Fragefreitag: Ist Halloween für euch in euren Texten ein Thema oder ist es schon zu ausgelutscht?

Bestimmte Dinge wiederholen sich jedes Jahr, dazu gehört auch Halloween. Wir wollen diese Woche von unseren Nornen wissen, ob sie solche Gelegenheiten in ihr Schreiben miteinbeziehen oder komplett außen vor lassen. Habt ihr schon einmal einen Text über Halloween geschrieben? Lasst es uns unter dem Hashtag #Nornenfragefreitag wissen.

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Katherina Uschachov aka Evanesca: Bisher kam Halloween nur in einem meiner (noch unveröffentlichten) Romane vor: Und zwar in Zusammenhang mit dem NaNoWriMo. Da habe ich meine Mainzer NaNo-Truppe verewigt, indem ich meinen „Rahmenhandlungs-Prota“ mit ihnen Horrorfilme schauen ließ, bevor es ans Reinschreiben in den NaNoWriMo ging. Ansonsten spielt Halloween keine Rolle. Allerdings nicht, weil es ausgelutscht wäre. Es hat sich bisher einfach nie ergeben. Meine historische Fantasy ist aktuell noch im alten Rom, da ist Halloween noch irrelevant. „Zarin Saltan“ ist nicht an Jahreszeiten gebunden und die Handlung meiner Dystopie spielt im Sommer.

Anna Weydt: Über Halloween habe ich noch nie geschrieben. Herbststimmung kommt in meinen Romanen aber immer wieder gerne auf.

Laura Kier:  Selten. Ich habe zwar zwei Kurzgeschichten in einer Anthologie um Halloween platziert, aber beides eher mit dem Hintergrund von Sammhain u.ä. Festtagen, sprich offene Toren zwischen den Welten.

Anne Zandt: Halloween bzw. Samhain ist ein faszinierender Brauch. Mindestens zweimal habe ich das ganze schon mal in einer Kurzgeschichte verarbeitet und es werden bestimmt noch weitere folgen.

June Is: Habe einige gute Ideen dazu aufgeschrieben, aber noch keine in eine Story umgesetzt.

Jasmin Engel: Halloween ist bisher nur am Rande in meinen Romanen und Kurzgeschichten vorgekommen, Hauptthema war es noch nicht.

Fragefreitag: Was wünscht ihr euch bei einer Zusammenarbeit mit einem (Klein)verlag?

Die Zusammenarbeit mit Verlagen ist für viele Autoren ein Dreh- und Angelpunkt bei der Veröffentlichung ihrer Werke. Deshalb stellen wir heute die Frage danach, was sich unsere Nornen bei der Zusammenarbeit mit (Klein)verlagen wünschen, was ihnen besonders wichtig ist. Was wünscht ihr euch von einem Verlag? Lasst es uns unter dem Hashtag #Nornenfragefreitag wissen!

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Diandra Linnemann: Einen guten persönlichen Kontakt, Engagement und absolute Ehrlichkeit darüber, was geht und was nicht. Natürlich sagt einem der gesunde Menschenverstand schon, dass ein Klein(st)verlag nicht direkt zum Bestseller führt, aber ich möchte ein Gespür dafür haben, was an Werbung, Veranstaltungen, langfristigem Einsatz möglich ist – und auch, wo die Limits liegen. Schließlich wollen wir ja zusammenarbeiten.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Einen menschlichen Umgang und zeitnahe Kommunikation. Ich möchte nicht das Gefühl haben, um Updates betteln zu müssen oder Angst zu haben, meinen Vertrag zu verlieren, wenn ich auch nur eine Frage stelle.

Grumpy Moon: Mich aufs Schreiben konzentrieren zu können und die anderen Dinge, von denen ich keine Ahnung habe, anderen Menschen zu überlassen, die dafür besser qualifiziert sind.

Maelle: Eine Zusammenarbeit, die Spass macht, in der Erwartungen klar formuliert und Entscheidungen gemeinsam gefällt werden.

Jasmin Engel: Am Besten, mich mit ihnen auf einer Wellenlänge zu fühlen und einen offenen, respektvollen Umgang miteinander.

Laura Kier: Die Frage stelle ich mir auch schon länger. Vor allem Unterstützung bei meinen Projekten und damit eine Begegnung auf Augenhöhe. Buchsatz, Covergestaltung usw. mach ich auch im Selfpublishing und das gerne, von daher wünsche ich mir vor allem auch weitere Leser, die durch eine Veröffentlichung in einem Verlag auf mich aufmerksam werden.

