Autoren Urlaub

Wo findet ihr was bei unserem Adventskalender (Cazze)

Der Adventkalender ist bereit in vollem Gange und wir haben euch schon einige literarische Leckerbissen serviert. Da man im Weihnachtstrubel gerne ein wenig die Orientierung verliert, möchten wir euch die Suche nach den Türchen ein bisschen einfacher gestalten und kleine Hinweise geben, wo ihr das nächste findet.

Gleich am ersten Tag geht es auf unserem Blog unter das Meer

Am zweiten Tag gibt es auf Facebook ein zauberhaftes Gedicht.

Die böse Stiefmutter hat am dritten Tag ihr Schuhproblem satt und postet es auf Instagram.

Am vierten Tag bekommen wir auf unserem Blog Besuch vom Rheinschiffer

Den Tag darauf wird es blumig auf Instagram.

Nikolaus feiern wir auf dem Blog, zusammen mit John.

An Tag sieben besucht König Drosselbart Mark Zuckerberg.

Ausgekräht hat es sich an Tag acht auf unserem Blog.

Am neunten Tag wird eine Prinzessin in den Bann sozialer Medien gezogen. Besonders Facebook hat es ihr angetan.

Füllt eure Kessel mit Popcorn. An Tag zehn geht es wieder heiß auf Instagram zu.

Da ihr danach sicher hungrig seid, gibt es danach etwas Leckeres zu Essen auf unserem Blog.

Vollgefuttert geht es wieder auf Instagram. Passt jedoch auf, dass die vielen bunten Bilder euch nicht blind machen.

Der dreizehnte ist eigentlich als Unglückstag verschrien. Jedoch nicht bei uns, den ihr könnt auf unserm Blog eine ganz besondere Rezension lesen.

Am vierzehnten packen wir die kurzen Hosen ein und springen mitten in den blauen Facebookpool 

Danach jagen wir auf dem Blog Legenden.

Um am Tag darauf wieder bei Facebook auf Safari zu gehen.

Der Instagrambeitrag am siebzehnten ist garantiert nicht hässlich.

Denn ihr erfahrt am achtzehnten auf unserem Blog, wie ihr euch gegen das Gift der bösen Königin schützen könnt. Und lecker ist es auch noch!

Am neunzehnten werdet ihr Instagram verfluchen, warum es euch das Türchen nicht schneller öffnet.

Ihr habt es fast geschafft! Passt vier Tage vor Weihnachten auf, dass ihr nicht zu Staub zerfallt. Sucht Schutz auf unserem Blog.

Habt ihr das überstanden, reist zum Mount Facebook und werdet verzaubert.

Danach braucht ihr Schwefelhölzer, um wieder zurück zum Blog zu finden.

Am vorletzten Tag statten wir Herr Zuckerberg noch einen Besuch ab.

Und ob wir an Heiligabend noch ein Türchen für euch haben? Keine Ahnung! Schaut doch mal auf Instagram!

*Autorin des Beitrags ist Cazze

nostalgisches Nornengestöber zur BuchBerlin

Ja, schon wieder die BuchBerlin. Wir fanden es so großartig dort und haben mit euch so gerne an unserem Nornenstand geredet, die Rallye veranstaltet und unseren Kelch gefüllt, dass wir noch einmal mit etwas Wehmut gen Berlin blicken. Da helfen uns die vielen tollen Artikel und Beiträge, die es mittlerweile gibt und die wir euch nicht vorenthalten wollen. Also auf in eine Runde Buch-Berlin-#Nornengestöber.

Auf diesem Vlog zur BuchBerlin könnt ihr richtig eintauchen in die Atmosphäre. Taucht aber bitte wieder auf;-)

Interviewt wurden auf in Berlin für das Nornennetz Elenor Avelle und Nora Bendzko. Ihr wollt wissen, um was es da ging? Schaltet dieses Video an und lasst euch überraschen.

Auch das Hallenspektrum berichtet über die Buchausstellung und hat uns dabei nicht vergessen. Aber natürlich findet ihr dort noch viel mehr Infos.

Auch unsere Norne Deborah B. Stone hat schon aus Berlin berichtet.

Der Blog Bücher aus dem Feenbrunnen gibt euch einen ganz eigenen Einblick auf die Messe.

 

8.12 Ausgekräht (Elena)

Es war einmal eine Patchwork-Familie mit zwei Töchtern, davon war die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Da aber letztere das Kind der Frau war, hatte die Frau diese Tochter viel lieber. Weil der Vater der anderen Tochter nie Zuhause war, musste diese all die von der Stiefmutter aufgetragene Arbeit tun.
Das arme Mädchen musste sich täglich raus zum Brunnen des alten Bauernhofes setzen und spinnen, dass ihm das Blut aus den Fingern sprang, damit seine Stiefmutter genug Garn zum Häkeln von exklusiven Bio-Designern-Klamotten für Kleinkinder hatte. Gesellschaft leistete dem Mädchen dabei nur ein Hahn, der von seinem Vater gerettet worden war, bevor dem Gockel wegen Lärmbelästigung in der Stadt der Hals umgedreht werden konnte.

