihren Blogartikel findet ihr hier, den für das Magazin hier.

Nornengestöber im Autorenleben

Während wir in der Sonne brüten, sind wir immer noch am Schreiben. Wir denken uns Figuren aus, recherchieren zu Details und Hintergründen, formen unsere Plots und genehmigen uns dazwischen ein leckeres Eis. Für alle, die wie wir immer wieder gute Tipps suchen, um ihr Autorenleben zu erleichtern  gibt es heute ein es ganz feine #Nornenstöberrunde.

Autoren Urlaub

Wer Anschluss sucht, gerne mehr von sich zeigen will und vielleicht auch nur die richtige Basis braucht, um auf sich aufmerksam zu machen, sollte jetzt ganz schnell zum Schreibmeer klicken. Dort werden Autoren und Social-Media-Manager gesucht.

Zusammen schreiben macht riesig Spaß. Ob online über Chat verbunden oder gemeinsam im Café, der Schreibwohnung oder wo man gerade ist, wir lieben es, gelungene Sätze einander vorzulesen, Probleme anzugehen und uns gegenseitig zu helfen, unsere Geschichten wachsen zu lassen. In Köln gibt es dafür sogar einen Coworking-Space. Bitte mehr davon!

Charaktere zu erschaffen ist das A und O. Die müssen sitzen, den Leser in die Geschichte hineinführen und plausibel handeln. Doch manchmal ist so ein bisschen Inkonsistenz auch reizvoll. Ein unglaubwürdiger Erzähler, eine Figur mit einem großen Geheimnis, die deswegen hier und da anders reagiert, als eigentlich erwartet. Katherina Ushachov zeigt, warum ein bisschen Mut für inkonsistente Charakter ganz gut tut.

Wer historische Roman schreibt oder geschichtliche Details in seinen Text einbinden will, muss auf Genauigkeit achten und penibel recherchieren. Aber was ist mit alternativen Ausgängen historischer Begebenheiten? Die können reizvoll und spannend sein, eine gelungene Mischung aus Historie und Fiktion. Die Zeit hat dazu einen lesenswerten Artikel veröffentlicht.

Wenn wir schreiben, denken wir auch immer ans Veröffentlichen. Wo und wie und was passiert, wenn sich da was ändert. Madeleine Puljic schreibt hier gelungen über den Wechsel zum Verlag.

Auch empfehlenswert ist dieses Video von Jena Moreci, die über die Vor- und Nachteile von Selfpublishing spricht. ( Pssst: Wir hatten dazu erst einen Themenmonat mit allerlei Infos und Meinungen unserer Nornen.)

Manchmal hilft es uns auch sehr, zu wissen, was wir besser nicht machen. Das erkennen wir, wenn wir Bücher lesen, die uns nicht gefallen, aber auch in einzelnen Szenen, Momenten und Formulierungen. Frau Schreibseele erklärt auf ihrem Blog, welche klassischen Fehler es bei paranormalen Romanen gibt und wie sie zu vermeiden sind.

Nornengestöber und Diversität

Wir lieben Vielfalt. Deswegen gibt  es uns – weil wir die Vielfalt auf dem Buchmarkt stärken wollen und fantastische Autorinnen unterstützen, die immer noch seltener verlegt, schlechter platziert und so auch weniger gelesen werden. Doch das Feld der Diversität ist ein weites. Heute werfen wir einen Blick darauf in der #Nornenstöberrunde.

Die MaLisa Stiftung hat die Studie „Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland“ initiiert und dabei mit den vier größten deutschen TV-Gruppen zusammengearbeitet. Die Geschlechterdarstellung berücksichtigt unter anderem auch Alter und Migrationshintergrund. Wir hätten uns dazu auch gleich eine Untersuchung zu Sexualität, Aussehen und sozialem Hintergrund gewünscht, denn hier wird nur zwischen Mann und Frau unterschieden, weite Ebenen der Diversität werden überhaupt nicht angesprochen.

Dass die Aufgabe, die sich das Nornennetz gestellt hat, eine wichtige ist, erfahren wir immer wieder. Laura Kier hat jüngst erklärt, welche Aussagen sie über Fantastik-Autorinnen so hört und was dabei das Problem ist.

Vielfalt heißt auch, in verschiedene Bereiche zu blicken. So haben wir einen sehr interessanten Text über Rezensionen zu antiken Texten gefunden, die traditionell in Männerhand liegen. Warum das so ist und was sich hier zum Glück ändert, erklärt die Philosophin Andrea Günter auf Mythomania.

Ebenfalls auf Mythomania schaut Dr. jur, Barbara Degen, Feministische Juristin und Frauengeschichtsforscherin, auf Coming out – und dann?, ein Buch über die Erfahrungen von LSBTI-Jugendlichen, mit einem wissenschaftlichen Zugang.