Fragefreitag: Selbstverlag oder Kleinverlag?

Selbstverlag oder Kleinverlag? Diese Frage stellt sich vielen Autoren, für die ein großer Publikumsverlag aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommt. Welche Variante unsere Nornen bevorzugen, haben wir in unserem heutigen #Nornenfragefreitag gefragt. Was denkt ihr zu dem Thema? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich mag beides recht gerne, wenn ich ehrlich bin. Sowohl mit engagierten Kleinverlagen zu arbeiten, als auch, Dinge selbst herauszubringen. Es ist projektabhängig, wofür ich mich entscheide.

Laura Kier: Selbstverlag. Ich mag es die Bücher genau so zu machen, wie ich es möchte, ohne das mir jemand anderes reinredet. Natürlich ist mir Qualität extrem wichtig und daher auch die Meinung von anderen, aber ich möchte einfach die letzte Entscheidung haben.

Diandra Linnemann: Ich mag den Kleinverlag allein deshalb schon lieber, weil man – wenn man an den richtigen gerät – mit Profis zusammenarbeitet, die mit unglaublich viel Herzblut bei der Sache sind und einem Aufgaben abnehmen, für die man als Autor eventuell gar nicht qualifiziert ist. Selfpublishing macht viel Spaß, aber ich kann einfach nicht alles gleich gut.

Anna Kleve: Ich habe bisher nur Selbstverlag gemacht und mit Kleinverlagen keine Erfahrungen. Nach dem, was ich von anderen Autorinnen gehört habe, ist meine Meinung da etwas zwiespältig, aber ich möchte es trotzdem mit dem nächsten Projekt mal versuchen, auch wenn ich im Selbstverlag natürlich mehr Freiheiten habe.

Siiri Saunders: Bisher bin ich „nur“ Selbstverlegerin, weil mir was anderes noch nicht in den Sinn gekommen ist. Auch bei meinem Gemeinschaftsprojekt fühle ich mich als Herausgeberin mit den 22 anderen Autor*innen sehr wohl. Trotzdem reizt mich ein Kleinverlag und ich kann mir vorstellen, mich mal zu bewerben.

Grumpy Moon: So ziemlich alles ist mir lieber als Selbstverlag, da ich nun mal nur eine Autorin bin, keine Grafikdesignerin, PR-Frau oder Rechtsexpertin. Ich konzentriere mich lieber auf das, was ich kann (Schreiben), und überlasse das Drumherum Leuten, die wiederum das besser können.

Fragefreitag: Psychische Gewalt ist manchmal viel extremer als körperliche. Wie achtet ihr darauf, beim Schreiben nicht „zu viel“ einzusetzen?

Psychische Gewalt ist ein sensibles Thema, auch beim Schreiben. Heute fragen wir unsere Nornen danach, wie sie beim Schreiben darauf achten nicht zu viel davon einzusetzen. Teilt eure Meinung zu diesem Thema gerne auch unter dem Hashtag #Nornenfragefreitag mit uns.

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Nike Leonard: Bei mir dient dich Schilderung von Gewalt immer einem Zweck.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Gar nicht. Oft habe ich das Gefühl, wenn ich dann lese, was im realen Leben getan wird, dass meine Geschichten im Vergleich immer noch sehr harmlos sind.

Siiri Saunders: Bisher hatte ich noch nicht das Bedürfnis psychische Gewalt aus meinen Texten zu nehmen. So extrem kommt sie nicht vor oder sie musste eben so sein, wie ich sie geschildert habe. Trotzdem eine schöne Frage, über die ich erstmal nachdenken musste.

Diandra Linnemann: Ich habe erst einmal eine Konfliktszene aus einer Geschichte entfernt – nachdem mir Testleser, Lektorin UND Verlegerin glaubhaft erklärten, sie würden mit dem angegriffenen Charakter zu sehr mitleiden und die Protagonistin stehe durch die Szene schlecht da. Dabei war ich gerade auf die Szene handwerklich sehr stolz … aber ich wollte die Geduld der Leser auch nicht überstrapazieren.

Elenor Avelle: „Zu viel“ liegt im Auge des Betrachters. Bei der Erstfassung von „Infiziert“ haben sich meine Alphaleser darüber beschwert, dass ich die Folter von Charlie nicht zeige. Die Betaleser hingegen haben sich dann über die Folterszenen beschwert. Die Balance zu finden, war nicht so einfach.