Nun trug es sich zu, dass die Spule einmal ganz blutig war, da bückte sich das Mädchen damit in den Brunnen und wollte diese abwaschen. Jedoch fiel ihm die Spule hinein. Unglücklich weinend lief es zu seiner Stiefmutter, doch diese schalt es unbarmherzig: „Hast du die Spule hinunterfallen lassen, so hol sie auch wieder herauf.“ Das Mädchen ging zum Brunnen zurück und wusste sich keinen Rat, so dass es in seiner Verzweiflung in den Brunnen sprang, um die Spule zu holen.
Als es aus seiner Besinnungslosigkeit erwachte, fand das Mädchen sich auf einer schönen Wiese voller Blumen beschienen von der Sonne wieder. Als es die Wiese verließ, kam es an einem Backofen voller Brot vorbei, welches rief: „Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich: ich bin schon längst ausgebacken.“ Da trat es heran und holte mit einem Brotschieber nacheinander alle Laibe heraus und sprach dabei: „Selbstgemachtes Brot, das ist heute echt selten. Wie herrlich es duftet!“

Danach ging es weiter und kam zu einem Baum voller Äpfel, der ihr zurief: „Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.“ Das Mädchen schüttelte den Baum, bis alle Äpfel abgefallen war, legte diese zu einem Haufen zusammen und dachte, dass solche regionale Bio-Qualität sonst schwer zu bekommen sei.
Schließlich erreichte das Mädchen ein kleines Haus, aus dem eine alte Frau schaute. Da die alte Frau so große Zähne hatte, wollte das Mädchen schon davonlaufen, doch die Alte rief ihm nach: „Was fürchtest du dich, liebes Kind? Bleib bei mir, wenn du alle Arbeit im Hause ordentlich tun willst, so soll dir’s gut gehn. Du musst nur achtgeben, dass du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, dass die Federn fliegen, dann schneit es in der Welt; ich bin die Frau Holle.“
Nach gutem Zureden der alten Frau willigte das Mädchen ein, bei ihr zu bleiben. Es tat wie ihm aufgetragen und schüttelte das Bett immer gewaltig, so dass die Federn wie Schneeflocken umherflogen. Im Gegenzug hatte es ein gutes Leben bei Frau Holle, nie wurde es gescholten und es gab immer gutes Essen.

Doch nach einer Zeit wurde das Mädchen traurig und erkannte schließlich, dass es Heimweh hatte, obwohl es hier viel besser als Zuhause ging. So wandte es sich an Frau Holle und diese zeigte Verständnis: „Es gefällt mir, dass du wieder nach Haus verlangst, und weil du mir so treu gedient hast, so will ich dich selbst wieder hinaufbringen.“
Die alte Frau nahm es an die Hand und führte es vor ein großes Tor. Dies wurde aufgemacht und als das Mädchen gerade darunter stand, fiel ein gewaltiger Goldregen. Das Gold blieb an ihm hängen, so dass es über und über davon bedeckt war. „Das sollst du haben, weil du so fleißig gewesen bist,“ sagte Frau Holle und gab ihm auch die Spule wieder, die dem Mädchen in den Brunnen gefallen war.

Im nächsten Moment war das Tor verschlossen und das Mädchen befand sich wieder oben auf der Welt, nicht weit entfernt vom Bauernhof. Als es in den Hof kam, saß der Hahn auf dem Brunnen und rief:
„Kikeriki, unsere goldene Jungfrau ist wieder hie.“

Angesichts des vielen Goldes wurde das Mädchen gut von seiner Mutter und Schwester aufgenommen. Das Mädchen erzählte, wie ihm geschehen war, und als die Stiefmutter hörte, wie es an den Reichtum gelangt war, wollte sie dies auch für ihre eigene Tochter.
So musste sich die hässliche und faule Tochter an den Brunnen setzen und spinnen. Um den Ablauf zu beschleunigen, stach sie sich selbst in die Finger und fasste auch einmal in eine Dornenhecke. Danach warf sie die Spule in den Brunnen und sprang hinterher. Auch sie erwachte auf einer schönen Wiese und schlug denselben Pfad ein.

