Nornengestöber und Autorenleben

Unser Monatsthema „Gewalt in Fantasy“ beschäftigt uns als Leserinnen, als Lektorinnen und natürlich auch als Autorinnen. Doch neben den inhaltlichen Themen dürfen auch die organisatorischen und die Basis dahinter nicht vernachlässigt werden. Darum werfen wir bei der heutigen #Nornenstöberrunde einen Blick ins Handwerk von Autoren.

Autoren Urlaub

Immer wieder Thema sind Druckkostenzuschussverlage. Für jeden Menschen, dem seine Texte etwas bedeuten, sollte klar sein, dass das der falsche Weg ist. Warum zeigt beispielsweise dieser Artikel.

Ebooks sind ein heikles Thema. Sie werden oft wesentlich günstiger als Prints angeboten, manchmal sogar kostenlos, landen dann auf dubiosen Tauschbörsen, wo sie illegal weitergegeben werden. Wie Klickfarmen Ebook-Verkäufen schaden hat die Selfpublisherbibel zusammengefasst.

Autoren und Klischees gehören zusammen, da sind wir ehrlich. Wie lieben sie, wir hassen sie, aber ohne sie können wir gar nicht. Die Autorenwelt schreibt hier über Klischees bei Autoren und wir sind gespannt, ob ihr zustimmt.

Aktuell stolpern wir wieder vermehrt über Artikel, die genau das ankreiden, weswegen wir uns gegründet haben. Auf Edition F könnt ihr beispielsweise lesen, warum noch immer so viele Leute glauben, Frauen würden emotionale Themen bevorzugen, männliche Autoren dagegen tiefere, kritischere und „höhere“ Literatur verfassen.

Autoren gelten als Selbstständige und Kleinunternehmer. Hier ändern sich die Steuerregelungen, also bleibt auf dem Laufenden.

Noch bis zum 15.08 könnt ihr am Gewinnspiel unserer Norne Anna Weydt teilnehmen und ihren neuen Roman „Das steinerne Schloss“ gewinnen. Es lohnt sich!

Unsere Sammelaktion für unseren Stand auf der LBM hat es innerhalb von drei Tagen geschafft, über 50% der geplanten Summe einzunehmen. Wir sind begeistert und voller Elan. Den Rest schaffen wir mit eurer Hilfe auch noch. DANKE!

 

 

Der August brennt – Nornengestöber

Ja ihr habt richtig gelesen: Der August brennt. Denn diesen Monat beschäftigen wir uns mit Rohheit und Gewalt in der Fantasy. Es wird auf mehreren Ebenen heiß. Denn in diesem Nornengestöber beschäftigen wir uns mit dem Hintergrund von Gewalt in Fantasy, der Gewalt in den Rollenbildern von Fantasybüchern und mehr.

 

Frank Weinreich beschäftigt sich auf der Seite Polyoinos damit, dass Gewalt in Fantasy irgenwie dazu muss. Er analysiert Tolkiens ‚Der Herr der Ringe‘ mit einem durchaus kritischen Blick auf die dauerhaft gezeigte Gewalt und deren Nutzen, besser gesagt dem Unnutzen.

 

Kann man gute Fantasy schreiben, ohne Gewaltszenen? Vielleicht. Kann man gute Fantasy schreiben ohne unnötige Missbrauchsszenen? Ja! Das meint zumindest Aurelia von Geekgeflüster. Sie untersucht in ihrem Essay über Rapefiction die Auslöser und bösen Folgen, sowie die Tatsache, dass niemand Rapefiction schreiben muss – auch wenn das gerne mal anders dargestellt wird.

 

Christoph Hardebuschs ‚Feuerstimmen‘ ist ein Paradebeispiel für… zumindest fragwürdige Rollenbilder. Henri Vogel vom Blog Filmtheaterlesesaal hat ein wunderbares Essay zum Thema Geschlechterrollen in der Fantasyliteratur an diesem Beispiel geschrieben, in dem er auf die Gewalt eingeht, die man mit klassischem Rollenmist beiden Figuren antut.