Anna Kleve: Das kommt eigentlich immer auf die Geschichte an und hängt meiner Meinung nach auch stark vom Charakter des Antagonisten ab. Klar festlegen kann ich es nicht. Das mache ich eher nach Gefühl.

Laura Kier: Was ist zu viel? Vielleicht schreibe ich zu wenig über psychische oder körperliche Gewalt – wobei das stimmt nicht. Gerade in „Perfektion – Die Veränderten“ (Dystopie) habe ich durchaus ein entsprechendes Setting. Da ich keine negativen Stimmen zu dem Thema gehört habe, nehme ich an, das mein Bauchgefühl da stimmig war. Von daher höre ich auf mein Bauchgefühl und natürlich auch auf meine Testleser.

Grumpy Moon: Indem ich auf mein eigenes Gefühl höre. Es muss in die Geschichte passen und sollte mir als Autorin nicht zuwider sein, es zu schreiben. Bisher bin ich in dieser Hinsicht aber noch nie an meine Grenzen gestoßen, und da ich nicht für Kinder schreibe, muss ich auch nicht allzu sehr aufpassen.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Jeder, der schon mal in Marquis de Sade reingeschnuppert hat, wird festgestellt haben, dass es abstumpft und damit auch langweilt. Es sollte zur Geschichte passen, und es sollte immer noch etwas Luft nach oben lassen, also eine Steigerung zulassen. Schließlich will man sich innerhalb seiner Geschichte ja nicht gleich alle Wege verbauen. Generell gilt in der Ausformulierung von Gewaltszenen: weniger ist mehr! Lasst die Fantasie des Lesers anspringen! Erzählt nicht jedes grausliche Detail.

June Is: Manchmal hilft es, die Perspektive zu wechseln. (natürlich nur in Gedanken)

Fragefreitag: Welches ist das schönste Thema, für das ihr einmal einen Anthologiebeitrag geschrieben habt?

Anthologien sind ein schönes Mittel, um seine Kreativität zu einem bestimmten Thema in kurzen Texten zu bündeln und den Beitrag dann gesammelt mit anderen Autoren zu veröffentlichen. Wir fragen unsere Nornen heute danach, welches Anthologiethema ihnen besonders gut gefallen hat. Lasst uns auch gerne euer schönstes Anthologiethema, über das ihr schon einmal geschrieben habt, unter dem Hashtag #NornenFragefreitag da.

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Anna Weydt: Mir persönlich gefallen offen gestellte Fragen bei Anthologien sehr, weil man dann nicht zu eingeschränkt beim Schreiben ist. Deshalb hat mir die Anthologie vom Literaturhaus Schleswig-Holstein gut gefallen.

Siiri Saunders: Zwar kann ich nicht mit unendlich vielen Anthologien trumpfen, allerdings gefällt mir das Thema Nächsten/- und Selbsthilfe in einer noch erscheinenden Benefizanthologie sehr gut. Aber auch die Fantasyanthologie mit dem Thema Nornen aus dem Nornennetz hat mich sehr inspiriert und zur Geschichte der Erschaffung der Elementewelt geführt. Die wäre zurzeit sonst nicht entstanden.

Janna Ruth: Mir hat die Geister der Vergangenheit-Anthologie von Torsten Low sehr gefallen, weil sie mich dazu gebracht hat, mich mit den Geistergeschichten in meiner Gegend auseinanderzusetzen und ich dabei auf viele tolle Plotbunnys gestoßen bin.

Diandra Linnemann: Ich freue mich immer, wenn ich Geschichten „für den guten Zweck“ oder für Themen, die mir persönlich am Herzen liegen, schreiben darf – eine schöne Herausforderung war eine englischsprachige Anthologie zum heidnischen Fest Beltane (auch, weil Erotik für mich nicht leicht zu schreiben ist, da habe ich kein Händchen für).

Katherina Uschachov aka Evanesca: Gute Frage … Ich mag eigentlich alle Themen, über die ich geschrieben habe. Sonst hätte ich es nicht getan. „Das Geräusch der fliegenden Zeit“ (noch nicht erschienen) war wundervoll. Ebenso eine Ausschreibung zum Thema „Draculas Erben“, da fiebere ich noch, ob ich angenommen wurde oder nicht. Das neulich angenommene „Haus am grünen See“ war aber auch gut … Wobei, das Highlight war vermutlich folgendes: Ein auf Horror spezialisierter Verlag suchte nach Texten, die „skurill“ und/oder gruselig und/oder erotisch waren und mit Meerjungfrauen zu tun hatten. Ich schrieb meinen Beitrag, um mir zu beweisen, dass ich auch sowas hinkriege. Und dann … wurde er angenommen. Davon habe ich mich immer noch nicht erholt, freue mich aber sehr.