Als sie zum Backofen gelangte, rief das Brot erneut: „Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich: ich bin schon längst ausgebacken.“ Die Faule aber zog nicht das Brot heraus, sondern antwortete: „Etwa aus Weizen? Ich habe eine Glutenunverträglichkeit, was soll ich mit Brot?“
Danach kam sie zum Apfelbaum, der rief: „Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.“ Doch die Faule dachte nicht dran und sprach: „Die Äpfel sind alle klein und hässlich, die will doch sowieso niemand essen! Und außerdem ist der Fruchtzucker schlecht für die Leber!“
Beim Haus von Frau Holle angekommen fürchtete sie sich nicht vor der alten Frau, denn von den großen Zähnen hatte sie bereits gehört, sondern verdingte sich direkt bei ihr. Zuerst gab sie sich Mühe, doch dann sagte sie sich: „Wer will schon Schnee und das ständig? Warmes Wetter ist doch viel angenehmer!“ Fortan strengte sie sich gar nicht mehr an und genoss die Freizeit.

Frau Holle war deshalb die Faule bald leid und entließ sie aus ihrem Dienst. Als die alte Frau das Mädchen zum Tor geführt hatte, erwartete es einen Goldregen wie bei seiner Stiefschwester, doch stattdessen regnete es Pech auf das Mädchen. „Das ist zur Belohnung deiner Dienste“, sagte die Frau Holle und schloss das Tor zu.
So kam das Mädchen heim, aber es war mit Pech bedeckt, und dieses Mal rief der Hahn auf dem Brunnen: „Kikeriki, unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie.“
Daraufhin drehte die Hässliche dem Hahn den Hals um. Das Pech aber blieb fest an ihr hängen und wollte, solange sie lebte, nicht abgehen.

Fragefreitag: Welches Wintermärchen ist euer liebstes?

Die Tage werden kürzer und Nebel wallt über die Felder, Schneeflocken gleiten leise herab und hüllen die Welt in Stille. Zu dieser Jahreszeit sind uns die meisten Märchen präsenter, als im Sommer. Liegt es daran, dass wir uns eher in der kalten Jahreszeit – eingekuschelt in eine dicke Decke – den Märchen zuwenden? Und welche Märchen sind das dann? Verratet uns eurer liebstes Wintermärchen im #Nornenfragefreitag.

Ela Schnittke: „Die Schneekönigin“ ist mein absoluter Favorit unter den eisigen Märchen. Ich liebe die Eiswelt und die „böse“ Königin, obwohl wenn ich Anne Zandts Antwort lese, muss ich ihr Recht geben: „Abenteuer im Zauberwald“ ist auch wirklich witzig oder „Der Hirsch mit dem goldenen Geweih“ – ich liebe die Hexe Baba Jaga 😀

June Is:  Fjodor M. Dostojewski: Weiße Nächte.

Britta Redweik: Frau Holle. Ist kein traditionelles Wintermärchen wie die Schneekönigin, aber … sie lässt es schneien. Den Gedanken, nur das Bett auszuschütteln, und schon kann man Schneemänner bauen, gefiel mir schon als Kind gut.

Katherina Ushachov aka Evanesca: Als Kind liebte ich „Ein Sack mit Äpfeln“ – allerdings war ich felsenfest überzeugt, es gäbe von dem Märchen eine Winterversion, bei der Väterchen Frost dem Hasen hilft. Die existiert allerdings offenbar nur in der Fantasie meiner Eltern, die es mir manchmal so erzählt haben … 😀

Diandra Linnemann: Mein liebstes Wintermärchen … ich glaube, das Sterntaler-Märchen. Weiß gar nicht, ob das wirklich im Winter spielt, oder ob mir nur immer kalt ist, wenn ich das lese.

Jule Reichert: Das ist eindeutig die Schneekönigin. Schon als Kind fand ich es beeindruckend, denn es hatte nichts mit Prinzessinnen zu tun, nichts mit Liebe oder einer wunderschönen Frau, die gerettet werden muss. Nein, es geht um ein Mädchen, dass sich auf macht, ihren besten Freund zu retten.

Barbara Weiß: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern – das ist eine wunderbar traurige Geschichte, bei der man direkt fröstelt.

Felicity Green: Ich habe schon immer die Schneekönigin geliebt, weil ich als kleines Kind mal eine Aufführung gesehen habe.

Anne Zandt: Hmm … ich schwanke zwischen die Schneekönigin und dem russischen Märchenfilm „Abenteuer im Zauberwald“, Väterchen Frost ist darin einfach so herrlich schräg …

Deborah B. Stone: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – die Szenen im Schnee sind einfach toll und stimmungsvoll! Und seit neuerem „Frozen“ – Schwesternliebe erlöst – und für manches lohnt es sich zu schmelzen. Und nicht vergessen: „Gelber Schnee – nee!“

Anne Granert: „Drei Haselnüsse…“ – unnachahmlich, ich liebe es.

