Fragefreitag: Welches Stereotyp stört euch bei der Darstellung des Bösen am meisten?

Das Böse hat viele Gesichter. Leider wird es in Literatur und Film viel zu oft eindimensional dargestellt, sodass man fast den Eindruck gewinnen könnte, es gäbe nur den extrem überzeichneten Bösewicht ohne Motivation. Wir fragen heute, welches Stereotyp euch bei der Darstellung des Bösen am meisten stört. Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag wissen!

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Anne Zandt: Das sie grundlos böse sind. Ich liebe gute Hintergrundgeschichten von Bösewichten, bei denen man nachverfolgen kann, warum sie so geworden sind.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Die böse Lache. Und dass sie immer früher oder später ihren Plan erzählen müssen. Oder ihre Hintergrundgeschichte. Übrigens herrlich bei „Phineas und Ferb“ gebrochen, dieses Stereotyp!

Siiri Saunders: Die „Boshaftigkeit himself“ war auch mal klein – insofern sollte den Antagonisten etwas geprägt haben und der Leser sollte davon erfahren, um ein gutes Leseerlebnis zu haben.

Diandra Linnemann: Böse, die nur so aus Spaß böse sind. Jeder Mensch (und die meisten Nicht-Menschen auch) glaubt von sich, gute Beweggründe für sein Handeln zu haben, und hält sich selbst für den Helden seiner eigenen Geschichte. Ich will Bösewichte, die komplex sind und eigene Ideen verfolgen und nett zu ihrer Großmutter sind.

Anna Weydt: Bösewichte, die keine Motivation haben, das zu tun, was sie tun. Wenn ein Buch oder Film seinen Antagonisten aber darauf reduziert, finde ich das total langweilig.

Elenor Avelle: Schwarz-weiß-Denken ist bei Helden und Schurken gleichermaßen Öde. Niemand behällt solche Charaktere in Erinnerung.

Nike Leonard: Bösartigkeit als Prinzip. Ich sehe es wie Diandra, dass jede/r das eigene Handeln als richtig oder wenigstens als notwendig empfindet und rechtfertigt.

June Is: Männer sind böser als Frauen. Jaja.

Anna Kleve: Antagonisten, die einfach nur aus dem Grund böse sind, weil sie böse sein müssen und eigentlich keinen Grund dazu haben.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Böse haben immer schlechte Zähne (in Filme), und oft ungepflegte Hände. Oder den irren Blick. Dabei ist „das Böse“ oft ganz schrecklich banal.

Maelle: Wenn Antagonisten nur böse sind. Niemand ist nur böse, und wenn er nur den Hund gern hat.

Laura Kier: Keine tiefe bei den Charakteren und damit ein grundloses Böse. Ich mag es, wenn Charaktere aus ihrer Perspektive logisch handeln und deshalb von außen die Bösewichter sind.

Fragefreitag: Ein gutes Buch braucht Spannung, braucht es auch eine Form der Gewalt?

Das Erzeugen von Spannung ist ein interessantes Thema, denn es gibt so viele unterschiedliche Arten, diese zu erzeugen. In unserem heutigen Beitrag stellen wir die Frage danach, ob ein gutes Buch neben Spannung auch eine Form der Gewalt braucht. Was ist eure Meinung dazu? Nutzt den Hashtag #NornenFragefreitag und lasst uns eure Meinung da.

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Grumpy Moon: Es braucht in der Regel einen guten Konflikt, aber nicht unbedingt einen gewalttätigen. Ich habe schon einige gute Bücher gelesen, die ohne einen einzigen zertrümmerten Schädel auskommen und trotzdem gut sind – obwohl man „Gewalt“ natürlich nicht unbedingt nur körperlich definieren kann / muss.

Nike Leonard: Ich bin nicht sicher. Gewalt ist kein Synonym für Spannung, sondern eine Möglichkeit, wie sich Spannung entladen kann, aber bei weitem nicht die einzige. Trotzdem ist Gewalt (nicht unbedingt körperliche) allgegenwärtig. Vielleicht ist es deshalb so schwer, einen Plot zu finden, der vollkommen ohne Gewalt auskommt.

Laura Kier: Für mich nicht. Konflikte sind für Spannung wichtig, aber sie müssen nicht auf Gewalt aufgebaut sein. Die Frage ist aber auch, wie Gewalt definiert wird. Körperlich? Geistig? Selbst in Märchen, die ich gerne lese und schreibe, ist Gewalt allgegenwärtig. Von daher finde ich die Frage sehr schwer zu beantworten.

Jana Jeworreck: Braucht die Welt Gewalt? Nein. Existiert sie trotzdem? Ja. Es kommt natürlich immer darauf an, welche Art von Buch man schreibt. Und wie man Gewalt definiert. Denn selbst in einem Buch ohne physische Verletzungen gibt es meist psychische. Es ist nahezu unwahrscheinlich, dass ein Roman ohne „Gewalt“ auskommt. Es gibt Gewalt gegen andere, aber auch gegen sich selbst. Von beispielsweise Selbstzweifeln einer Figur bis zur Selbstzerstörung. Selbst Unfälle mit reinem Blechschaden in einer Liebesschmuzette sind gegebenfalls abrupte und damit gewaltsame Unterbrechungen. Und wenn man als Autor ehrlich ist, sucht man alleine des Drama wegen der höchstmöglichen Fallhöhe für seine Figuren aus. Ich halte Gewalt, ob absichtliche, unabsichtliche, physische, psychische oder höhere, worunter im Grunde auch Magie fällt, für nahezu unverzichtbar und glaube kaum, dass es einen Roman ohne gibt.

