Fragefreitag: Ist Halloween für euch in euren Texten ein Thema oder ist es schon zu ausgelutscht?

Bestimmte Dinge wiederholen sich jedes Jahr, dazu gehört auch Halloween. Wir wollen diese Woche von unseren Nornen wissen, ob sie solche Gelegenheiten in ihr Schreiben miteinbeziehen oder komplett außen vor lassen. Habt ihr schon einmal einen Text über Halloween geschrieben? Lasst es uns unter dem Hashtag #Nornenfragefreitag wissen.

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Katherina Uschachov aka Evanesca: Bisher kam Halloween nur in einem meiner (noch unveröffentlichten) Romane vor: Und zwar in Zusammenhang mit dem NaNoWriMo. Da habe ich meine Mainzer NaNo-Truppe verewigt, indem ich meinen „Rahmenhandlungs-Prota“ mit ihnen Horrorfilme schauen ließ, bevor es ans Reinschreiben in den NaNoWriMo ging. Ansonsten spielt Halloween keine Rolle. Allerdings nicht, weil es ausgelutscht wäre. Es hat sich bisher einfach nie ergeben. Meine historische Fantasy ist aktuell noch im alten Rom, da ist Halloween noch irrelevant. „Zarin Saltan“ ist nicht an Jahreszeiten gebunden und die Handlung meiner Dystopie spielt im Sommer.

Anna Weydt: Über Halloween habe ich noch nie geschrieben. Herbststimmung kommt in meinen Romanen aber immer wieder gerne auf.

Laura Kier:  Selten. Ich habe zwar zwei Kurzgeschichten in einer Anthologie um Halloween platziert, aber beides eher mit dem Hintergrund von Sammhain u.ä. Festtagen, sprich offene Toren zwischen den Welten.

Anne Zandt: Halloween bzw. Samhain ist ein faszinierender Brauch. Mindestens zweimal habe ich das ganze schon mal in einer Kurzgeschichte verarbeitet und es werden bestimmt noch weitere folgen.

June Is: Habe einige gute Ideen dazu aufgeschrieben, aber noch keine in eine Story umgesetzt.

Jasmin Engel: Halloween ist bisher nur am Rande in meinen Romanen und Kurzgeschichten vorgekommen, Hauptthema war es noch nicht.

Fragefreitag: Was wünscht ihr euch bei einer Zusammenarbeit mit einem (Klein)verlag?

Die Zusammenarbeit mit Verlagen ist für viele Autoren ein Dreh- und Angelpunkt bei der Veröffentlichung ihrer Werke. Deshalb stellen wir heute die Frage danach, was sich unsere Nornen bei der Zusammenarbeit mit (Klein)verlagen wünschen, was ihnen besonders wichtig ist. Was wünscht ihr euch von einem Verlag? Lasst es uns unter dem Hashtag #Nornenfragefreitag wissen!

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Diandra Linnemann: Einen guten persönlichen Kontakt, Engagement und absolute Ehrlichkeit darüber, was geht und was nicht. Natürlich sagt einem der gesunde Menschenverstand schon, dass ein Klein(st)verlag nicht direkt zum Bestseller führt, aber ich möchte ein Gespür dafür haben, was an Werbung, Veranstaltungen, langfristigem Einsatz möglich ist – und auch, wo die Limits liegen. Schließlich wollen wir ja zusammenarbeiten.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Einen menschlichen Umgang und zeitnahe Kommunikation. Ich möchte nicht das Gefühl haben, um Updates betteln zu müssen oder Angst zu haben, meinen Vertrag zu verlieren, wenn ich auch nur eine Frage stelle.

Grumpy Moon: Mich aufs Schreiben konzentrieren zu können und die anderen Dinge, von denen ich keine Ahnung habe, anderen Menschen zu überlassen, die dafür besser qualifiziert sind.

Maelle: Eine Zusammenarbeit, die Spass macht, in der Erwartungen klar formuliert und Entscheidungen gemeinsam gefällt werden.