100 Jahre Frauenwahlrecht 2018 (Angelika B. Depta)

Eindrucksvoll wird in dem Zweiteiler „Die Hälfte der Welt gehört uns“ auf dem Fernsehsender Arte, der Regisseurin Annette Baumeister die Entwicklung der Frauenrechte anhand vier Biografien namhafter Frauen aus England, Frankreich und Deutschland dokumentiert.

Welchen Repressalien sie von Seiten der Männer, der Politiker oder der Polizei ausgesetzt waren. Bei Demonstrationen schlug man die Frauen, sie wurden getreten, niedergeknüppelt, egal ob dabei eine zu Tode kam oder nicht. Man verhaftete die Frauen unter teils fadenscheinigen Gründen. In der Obhut der Obrigkeit werden sie erniedrigt. Man demütigte sie, indem man ihren Genitalienbereich untersuchte als wären sie Prostituierte. Man unterzog sie einer Zwangsernährung wegen eines Hungerstreiks.

Besonders brutal ging man in Großbritannien mit den Suffragetten um, sie wurden nicht nur bespitzelt, auch waren sie ohne männliche Begleitung auf den Straßen nicht sicher.

Frauen setzen sich 1919 für ihr Recht, zu wählen, ein

Und in Deutschland?

In Deutschland stellte man Treffen von Frauenvereinen unter polizeiliche Aufsicht. Es durfte dort nur über allgemeine Themen wie Kindererziehung, kochen und Haushalt gesprochen werden. Begannen die Frauen zu diskutieren oder besprachen andere Themen wie zum Beispiel über ihre Rechte oder die Ungleichbehandlung von Mann und Frau wurde die Versammlung sofort abgebrochen.

War eine Frau vor ihrer Ehe unabhängig, waren mit der Heirat ihre Freiheiten, die sie bis dahin besaß aufgehoben. Alles Vermögen ging in den Besitz des Gatten über, sie durfte keine eigenen Entscheidungen mehr treffen, man enthob sie mehr oder weniger aller Rechte.

Das beide Ehegatten heute arbeiten ist keine moderne Erfindung, das gab es schon im frühen 20 Jahrhundert. Frauen arbeiteten zum Teil wesentlich härter und mehr, bekamen dafür aber weniger Geld. In der Hinsicht hat sich nicht allzu viel geändert.

Nicht aufgeben

Trotz aller Widerstände und Niederlagen, die die Frauen immer wieder vor die Frage stellten ob der Kampf für ihre Rechte nicht aussichtslos war, kämpften sie weiter. Die Europäischen Frauenrechtlerinnen arbeiteten zusammen. Im 1. Weltkrieg ließen sie ihren Widerstand ruhen. Freundinnen wurden zu Feindinnen. Die Frauen kämpften an der Heimatfront, während die Männer in den Kriegsgräben für Kaiser und Vaterland ihr Leben ließen.

Nach dem unsäglichen Krieg wurde der Kampf für das Wahlrecht und die allgemeinen Rechte der Frauen wieder aufgenommen.In Deutschland wurde am 05. November 1918 endlich das Recht auf Wahlen erlaubt.

Marie Juchacz (Geboren:15. Mrz 1879 – Gestorben: 28. Jan 1956),

eine Arbeiterin und Sozialistin hielt als erste Frau, in der ersten demokratisch gewählten Weimarer Nationalversammlung eine viel beachtete Rede. Auf Bitten Friedrich Eberts ließ sie sich als erste weibliche Kandidatin der SPD zur Wahl aufstellen. Sie war Gründerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) 1919.

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Anita Augspurg (Geboren: 22. Sep 1857 – Gestorben: 20. Dez 1943)

war die erste deutsche Doktorin der Jurisprudenz, Aktivistin der bürgerlich-radikalen Frauenbewegung sowie Pazifistin. In der Dokumentation erzählt sie einem Journalisten in einem Interview die Beweggründe der Frauenbewegung in Europa. Das Gespräch ist zum Teil emotionsgeladen sowohl von Seiten des Journalisten, der nicht versteht das Anita Augspurg in der Stellung als wohlhabende und unabhängige Frau sich das Thema der Unterdrückung der Frau zu eigen macht. Sie nahm mit ihrer Lebensgefährtin Linda Gustava Heymann 1915 an der Internationalen Frauen-Friedenskonferenz in Den Haag teil.