 

Zu guter Letzt noch ein Beitrag von Fantasybuch.de, in dem Fantasyautor Ales Pickar auf unsere Sicht von Gewalt in Fantasy und ihren Fuß in unserer (unrealistischen) Vorstellung von Gewalt (gegen Frauen) im Mittelalter schreibt. Der Beitrag ‚Die Mechanik der Schändung‘ ist kritisch auf beiden Seiten und eine absolute Leseempfehlung zum Thema, egal wie man dazu steht.

 

Wie steht ihr zu diesem kritischen Thema und habt ihr Blogbeiträge, die ihr hier gerne diskutiert sehen würdet? Sagt es uns in den Kommentaren!

Buntes Nornengestöber zum Monatsende

Willkommen zum letzten Nornengestöber im Juli. Bevor es nächsten Monat wieder an ein neues Thema geht, möchten wir euch diese Woche bunt durchmischt ein paar Seiten empfehlen, auf denen AutorInnen vorgestellt werden, das AutorInnenleben diskutiert wird und mehr! Viel Spaß beim Stöbern!

Wir beginnen diese Woche mit einer Blogreihe, die von einer unserer Nornen, Diandra Linnemann ins Leben gerufen wurde: Dem Magischen Mittwoch. Auf ihrem Blog werden AutorInnen vorgestellt und interviewt. Schaut auf jeden Fall mal rein!

Falls eine/r von euch Lieblingsbücher von deutschen AutorInnen hat, die in die Kategorie „Feministische Dystopie“ passen bitte einmal hier entlang. Dr. Kristin Eichhorn sucht via Twitter nach Beispielen, für ein Seminar. Wer sich Tipps bezüglich diese Bücher einholen will sollte sich die Kommentare anschauen, die voller wunderbarer Buchtipps sind!

Wer die deutsche Buchmessenlandschaft kennt, der weiß vermutlich, dass die Phantastika dieses Jahr beinahe ausgefallen wäre. Stattdessen ist sie (für dieses Jahr zumindest) Teil der Comic Con Berlin geworden. Ein Interview mit Mike Hillebrand zum Thema, wie es dazu kam und was das eigentlich zu bedeuten hat findet ihr hier.

Laura Kier, aka unsere Nornenschwester Eluin, nimmt uns mit auf eine Reise durch die Inspiration – wie viel davon in einem einfachen Spaziergang stecken kann könnt ihr auf ihrem Blog Weltenpfad nachlesen.

Und schließlich noch etwas für die, die es trotz der Hitze schaffen, produktiv zu sein: Der Mysticverlag sucht bis Ende November Kurzgeschichten für eine Anthologie. Science Fiction trifft auf Mädchenelemente – das klingt gut? Dann informiert euch doch bei der Ausschreibung des Verlags über die Kriterien.

Ist diese Ausschreibung etwas für euch? Machen ein paar sogar mit? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! Dieses Nornengestöber ist eine wilde Mischung aus interessanten Links – nächste Woche wird es wieder zentrierter um das neue Monatsthema gehen. Also bleibt gespannt und bis zum nächsten Mal!

Nornengestöber und Künstlerinnen

Wir Nornen sind Autorinnen, Lektorinnen, Korrektorinnen – aber wir sind auch Künstlerinnen. Nicht nur Wortakrobaten und Zeilenzauberer, sondern auch Illustratorinnen. Und wir wissen, dass sich hier ein weitere Zweig auftut, auf dem Frauen unterrepräsentiert sind. Darum zeigen wir euch heute starke Frauen in und hinter Comics in der #Nornenstöberrunde. Vielleicht habt ihr ja auch noch den ein oder anderen Tipp für uns.

Autoren Urlaub

Als hätten sie gewusst, dass wir uns diesen Monat mit Comics, Mangas und Graphic Novels beschäftigen, hat Tor Online eine kleine Liste mit Comic Künstlerinnen veröffentlicht. Wir sagen danke und stöbern los.

Mit starken Frauenfiguren im Comic dagegen hat sich Poisonpainter beschäftigt. Power Frauen und märchenhafte Heldinnen – hier werdet ihr fündig.