Irina Christmann: Gewalt hat so viele Formen. Was für mich harmlos ist, kann einen anderen schlimm triggern. Aber grundsätzlich gibt es bei mir keine Schlägereien usw. Wobei Ausnahmen natürlich auch hier die Regel bestätigen.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Selbst die harmloseste Geschichte kommt nicht ohne Gewalt aus. Nehmen wir sowas Harmloses wie das Bilderbuch, in dem jemand dem Maulwurf auf den Kopf macht. Auch das ist eine Form von Gewalt. Ich denke nicht, dass ein Buch es braucht, aber ich halte es schlicht für unmöglich, eins ohne zu schreiben.

Siiri Saunders: Gewalt ist natürlich Definitionssache. Geht man von „allen Formen der Gewalt“ aus, so wird hier womöglich der Konflikt beschrieben. Ein Buch ohne Konflikt? Undenkbar. Aber was ist, wenn der Konflikt von außen herbeigeführt wurde und beide Charaktere, die im Konflikt miteinander stehen, eben ihre Meinung vertreten? Dann ist es nicht gewalttätig, sondern konfliktbehaftet. Aber wenn da dann nicht auch mal die Fetzen fliegen? Natürlich kann man auch gewaltfrei kommunizieren. Also mein Fazit: Ja, ein Buch kommt sicher auch ohne jede Form der Gewalt aus.

Diandra Linnemann: Seit die Gewaltorgien Überhand nehmen, lese ich nicht mehr gerne Thriller. Es ist leicht, möglichst viele Leute möglichst dramatisch abzuschlachten – wenigstens auf Papier – aber das sind nur billige Effekte. Manchmal ist Gewalt Bestandteil der Geschichte, aber ich halte sie nicht für zwingend nötig.

Elenor Avelle: Gute Geschichten brauchen Konflikte, aber keine Gewalt.

June Is: Das kommt auf die Zielgruppe an. 🙂

Anna Kleve: Nein. Es gibt Beispiele von sehr guten Büchern, in denen kaum Kämpfe oder Gewalt vorkommen. Die „Pelinor-Saga“, fällt mir da spontan ein.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Hmmm. Wenn es keine Verletzung von (persönlichen) Grenzen gibt, dann wirds auch schwierig mit dem Konflikt. Liegt also wohl an der Definition von Gewalt.

Fragefreitag: Hand aufs Herz. Was würdest du nie schreiben?

Wir wollen heute von euch wissen, was für euch gar nicht geht. Welches Genre bleibt ewig ein Rätsel für euch und welches Terrain wollt ihr gar nicht erst betreten? Macht mit unter #Nornenfragefreitag und verratet uns, was ihr nie schreiben würdet.

Jule Reichert: Eine waschechte, kitschige Liebesgeschichte OHNE jegliches phantastisches Element. Allein Romantasy kann ich mir bereits schlecht vorstellen, aber da gibt es wenigstens noch Magie.

Michelle Janßen: Erotik und Romantik. Nicht nur, weil ich beides nicht schreiben kann und sehr unangenehm finde, sondern auch, weil für mich zwischenmenschliche Interaktionen keine Geschichte ausmachen. Dieses ewige Hin und Her, Dreierkonstellationen etc. – das ist mir zu langweilig, um mich damit 300 Seiten lang zu beschäftigen.

Janna Ruth: Thriller, zumindest nicht absichtlich. Krimi und Erotik wird wahrscheinlich auch nur ein zufälliges Element sein, aber nie Fokus des Buches.

Katharina Ushachov aka Evanesca: Schwierig. Früher hätte ich gesagt „Nichts mit Erotik“, aber seitdem habe ich eine KG mit Meermannsex geschrieben und es gibt ab und zu Sexszenen in meinen Romanen. Und ich hätte früher auch gesagt „Nichts mit Romantik“, aber wer „Zarin Saltan“ kennt … nun, das ist für meine Verhältnisse dann doch sehr romantisch. Also: Ich habe nicht die leiseste Ahnung und fürchte inzwischen, es kann mich jederzeit so ziemlich überall hin verschlagen.

June Is: Neulich hatte ich einen Typen im Writingchannel, der Schriftsteller für eine Filmproduktion gesucht hat. Auf Nachfrage erfuhr ich: Tabus sollten vielfältig gebrochen werden. Sodomie im Zirkus, menschliche Männer mit weiblichen Tieren etc. Da sage ich ganz klar: Nein, danke!

Esther Betram: Vermutlich werden es bei mir nie Krimi und Thriller werden – aber ganz ehrlich? Solange fantastische Elemente dabei sind, bin ich für alles zu begeistern.

Jasmin Engel: Leider die beiden Genres, die sich am besten bei Verlagen und Agenturen Unterbringen lassen: Krimi und Liebesroman.

Esther Wagner alias Kirana: Einen Liebesroman.

Diandra Linnemann: Hmm … schnulzige Liebesgeschichten und die sogenannte „Einhandliteratur“ kann ich mir für mich selbst gar nicht vorstellen – aus unterschiedlichen Gründen.

Sarah König: Grusel/Horror, alles, was über eine ganz, ganz leichte Gänsehaut hinausgeht oder gar mit detaillierter Beschreibung z.B. von Verletzungen zu tun hat.