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Emmeline Pankhurst Geboren: 15. Jul 1858 – Gestorben 14. Jun 1928

war eine britische radikalfeministische Theoretikerin und Suffragette. Sie stand an der Spitze der Bewegung in England. Von Ihr stammt der Satz „Vote for Woman“. Gründerin von Women’s Social and Political Union

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Marguerite Durand Geboren: 24. Jan 1864 – Gestorben: 16. Mrz 1936

war eine französische Schauspielerin, Journalistin und führende Suffragette kämpfte in den Pariser Salons um die Rechte der Frau und in ihrer feministischen Tageszeitung „La Fronde“

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** Autorin des Beitrags ist Angelika B. Depta

04.12 Das Märchen vom Rheinschiffer und dem finsteren Gesellen (Diandra Linnemann)

Es war einmal ein Rheinschiffer, der liebte seine Frau und seine Tochter sehr. Jeden Tag, bevor er das Haus verließ, um mit seinem Boot die Strömung zu bezwingen, küsste er beide auf die Stirn. Dann fuhr er hin und her, hin und her, bis es Abend wurde, und manchmal auch in der Nacht. Die Fähre verschaffte ihm ein gutes Auskommen, Hilde erwartete ihn jeden Abend mit einer warmen Mahlzeit und die kleine Tochter war ein Ausbund an Schönheit und Liebreiz. Seine einzige Sorge bestand darin, dass Gott ihm keinen Sohn schenken wollte. Jeden Sonntag in der Kirche flehte er auf Knien um einen Stammhalter. Aber die Jahre gingen ins Land, und der Leib seiner Frau rundete sich nicht.

Eines finsteren Abends klopfte es an die Tür. Der Regen prasselte auf das Dach der kleinen Hütte am Fluss. Als der Rheinschiffer die Tür öffnete, sah er einen unheimlichen Fremden. Er wirkte groß und hager. Ein langer Mantel schützte ihn vor dem Unwetter. Sein Gesicht wurde von einem breitkrempigen Hut verdeckt. Mit tiefer Stimme verlangte er die Überfahrt ans andere Ufer. Im Austausch bot er einen Beutel, der war schwer mit Münzen.

»Geh nicht«, bat Hilde, die Tochter auf dem Arm, »das Wasser ist gar zu garstig, und mir graut vor dem Fremden!«

Aber der Schiffer dachte an das Geld, das diese Fahrt ihm bringen würde. Das Boot kam in die Jahre und musste dringend ersetzt werden. Außerdem gab es auf dieser Seite des Flusses keine Wirtschaft, in der der Fremde unterkommen konnte, und ihre karge Mahlzeit reichte kaum für die drei Mäuler, die es ohnehin zu stopfen galt. Also nahm er seine Regenhaut vom Nagel, strich der kleinen Annalies noch einmal durch das schwarze Haar und ging hinaus in die Nacht.

Der Fluss war wild und unbändig, aber mit großem Geschick gelang es dem Fährmann, das Boot durch die schäumenden Wogen zu manövrieren. Er murmelte die Sprüche, die er von seinem Vater gelernt hatte. In seinem Inneren spürte er den Fluss aufbegehren, aber letztendlich beugten die Wasser sich einmal mehr seinem Willen.

Über ihren Köpfen zuckten die Blitze, als sie das andere Ufer erreichten. Der Donner grollte zwischen den Bergen. »Ich habe dir diese Münzen versprochen«, sagte der Fremde, »und du sollst sie haben. Oder verrate mir deinen geheimsten Wunsch, und ich will ihn dir übers Jahr erfüllen.« Seine Augen glühten in der Dunkelheit.

Der Rheinschiffer war wie verzaubert. »Einen Erben«, kam es über seine Lippen, »ich wünsche mir so dringend einen Erben, der die Familientradition in Ehren hält.«

Der Fremde lachte und entblößte scharfe Zähne. »Den kannst du haben, Schiffer, und die Münzen dazu. Ich habe wohl gemerkt, wie du dein Brot verdienst, und es wäre eine Schande, wenn ein derartiges Talent ausstürbe. Aber im dreizehnten Jahr werde ich wiederkommen und deinen Sohn mit auf die Wanderschaft nehmen. Nach einem Jahr und einem Tag mag er entscheiden, wie er sein Leben verbringen will.«

Der Rheinschiffer nickte betäubt. Ein harter Donnerschlag ließ ihn zusammenzucken, und als er die Augen wieder öffnete, war der Fremde wie vom Erdboden verschluckt. Allein der schwere Beutel in seiner Hand zeigte, dass die Begegnung kein finsterer Traum gewesen war. Die Münzen klimperten unheilvoll.

Der Schiffer beeilte sich, ans andere Ufer zurückzufahren, und erzählte weder Frau noch Tochter ein Sterbenswort von der unheimlichen Unterhaltung. Schon bald hatte er sich selbst davon überzeugt, dass er sich alles nur eingebildet hatte.