Jasmin Engel: Am Besten, mich mit ihnen auf einer Wellenlänge zu fühlen und einen offenen, respektvollen Umgang miteinander.

Laura Kier: Die Frage stelle ich mir auch schon länger. Vor allem Unterstützung bei meinen Projekten und damit eine Begegnung auf Augenhöhe. Buchsatz, Covergestaltung usw. mach ich auch im Selfpublishing und das gerne, von daher wünsche ich mir vor allem auch weitere Leser, die durch eine Veröffentlichung in einem Verlag auf mich aufmerksam werden.

Fragefreitag: Selbstverlag oder Kleinverlag?

Selbstverlag oder Kleinverlag? Diese Frage stellt sich vielen Autoren, für die ein großer Publikumsverlag aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommt. Welche Variante unsere Nornen bevorzugen, haben wir in unserem heutigen #Nornenfragefreitag gefragt. Was denkt ihr zu dem Thema? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich mag beides recht gerne, wenn ich ehrlich bin. Sowohl mit engagierten Kleinverlagen zu arbeiten, als auch, Dinge selbst herauszubringen. Es ist projektabhängig, wofür ich mich entscheide.

Laura Kier: Selbstverlag. Ich mag es die Bücher genau so zu machen, wie ich es möchte, ohne das mir jemand anderes reinredet. Natürlich ist mir Qualität extrem wichtig und daher auch die Meinung von anderen, aber ich möchte einfach die letzte Entscheidung haben.

Diandra Linnemann: Ich mag den Kleinverlag allein deshalb schon lieber, weil man – wenn man an den richtigen gerät – mit Profis zusammenarbeitet, die mit unglaublich viel Herzblut bei der Sache sind und einem Aufgaben abnehmen, für die man als Autor eventuell gar nicht qualifiziert ist. Selfpublishing macht viel Spaß, aber ich kann einfach nicht alles gleich gut.

Anna Kleve: Ich habe bisher nur Selbstverlag gemacht und mit Kleinverlagen keine Erfahrungen. Nach dem, was ich von anderen Autorinnen gehört habe, ist meine Meinung da etwas zwiespältig, aber ich möchte es trotzdem mit dem nächsten Projekt mal versuchen, auch wenn ich im Selbstverlag natürlich mehr Freiheiten habe.

Siiri Saunders: Bisher bin ich „nur“ Selbstverlegerin, weil mir was anderes noch nicht in den Sinn gekommen ist. Auch bei meinem Gemeinschaftsprojekt fühle ich mich als Herausgeberin mit den 22 anderen Autor*innen sehr wohl. Trotzdem reizt mich ein Kleinverlag und ich kann mir vorstellen, mich mal zu bewerben.

Grumpy Moon: So ziemlich alles ist mir lieber als Selbstverlag, da ich nun mal nur eine Autorin bin, keine Grafikdesignerin, PR-Frau oder Rechtsexpertin. Ich konzentriere mich lieber auf das, was ich kann (Schreiben), und überlasse das Drumherum Leuten, die wiederum das besser können.

Nornengestöber zum Oktober

Morgen beginnt der Oktober und damit für einige Autoren und Autorinnen ein ganz besonderer Monat. Der Monat des Grusels und Horrors, der Fantastik und Spannung. All Hallows Eve rückt näher, plötzlich hängen Hexen in den Fenstern, Kürbisfratzen stehen vor der Tür und Gespenster huschen durch die Straßen. Zeit also auch für eine gruselige #Nornenstöberrunde.

Die Vorstellung von Geistern gibt es schon seit Ewigkeiten. Geister wurden angerufen, gefürchtet und verehrt. Wer nachlesen will, wie diese körperlosen Seelen im Mittelalter betrachtet wurden, sollte hier klicken.

Nicht minder gruselig wird es, wenn eigentlich positiv gezeichneten Wesen blutrünstiges nachgesagt wird. Oder kennt ihr die Geschichte von den fleischfressenden Pferden? Nein? Plotbunny benötigt? Einfach hier nachlesen.