Sienna Morean: Eindeutig Sex Szenen! Ich lese sie ungern und schreiben? Nein, da lasse ich lieber den Leser fantasieren.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Krimis! Ich liebe es, sie zu lesen, bin aber viel zu doof, sie zu konzipieren.

Barbara Weiß aka TheBlueSiren: Ich glaube, es gibt kaum Genres, die ich nicht gerne versuchen würde. Ich glaube ein rein historischer Roman wäre mir zu viel Rechercheraufwand.

Grumpy Moon: Kinderbücher. Es fällt mir ja schon schwer, die Kinder in meinen Romanen altersgerecht sprechen zu lassen.

Fragefreitag: Wie leicht oder schwer fallen dir Kampfszenen?

Kampfszenen werden von den einen Autoren als leichte Fingerübung betrachtet, von den anderen als schwierige Szenen, die viel Aufwand kosten. Wie unsere Nornen zu Kampfszenen stehen, liest du in unserem Fragefreitag zu diesem Thema. Wie leicht fallen dir Kampfszenen? Nutze den Hashtag #NornenFragefreitag und lass es uns wissen!

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Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Hmm, gute Frage. Derweil hab ich keine definitiven Kampfszenen mit drin. Wohl aber „tätliche Auseinandersetzungen“ – zählt das auch? Naja, ist schwierig. Zu viele Beschreibungen, wer genau wo was macht halten die Action auf. Aber andererseits soll der Leser ja „im Bilde sein“. Na, wenn ich da Hilfe brauche, lese ich nach bei Kartin Ils.

June Is: Da ich keine epische Fantasy bisher schreibe … okay, ich habe in einer Story eine Zauberkampfszene am Strand drin. Mit Drachen. Die kam ganz gut an. Generell mag ich lieber Action denn Stagnation, muss aber nicht immer Kampf mit Schwertern sein. Menschen, die gegen oder mit sich selbst kämpfen habe ich jedoch einige.

cazze: Mir fallen Kampfszenen eher schwer, weil ich ein friedliebender Mensch bin. Charaktere umbringen geht aber wieder. 😉

Katherina Uschachov aka Evanesca: Leichter als Liebesszenen. Es läuft auf Aktion und Reaktion hinaus und auf möglichst plastische Beschreibungen dessen, wie Körper darauf reagieren, beschädigt zu werden. Meist kämpfen bei mir Vampire. Oder Magier*innen. Da kommt noch das Beschreiben des Einsatzes der Kräfte hinzu. Mache ich eigentlich sehr gerne.

Diandra Linnemann: Alles, was mit schneller Action zu tun hat, fällt mir schwer – ich finde, ich kann es einfach nicht ausreichend rasch beschreiben, und der Leser hinkt in der Zeit immer hinterher. Außerdem finde ich es schwierig, etwas so Chaotisches wie einen Kampf strukturiert wiederzugeben.

Sarah König: Mittlerweile gehen die ganz gut. Ich hatte zu Anfang das Problem aus zu großer Ferne zu berichten – da passt dann das Tempo nicht, man kriegt nicht genug mit. Genauso wenn man zu nah dran schreibt. Mittlerweile habe ich die für mich passende Entfernung zum Geschehen gefunden und hoffe, dass meine LeserInnen das auch so sehen.

Laura Kier: Schwer. Ich halte sie so kurz wie möglich. Das liegt aber auch daran, dass ich wenig Interesse daran habe, ausgedehnte Kampfszenen zu lesen. Ich hatte schon Bücher mit Seiten voller Kampfszenen, die mögen gut gewesen sein, aber nicht mein Ding. Oft steht auch die Handlung in diesen Szenen still und das mag ich nicht.

Grumpy Moon: Schwierig. Das fängt schon da an, dass ich nicht weiß, wie bestimmte Angriffe heißen oder am besten zu beschreiben sind, und endet dort, dass so etwas einfach viel interessanter anzusehen ist als zu lesen.

Nike Leonard: Kampf- und Actionszenen zu schreiben, finde ich vergleichsweise einfach, so lange ich mich auf die Empfindungen der Beteiligten konzentrieren kann. Schwierig wird es erst, wenn ich zwischendrin irgendwelche Handlungen erklären muss, weil dadurch immer Tempo verloren geht.

Jana Jeworreck: Ich liebe Kampfszenen. Dabei geht es bei mir weniger um den reinen Schlagabtausch, sondern um die Gedanken und Wahrnehmungen der Figuren. Auch bei epischen Schlachtszenen bleibe ich meist an einer Figur dran, da es intensiver ist ihren Blickwinkel des Geschehens zu beschreiben.

Irina Christmann: Bis jetzt habe ich keine gebraucht, dafür gibt es andere Herausforderungen. Zur Zeit enthält meine Playlist jedoch diverse Szenen aus Star Wars …

Anna Weydt: Kampfszenen kriege ich super hin, sogar wesentlich besser als Liebesszenen. Mir gefällt das Rasante und das Adrenalin, das man während des Schreibens an den Leser bringen muss. Daher: Kampfszenen gehen immer.

Fragefreitag: Liest du selbst Comics / Mangas / Graphic Novels? Warum?