June Is: Kann nichts Konkretes benennen, aber ich mag Ausschreibungen, die kritische Themen wählen; Themen, über die man nicht gleich schreiben würde, die über Grenzen gehen…

Laura Kier: Ich sag es mal so, grundsätzlich suche ich mir nur die Themen raus, die mich ansprechen, zu denen ich Ideen habe. Manchmal suche ich aber auch die Herausforderung, Neues auszuprobieren. Das Schönste Thema habe ich von daher nicht, aber viele interessante. Zuletzt habe ich mich für eine Anthologie z.B. mit dem Thema Einsamkeit auseinander gesetzt – das war ziemlich spannend.

Ela Schnittke: Ich schließe mich Eluin an, ich schreibe nur für Themen, die mich ansprechen. Manche catchen mich da natürlich mehr als andere. Die Bienen-Ausschreibung des Art-script Verlags hat mir bis jetzt am besten Gefallen, da sie ein wichtiges Thema behandelt. Die Vorstellung, dass eine Anthologie oder ein Text die Menschen zum besseren Umgang/kritischeres Bewusstsein mit der Natur bewegt, wäre ein Traum.

Fragefreitag: Mögt ihr die Art des Erzählens in Filmen oder Büchern lieber?

Die Art des Erzählens in Buch und Film unterscheidet sich häufig stark voneinander. Welche Art des Erzählens unsere Nornen bevorzugen oder ob sie vielleicht sogar beide auf ihre Weise mögen, erfragen wir heute in unserem #NornenFragefreitag. Lasst uns auch eure Meinung gerne in den Kommentaren da.

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Anna Weydt: Ich finde, dass beide Arten ihre ganz eigene Berechtigung haben. Filmen lässt sich in der Regel leichter folgen, wohingegen man sich auf Bücher vollkommen einlassen muss.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Ich mag beides. Der Film kann manchmal Dinge einfach zeigen, visuell oder sogar auditiv, im Buch muss dafür mehr angedeutet und/oder erklärt werden. Das Buch lässt der Fantasie mehr Freiraum (auch, wie zB die Figuren aussehen), dafür kann im Film das Momentum und die Gleichzeitigkeit besser dargestellt werden.

Nike Leonard: Beides hat seine Vor- und Nachteile: Der Film ist ein gutes Medium für alles Äußere, aber weniger für die Darstellung von Gefühlen, Motiven und anderen inneren Vorgängen. Das Buch lässt einen auch in die Köpfe und Seelen der Charaktere schauen, ist aber bei der Schilderung äußerer Vorgänge der geballten Information unterlegen, die durch Bilder vermittelt wird. Wenn die jeweils zur Verfügung stehenden Techniken gut eingesetzt sind, mag ich beides.

Diandra Linnemann: Bücher bieten einem mehr Möglichkeiten – man kann beliebig viele Nebenstränge und Wendungen einbauen, hat meistens auch mehr Möglichkeiten für Charaktere. Die Erzählweise in modernen (z.B. Netflix-)Serien ist da dem Buch ähnlicher. Bei einem Film kann man sich allerdings manchmal auch einfach berieseln lassen, das ist ja auch ganz schön. 🙂

Laura Kier: Mir gefällt beides. Bücher lassen mehr Raum für die eigene Phantasie und Filme können dafür mit Musik und Bild verzaubern.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich finde, dass man das nicht vergleichen kann. Sowohl Filme als auch Bücher können sehr unterschiedlich erzählt sein. Ich liebe es, wenn in einem der beiden Medien aber die Besonderheiten voll ausgeschöpft werden. Wenn also ein Fim Dinge tut, die nur ein Film tun kann und ein Buch Dinge tut, die in einem visuellen Medium nicht möglich wären.

Maelle: Beides kann toll sein. In Büchern liebe ich es, tieferen Gedankengängen zu folgen und mich in den Kopf der Figuren begeben zu können, in Filmen ist manchmal die Wucht der Bilder nicht zu toppen.

Siiri Saunders: Da beides völlig unterschiedlich ist, kann ich persönlich es schwer miteinander vergleichen. Ich gehe sehr gerne ins Kino, die Bildgewalt, die heutzutage vor allem in Filmen mit Natur (Black Panther, Avatar etc.) vorkommt, haut mich jedes Mal aufs Neue um. Ich liebe es. Doch ein Buch zieht mich auf eine andere Weise in seine Welt. Es lässt mich interpretieren, nachdenken, erleben. Es schreibt weniger vor. Ich liebe beides.