Gemeinsam mit Stacey Pfefferkorn hat Samantha Whitten bereits den Webcomic Strays abgeschlossen. Aktuell könnt ihr außerdem ihren Comic Gamercat lesen.

Eine weitere tolle Künstlerin ist Amber Francis mit ihrem englissprachigen Webcomic The Bright Side. Skurril, makaber, lesenswert.

Natürlich sind wir nicht immer nur begeistert. Darum legen wir euch Aurelias Beitrag zu „Supergirl“ sehr ans Herz, der sich kritisch mit der Frage beschäftigt, ob diese Figur tatsächlich ein gutes Zeichen für Frauen im Superheldengenre ist.

Auch den Artikel bei womanwriteaboutcomics zur Figur „Mantis“ , die ihr vielleicht aus Guardians of the Galaxy kennt, lohnt sich. Hier zeigt sich, was eigentlich die Vorlage zur doch sehr einfachen Umsetzung im zweiten Teil der Filmreihe war und wieso das ein Problem ist.

Nornengestöber im Comicfieber

Heute startet der Juli mit mächtig viel Sonne. In der Hitze bleibt manche*r lieber im Haus, andere zieht es an den Baggersee oder zumindest in die nächste Eisdiele. Schweres Gepäck ist da fehl am Platz. Aber wir können euch beruhigen, geeigneter Lesestoff muss nicht immer die schwere Lektüre sein. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Comics, Mangas und Graphic Novels? Um die dreht es sich in unserem neuen Monatsthema. Und dank einiger comicbegeisterter Nornen haben wir heute eine richtig tolle Stöberliste, um euch ein bei der #Nornenstöberrunde in die Welt der Comics zu entführen.

Autoren Urlaub

Hier findet ihr den neuen Webcomic einer wundervollen Zeichnerin, die mit „Always human“ bereits in einer Science-Fiction-Welt ganz selbstverständlich verschiedene Genderidentitäten und Orientierungen zeigt, eingebettet in eine herzerwärmende Story. Im neuen Webcomic geht es … um eine Hexe.

Eine Liste mit märchenhaften Comics findet ihr bei Anne Zandt aka Poisonpainter, die noch viel mehr Beiträge um das Genre auf ihrem Blog versteckt hat.

Wer auch mal gern die Augen schließt und einfach nur zuhört, sollte bei 3 Frauen Comics reinschauen, einem Podcast von drei Comicliebhaberinnen.

Das Leben ist kein Ponyhof“ – das wissen wir längst. Im Comic aufgegriffen hat Sarah Burrini den Spruch. Außerdem gibt es von ihr „Nerdgirl„, einen Webcomic, den wir sehr empfehlen.

Manga online gibt es dagegen bei Genji Otori auf Tapas, die Künstlerin kommt aus Deutschland, der Manga ist allerdings auf Englisch zu genießen. Wer bei Tapas weiter stöbern will, sollte sich auch Sigeel nicht entgehen lassen.

Grandios finden wir es auch, wenn Fantastik Einzug hält. Beispielsweise bei „How to be a Werewolf„, „Monsterkind“ oder „Awkward Zombie„.

Natürlich gibt es auch tolle Seiten, wo regelmäßig Comics auf dem Plan stehen. So auch bei Woman write About Comics.

Juliane von I am Jane hat sich von Ms. Marvel begeistern lassen, Mareike von CrowandKraken schreibt immer wieder auch über Graphic Novels, zuletzt über Kristina Gehrmanns „Der Dschungel“ und auch Babsi von Bluesiren schreibt immer wieder über Comics und Mangas. Schaut also bei den Lieben rein und lasst euch zu neuem Lesestoff inspirieren.

Nornengestöber und Regelungen

So gern wir uns in fantastische Welten begeben, so sehr müssen wir doch auf Normen und Regelungen achten. Seien es nun juristische Vorgaben oder eher gesellschaftliche Entwicklungen, Prioritäten, die wir uns selbst setzen oder solche, die unser Leser stellen. Auch Nornen sind von Regelungen nicht ausgenommen. Darum werfen wir bei der heutigen #Nornenstöberrunde einen Blick in bestehende Normen, Entwicklungen, Möglichkeiten und Umsetzungen.