Comics, Mangas und Graphic Novels sind eine spannende Alternative zum klassischen Buch, das gänzlich auf gestalterische Elemente verzichtet. Gerade, wenn gar kein Text zum Einsatz kommt, sondern nur Bilder die Funktion des Storytelling übernehmen, lässt man sich als Leser auf eine ganz andere Art, Geschichten zu erleben, ein. Wir stellen diesen Freitag die Frage: Liest du selbst Comics, Mangas oder Graphic Novels? Erzähl uns gerne von deinen Erfahrungen und nutze den Hashtag #NornenFragefreitag.

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Laura Kier: Früher mehr als heute. Angefangen habe ich mit Comics, bin dann zu Mangas übergegangen (etwas günstiger als Comics, weil oft S/W-Druck) und habe auch ein paar Graphic Novels im Regal stehen. Grundsätzlich mag ich alles drei (inkl. Bilderbüchern), aber häufig sind mir einfach die Anschaffungskosten zu teuer. Graphic Novels usw. lese ich wegen den Bildern, um in Ruhe zu stöbern, mich inspirieren zu lassen. Romane sind für mich mehr zum Abtauchen.

Grumpy Moon: Damit konnte ich mich noch nie anfreunden. Bücher ja, Filme/Serien ja, aber diese „Zwischenstation“ in Form des Comics ist für mich nichts.

Jasmin Engel: Ich hatte eine Phase für einige Jahre, in denen ich viele Mangas und Comics gelesen habe; das ist jetzt 15 Jahre her und irgendwie habe ich nicht mehr zurück gefunden.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich besitze einige Comics und ein paar Mangas. Müsste nur mal Zeit finden, sie auch zu lesen, ich mag sie recht gerne. Eine „Sailor Moon“ aus den 90ern, einen Flix (Faust), einige Graphic Novels und ein Comic zu „Star Wars“ stehen im Regal. Warum? Naja, warum nicht?

Diandra Linnemann: Eine Freundin hat ihre Magisterarbeit über Comicadaptationen von Goethes „Faust“ geschrieben und ist auch sonst ein großer Comicfan, die versorgt mich immer mit Lesestoff (ich habe für sie damals zwei japanische Comicversionen von „Faust“ übersetzt). Eigentlich bin ich ein eher wenig visuell veranlagter Mensch und bekomme deswegen die ganzen kleinen Informationsschnipsel, die sich in Comics in Bildern verstecken, gar nicht mit. Trotzdem lese ich gerne etwa „Asterix“ oder „Hägar“, habe die „Absolute Sandman“-Bände im Regal stehen und vertreibe mir online die Zeit mit Webcomics wie „The Devil’s Panties“ oder „Questionable Content“.

June Is: Seit Poisonpainters Tipps lese ich wieder mehr – auch online. Vorher mochte ich einfach gut gestaltete Bücher mit tollen (Zeichen-)Künstlern, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Sarah König: Jap, ich habe Mangas vor ein paar Jahren exzessiv gekauft und gelesen, dann beim vorletzten Umzug bereits aussortiert und jetzt zum Umzug letzten Sommer noch einmal. Von einigen werde ich mich nie trennen. Und wenn mir mal einer besonders fehlt, dann guck ich einfach in den Regalen meiner Schwester, die ist da genauso drauf wie ich, hat aber bisher (Glück für mich) nie aussortiert.

Anna Weydt: Schreiben nein, lesen ja. Warum? Weil mich diese andere Art, Geschichten zu erzählen, fasziniert.

Sienna Morean: Weil die Erzählweise mit Bildern angenehm ist, zu lesen. Ich finde, Manga / Comics o.ä wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, seitdem die Menschen nur noch an ihren Handys kleben.

Gesa F. Roberts: Ich lasse mich generell gerne in fremde Welten entführen, und mit Bildern unterstütze Werke bieten für mich den Vorteil, dass sie mich von Anfang an ein Stück weit an der Hand mitnehmen.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Ooooh ja … ich kann nicht genau sagen warum, aber ich mag einfach diese Art der Erzählweise. Es ist so ganz anders als „normale“ Bücher / Geschichten. In meiner Lesezeichenliste sind bestimmt an die zwanzig verschiedene Webcomics, dazu einige Manga Reihen Zuhause und hin und wieder werd ich mit Marvel-Sachen auch mal etwas Mainstream. Wer also mal Empfehlungen braucht, ein paar habe ich auf meinem Blog schon vorgestellt.

Janna Ruth: Immer so phasenweise. Als Jugendliche habe ich fast jeden Manga verschlungen (damals gab es auch noch nicht so ein breites Angebot). Dann hatte ich mal ein paar Monate oder waren es 1-2 Jahre, in denen ich Scanlations gelesen habe und somit den wunderbaren Adachi kennengelernt habe und momentan ist es so hin und wieder, aber ich verfolge aktuell keine Reihe.

Elenor Avelle: Comics sind der Hybrid zwischen Buch und Film. Ich zeichne auch zu meinen Büchern wahnsinnig gerne, weil eine Geschichte dadurch noch einmal anders greifbar wird.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Ja, ich mag das schon, dass da auch Bilder sind. Es gibt mir mehr Einblick in die Welt, die der Autor / die Autorin geschaffen hat und wie er / sie es sich gedacht hat. Aber ich hab ein Problem damit, wenn ich die Bilder nicht mag. Da kann das dann die tollstes Geschichte sein, wenn die Bilder mich nicht ansprechen, dann werde ich es nicht (fertig) lesen.

Fragefreitag: Was schätzt du an Kurzgeschichten?