Ela Schnittke: Da kann ich mich nicht entscheiden. Es gibt sowohl Filme als auch Bücher, die sehr gut gemacht sind. Filme können ebensogut Emotionen transportieren, sie haben den Vorteil der Musik und auch Filme können auf subtile Art Motivationen, Unsicherheiten und derartiges transportieren. In Büchern mag ich endlosen Beschreibungen von Umgebungen nicht, in Filmen ist das natürlich einfach zu zeigen. Okay ihr merkt schon, ich bin ein absoluter Filmfan, aber Bücher können einen meist besser mit sich reißen. Man taucht tiefer in die Welt ein. Die Emotionen, Gedanken, Sehnsüchte sind präsenter und ich liebe es, mir die Dinge vorzustellen. Manchmal würde ich sie auch gerne umgesetz wissen („als Film wäre das cool“), aber die Fanatasy arbeiten zu lassen, macht mehr Spaß.

Fragefreitag: Welche Buchverfilmungen findet ihr richtig klasse?

Buchverfilmungen sind so eine Sache: Manche sind wirklich gelungen, viele eher nicht. Dabei stellt sich immer die Frage danach, ob der Film ans Buch herankommt oder andersherum. Heute fragen wir nach den tollsten Buchverfilmungen, die unseren Nornen im Gedächtnis geblieben sind. Welche Buchverfilmungen fandet ihr wirklich gelungen? Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag wissen.

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Laura Kier:  Äh … negative Beispiele würden mir einige einfallen. Positive … vielleicht Harry Potter und Herr der Ringe. Ich muss ja gestehen, dass ich beides noch nicht durch habe, aber die Filme finde ich trotz Differenzen zu den Büchern gut gemacht. Panem ist für mich ebenfalls sehr gut und stimmig. Differenzen sind natürlich da, aber hier kann ich nicht einmal sagen, was ich besser finde.

Grumpy Moon:  Hunger Games, besonders die ersten beiden Teile. Sehr buchgetreu, auch wenn natürlich nicht alles übernommen wurde.

Nike Leonard: Ich fand „Der Sternwanderer“ ganz gelungen, auch wenn der Film sich nur bedingt an die Vorlage hält. Aber das ist ja leider bei vielen Verfilmungen so.

Anna Weydt: Ich muss zugeben, dass ich den ersten Panem Film richtig gut finde, weil er nah am Buch bleibt und ich mir den Charakter der Katniss genau so vorgestellt habe. Danach lässt es leider nach.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Mir hat auch der „Sternwanderer“ sehr gut gefallen, als Buch wie auch als Film. Ebenso ging es mir bei „Coraline“.

cazze: Cloud Atlas – Wobei ich zugeben muss, dass ich erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen habe

Katherina Uschachov aka Evanesca: „Interview mit einem Vampir“ – ich habe zuerst den Film gesehen und danach angefangen, Romane ernsthaft zu schreiben. Das davor war Wischiwaschi. Erst dann habe ich das Buch gelesen.

Diandra Linnemann: Buchverfilmungen sind immer schwierig, weil man – gerade bei Lieblingsbüchern – ja auch den „Film im Kopf“ hat. Mir gefällt es eigentlich immer, wenn der Film nicht nur ein Abklatsch des Buches wird, sondern auch als eigenes Kunstwerk bestehen kann. Gute Beispiele dafür sind „Der Sternwanderer“, da weichen Buch und Film teilweise extrem voneinander ab, ohne dass eines der Medien leidet, oder auch „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

Fragefreitag: Was schreibt ihr lieber – Liebesszenen oder Kampfszenen?

Liebes- und Kampfszenen können schwierig zu schreiben sein. Manchen fällt es leichter, Liebesszenen zu schreiben, anderen Kampfszenen. Heute stellen wir den Nornen die Frage, welche Art von Szene sie bevorzugt schreiben. Lasst uns auch gerne unter dem Hashtag #NornenFragefreitag eure Antwort zu dieser Frage da.

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Laura Kier: Weder noch? 😉 Ich bin von beiden nur bedingt Fan. Nur um eine Liebes- oder Kampfszene zu schreiben, würde ich keins von beidem schreiben. Gehört es aber in die Handlung, dann schreib ich beides gleich gerne.