Dass Autoren immer bemüht sind, authentische Charaktere zu schaffen, ist längst kein Geheimtipp mehr. Gerade im Bereich von Diskriminierungen und Diversität finden sich aber immer wieder Menschen, die von sich sagen, Experte darin zu sein. Gwen C. Katz hat sich den Roman eines Autors, der von sich selbst behauptet, authentische Frauenfiguren zu erschaffen, angeschaut und es ist regelrecht zum Fürchten. Auf Fried Phoenix steht, warum.

Diversität und der korrekten Darstellung steht oft eines gegenüber: Ignoranz. Wie das zusammenhängt und wo die Gefahr liegt, erklärt Jule Reichert auf ihrem Blog.

Dabei fängt die Wahrnehmung bereits früh an. Julieliest schrieb im März auf ihrem Blog über Diversität in Kinderbüchern und hat ein paar tolle Buchtipps – und auch das Gegenteil davon.

Auch die Bücherfrauen haben sich dieses Jahr schon das Thema Diversität vorgenommen und eine interessante Liste mit Buchempfehlungen zusammengestellt.

Elif bietet auf ihrem Blog immer wieder tolle Beiträge, die sich explizit auf das Thema Diversität beziehen. Sie hat eine Liste an Büchern von Autor*innen of Color erstellt, die Rassismus thematisieren.

Vielleicht kennt ihr Linus, der offen über seine Erfahrungen zum Thema trans schreibt. Er hat auch dazu eine Liste an empfehlenswerter Literatur zusammengestellt.

Nornengestöber zum Muttertag

Auch Mütter schreiben Bücher, nicht jede Frau will Mutter werden, oder kann es. Im Grunde ist Muttertag doch schon lange kein Ehrentag mehr, sondern eine Ausrede, 354 weitere Tage auf Müttern herum zu trampeln und gleichzeitig Mutterschaft als das Ultimo im Leben eine Frau zu mystifizieren. Darum gibt es heute bei uns die etwas andere #Nornenstöberrunde zum Muttertag.

Schreiben mit Leidenschaft – wer braucht da Freizeit?

Starke Frauen sind toll – aber manchmal gar nicht so leicht zu finden. Weder in der Literatur, noch in der Realität. Janine von Frau Hemingway hat eine interessante Buch-Liste erstellt, die einen Einstieg erleichtert und auch manch starke Frau noch überraschen kann.

Auch, wenn Schreiben nicht literarisch gemeint ist, ist die Organisation zwischen Kindern und Text nicht immer leicht. Einen guten Einblick zum Promovieren mit Kind findet ihr bei Janine. Der ganz normale Wahnsinn zwischen Schreiben und Erziehung, den auch Autor*innen mit Kindern gut kennen.

Auch als Thema in der Literatur eignet sich Mutterschaft. So zum Beispiel bei Antonia Baum. In der Berliner Morgenpost haben wir dazu einen lesenswerten Beitrag gefunden.

Auch unter den Nornen sind Mütter immer mal wieder ein Thema. Ganz vorne mit dabei ist da Tina Skupin, deren Roman Die Supermamas Mutterschaft und Superkraft auf amüsante wie interessante Weise verknüpft.

Erst gestern fand in Berlin die Demo #gegenKinderarmut in Berlin statt. Eine der Engagierten, die sich als Rednerin für Mütter und Alleinerziehende bereits einen Namen gemacht hat, ist Dr. Christine Fink. Mit ihrem Blog Mama arbeitet und in diversen anderen Medien macht sie regelmäßig darauf aufmerksam, dass „Familie“ in Deutschland eine eigenartige Definition erfährt und wie viele dabei benachteiligt werden. Und ja, sie ist auch Autorin.

Dass Mütter noch immer vom Arbeitsmarkt verdrängt werden und statt eines fraglichen Tages im Mai lieber mehr auf Gleichberechtigung, Betreuungsangeboten und der Entmystifizierung der Mutterrolle gearbeitet werden sollte, könnt ihr bei Face2Face nachlesen.

Auch ein Tabu-Thema ist dabei das Thema Risikoschwangerschaften. Diesem nähert sich Eva von Schreibtrieb – der Buchblog über das unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum) an. In ihrem Mai-Monatsspecial berichtet sie nicht nur von ihrer eigenen Erfahrung mit der Erkrankung, sondern spricht mit Fachleuten und erklärt, was Hyperemesis überhaupt ist und warum es dem Stereotyp der glücklichen Schwangeren so im Wege steht.