In der Kürze liegt die Würze oder so. Jedenfalls können wir nur bestätigen, dass die Anforderungen an eine gelungene Kurzgeschichte ganz andere sind, als bei einem Roman. Für Figurenentwicklung ist viel weniger Platz, das Hinführen zum Höhepunkt der Handlung unterliegt anderen Regeln und Formulierungen müssen auf den Punkt gebracht werden, statt Andeutungen zu bleiben. Ohne Frage, Kurzgeschichten haben ihren besonderen Reiz. Darum wollen wir beim #Nornenfragefreitag heute wissen: Was schätzt du an Kurzgeschichten? Was magst du, wie sollen sie aufgebaut sein, wie kann sie dich fesseln?

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Katherina Uschachov aka Evanesca:: Aus Autor*innensicht: Man hat mit ihnen vergleichsweise flott ein Erfolgserlebnis. Kurzgeschichten sind schneller geschrieben als ein Roman. Schneller überarbeitet. Und man findet eher Testleser*innen für zehn Seiten als für 350. Man kann an ihnen das Handwerk außerdem in geballter Form üben und sie sind wunderbar für Experimente. Auch hier kann ich relativ schnell testen, ob es funktioniert hat. Und sie eignen sich perfekt, um in einem Stück vorgelesen zu werden. Aus Leser*innensicht: Man kann mit Hilfe von Kurzgeschichten wunderbar verschiedene Autor*innen und deren Schreibstile kennen lernen, ohne sofort ein ganzes Buch auf Gedeih und Verderb kaufen zu müssen. Ich habe oft eine KG gelesen und mir dann gedacht: Ja, das war gut. Ich will mehr.

Cazze: Sie sind kurz 😉

Janna Ruth: Janna Ruth Den besonderen Fokus, den sie haben. Kurzgeschichten müssen eine Geschichte erzählen und haben keinen Platz für große Charakterentwicklungen, Nebenstorys und ähnliches. Da etwas Cleveres zusammenzubauen, ist eine Kunst für sich.

Laura Kier: Sie sind besser zu überblicken als ein ganzer Roman und dadurch vor allem schneller zu überarbeiten 😀 Vor allem sind sie aber oft weniger ausschweifend als Romane. Ich mag klare Linien und wenige Schnörkel.

Jasmin Engel: Beim Schreiben natürlich, dass sie nicht so viel Zeit beanspruchen und ich mich auf ein Thema konzentrieren kann; beim Lesen, dass es auch mal etwas für zwischendurch ist.

Diandra Linnemann: Mir liegt das Schnörkellose, Abgekürzte bei Kurzgeschichten. Man wirft den Leser mitten in die Geschichte und dann heißt es „Schwimm oder stirb“.

Anne Danck: Es reichen einige wenige Worte, um eine neue Perspektive zu eröffnen und zum Nachdenken anzuregen.

Maelle: Ich liebe es, wenn mich trotz der Kürze das Ende der Geschichte völlig überrascht.
June Is Wenn der Spannungsbogen eingehalten wird (ja, mein Gehirn ist eher technisch) und dann am Ende noch ein toller Plottwist stattfindet.

Sarah König: Ich mag, dass man direkt in die Geschichte einsteigt. Ohne langes Vorgeplänkel, ohne Infodump. Und ich mag, wenn ich als Autorin merke, dass die Geschichte zwar gut ist, aber durchaus Potential zu mehr hat. So wurde aus der Kurzgeschichte „Flammenmädchen“ der Roman „Flammengarde“.

Anna Weydt: Ich schätze an ihnen, dass man einen kleinen Einblick in die Welt erhält, die der Autor sich ausgedacht hat, dass man aber gleichzeitig noch genug Spielraum hat, um selber Dinge dazu zu dichten.

Siiri Saunders: Bis Autorinnen mich baten, ihre Geschichten gegenzulesen, konnte ich Kurzgeschichten nichts abgewinnen, aber sie sind doch so grandios, dass ich wirklich etwas verpasst habe. Man ist sofort in der Geschichte und spürt die Charaktere und die Umwelt umgehend, wenn sie gut geschrieben ist. Der erhellende, humorvolle, traurige (oder welcher auch immer) Moment, lässt nicht lange auf sich warten und man geht innerhalb weniger Minuten oder Stunden in eine geheime Welt und kommt bestenfalls mit einem tollen Gefühl wieder heraus.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Mittlerweile mag ich den spontanen Einstieg, und dass man weniger erklären muss als bei längeren Stories. Es ist wie ein Kurzfilm, ein Videoclip. Andere Sichtweise auf die Charaktere und ein anderes Tempo. Platz für Skurrilitäten 😉

Nike Leonard: Die Beschränkung auf das Wesentliche in Stil und Handlung.

Fragefreitag: Welches ist deine liebste Comic-, Manga- oder Graphic Novel Reihe?

Natürlich haben unsere Nornen auch einige Comics in den Regalen stehen. Darum haben wir beim #Nornenfragefreitag nachgefragt, welche denn ihre liebsten Reihen sind. Macht mit und verratet uns eure Favoriten.

Janna Ruth: Oh schwierig! Comic definitiv Asterix. Mangas habe ich mehrere Favoriten. Mitsuru Adachi bringt mich immer zum heulen und das im Sportmanga! Neon Genesis Evangelion ist sicher ein Meisterwerk. Brain Powered und Cantarella sind sehr unterschiedlich und beide schön. Nope, ich kann mich nicht entscheiden.