Autoren Urlaub

Kaum hatten wir uns alle an die DSGVO angepasst, hatte die EU den nächsten Aufreger schon parat. Facebookseiten und ihren Anspruch an bestehende Datenschutzrichtlinien. Dutzende haben ihre Seiten geschlossen, viele Blogger, die um der DSGVO zu entgehen auf Facebook ausgewichen sind, wussten nicht weiter. Was eigentlich im Urteil des EuGH steht, wird bei SKOUTZ erklärt.

Und jetzt? Alles dicht machen, endlich der driftige Grund, Facebook den Rücken zu zu kehren? Dr. Thomas Schwenke, der auch den Datenschutzgenerator anbietet, klärt hier auf und sagt: keine Panik, aber Aufpassen.

Eine andere Frage, die auch uns Autoren immer wieder beschäftigt, ist die, wie lange eigentlich das Urheberrecht gilt. Einmal, weil wir wissen wollen, wie unsere Texte geschützt sind, aber auch, weil es uns manchmal in den Fingern juckt, aus Fanfiction einen Roman zu machen und auch da das Urheberrecht des Original-Romans berücksichtigt werden muss. Wie lange das Urheberrecht gilt erfahrt ihr hier.

Frisch entbrannt ist auch mal wieder die Diskussion um die Buchpreisbindung. In Deutschland fest vorgeschrieben und mittlerweile auch für elektronische Bücher gültig, wünschen sich manche (vor allem Verkaufter) die Möglichkeit Rabatte oder individuelle Preise auszuschreiben. Der Spiegel hat dazu einen interessanten Artikel veröffentlicht, der den Hintergrund der Debatte aufzeigt.

Manchmal sind Regeln auch nur Vorschreibungen, die wir uns selbst machen. Mauern, in unserem Kopf, die uns nicht weiter gehen lassen und nicht nur einschränken, sondern wirklich bedrücken. Babsi aka Bluesiren hat sich dazu Gedanken gemacht und geht das Problem psychologisch an: Es muss sich was ändern, aber wie?

Auch unsere Sprache schafft Normen. Als Autorinnen müssen wir mit reellen Veränderungen umgehen und uns immer wieder entscheiden, welche Welt wir in unseren Büchern schaffen wollen. Dabei helfen kann vielleicht dieser Artikel über genderneutrale Pronomen auf Weltenschmiede.

Gerade die Fantastik unterliegt einer besonderen Verantwortung, denn oft sind unsere Geschichten voller Metaphern und Anspielungen auf die Realität, die noch viel deutlicher sind, als es ein realistischer Roman sein könnte. Fried Poenix schreibt darüber, wo diese Verantwortung zum Tragen kommt und wie wir damit umgehen können.

Wer selbst mit seinen Geschichten neue Wege öffnen will, sollte sich das Fest der Vielfalt beim Bücherstadt Kurier anschauen 😉 Viel Spaß beim Schreiben.

Am Ende wollen wir euch noch schnell auf den Coverrelease zu Tropfen der Ewigkeit unsere Norne Eva-Maria Obermann aka Variemaa aufmerksam machen. In der Reihe der Märchenspinner wird alle zwei Monate eine Märchen-Adaption veröffentlicht, die sich immer mit besonderen kritischen Themen auseinandersetzt. Auch das Buch Die zertanzten Schuhe unserer Norne Janna Ruth ist in dieser Reihe erschienen und konnte dieses Jahr den Seraph gewinnen.

Nornengestöber out of Space

Als erster deutscher Kommandant im Weltraum wurde Alexander Gersts Start zur Raumstation ISS überall thematisiert. Ein kleiner, feiner Weltraum-Hype zieht sich durch Deutschland. Das freut uns sehr, denn unsere fantastischen Nornen schreiben natürlich auch Science Fiction. Grund Genug mal einen Blick auf das Thema zu werfen in unserer #Nornenstöberrunde.