Spezialistin für Horror ist Nora Bendzko. Eine Rezension zu ihrem Roman Kindsräuber könnt ihr bei Poisonpainter lesen. Vielleicht genau das richtige für eure Oktober-Leseliste.

Leider stark verbreitet und dabei ein ganz besonderer Horror ist sexuelle Gewalt in Fantasyromanen. Wir stolpern immer wieder darüber und hatten in unserer Blogparade Fantasy und Gewalt einige Beiträge zusammengetragen. Sehenswert ist auch dieses Video.

Manchmal ist es eine Kleinigkeit, die sich zum Alptraum entwickelt. Janna hat auf KeJas Buchblog Eva-Maria Obermanns Zeitlose – Doras Erwachen rezensiert und verrät, was ihr am „fremden“ Genre doch gefallen hat.

Ihr wollt nicht nur lesen, sondern mitmachen? Dann seid ihr bei Elenor Avelle richtig. Zu ihrem neuen Buch Gefesselt – der Anfang hat sie auf ihrer Website ein interaktives Spiel generiert. Viel Spaß dabei.

Fragefreitag: Psychische Gewalt ist manchmal viel extremer als körperliche. Wie achtet ihr darauf, beim Schreiben nicht „zu viel“ einzusetzen?

Psychische Gewalt ist ein sensibles Thema, auch beim Schreiben. Heute fragen wir unsere Nornen danach, wie sie beim Schreiben darauf achten nicht zu viel davon einzusetzen. Teilt eure Meinung zu diesem Thema gerne auch unter dem Hashtag #Nornenfragefreitag mit uns.

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Nike Leonard: Bei mir dient dich Schilderung von Gewalt immer einem Zweck.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Gar nicht. Oft habe ich das Gefühl, wenn ich dann lese, was im realen Leben getan wird, dass meine Geschichten im Vergleich immer noch sehr harmlos sind.

Siiri Saunders: Bisher hatte ich noch nicht das Bedürfnis psychische Gewalt aus meinen Texten zu nehmen. So extrem kommt sie nicht vor oder sie musste eben so sein, wie ich sie geschildert habe. Trotzdem eine schöne Frage, über die ich erstmal nachdenken musste.

Diandra Linnemann: Ich habe erst einmal eine Konfliktszene aus einer Geschichte entfernt – nachdem mir Testleser, Lektorin UND Verlegerin glaubhaft erklärten, sie würden mit dem angegriffenen Charakter zu sehr mitleiden und die Protagonistin stehe durch die Szene schlecht da. Dabei war ich gerade auf die Szene handwerklich sehr stolz … aber ich wollte die Geduld der Leser auch nicht überstrapazieren.

Elenor Avelle: „Zu viel“ liegt im Auge des Betrachters. Bei der Erstfassung von „Infiziert“ haben sich meine Alphaleser darüber beschwert, dass ich die Folter von Charlie nicht zeige. Die Betaleser hingegen haben sich dann über die Folterszenen beschwert. Die Balance zu finden, war nicht so einfach.

Anna Kleve: Das kommt eigentlich immer auf die Geschichte an und hängt meiner Meinung nach auch stark vom Charakter des Antagonisten ab. Klar festlegen kann ich es nicht. Das mache ich eher nach Gefühl.

Laura Kier: Was ist zu viel? Vielleicht schreibe ich zu wenig über psychische oder körperliche Gewalt – wobei das stimmt nicht. Gerade in „Perfektion – Die Veränderten“ (Dystopie) habe ich durchaus ein entsprechendes Setting. Da ich keine negativen Stimmen zu dem Thema gehört habe, nehme ich an, das mein Bauchgefühl da stimmig war. Von daher höre ich auf mein Bauchgefühl und natürlich auch auf meine Testleser.