Barbara Weiß aka BlueSiren: Ich liebe die Katekyo Hitman Reborn! Manga Reihe von Akira Amano und One Piece von Eiichiro Oda. Zwei klassische Vertreter des sog. Shounen Genres. Action, Abenteuer, Fantasy und ungewöhnliche Helden. Während bei Reborn! ein tapsiger Mittelschüler Mafiaboss werden soll und allerlei coolen Haudegen begegnet, macht sich der Strohhutpirat Ruffy in One Piece auf die Weltmeere zu besiegeln und einen legendären Schatz zu finden. Aberwitzig, komisch, bunt und manchmal doch tiefgründig sind das Mangas, die ich einfach immer wieder lesen kann!

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich bevorzuge eigentlich Einzelbände oder wirklich kurze Reihen, die nicht gerade fünfzig Regalmeter wegnehmen, denn davon habe ich zu wenig. Aber aus Nostalgiegründen sind es die Sailor-Moon-Mangas in der bizarren Übersetzung aus den 90ern, als man Animes und Mangas im deutschsprachigen Raum noch nicht aus dem Japanischen, sondern aus dem Englischen übersetzte. Ich habe jetzt erst verstanden, dass „Macht der [Planet]Nebel, macht auf“ eine wörtliche Übersetzung des englischen „Make up!“ ist …

Lilyana Ravenheart: Hm, muss es bei Graphic Novel eine Reihe sein? Wenn nicht, dann sind es definitiv das Phantom der Oper, Dracula und Der Glöckner von Notre Dame. Die Zeichnungen sind einfach super und die Stimmungen sehr gut rübergebracht. Mangamäßig sind meine Lieblingsreihen Gib mir Liebe!, Kaito Kid und Kamikaze Kaito Jeanne. Kaito hat es mir in Detektiv Conan schon sehr angetan und Jeanne als Anime sowieso.

June Is : Sandman – Neil Gaiman

Sarah König: Neon Genesis Evangelion – mein erster Manga, meine erste große Manga und Anime-Liebe. Geht nix drüber.

Anna Weydt: Death Note ist eindeutig meine liebste Manga-Serie.

Sienna Morean: Deadman Wonderland, Dengeki Daisy sowie auch Elfenlied und Sailor Moon. Meine absoluten Lieblings Manga. Ich mags gern Düster, aber auch herrlich romantisch oder amüsant.

Esther Wagner aka Kirana: Es ist kompliziert. Ich würde gerne aus vollem Herzen „Rurouni Kenshin“ schreiben, aber nachdem Mangaka Nobuhiro Watsuki letztes Jahr wegen des Besitzes von Kinderpornografie verhaftet wurde, hat diese alte Mangaliebe schwere Risse bekommen.

Gesa F. Roberts: Bei mir ist es Tokyo Crazy Paradies: Dunkel, humorvoll, futuristisch mit mystischen Elementen und eine Heldin die nicht nur weiß wie man kämpft und wieder aufsteht, sondern auch für das einsteht, woran hier Herz hängt. Die Romance Elemente sind langsam, spannend und bauen sich über die Zeit auf, trotz vieler Hindernisse, und sind nicht das Hauptaugenmerk. Der Stil von 1996 ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber der Plot ist es in meinen Augen doppelt wert.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Ich lese so viele Webcomics und Comics, da ist es schwer sich zu entscheiden … vor kurzem erst habe ich den Webcomic „Far to the North“ entdeckt, der einfach genial gezeichnet und interessant geschrieben ist. Besonders sind für mich auch die Reihen „Blood Stain“ und „Strong Female Protagonist“, die ich tatsächlich hier in Deutschland als Print bekommen habe – ok, Teil 2 von SFP über dessen Kickstarter, aber psst. Meine erste Manga-Reihe war „Dragonball“, das mag ich auch bis heute noch. Als Graphic Novel habe ich mir gerade erst „Unerschrocken“ geholt, das klingt auch sehr toll. Ach … es gibt einfach so viele tolle Sachen …“

Elenor Avelle: Elfenwelt. Die Comicreihe hat mich durch einen großen Lebensabschnitt begeitet und wenn ich die Hefte in meinem Regal sehe, brint das viele schöne Erinnerungen hoch.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: The Graveyardbook Vol 1 und Vol 2 (zählt das schon als Reihe??) von Neil Gaiman. Tolle Story, super umgesetzt
Eluin RG Veda von CLAMP – überhaupt das Autorenteam. Ich sag nur Mokona 😉 Yoko Tsuno habe ich aber auch verschlungen und viele andere Comics und Mangas. Es gibt auch tolle Graphic Novels.

Fragefreitag: Reisezeit heißt Inspirationszeit. Hast du schon mal neue Anregungen oder ganze Plots aus dem Urlaub mit nach Hause gebracht?

Urlaubszeit ist Entspannungszeit. Urlaubszeit ist aber auch die Zeit, in der man viele neue Ideen und Eindrücke sammeln kann. Denn ein fremdes Land, eine andere Umgebung oder das Kennenlernen von neuen Menschen können ein wahrer Booster für die Kreativität sein. Wir fragen deshalb: Habt ihr schon einmal Anregungen oder Ideen aus dem Urlaub mit nach Hause gebracht? Nutzt den Hashtag #Nornenfragefreitag und erzählt uns von euren Urlaubsideen.