Die Tage gingen ins Land, und als der Frühling sich näherte, rundete sich der Leib der Schiffersfrau zusehends. Wie groß war die Freude, als ihnen schließlich der ersehnte Sohn geboren ward! Das Glück des Rheinschiffers schien perfekt. Frederik war flink und klug. Er lernte schnell und brachte seinem Vater nicht einen einzigen Tag Kummer. Er half im Haus, lernte alles über den Fluss und war stets gut zu seiner Schwester. Annalies liebte ihr Brüderchen und schleppte es immerfort mit sich, als sei es nur eine Puppe.

Allmählich aber näherte sich das dreizehnte Jahr, und der Rheinschiffer wurde immer unruhiger. Es graute ihm davor, sein Versprechen dem Fremden gegenüber einlösen zu müssen. Eines Tages also ging er in die Kirche und verlangte, den Pfarrer zu sprechen.

Dieser hörte sich die Geschichte ernst an und nickte bedächtig. »Du bist dem Leibhaftigen begegnet, guter Mann«, erklärte er schließlich, »und dieser hat dir das Versprechen über die Seele deines Sohnes abgenommen. Das ist der Lohn für deine frevelhafte Arbeit.« Denn der Pfarrer wusste sehr wohl, dass der Fährmann Wasserzauber wirken konnte.

Der Rheinschiffer war verzweifelt. »So sollen all die schönen Jahre umsonst gewesen sein?«, schrie er und raufte sich das Haar. »Am liebsten möchte ich uns alle ersäufen, um dass wir dieses Elend nicht erleben müssen.«

»Beruhige dich«, sprach der Pfarrer, »es ist noch nicht alles verloren.« Und er gab ihm einen großen, rostigen Nagel und hieß ihn, diesen ins Boot zu schlagen. »Dieser Nagel stammt aus dem Heiligen Land, vom Kreuze des Herren daselbst, und er besitzt große Macht. Wenn der Fremde kommt, sollst du ihn täuschen, dass er meint, deinen Sohn bei sich zu haben, und dann setzt du ihn über und bannst ihn mit einem Gebet, damit er sich dir und den deinen nicht wieder nähern kann. Dann wird dein Sohn auf ewig sicher sein.«

Der Rheinschiffer bedankte sich viele Male und eilte nach Hause, springend und pfeifend vor Glück. Den Nagel schlug er in den Bug seines Bootes, ohne seiner Frau etwas von der Sache zu erzählen.

So lebten sie in Fleiß und Glück weiter, bis der Junge das dreizehnte Lebensjahr vollendet hatte. Es gab Rosinenkuchen und Wein für alle, bis die Kinder schläfrig wurden. Den ganzen Abend über lauschte der Rheinschiffer auf Geräusche von Fremden, und als es abends donnerte und blitzte, klopfte es an die Tür.

Die Schiffersfrau erschrak. »Mir ist«, flüsterte sie, »als schliche eine große Katze ums Haus. Mach nicht auf!«

»Sei nicht bang, gute Frau«, beruhigte sie der Schiffer und öffnete die Tür.

Tatsächlich, draußen stand ein hochgewachsener Fremder mit Mantel und Hut. »Guten Abend, Rheinschiffer«, grüßte er. »Ich hoffe, es ist euch wohl ergangen?«

»Wir können nicht klagen«, antwortete der Schiffer.

»So gib mir, was wir vereinbart haben«, verlangte der Fremde, »und setze mich über, noch heute Nacht. Es soll dein Schaden nicht sein.«

Der Schiffer ging hinein, verabschiedete sich bei seiner Frau und schlug ein junges Schwein in einen dichten Mantel. Diesen drückte er dem Fremden in die Arme. »Der Bub schläft, seid leise!«

Die Überfahrt war so gefährlich wie die erste, aber der Rheinschiffer wusste Herrn und Kreuz an seiner Seite und verzagte nicht. Im Geist wiederholte er noch einmal die Lieder seiner Familie. Der Fremde stand still im Bug, das Bündel auf den Armen, und spähte über das Wasser hinaus, das um das Boot herum kochte und brodelte.

Schließlich erreichten sie wohlbehalten das andere Ufer. Der Rheinschiffer wartete, bis der Leibhaftige festen Boden betreten hatte, stieß sogleich das Boot wieder vom Ufer und erhob die Stimme. »Bei der Macht des Herren, der alles Leben geschaffen hat, halte dich fortan von meiner Familie fern!«

Das Boot knirschte. Wie vom Blitz getroffen schoss der Nagel des Kreuzes aus dem Bug und bohrte sich vor den Füßen des Fremden in den schlammigen Boden. Dieser brüllte vor Wut.