Autoren Urlaub

Wenn ihr bis jetzt noch keine Ahnung habt, wer Alexander Gerst überhaupt ist und was er so macht, schaut doch mal beim ZDF vorbei. Hier berichtet der Raumfahrer nicht nur von seinen Kindheitstraum, sondern auch, wie dieser wahr geworden ist.

Noch mehr Infos über die Mission und alles rund um Raumfahrt findet ihr beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Nicht nur ein super Tipp für die Recherche zum nächsten SciFi-Roman^^

Eine ganz tolle Buchbloggerin, die auch immer wieder Bücher zu Weltraumthemen verbloggt ist Paloma Pixel. Leider ist ihr Blog wegen der DSGVO noch im Wartungsmodus. Wir drücken die Daumen, dass es bald wieder läuft. Bis dahin könnt ihr schon mal auf ihren Twitter-Account schauen und euch faszinieren lassen.

Wenn es euch reizt, das Genre mal auszuprobieren, schaut doch mal bei der Autorenwelt vorbei. Dort gibt es einen tollen Artikel, wie Science Fiction geschrieben werden kann.

In dem Zusammenhang freut es uns auch sehr darauf Aufmerksam zu machen, dass unsere Norne Anke Höhl-Kayser mit ihrem Science Fiction Roman Das Geheimnis der Sternentränen für den Deutschen Phantastik Preis nominiert ist. Wenn ihr noch eine Stimme übrig habt, unterstützt sie doch. Hier findet ihr noch eine tolle Rezension zum Buch 😉
Im Bereich Science Fiction haben es Autorinnen besonders schwer. Auf Listen der berühmtesten Romane tauchen sie selten auf. (Hier zum Beispiel sind ganze zwei Frauen vertreten, auch die Liste der Phantastik-Couch strotzt eher vor Testosteron). Untereinander beeinflussen sie sich aber durchaus. Tor online stellt fünf Autorinnen vor, die von Ursula K. Le Guin, der Autorin von Planet der Habenichtse, inspiriert wurden. Außerdem gibt es dort diesen Artikel, der nicht nur den Mangel an weiblichen Autoren im Genre SciFi aufgreift, sondern auch etwas dagegen unternimmt. Weiter so!

Dass Autorinnen sich schnell mal ein männliches Pseudonym zulegen, wenn sie Science Fiction schreiben und die Gedanken dahinter haben Katharina Jach zu diesem Beitrag gebracht.

Ein aktueller Science Fiction Roman, der sich das Thema Geschlechter-Diskriminierung zum Thema gemacht hat, ist Naomi Aldermanns Die Gabe. Hochgelobt hat das Buch den Einzug in so manches Bücherregal gefunden. Wir haben bei ein paar Buchblogs nachgeschaut, wie es denn letztlich angekommen ist. Bei Kill Monotony haben wir eine durchwachsene Rezension entdeckt, die zeigt, dass vielleicht nicht alles so super an dem Roman ist, wie überall behauptet wird. Auch Leseratz war nur mäßig begeistert. Eine tolle Idee, die nicht überall greifen kann.

Sommerliches Nornengestöber

Es ist wieder einmal eine Woche vorbei, was bedeutet, dass wir euch im Nornengestöber wieder mit passenden Artikeln und spannenden Beiträgen versorgen. Heute geht es um den Märchensommer, Bodyshaming und mehr!

Der Sommer ist in Deutschland angekommen. Gehört ihr zu denen, die die kletternden Temperaturen genießen oder sitzt ihr die Hitzewelle vor dem Ventilator aus? Egal zu welcher Fraktion ihr gehört, der Märchensommer ist für alle interessant. Unsere Nornenschwester Anne aka. Poisonpainter hat auch dieses Jahr wieder eine tolle Aktion für euch vorbereitet! Alle Infos findet ihr hier.