Grumpy Moon: Indem ich auf mein eigenes Gefühl höre. Es muss in die Geschichte passen und sollte mir als Autorin nicht zuwider sein, es zu schreiben. Bisher bin ich in dieser Hinsicht aber noch nie an meine Grenzen gestoßen, und da ich nicht für Kinder schreibe, muss ich auch nicht allzu sehr aufpassen.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Jeder, der schon mal in Marquis de Sade reingeschnuppert hat, wird festgestellt haben, dass es abstumpft und damit auch langweilt. Es sollte zur Geschichte passen, und es sollte immer noch etwas Luft nach oben lassen, also eine Steigerung zulassen. Schließlich will man sich innerhalb seiner Geschichte ja nicht gleich alle Wege verbauen. Generell gilt in der Ausformulierung von Gewaltszenen: weniger ist mehr! Lasst die Fantasie des Lesers anspringen! Erzählt nicht jedes grausliche Detail.

June Is: Manchmal hilft es, die Perspektive zu wechseln. (natürlich nur in Gedanken)

Ready Player One oder Das war doch im Buch ganz anders (Cazze)

Achtung! Dieser Beitrag enthält Spoiler zu »Ready Player One«.
Buch und Film.
Solltest du eines von beiden noch nicht gelesen/gesehen haben, bitte Artikel nicht lesen. Außer du hast nichts gegen Spoiler. Dann viel Spaß!

Ich** gehe gerne ins Kino. Ich liebe es, wenn das Licht ausgeht und nach der dritten Dolby-Atmos Werbung endlich der Film losgeht.
Besonders haben mir es Buchverfilmungen angetan. Einer der letzten Buchverfilmungen, die ich im Kino gesehen habe, war Ready Player One. Ich hatte das Buch schon ewig auf meiner Wunschliste rumfliegen, als ich den Trailer zum Film sah. Nach dem epischen Trailer dachte ich.
»Okay. Ich muss diesen Film sehen. Aber vorher lese ich noch das Buch.«
Das Buch habe ich dann innerhalb weniger Tage durchgesuchtet.

Ready Player One

Das Buch. Vorlage und doch ganz anders (Cover: S. Fischer Verlage)

In Ready Player One gibt es die OASIS. Die OASIS ist eine von James Donovan Halliday erfundene Virtuelle Welt, in der sich so ziemlich alle Menschen im Jahr 2045 flüchten und dort alles tun können, was sie wollen. Arbeiten, spielen, Freunde treffen. Sogar zur Schule gehen kann man dort.
Im Jahr 2040 verstarb Halliday und hinterließ ein riesiges Easter Egg in der OASIS. Wer dieses fand, erbte die OASIS und sein Vermögen. Doch dieses Easter Egg ist schwer zu finden und zu Beginn der Story hatte noch niemand auch nur einen Hinweis auf das Easter Egg gefunden.

Der Protagonist Wade Owen Watts ist ein Waisenjunge, der bei seiner Tante und deren Lover und den slumähnlichen Stacks aufwächst. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht Hallidays Easter Egg zu finden und hat sich über die Jahre ein beachtliches Wissen über die Popkultur der 80er und 90er des 20. Jahrhunderts angeeignet, da Halliday ein riesiger Fan davon war.
Wade ist mit einem Typen namens Aech befreundet, der auch nach Hallidays Easter Egg sucht und total verknallt in eine Spielerin namens Art3mis.
Gegenspieler ist die Konkurrenzfirma IOI mit Konzernvorstand Nolan Sorrento, der die OASIS in eine Pay-to-win oder gar Pay-to-play Welt verwandeln will.

Soweit die Geschichte.
Ich habe mir im Kino den Film angesehen und festgestellt.

Moment. Das war im Buch das ganz anders.

Und nicht nur ein bisschen anders. Sondern ganz schön anders.
Das fing schon bei den Aufgaben an, die unser Held zu bestreiten hatte.
Im Buch befindet sich der erst Schlüssel von insgesamt dreien, die zum Easter Egg führten, auf Ludus. Das ist der Planet, auf dem sich die Schulen befinden und es somit wade jeden Tag dorthin verschlägt.