Von dem Lärm erwachte das Ferkel, grunzte und wühlte sich aus dem alten Mantel hervor. Es quiekte gar bitterlich. Der Fremde betrachtete es voller Abscheu. Seine Stimme trug über das schäumende Wasser: »Du hast mich nicht umsonst genarrt! Verflucht seien du und deine Nachkommen! Blut soll fließen, in jeder Generation, und kein erstgeborener Sohn soll die Weisheit Methusalems erreichen!« Er hob die Faust drohend gen Himmel, aber gegen die Macht des Kreuzes war er hilflos.

So schnell es ging, fuhr der Rheinschiffer zurück an sein Ufer, sprang vom Boot und hackte es in Stücke. Dann lief er hinein zu Frau und Kind, schloss beide in die Arme und schwor sich, nie wieder einen Fuß an das andere Ufer zu setzen. Er und seine Frau eröffneten ein Gasthaus an der Straße, auf der die müden Reisenden sich nach Colonia quälten, und so lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.

01.12. Mit Händen und Füßen (Britta Redweik)

Die kleine Meerjungfrau seufzte schwer. Sie hatte sich verliebt, doch ausgerechnet in einen Menschenprinzen. Er war bei Sturm ins Wasser gefallen und sie hatte, entgegen allen Regeln, sein Leben gerettet. Doch nichts als Kummer hatte ihr das gebracht, denn wie sollte ein Wesen des Wassers denn mit einem des Landes glücklich werden?

In ihrem Liebeskummer ging sie zur Meerhexe. In allen sieben Weltmeeren war die Hexe als böse, hinterlistige Zauberin, die nur ihr eigenes Wohl im Sinn hatte, verschrien. Doch die kleine Meerjungfrau konnte den Prinzen einfach nicht vergessen und wusste keinen anderen Ausweg mehr.

„Natürlich kann ich dir helfen“, versicherte die Meerhexe. „Aber jede Magie hat ihren Preis. Nie wieder kannst du unter deinesgleichen sein. Und verliebt er sich nicht in dich, sondern in einen Menschen, gehört dein Leben mir.“

Die kleine Meerjungfrau sprach nicht aus, dass sie ihr Leben dann eh nicht wollte. Das war ein zu drastischer Gedanke, angetrieben vom Feuer der Jugend, das wusste sie selbst.

„Und noch etwas. Deine Stimme wirst du verlieren.“

„Wie meinst du das?“, fragte die Meerjungfrau nach.

„Wenn du ein Mensch wirst, bleibt dein schönes Stimmchen bei mir. Als Pfand. Verliebt der Prinz sich in dich, obwohl du ihn nicht sagen kannst, dass du ihn gerettet hast, gehört dein Leben weiter dir und deine Stimme soll wieder dein sein.“

Die kleine Meerjungfrau zögerte. „Darf ich darüber nachdenken?“

Die Meerhexe schien enttäuscht, nickte aber. „Beeile dich aber. Nur einmal im Jahr blüht die Alge, die ich für diesen Trank brauche. Entscheidest du dich nicht bis Sonnenaufgang, musst du ein ganzes Jahr warten.“

Die kleine Meerjungfrau schwamm, so schnell sie nur konnte, an die Oberfläche. Sie wollte den Prinzen sehen und sich erst dann entscheiden.

Weit genug weg, um nicht erkannt zu werden, robbte sie auf eine Sandbank und blickte gedankenverloren zu seinem Schloss am Ufer.

„Ach, wüsste ich nur, was ich tun soll“, sagte sie zu sich selbst. „Sicher kann man sich in jemanden verlieben, ohne mit ihm zu reden. Aber ihn kennenlernen? Und jemandem sein Leben zu versprechen, den man nicht kennt, ist doch ziemlich dumm. Ohne Stimme, wie weiß ich dann, dass er mich nicht nur wegen meines Aussehens liebt?“

Etwas landete neben ihr auf die Sandbank. Es war eine der Möwen, die über ihr kreisten. Diese schaute die Meerjungfrau schief an. „Aber man kann doch auch ohne Stimme reden“, wandte diese ein.

„Wie das?“

„Na, kennst du denn die Handsprache der Menschen nicht?“

Die Meerjungfrau schüttelte den Kopf.

„Komm mit, ich zeig sie dir“, sagte die Möwe und flog in Richtung einer Bucht etwas weiter die Küste.

Die kleine Meerjungfrau folgte ihr, so schnell sie konnte, und bald kamen sie zu einem einfach aussehenden Gebäude. Davor standen zwei Menschen, eine Mutter und ein Kind, die wild mit den Händen fuchtelten. Die Mutter sprach dabei, das Kind aber blieb stumm.

„Er kann nicht sprechen und nicht hören Daher hat seine Mutter ihm beigebracht, die Hände zu nutzen.“

„Und warum spricht sie dabei?“, fragte die Meerjungfrau.