Auch wenn jetzt häufiger die Sonne scheint und die Zeit der ‚Winterdepression‘ endlich ein Ende hat, muss man doch auf sich achten. Pausen machen und Zeit für sich zu nehmen ist wichtig, klappt oftmals jedoch nicht:

Wenn ihr mit leerer Batterie arbeitet, scheitert ihr. Das Scheitern führt euch in eine gefährliche Spirale „Warum schaffe ich diese Kleinigkeit nicht?“ „Warum wirft mich das so aus der Bahn?“ – oftmals kommen von außerhalb Vorwürfe und Unverständnis.

Babsi aka. BlueSiren hat auf ihrem Blog darüber geschrieben, wie man sich gesunde Verhaltensmuster antrainiert und wie Veränderung in der menschlichen Psyche überhaupt funktioniert.

Sommer, Sonne, Sixpack? Wie jedes Jahr kommen auch diesen Sommer wieder die bekannten Diskussionen zum Thema „Kleidung“ und „Körpergröße“ zum Vorschein. Vor einigen Tagen gab es auf Twitter eine Auseinandersetzung, da dort der Spruch „bauchfreie Kleidung geht nur, wenn man auch bauchfrei ist“ gepostet wurde. Body Positivity und Body Shaming (der Link führt euch zu einer Erklärung der Begriffe) sind ein dauerhaftes Thema, kommen aber besonders im Sommer häufiger auf den Tisch, da Leggins, kurzärmelige T-Shirts und luftige, kurze Kleidung viel eines Körpers zeigen.

Auf Body Shaming und die furchtbaren Folgen, die es auf unsere Gesellschaft und die Psyche der Opfer hat, wurde schon im März von einer Bloggerin (Chaoskingdom) aufmerksam gemacht. Sie rief eine Blog-Reihe ins Leben, bei der auch die Norne Eva-Maria Obermann mitgemacht hat. Sie hat bereits letztes Jahr für das Onlinemagazin Face2Face einen Artikel zum Thema geschrieben. Ihren Blogartikel findet ihr hier, den für das Magazin hier.

Nornengestöber im Autorenleben

Während wir in der Sonne brüten, sind wir immer noch am Schreiben. Wir denken uns Figuren aus, recherchieren zu Details und Hintergründen, formen unsere Plots und genehmigen uns dazwischen ein leckeres Eis. Für alle, die wie wir immer wieder gute Tipps suchen, um ihr Autorenleben zu erleichtern  gibt es heute ein es ganz feine #Nornenstöberrunde.

Autoren Urlaub

Wer Anschluss sucht, gerne mehr von sich zeigen will und vielleicht auch nur die richtige Basis braucht, um auf sich aufmerksam zu machen, sollte jetzt ganz schnell zum Schreibmeer klicken. Dort werden Autoren und Social-Media-Manager gesucht.

Zusammen schreiben macht riesig Spaß. Ob online über Chat verbunden oder gemeinsam im Café, der Schreibwohnung oder wo man gerade ist, wir lieben es, gelungene Sätze einander vorzulesen, Probleme anzugehen und uns gegenseitig zu helfen, unsere Geschichten wachsen zu lassen. In Köln gibt es dafür sogar einen Coworking-Space. Bitte mehr davon!

Charaktere zu erschaffen ist das A und O. Die müssen sitzen, den Leser in die Geschichte hineinführen und plausibel handeln. Doch manchmal ist so ein bisschen Inkonsistenz auch reizvoll. Ein unglaubwürdiger Erzähler, eine Figur mit einem großen Geheimnis, die deswegen hier und da anders reagiert, als eigentlich erwartet. Katherina Ushachov zeigt, warum ein bisschen Mut für inkonsistente Charakter ganz gut tut.

Wer historische Roman schreibt oder geschichtliche Details in seinen Text einbinden will, muss auf Genauigkeit achten und penibel recherchieren. Aber was ist mit alternativen Ausgängen historischer Begebenheiten? Die können reizvoll und spannend sein, eine gelungene Mischung aus Historie und Fiktion. Die Zeit hat dazu einen lesenswerten Artikel veröffentlicht.

Wenn wir schreiben, denken wir auch immer ans Veröffentlichen. Wo und wie und was passiert, wenn sich da was ändert. Madeleine Puljic schreibt hier gelungen über den Wechsel zum Verlag.