Anna Weydt: Ich muss zugeben, dass ich einfacher Kampfszenen schreiben kann. Insgesamt sind aber sowohl Kampf- als auch Liebesszenen schwierig zu schreiben, ohne in Klischees abzudriften oder den Leser zu langweilen.

Nike Leonard: Eindeutig Kampfszenen. Ein Lehrer sagte mal, mir fehle der Sinn für Romantik und in gewissem Sinn stimmt das. Bei Kampfszenen habe ich ein gutes Gespür dafür was welche Wirkung hervorruft. Schilderungen von Liebesszenen kommen mir schnell überzogen, unglaubwürdig oder kitschig vor.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Naja, beides ist eine Choreografie aus Aktion und Reaktion. Nur dass bei einer Kampfszene Waffen involviert sind, Rüstungsteile, ich beachten muss, ob irgendwelche Körperteile herumfliegen oder bluten … Okay, Moment, je nach Liebesszene (ist das euphemistisch für Sexszene oder wirklich was Romantisches gemeint?) kann es auch da ziemlich brachial werden. Mir fällt es allerdings bei Kampfszenen leichter, das Sprachliche auszuformen, bei Liebesszenen gleitet man doch zu schnell in einen Bereich ab, wo es peinlich wird.

Siiri Saunders: Beides hat ihren Reiz und beides ist sehr schwer zu schreiben, ohne dämlich zu wirken. Liebesszenen schreibe ich von Herzen gerne. Kampfszenen habe ich mir oft im TV angesehen, um wirklich zu verstehen, was man da genau wissen möchte. Letztenendes präferiere ich keines von beidem, sondern schreibe, was geschrieben werden muss.

Diandra Linnemann: Finde ich beides schwierig – es gibt unheimlich viel Action auf dichtem Raum. ^^

Elenor Avelle: Was ich gerade schreiben kann, hängt von meiner eigenen Stimmung ab. Grundsätzlich schreibe ich aber beides gerne, wenn es in der Geschichte gut passt.

June Is: Beides herausfordernd. Wenn ich wählen müsste, dann Liebe. Weil es auch eine Art Kampf sein kann.

Anna Kleve: Beides. Ich finde beides nicht immer einfach und manchmal sehr herausfordernd. Im Grunde hängt das auch immer von meiner Stimmung ab. Wenn ich schlechte Laune habe, dann schreibe ich eher Kampfszene, bei besserer Laune eher Liebesszenen. Also stimmungsabhängig.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Lieber Sexszenen, als Kampfszenen. Liebesszenen sind auch ok, wenns nicht zu schmalzig wird. Liebesbriefe finde ich ganz nett.

Grumpy Moon: Ich mag beides nicht besonders, aber wenn, dann Kampfszenen. Bei allem, was auch nur entfernt als romantisch verstanden werden könnte, habe ich immer die Befürchtung, dass es vielleicht kitschig rüberkommt.

Fragefreitag: Welche Bösewichte aus Literatur und Film sind euch am meisten in Erinnerung geblieben und warum?

Antagonisten sind immer interessant. An ihnen bemisst sich, wie gut oder schlecht der Konflikt in einer Geschichte wirklich ist. Deshalb fragen wir heute danach, welche Bösewichte aus Literatur und Film unseren Nornen am meisten in Erinnerung geblieben sind. An welche könnt ihr euch noch erinnern und welche fandet ihr besonders toll? Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag gerne wissen.

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Katherina Uschachov aka Evanesca: Schwer zu sagen, mir bleiben, wenn ich ehrlich bin, generell oft eher die Bösewichte in Erinnerung … Als kleines Kind hatte ich immer ein gewisses Faible für Ursula aus dem „Arielle“-Film von Disney. Ich meine, eine coole Krakenfrau mit Zauberkräften. Und von Voldemort hatte ich mal den Alptraum, dass er mir als Tom Riddle in einer Bibliothek auflauert, um mich zu töten, weil ich ein Muggel ist. Das sagt einiges aus, oder?

Anne Zandt: Ein Charakter, an dem ich so ziemlich alle Bösewichte messe, die mir über den Weg laufen, ist Mephistopheles aus Faust bzw. die Ursprungsform dieses Charakters Loki aus der nordischen Mythologie. Ich mag einfach diese Art von Charakter, die „stets das Böse will und stets das Gute schafft“. Eine aktuellere Version dieses Figurentyps ist z.B. „Penguin“ aus der TV-Serie „Gotham“ (über sein Comic-Counterpart kann ich tatsächlich nicht sonderlich viel sagen :D).