Im Film dagegen war es ein Rennen und der Schulplanet wurde gar nicht erwähnt. Ganz im Gegenteil. Es gab sogar einen Flashback mit der Verkündigung der Jagd nach dem Easter Egg und es wurden Reaktion Shots gezeigt. Unter anderem auch eine Schulklasse. Die hatten zwar alle hochmoderne Tablets, hatten den Unterricht aber in einem ganz normalen Klassenzimmer. Sie waren nicht Zuhause und haben über die OASIS den Unterricht besucht, was ein Punkt war, weshalb Wade die OASIS so toll fand. Und so zog sich das über alle Aufgaben. Aus War Games wurde Shining und auch die letzte Aufgabe wurde angepasst, dass das Publikum auch die Anspielung dahinter verstand. Was ich gar nicht so schlecht fand, denn ich kannte War Games nicht, aber Shining (auch wenn ich den Film nie gesehen habe, shame on me).

Genuss oder Frustration? Wenn der Film vom Buch abweicht (Photo by Charles Deluvio 🇵🇭🇨🇦 on Unsplash)

Des Weiteren wurden die wahren Identitäten von Wades Verbündeten auch viel früher aufgedeckt als im Buch. Gerade Art3mis, in die er sich verliebt, sieht er im Buch erst nach dem Endkampf gegen Nolan Sorento und seine Sechser. Im Film dagegen kurz nachdem er den ersten Schlüssel erreicht hatte. Für den Zuschauer ist das aber ok, denn er hat eine ganz andere Ausgangsposition. Während man sich beim Lesen immer wieder fragt, was es denn mit Art3mis auf sich hat, sieht man sie beim Film schon vorab. Nämlich auf dem Filmplakat. Und in den Trailern. Und dann wäre es natürlich sinnlos eine Spannung zu etwas aufzubauen, was der Zuschauer schon längst weiß.

Es gäbe noch viele Beispiele, die ich aufzählen könnte. Doch ich habe  festgestellt, dass die meisten Unterschiede Sinn ergeben. Man erzählt in einem Buch die Dinge ganz anders wie in einem Film und hat da auch ganz andere Mittel.
Solltest du dich also bei der nächsten Buchverfilmung fragen, warum dieses oder jenes nicht im Film vorgekommen ist: Dramaturgisch gesehen hat es bestimmt irgendeinen Sinn, auch wenn es nur ums Filmplakat geht.

Und mal ehrlich: Wenn alles genauso wäre wie im Buch, dann wäre der Film doch langweilig. Oder?

**Autorin des Beitrags ist Cazze

Nornengestöber zum Herbstanfang

Auch wenn wir manchmal die warmen Tage vermissen, wir Autorinnen freuen uns eigentlich immer über den Herbstanfang. Endlich sind keine Ausreden mehr nötig, um zu erklären, warum wir lieber in der muffigen Bude hocken und tippen. Der Computer lädt viel mehr ein, wenn keine Temperaturen um den persönlichen Schmelzpunkt auf dem Thermometer festgebacken scheinen. Mit einem heißen Getränk und unseren warmen Ideen sind wir bestens gewappnet für Regentage und Sturmböen. Darum gibt es heute eine inspirierende #Nornenstöberrunde zum Herbstanfang.

Längst gibt es auch zwischen Buchdeckeln mehr als nur heterosexuelle Romanzen. Was aber wirklich noch eine Seltenheit ist, sind lesbische Charaktere. Frau Scheibseele hat sich diesem Missstand angenommen und schreibt auf ihrem Blog über Lesbian Fiction.

Katherina Ushachov adaptierte für ihre Zarin Saltan ein russisches Märchen. Wie die Umsetzung aussieht und welche Feinheiten es zu entdecken gibt, könnt ihr bei Poisonpainter nachlesen. Immer wieder interessant ist es auch, zu lesen, was Autorinnen auf ihre Ideen gebracht hat. Katherina stand Büchertraum Rede und Antwort.

Auch für uns gilt es oft, abzuwägen, ob Selfpublishing oder der Kleinverlag das richtige für unser Buchprojekt sind. Solche Erfahrungsberichte zeigen, dass es nicht heißt „Verlag um jeden Preis“.