Auch empfehlenswert ist dieses Video von Jena Moreci, die über die Vor- und Nachteile von Selfpublishing spricht. ( Pssst: Wir hatten dazu erst einen Themenmonat mit allerlei Infos und Meinungen unserer Nornen.)

Manchmal hilft es uns auch sehr, zu wissen, was wir besser nicht machen. Das erkennen wir, wenn wir Bücher lesen, die uns nicht gefallen, aber auch in einzelnen Szenen, Momenten und Formulierungen. Frau Schreibseele erklärt auf ihrem Blog, welche klassischen Fehler es bei paranormalen Romanen gibt und wie sie zu vermeiden sind.

Nornengestöber und Diversität

Wir lieben Vielfalt. Deswegen gibt  es uns – weil wir die Vielfalt auf dem Buchmarkt stärken wollen und fantastische Autorinnen unterstützen, die immer noch seltener verlegt, schlechter platziert und so auch weniger gelesen werden. Doch das Feld der Diversität ist ein weites. Heute werfen wir einen Blick darauf in der #Nornenstöberrunde.

Die MaLisa Stiftung hat die Studie „Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland“ initiiert und dabei mit den vier größten deutschen TV-Gruppen zusammengearbeitet. Die Geschlechterdarstellung berücksichtigt unter anderem auch Alter und Migrationshintergrund. Wir hätten uns dazu auch gleich eine Untersuchung zu Sexualität, Aussehen und sozialem Hintergrund gewünscht, denn hier wird nur zwischen Mann und Frau unterschieden, weite Ebenen der Diversität werden überhaupt nicht angesprochen.

Dass die Aufgabe, die sich das Nornennetz gestellt hat, eine wichtige ist, erfahren wir immer wieder. Laura Kier hat jüngst erklärt, welche Aussagen sie über Fantastik-Autorinnen so hört und was dabei das Problem ist.

Vielfalt heißt auch, in verschiedene Bereiche zu blicken. So haben wir einen sehr interessanten Text über Rezensionen zu antiken Texten gefunden, die traditionell in Männerhand liegen. Warum das so ist und was sich hier zum Glück ändert, erklärt die Philosophin Andrea Günter auf Mythomania.

Ebenfalls auf Mythomania schaut Dr. jur, Barbara Degen, Feministische Juristin und Frauengeschichtsforscherin, auf Coming out – und dann?, ein Buch über die Erfahrungen von LSBTI-Jugendlichen, mit einem wissenschaftlichen Zugang.

Dass Autoren immer bemüht sind, authentische Charaktere zu schaffen, ist längst kein Geheimtipp mehr. Gerade im Bereich von Diskriminierungen und Diversität finden sich aber immer wieder Menschen, die von sich sagen, Experte darin zu sein. Gwen C. Katz hat sich den Roman eines Autors, der von sich selbst behauptet, authentische Frauenfiguren zu erschaffen, angeschaut und es ist regelrecht zum Fürchten. Auf Fried Phoenix steht, warum.

Diversität und der korrekten Darstellung steht oft eines gegenüber: Ignoranz. Wie das zusammenhängt und wo die Gefahr liegt, erklärt Jule Reichert auf ihrem Blog.

Dabei fängt die Wahrnehmung bereits früh an. Julieliest schrieb im März auf ihrem Blog über Diversität in Kinderbüchern und hat ein paar tolle Buchtipps – und auch das Gegenteil davon.

Auch die Bücherfrauen haben sich dieses Jahr schon das Thema Diversität vorgenommen und eine interessante Liste mit Buchempfehlungen zusammengestellt.

Elif bietet auf ihrem Blog immer wieder tolle Beiträge, die sich explizit auf das Thema Diversität beziehen. Sie hat eine Liste an Büchern von Autor*innen of Color erstellt, die Rassismus thematisieren.

Vielleicht kennt ihr Linus, der offen über seine Erfahrungen zum Thema trans schreibt. Er hat auch dazu eine Liste an empfehlenswerter Literatur zusammengestellt.