Anna Weydt: Ganz klassisch: Mephistopheles aus Faust. Diese Mischung aus spitzbübisch und böse hat mich einfach fasziniert.

Siiri Saunders: Als ausgesprochener Marvel Fan ist Thanos aktuell der Bösewicht, der mir sofort in Erinnerung kommt. Gerade bei seinem letzten Auftritt konnte man seine Charakterisierung deutlich erkennen. Thanos HAT Gefühle, vielleicht liebt er sogar. Er glaubt, sich durch sein Tun in den Dienst von etwas Höherem zu stellen – die Welt zu retten, auch wenn es den Tod der Menschheit bedeutet. Zuletzt schaute ich „Coach Carter“, der durch seine strenge Erziehung aus „Ghetto-Kids“ ordentliche Männer machen wollte. Er bekam heftigen Gegenwind, wollte schon aufgeben. Die „Ghetto-Kids“ erkannten letztendlich die Wahrheit in seinem Handeln und handelten danach. Ob das, was jemand tut, immer aus den richtigen Gründen geschieht und ob es tatsächlich das Richtige ist, bleibt letzten Endes jedem selbst überlassen. Wird der Antagonist durch eine Meinung charakterisiert, die die moralische Welt des Lesers ins Wanken bringt, ist doch die halbe Miete schon gezahlt. Im Moment stehe ich auf diese Art der Darstellung des Bösewichts.

Jule Reichert: Viele. Oft mag ich die Bösen sogar lieber, als die eigentlichen Helden. Auf der einen Seite gibt es die, die so gesehen nicht böse sind, sondern das richtige mit den falschen Mitteln erreichen wollen oder deren Motivation zumindest nachvollziebar ist. Thanos aus dem Marvel-Universum zum Beispiel. Er wollte das eigentliche Grundproblem nur auf die falsche Weise lösen. Oder um ein Buchbeispiel zu nehmen: Die böse Priesterin aus Elea Brandts „Opfermond“, bei der auch sehr deutlich wird, warum sie das tut. Auf der anderen Seite liebe ich diese zwiegespaltenen Bösen, die einfach alles nach ihrem eigenen Sinnen machen, aber letztlich doch nicht böse sind und ab und zu das richtige tun – aus ihrer eigenen Motivation heraus natürlich. Loki zum Beispiel. Oder auch die Böse Fee aus Dornröschen (und nein, ich meine nicht nur die Disney-Version Malificent). Und wer mir da auch immer in den Sinn konnt, ist Spike aus „Buffy“. Und ja, mir würden sicherlich noch einige mehr Bösewichte einfallen, wenn ich weiter nachdenke 😉

Diandra Linnemann: Eigentlich war er ja gar nicht „der Böse“, aber Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“ als Gegenspieler für Agent Sterling war schon ziemlich beeindruckend. Dagegen macht Buffalo Bill einem kaum mehr Angst.

Elenor Avelle: Richtig gut gemachte Anagonisten sind etwas Wunderbares. Die richtig gut gelungenen sind aber nicht einfach nur böse. Im Harry Potter Universum finden sich gute Beispiele: Snape und Dolores Umbridge. Loki, den viele aus den Thorverfilmungen kennen, ist auch gut in Szene gesetzt und wer kennt Dath Vader nicht.

June Is: The Joker in Batman, weil seine Bösartigkeit teilweise nachvollziehbar ist. Also egal, wer die Rolle spielte 😀 … ansonsten der Mensch in V for Vendetta. Er hatte etwas an sich und vertrat Meinungen, die andere sicher auch haben. Angst! Fällt mir gerade auf: Zwei sehr clownähnliche Typen.

Anna Kleve: Schwierig, aber ich würde jetzt einfach mal Dagnarus aus „Stein der Könige“ sagen, einfach, weil das erste Buch im Grunde seinen Werdegang und seinen Weg zum Bösen richtig zeigt. Selbst wenn man seine Taten nicht mag, kann man ihn teilweise verstehen.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Mordred in Marion Zimmer-Bradleys „Nebel von Avalon“, weil er von allen nur als Spielstein in einem sehr großen Spiel um Macht und Einfluß gesehen wurde, aber sich niemand um ihn als Mensch bemüht hat. Er wehrt sich auch gegen die Rolle des Neuen Königs (und Vatermörders) die ihm zugedacht war. Erfüllt diese Rolle dann aber letzlich doch, wenn auch mit gänzlich anderem Motiv (und Ausgang), als von den Strippenziehern geplant.