Ja, durch Fehler wird man klug. Trotzdem müssen wir ja nicht alle die gleichen machen. Sich gegenseitig zu untersützen heißt auch, dass andere von unseren Fehlern profitieren, weil wir sie davor warnen. So wie dieser Artikel bei BoD.

Für mich gibt es ja beim Schreiben nur zwei wirklich wichtige Regeln. 1. viel Lesen und 2. viel Schreiben. Warum viel schreiben so wichtig ist, erklärt euch auch Paperfury unter diesem Link.

Einfache Sprache kann für Wortakrobaten eine echte Herausforderung sein. Gleichzeitig ist es extrem wichtig, dass es Texte gibt, die nur mit einfachen Worten und Formulierungen bestückt sind. Wer sich daran wagen möchte, kann bei der Ausschreibung der Lebenshilfe Berlin mitmachen.

Fragefreitag: Welches ist das schönste Thema, für das ihr einmal einen Anthologiebeitrag geschrieben habt?

Anthologien sind ein schönes Mittel, um seine Kreativität zu einem bestimmten Thema in kurzen Texten zu bündeln und den Beitrag dann gesammelt mit anderen Autoren zu veröffentlichen. Wir fragen unsere Nornen heute danach, welches Anthologiethema ihnen besonders gut gefallen hat. Lasst uns auch gerne euer schönstes Anthologiethema, über das ihr schon einmal geschrieben habt, unter dem Hashtag #NornenFragefreitag da.

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Anna Weydt: Mir persönlich gefallen offen gestellte Fragen bei Anthologien sehr, weil man dann nicht zu eingeschränkt beim Schreiben ist. Deshalb hat mir die Anthologie vom Literaturhaus Schleswig-Holstein gut gefallen.

Siiri Saunders: Zwar kann ich nicht mit unendlich vielen Anthologien trumpfen, allerdings gefällt mir das Thema Nächsten/- und Selbsthilfe in einer noch erscheinenden Benefizanthologie sehr gut. Aber auch die Fantasyanthologie mit dem Thema Nornen aus dem Nornennetz hat mich sehr inspiriert und zur Geschichte der Erschaffung der Elementewelt geführt. Die wäre zurzeit sonst nicht entstanden.

Janna Ruth: Mir hat die Geister der Vergangenheit-Anthologie von Torsten Low sehr gefallen, weil sie mich dazu gebracht hat, mich mit den Geistergeschichten in meiner Gegend auseinanderzusetzen und ich dabei auf viele tolle Plotbunnys gestoßen bin.

Diandra Linnemann: Ich freue mich immer, wenn ich Geschichten „für den guten Zweck“ oder für Themen, die mir persönlich am Herzen liegen, schreiben darf – eine schöne Herausforderung war eine englischsprachige Anthologie zum heidnischen Fest Beltane (auch, weil Erotik für mich nicht leicht zu schreiben ist, da habe ich kein Händchen für).

Katherina Uschachov aka Evanesca: Gute Frage … Ich mag eigentlich alle Themen, über die ich geschrieben habe. Sonst hätte ich es nicht getan. „Das Geräusch der fliegenden Zeit“ (noch nicht erschienen) war wundervoll. Ebenso eine Ausschreibung zum Thema „Draculas Erben“, da fiebere ich noch, ob ich angenommen wurde oder nicht. Das neulich angenommene „Haus am grünen See“ war aber auch gut … Wobei, das Highlight war vermutlich folgendes: Ein auf Horror spezialisierter Verlag suchte nach Texten, die „skurill“ und/oder gruselig und/oder erotisch waren und mit Meerjungfrauen zu tun hatten. Ich schrieb meinen Beitrag, um mir zu beweisen, dass ich auch sowas hinkriege. Und dann … wurde er angenommen. Davon habe ich mich immer noch nicht erholt, freue mich aber sehr.