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Katherina Ushachov aka Evanesca: Jepp. Eine englischsprachige (!!!) f/f-Geschichte in einer High-Fantasy-Welt mit Drachenreiter*innen. Irgendwann gehe ich dem Plot mal nach, ich mag meine zwei Heldinnen sehr gerne.

June Is: Sehr viele, sehr oft. Teilweise auch verarbeitet. Manche warten noch drauf.

Sarah König: Ich bin zu selten im Urlaub, als dass ich darauf zurückgreifen könnte.

Anna Weydt: Andauernd. Da ich gerne und viel reise, bringe ich meine Erfahrungen und Stimmungen von speziellen Orten gerne in meine Geschichten ein.

Paula Roose: Ich habe eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg gemacht. Große Strecken der Landschaft findet man in „Drachenstaub“ wieder.

Gesa F. Roberts: Schönes Neues inspiriert mich immerzu. Ich überlege gerade eher, ob ich schon mal nicht Anregungen aus dem Urlaub mit nach Hause genommen habe.

Siiri Saunders: Die Hochzeitsreise mit meinem Mann waren zwar wohl eher Flittertage, außerdem waren wir innerhalb Deutschlands unterwegs, trotzdem zählt dieser Urlaub zu meinen entspannendsten und inspirierendsten, denn wir haben Stunden in einem abgelegenen Wald verbracht. Ich konnte nicht aufhören zu fotografieren, denn er wirkte so verzaubert auf mich, dass ich mir sicher war, dass hier die Feen, Elfen, Zwerge und Trolle herkamen. So überzeugte ich mich selbst davon, einen Account auf Instagram zu eröffnen.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Jup, Mehrfach. Allein beim letzten Rockharz habe ich eine Idee für eine eigenständige Geschichte und ein paar Szenen für den #WunschderKönigin mitgenommen. Und wenn es keine Geschichten sind, dann sind es Ideen für Blogbeiträge und Aktionen.

Grumpy Moon: Ein Teil meiner Romanreihe spielt größtenteils in London, und wie es der Zufall so wollte, war ich gerade dort, als ich mit dem Konzept angefangen habe. Dadurch konnte ich die Stadt natürlich umso besser in die Geschichte einbinden, und ich glaube, man merkt beim Lesen der Eindrücke meines Hauptcharakters ziemlich gut, dass es in Wahrheit meine eigenen waren.

Elenor Avelle: Als Jugendliche habe ich die ganzen Sommerferien mit nichts anderem verbracht als Schreiben. Wenn am Neusiedler See in der Saison keine anderen Kinder da waren, gab es sonst auch nicht viel anderes zu tun.

EmmaN: Die andere Stimmung im Urlaub, der andere Lebensrhythmus, das hat schon was inspirierendes an sich. Ja, da kamen schon mal neue Anregungen, neue Blickwinkel, neue Personen in die Story.

Diandra Linnemann: Unser Island-Urlaub hat tatsächlich mal eine Plotidee getötet, weil die Landschaft so ganz anders war als in meiner Vorstellung. Gerade komme ich aus Dublin wieder und habe eine hervorragende Idee für einen Science-Fiction-Plot. Ich weiß aber noch nicht, ob ich den in eine andere Geschichte integriere oder lieber separat behandele.

cazze: Ich habe während eines Urlaubs in Venedig eine Romanidee für einen Regionalfantasyroman bekommen. Der spielt allerdings in Nürnberg und nicht in Venedig ^^

Fragefreitag: Integrierst du den Sommer in deine Geschichten?

Wenn eure Geschichten im Sommer spielen, nutzt ihr dann Elemente wie Hitzeschlag, Sonnenstich, Kreislaufprobleme, Schweiß, der im entscheidenden Moment in die Augen läuft? Das wollen wir heute im #Nornenfragefreitag wissen. Macht mit und verratet und, ob und wie ihr den Sommer integriert. Oder auch, wie ihr es gerne in Büchern lest.

Autoren Urlaub

Katherina Ushachov aka Evanesca: Klar. Wenn ich das nicht tue, brauche ich nicht erwähnen, dass es Sommer ist. Dann kann ich es auch in jeder anderen Jahreszeit spielen lassen. Oder auf dem Mond. Oder komplett in durchklimatisierten Indoor-Bereichen. Da ich viel über Vampire schreibe, berücksichtige ich im Sommer, dass sie zu manchen Zeiten gut zwanzig Stunden schlafen. Und dann liebe ich es zu beschreiben, wie eine Sommernacht atmet und der Asphalt langsam die Hitze des Tages abgibt, Gras und Blumen sich mit Tau bedecken … Hach!

June Is: Nope. Bisher hatte ich nur den Klassiker: Schnappatmung.

Sarah König: Probleme bisher nicht, Schweiß oder das Bemerken von hoher Luftfeuchtigkeit oder so aber schon. Gerade Schweiß, der einem von der Stirn perlt, das passt doch sehr häufig gut zum Geschehen.

Anna Weydt: Ja, ich gehe generell gerne auf die Jahreszeiten ein. Das gilt nicht nur für den Sommer. Auch im Winter, Herbst und Frühling lasse ich den Jahreszeiten entsprechende Elemente einfließen.

Sienna Morean: Je nach Szene, setze ich diese Elemente passend ein. Hitzschlag kam bisher noch nicht vor.