Laura Kier: Verdammt gute und schwierige Frage. Ganz spontan möchte ich sagen Bösewichte wie Gru (Ich – Einfach unverbesserlich), Megamind oder das Biest. Alle diese Charaktere scheinen zunächst böse und wollen es zum Teil auch bewusst sein, aber es steckt viel mehr in ihnen. Wenn es um wirklich böse Charaktere geht, dann bin ich wie Siiri bei Marvel – Loki finde ich ist wieder herrlich zwielichtig und Thanos einfach nur böse.

Grumpy Moon: A.L.I.E. aus The 100: Eine künstliche Intelligenz, die dazu geschaffen wurde, das Leben der Menschen zu verbessern, und zu dem Schluss kam, dass es zu viele Menschen gibt und deswegen eine Apokalypse angebracht wäre… Es würde zu weit führen, die ganze Geschichte zu erzählen, aber unter anderem nimmt A.L.I.E. für den Zuschauer die Form ihrer menschlichen Schöpferin an, und die schauspielerische Leistung der Darstellerin ist sehr beeindruckend – sexy und gruselig zugleich.

cazze: Voldemort und Umbridge. Bei Voldemort wegen der Hintergrundgeschichte und bei Umbridge, weil da das Äußerliche total im Kontrast zum Inneren steht, was sonst seltenst der Fall ist. Zudem ist mir in der Serie „The Tick“der Antagonist „The Terror“ im Gedächtnis geblieben. Vor allem weil er von außen aussieht wie der totale Klischeebösewicht, aber irgendwie einen an der Waffel hat und witzig ist. Zudem spielt er Schlagzeug.

Fragefreitag: Welches Stereotyp stört euch bei der Darstellung des Bösen am meisten?

Das Böse hat viele Gesichter. Leider wird es in Literatur und Film viel zu oft eindimensional dargestellt, sodass man fast den Eindruck gewinnen könnte, es gäbe nur den extrem überzeichneten Bösewicht ohne Motivation. Wir fragen heute, welches Stereotyp euch bei der Darstellung des Bösen am meisten stört. Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag wissen!

Autoren Urlaub

Anne Zandt: Das sie grundlos böse sind. Ich liebe gute Hintergrundgeschichten von Bösewichten, bei denen man nachverfolgen kann, warum sie so geworden sind.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Die böse Lache. Und dass sie immer früher oder später ihren Plan erzählen müssen. Oder ihre Hintergrundgeschichte. Übrigens herrlich bei „Phineas und Ferb“ gebrochen, dieses Stereotyp!

Siiri Saunders: Die „Boshaftigkeit himself“ war auch mal klein – insofern sollte den Antagonisten etwas geprägt haben und der Leser sollte davon erfahren, um ein gutes Leseerlebnis zu haben.

Diandra Linnemann: Böse, die nur so aus Spaß böse sind. Jeder Mensch (und die meisten Nicht-Menschen auch) glaubt von sich, gute Beweggründe für sein Handeln zu haben, und hält sich selbst für den Helden seiner eigenen Geschichte. Ich will Bösewichte, die komplex sind und eigene Ideen verfolgen und nett zu ihrer Großmutter sind.

Anna Weydt: Bösewichte, die keine Motivation haben, das zu tun, was sie tun. Wenn ein Buch oder Film seinen Antagonisten aber darauf reduziert, finde ich das total langweilig.

Elenor Avelle: Schwarz-weiß-Denken ist bei Helden und Schurken gleichermaßen Öde. Niemand behällt solche Charaktere in Erinnerung.

Nike Leonard: Bösartigkeit als Prinzip. Ich sehe es wie Diandra, dass jede/r das eigene Handeln als richtig oder wenigstens als notwendig empfindet und rechtfertigt.

June Is: Männer sind böser als Frauen. Jaja.

Anna Kleve: Antagonisten, die einfach nur aus dem Grund böse sind, weil sie böse sein müssen und eigentlich keinen Grund dazu haben.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Böse haben immer schlechte Zähne (in Filme), und oft ungepflegte Hände. Oder den irren Blick. Dabei ist „das Böse“ oft ganz schrecklich banal.

Maelle: Wenn Antagonisten nur böse sind. Niemand ist nur böse, und wenn er nur den Hund gern hat.

Laura Kier: Keine tiefe bei den Charakteren und damit ein grundloses Böse. Ich mag es, wenn Charaktere aus ihrer Perspektive logisch handeln und deshalb von außen die Bösewichter sind.