June Is: Kann nichts Konkretes benennen, aber ich mag Ausschreibungen, die kritische Themen wählen; Themen, über die man nicht gleich schreiben würde, die über Grenzen gehen…

Laura Kier: Ich sag es mal so, grundsätzlich suche ich mir nur die Themen raus, die mich ansprechen, zu denen ich Ideen habe. Manchmal suche ich aber auch die Herausforderung, Neues auszuprobieren. Das Schönste Thema habe ich von daher nicht, aber viele interessante. Zuletzt habe ich mich für eine Anthologie z.B. mit dem Thema Einsamkeit auseinander gesetzt – das war ziemlich spannend.

Ela Schnittke: Ich schließe mich Eluin an, ich schreibe nur für Themen, die mich ansprechen. Manche catchen mich da natürlich mehr als andere. Die Bienen-Ausschreibung des Art-script Verlags hat mir bis jetzt am besten Gefallen, da sie ein wichtiges Thema behandelt. Die Vorstellung, dass eine Anthologie oder ein Text die Menschen zum besseren Umgang/kritischeres Bewusstsein mit der Natur bewegt, wäre ein Traum.

Fragefreitag: Mögt ihr die Art des Erzählens in Filmen oder Büchern lieber?

Die Art des Erzählens in Buch und Film unterscheidet sich häufig stark voneinander. Welche Art des Erzählens unsere Nornen bevorzugen oder ob sie vielleicht sogar beide auf ihre Weise mögen, erfragen wir heute in unserem #NornenFragefreitag. Lasst uns auch eure Meinung gerne in den Kommentaren da.

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Anna Weydt: Ich finde, dass beide Arten ihre ganz eigene Berechtigung haben. Filmen lässt sich in der Regel leichter folgen, wohingegen man sich auf Bücher vollkommen einlassen muss.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Ich mag beides. Der Film kann manchmal Dinge einfach zeigen, visuell oder sogar auditiv, im Buch muss dafür mehr angedeutet und/oder erklärt werden. Das Buch lässt der Fantasie mehr Freiraum (auch, wie zB die Figuren aussehen), dafür kann im Film das Momentum und die Gleichzeitigkeit besser dargestellt werden.

Nike Leonard: Beides hat seine Vor- und Nachteile: Der Film ist ein gutes Medium für alles Äußere, aber weniger für die Darstellung von Gefühlen, Motiven und anderen inneren Vorgängen. Das Buch lässt einen auch in die Köpfe und Seelen der Charaktere schauen, ist aber bei der Schilderung äußerer Vorgänge der geballten Information unterlegen, die durch Bilder vermittelt wird. Wenn die jeweils zur Verfügung stehenden Techniken gut eingesetzt sind, mag ich beides.

Diandra Linnemann: Bücher bieten einem mehr Möglichkeiten – man kann beliebig viele Nebenstränge und Wendungen einbauen, hat meistens auch mehr Möglichkeiten für Charaktere. Die Erzählweise in modernen (z.B. Netflix-)Serien ist da dem Buch ähnlicher. Bei einem Film kann man sich allerdings manchmal auch einfach berieseln lassen, das ist ja auch ganz schön. 🙂

Laura Kier: Mir gefällt beides. Bücher lassen mehr Raum für die eigene Phantasie und Filme können dafür mit Musik und Bild verzaubern.

Katherina Uschachov aka Evanesca: Ich finde, dass man das nicht vergleichen kann. Sowohl Filme als auch Bücher können sehr unterschiedlich erzählt sein. Ich liebe es, wenn in einem der beiden Medien aber die Besonderheiten voll ausgeschöpft werden. Wenn also ein Fim Dinge tut, die nur ein Film tun kann und ein Buch Dinge tut, die in einem visuellen Medium nicht möglich wären.

Maelle: Beides kann toll sein. In Büchern liebe ich es, tieferen Gedankengängen zu folgen und mich in den Kopf der Figuren begeben zu können, in Filmen ist manchmal die Wucht der Bilder nicht zu toppen.