Gesa F. Roberts: Jup. In einer Szene wirft Zarvi den kompletten (von oben diktierten) Plan über den Haufen, weil sie keine Lust hat bei der Hitze den – fliehenden – Köder zu spielen ;3

Anne Zandt aka Poisonpainter: Nicht bewusst. Ich habe erst in einer Szene für das #Eishörnchen tatsächlich einen Hitzeschlag eingebaut. Das lag aber weniger an den Temperaturen, als daran, dass der Charakter aus dem hohen Norden stammt, Eiskräfte hat und Hitze an sich nicht so seins ist.

Siiri Saunders: Ja, man sollte und muss – meiner Meinung nach – diese alltäglichen Dinge und die Umwelt in die Geschichten mit einbauen.

Janna Ruth: Je nachdem. Manchmal spielt es eine Rolle, manchmal nicht. Allerdings habe ich auch noch keine konkrete Sommergeschichte geschrieben. Generell ist es sicher gut, die Umgebung in all ihren Facetten mit einzubeziehen.

Grumpy Moon: Momentan nicht, da der Hauptcharakter meiner Romanreihe (grob gesagt) immun gegen Hitze ist, aber ansonsten gerne alles – bis auf Schweiß. Um Schweiß mache ich einen Bogen, so was gibt es bei mir nicht.

Elenor Avelle: In Infiziert gibt es einemal eine Wasserknappheit aufgrund einer lang anhaltenden Hitzewelle. Aber ich bin generell ein Fan von Wetter und den Auswirkungen davon.

Karin (e.) Novotny alias EmmaN: ja, das kommt vor 😉

Diandra Linnemann: Die „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe hangelt sich an naturbasierten Festen entlang, da ist es nur natürlich, dass auch die Jahreszeiten inklusive Wetter und Flora eine größere Rolle spielen. Manchmal weiß ich aber in der Geschichte auch selbst nicht, welche Jahreszeit wir gerade haben.

Eva-Maria Obermann aka Variemaa: Ich integriere das Wetter sehr gerne, das ist für mich authentisch. In Zeitlose – Doras Erwachen ist gerade Hochsommer und das merkt auch meine Protagonistin Dora. Solche Details können sehr schön Atmosphäre vermitteln und den Leser erreichen.

Fragefreitag: Welches ist der größte Fehler, der bei Anthologien passieren kann?

Anthologien sind ein tolles Mittel, um viele schöne Geschichten in nur einem Buch unterzubringen. Aber was passiert, wenn dabei irgendetwas schief läuft? Was, wenn die Anthologie am Ende weder den Vorstellungen und Erwartungen der Leser noch denen der Autoren gerecht wird? Deshalb fragen wir heute nach den größten Fehlern, die bei einer Anthologie passieren können. Was ist für dich ein absolutes No-Go bei Anthologien? Immer her damit unter dem Hashtag #NornenFrageFreitag.

Autoren Urlaub

Katherina Ushachov: Eine lieblose Gestaltung. Man knallt einfach ein paar Geschichten ohne Sinn und Verstand rein und hofft, dass schon alle Freund*innen und Verwandten der Autor*innen zuschlagen werden. Nope. Ich gebe meine Kurzgeschichte doch nicht zum Verramschen her, die Antho soll gekauft, gelesen und gehypt werden.

Janna Ruth: Wenn die Geschichten wahllos und ohne thematische Verbindung, welche mehr als nur ein Genre sein sollte, zusammengeschmissen werden.

Laura Kier: Sie in einem Team herausgeben zu wollen, ohne das jemand den Hut auf hat. Und aus Leserperspektive: Eine bunte Mischung ist toll, aber wenn in Anthologien Gedichte, Geschichten und alles Queerbeet ohne Zusammenhang zusammengewürfelt wurde, fehlt einfach der Faden. Dann geht ein Teil der Texte völlig an mir vorbei.

Jasmin Engel: Meiner Meinung nach, wenn alle zu starr an einem eng gefassten Thema und Rahmen bleiben müssen, sodass ich das Gefühl habe, 20 Mal die eine fast gleiche Geschichte zu lesen.

Diandra Linnemann: Das Blödeste, das mir bislang passiert ist: überhaupt keine Kommunikation zwischen Verlag und Autorin. Ich habe erst von einer anderen Autorin, lange nachdem die Anthologie, für die ich mich beworben (und dann nie wieder etwas gehört) hatte, erfahren, dass meine Geschichte angenommen worden war. Das war besonders blöd, weil ich sie inzwischen auch in einer anderen Anthologie als unveröffentlichte Geschichte untergebracht hatte. Glücklicherweise gab das keine Probleme, aber ich war unglaublich angesickt.

June Is: Was mir mal passiert ist – ich frage ein halbes Jahr später mal nach, was die Antho macht. Antwort: Hatte ich Sie nicht unterrichtet? Sie stehen sogar drin! Und das natürlich ohne Autorenexemplar oder Tantiemen.

Sarah König: Dass es keine schöne Mischung aus Geschichten ist, sondern alles zu unterschiedlich oder alles zu gleich.

Anna Weydt: Ganz blöd ist, wenn man sich mit einer Geschichte bewirbt und dann einfach gar keine Rückmeldung bekommt und sich sogar auf Nachfrage nach fast einem Jahr einfach totgestellt wird. Ein schlechtes Lektorat ist aus meiner Sicht auch ein schlimmer Fehler, der bei der Veröffentlichung einer Anthologie passieren kann – wobei das natürlich nicht nur für Anthologien gilt.