Einen historischen Blick auf die Mutterrolle bietet Planet Wissen mit mehreren Stationen rund um den Muttermythos. Angefangen bei Luise von Preußen bis hin zur heutigen Ambivalenz der Mutterfiguren.

Ein ganz anderes Tabu wird mit Andrea Roedigers Artikel über Mütter, die ihre Kinder verlassen haben, gebrochen. Auch Jahre nach #regrettingmotherhood wird die Frau noch immer verteufelt, sobald sie ihrer Familie den Rücken gekehrt hat.

Wie schreibende Mütter den Alltag meistern könnt ihr unter #Mamaschreibt nachlesen. Beispielsweise bei Nike Leonhard, die nach einem normalen Tag Bilanz zieht.

Nornengestöber mit Superkräften

Natürlich sind Nornen auch Superheldinnen, was habt ihr denn gedacht. Darum geht es heute im Nornengestöber um allerlei (angedichtete) Superkräfte. Wie geht Literatur damit um? Welche Kräfte sind super, obwohl wir es im Alltag nicht bemerken? Und natürlich schauen wir auch nach, wo die Superhelden unserer Zeit geblieben sind.

Anne Zandt aka Poisonpainter widmet sich in ihrer Nerdwoche dem Thema Superheldinnen mit allerlei Beiträgen, nicht nur auf ihrem Blog.

Der Deutschlandfunk widmet einen interessanten Beitrag der Frage, ob Superheldinnen in Comics und ihren Verfilmungen nun Sexismus oder Feminismus stark machen. Eine faszinierende Debatte. Was meint ihr dazu?

Einen ersten Überblick für alle, die mit weiblichen Superhelden nicht so vertraut sind, findet sich auf SciFiScene.

Dass Superhelden und Superheldinnen auch immer auf aktuelle Konflikte verweisen, könnt ihr in einem Video-Mitschnitt von Jens Balzer bei der Heinrich-Böll-Stiftung nachsehen. Ein schöner Blick mit Tiefe auf die Helden, die wir so lieben.

Auf jeden Fall super ist die Aktion #redmylips, zu der Anna von Ink of Books einen ernsthaften und gleichzeitig mitreißenden Beitrag geschrieben hat. Warum roter Lippenstift voll Stolz getragen werden sollte, lest ihr hier.

Passend dazu gibt es eine Aktion der FrauenBeratung „Superheldin gegen Gewalt“. Ein toller Kurzfilm, der zeigt, was in der Frauenberatung alles geleistet wird. Danke, dass ihr da seid!

Mit einigen Darstellungen von Superheldinnen sind viele ja wenig zufrieden. Aktuell geht es beispielsweise auch um die Frage, wo die queeren Superheldinnen bleiben. Braucht eine Superheldin immer einen männlichen Love Interest?

Ein Problem, das sich nicht nur auf Superheldinnen beschränkt. Während Gay-Romance Romane regelrecht aus dem Boden schießen – noch dazu oft von nicht betroffenen Autorinnen geschrieben – fragt Teesalon zurecht, wo die queeren Mädchen bleiben.

Eine Superheldin, die gerade einige begeistert, ist Ms. Marvel. Juliane von I am Jane war so begeistert, dass sie gleich alle Folgebände bestellt hat. Warum könnt ihr in ihrer Rezension zum Comic lesen.

Viele waren auch von der Verfilmung zu Black Panther begeistert. Auf Mosaik wird sensibilisiert und kritisch über Positives wie Negatives vom ersten Film mit dem PoC Superhelden berichtet.

Nornengestöber für den Mai

Der Mai steht vor der Tür! Nächsten Monat werden wir uns mit Romantikelementen in Fantasywerken auseinandersetzen. Zur Einstimmung haben wir tolle Artikel über starke Protagonistinnen, den Umgang mit „Frauenliteratur“ und mehr für euch!

Die Buchbloggerin Anna von Ink of Books hat diesen Monat einen fantastischen Beitrag über weibliche Figuren in Büchern verfasst. Warum sind die Protagonistinnen in Jugendromanen fast immer unscheinbar? Nicht sonderlich hübsch aber auch nicht hässlich, eigentlich echt langweilig ohne große Talente – trotzdem mag sie jeder und der unfassbar heiße männliche Lead findet sie trotzdem unwiderstehlich. Wenn euch das bekannt vorkommt und ihr mehr über das Thema lesen wollte bitte einmal hier klicken.

Noch mehr dazu kann man beim Schreibwahnsinn nachlesen. Dort wird die Frage gestellt, ob es ein richtig und ein falsch gibt, wenn es um weibliche Leads in Büchern geht.