Siiri Saunders: Da beides völlig unterschiedlich ist, kann ich persönlich es schwer miteinander vergleichen. Ich gehe sehr gerne ins Kino, die Bildgewalt, die heutzutage vor allem in Filmen mit Natur (Black Panther, Avatar etc.) vorkommt, haut mich jedes Mal aufs Neue um. Ich liebe es. Doch ein Buch zieht mich auf eine andere Weise in seine Welt. Es lässt mich interpretieren, nachdenken, erleben. Es schreibt weniger vor. Ich liebe beides.

Ela Schnittke: Da kann ich mich nicht entscheiden. Es gibt sowohl Filme als auch Bücher, die sehr gut gemacht sind. Filme können ebensogut Emotionen transportieren, sie haben den Vorteil der Musik und auch Filme können auf subtile Art Motivationen, Unsicherheiten und derartiges transportieren. In Büchern mag ich endlosen Beschreibungen von Umgebungen nicht, in Filmen ist das natürlich einfach zu zeigen. Okay ihr merkt schon, ich bin ein absoluter Filmfan, aber Bücher können einen meist besser mit sich reißen. Man taucht tiefer in die Welt ein. Die Emotionen, Gedanken, Sehnsüchte sind präsenter und ich liebe es, mir die Dinge vorzustellen. Manchmal würde ich sie auch gerne umgesetz wissen („als Film wäre das cool“), aber die Fanatasy arbeiten zu lassen, macht mehr Spaß.

Fragefreitag: Welche Buchverfilmungen findet ihr richtig klasse?

Buchverfilmungen sind so eine Sache: Manche sind wirklich gelungen, viele eher nicht. Dabei stellt sich immer die Frage danach, ob der Film ans Buch herankommt oder andersherum. Heute fragen wir nach den tollsten Buchverfilmungen, die unseren Nornen im Gedächtnis geblieben sind. Welche Buchverfilmungen fandet ihr wirklich gelungen? Lasst es uns unter dem Hashtag #NornenFragefreitag wissen.

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Laura Kier:  Äh … negative Beispiele würden mir einige einfallen. Positive … vielleicht Harry Potter und Herr der Ringe. Ich muss ja gestehen, dass ich beides noch nicht durch habe, aber die Filme finde ich trotz Differenzen zu den Büchern gut gemacht. Panem ist für mich ebenfalls sehr gut und stimmig. Differenzen sind natürlich da, aber hier kann ich nicht einmal sagen, was ich besser finde.

Grumpy Moon:  Hunger Games, besonders die ersten beiden Teile. Sehr buchgetreu, auch wenn natürlich nicht alles übernommen wurde.

Nike Leonard: Ich fand „Der Sternwanderer“ ganz gelungen, auch wenn der Film sich nur bedingt an die Vorlage hält. Aber das ist ja leider bei vielen Verfilmungen so.

Anna Weydt: Ich muss zugeben, dass ich den ersten Panem Film richtig gut finde, weil er nah am Buch bleibt und ich mir den Charakter der Katniss genau so vorgestellt habe. Danach lässt es leider nach.

Karin (E.) Novotny alias EmmaN: Mir hat auch der „Sternwanderer“ sehr gut gefallen, als Buch wie auch als Film. Ebenso ging es mir bei „Coraline“.

cazze: Cloud Atlas – Wobei ich zugeben muss, dass ich erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen habe

Katherina Uschachov aka Evanesca: „Interview mit einem Vampir“ – ich habe zuerst den Film gesehen und danach angefangen, Romane ernsthaft zu schreiben. Das davor war Wischiwaschi. Erst dann habe ich das Buch gelesen.

Diandra Linnemann: Buchverfilmungen sind immer schwierig, weil man – gerade bei Lieblingsbüchern – ja auch den „Film im Kopf“ hat. Mir gefällt es eigentlich immer, wenn der Film nicht nur ein Abklatsch des Buches wird, sondern auch als eigenes Kunstwerk bestehen kann. Gute Beispiele dafür sind „Der Sternwanderer“, da weichen Buch und Film teilweise extrem voneinander ab, ohne dass eines der Medien leidet, oder auch „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.