Was ist Frauenliteratur und wieso sehen wir gewisse (meistens romantische) Werke automatisch als weniger Wertvoll, weil sie von und für Frauen geschrieben sind? Mehr dazu findet ihr in diesem Artikel aus dem Büchnerwald.

Und zur Einstimmung in das Thema nächsten Monat haben wir hier eine Liste mit typischen Elementen der Romantasy der Seite I love Fantasy für euch. Dann könnt ihr nochmal nachlesen, was genau in den nächsten Wochen auf ein zukommt. Ergänzend dazu empfehlen wir die Genrebestimmung ‚Romantasy‚ vom Schreibmeer.

 

Worauf freut ihr euch besonders im Mai und was hat euch an Romantasy schon immer aufgeregt – wenn ihr dieses Genre denn lest?

 

Illustres Nornengestöber

Diese Woche findet ihr in unserem Gestöber Antworten zu den 7 häufigsten Fragen zum Thema Selfpublishing und eine Auswahl an Artikeln zum Thema Illustrationen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Stöbern!

Verdient man beim Selfpublishing eigentlich wirklich was? Lohnt sich das Buch, wenn es so wenig Seiten hat? Und wie sieht es eigentlich mit dem Copyright aus, wenn ich über einen Drittanbieter/Verteiler selbst veröffentliche? Es gibt Fragen, die jeder Selfpublisher schon gehört hat und die sich anderen AutorInnen und Leute die überlegen etwas selbst zu veröffentlichen ständig fragen. Das Online-Magazin ‚Buch veröffentlichen‚ hat die Antworten für euch.

Kinderbücher werden oft belächelt. Sie enthalten wenig Text und werden deshalb oft von der generellen Literaturszene nicht ernst genommen. Wie viel es braucht, um ein Kinderbuch zu verfassen könnt ihr bei Anette Huesmann nachlesen.

Doch nicht nur bei Kinderbüchern, auch bei vielen anderen Werken stellt sich oft die Frage – lasse ich das Ganze illustrieren? Mache ich das selber? Wie viel kostet so was und muss man das richtig lernen oder reicht es, wenn man kreativ ist und gerne zeichnet? Anuschka Albertz vom Ravensburger Verlag erklärt in diesem Interview, was gute Illustratoren ausmacht – für KünstlerInnen und AutorInnen.

Wie ein Bilderbuch entsteht, welche Schritte nötig sind und wie man es selber bebildert, beziehungsweise den richtigen Stil/Illustrator findet wird in diesem Artikel vom Neunmalklug-Verlag erläutert.

 

Wolltet ihr schon mal euer eigenes Buch illustrieren? Oder habt ihr es sogar gemacht? Erzählt uns, wie es euch damit geht!

Buntes Nornengestöber am Sonntag

Diesen Monat befassen wir im Nornennetz uns besonders mit Selfpublishing. Diesen Sonntag haben wir zwei interessante Artikel zum Thema für euch. Aber das ist nicht alles – freut euch auf Schreibtipps (die besonders für die CampNaNo-Teilnehmer wichtig sein könnten), den Umgang mit Vorurteilen und mehr in der Stöberrunde!

Welche Dinge man bei Selfpublishen unbedingt vermeiden sollte fasst euch die Leselupe in diesem Beitrag zusammen. Aufgepasst, es geht unter anderem um Lektorate bei Selfpublishern. Das war bei uns diese Woche schon Thema beim Fragefreitag!

Für diese Woche haben wir außerdem einen Artikel aus der Zeit zum Thema. Was sind Selfpublisher, warum gehen sie trotz großer Verkäufe oft unter und wie werden sie im Buchmarkt eingeordnet? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr hier.

Nicht zwingend nur Selfpublishern sondern allen KünstlerInnen sind die Vorurteile von Brotlosigkeit in künstlerischen Berufen bekannt. Der verhungernde Autor, der nur so Meisterwerke schreiben kann, die Künstlerin die aufgrund ihres Liebeskummers emotionale Bilder erschaffen kann. Warum das nicht nur Blödsinn ist, sondern schlichtweg gefährlich sein kann, könnt ihr im Büchnerwald nachlesen.

Ihr macht beim CampNaNo mit und kommt einfach nicht weiter? Oder steckt ihr einfach generell in eurem Manuskript fest? Dann hat Nina Hasse 5 Schreibtipps, die euch vielleicht weiterhelfen werden. Und wer direkt auf der Seite bleiben möchte, kann sich ihren Artikel zum Thema Die Macht der Worte anschauen. Dort erklärt sie, wie man sich oft unterbewusst durch die eigene Sprache selbst schadet.

 

Was ist für euch die größte Sünde beim Selfpublishing? Wie steht ihr zu Stereotypen gegenüber dem Autorentum und macht ihr beim CampNaNo mit?