„Ich glaube, für sie ist es so leichter, um nicht den Faden zu verlieren.“ Die Möwe zuckte mit ihren Flügeln. Dann verabschiedete sie sich.

Die kleine Meerjungfrau nickte dem Vogel geistesabwesend zu, als dieser losflog, dann traf sie eine Entscheidung. Wenn das zwischen ihr und dem Prinzen wirklich Liebe werden sollte, konnte sie ein Jahr auf ihn warten. In der Zeit wollte sie lernen.

Ein Jahr später hatte er, zu ihrem Glück, noch immer niemanden an seiner Seite. So kam die Meerjungfrau wieder zur Meerhexe und ließ sich den Trank brauen.

Auf schnellstem Wege schwamm sie anschließend zum Schloss des Prinzen und krabbelte an Land. Jetzt trank sie das Gebräu und schon durchfuhr sie ein Schmerz, den sie so noch nie gespürt hatte. Als sie aber an sich herabblickte, sah sie Beine. Ihr Fischschwanz war verschwunden.

Sie versuchte, sich aufzurappeln, doch ihre neuen Glieder wollten ihr noch nicht gehorchen. Also fiel sie wieder in den Sand und schürfte sich die Haut an Knie und Handballen auf. Doch nach Hilfe rufen, konnte sie nicht.

Erst nach Stunden, fand der Prinz sie. Er kehrte von einem Ausritt heim, als er das völlig verfrorene Mädchen sah.

„Habe ich dich nicht schon einmal gesehen?“, fragte er.

Sie aber öffnete nur den Mund und brachte doch keinen Ton heraus. Dann besann sie sich auf ihre Hände. Obwohl sie doch weh taten, gestikulierte sie den Satz, den sie ihm all die Zeit hatte sagen wollen: „Ich habe dich einst gerettet, als du vom Schiff fielst, und kann dich seitdem nicht vergessen.“

Der Prinz riss die Augen auf. „Du kannst gebärden?“, fragte er zurück, mit Wort und Hand.

Die Meerjungfrau nickte. „Du aber auch?“

„Meine Mutter ist im Alter taub geworden“, erklärte der Prinz.

Er brachte sie ins Schloss, wo sie als seine Retterin ein Heim fand und über die Monate lernten sie einander kennen, bis er vor ihr auf die Knie ging und ihr seine Liebe gestand.

Am Tag der Hochzeit aber zogen dunkle Wolken auf.

Gerade, als Braut und Bräutigam am Altar standen, kam die Meerhexe auf ihren Tentakeln hereingerutscht, um über das Geschäft zu reden. Als sie sah, wie die beiden mit Gesten kommunizierten, schäumte sie vor Wut.

„Du hast mich betrogen, Prinzesschen. Nun soll deine Seele auf ewig mir gehören“, kreischte sie.

Doch der Prinz war schneller als die acht Tentakeln. Geschwind hatte er sein Schwert gezogen und es der Zauberin in die Brust gestoßen.

„Niemand bedroht meine Frau“, sagte er ruhig. Dann wandte er sich an seine junge Frau: „Mir scheint, du hast einiges zu erklären.“

Sie versuchte zu sprechen, doch ihre Stimme schien durch den Tod der Hexe auf ewig verloren. Aber sie hatte jetzt so lange gebärdet, dass es sie nicht mehr störte. Und auch der Prinz, der sie so kennen gelernt hatte, vermisste die Stimme seiner Frau nicht.

Als er erfuhr, was sie alles für ihn aufgegeben hatte, fühlte er sich schuldig und dankbar zugleich. Letztlich überwog aber die Freude, eine solch mutige, entschlossene Frau an seiner Seite zu wissen.

Diese Geschichte ist Teil des Nornen-Adventskalenders 2019 und stammt aus der Feder von Britta Redweik. Ihr findet jeden Tag auf einem anderen unserer Kanäle (Blog, Instagram, Facebook) ein Türchen. Viel Spaß.

Fragefreitag: Wenn du mit einem Vampir/ einer Vampirin frühstücken gehen würdest, was würdest du ihn oder sie fragen?

Zugegeben, terminieren wir das Frühstück zum Zeitpunkt gleißend aufgehender Sonne, würde sich wohl schwerlich ein Vampir oder eine Vampirin zu uns gesellen. Aber einen Kaffee kann er oder sie sicherlich gebrauchen. Oder doch nur Blut? Wie sieht es überhaupt aus mit einer deftigen Mahlzeit? Ist das was für die Vampir-Verdauung? Mit solchen Grübeleien haben wir uns herumgeschlagen. Fallen euch auch noch Fragen ein, die ihr dem Vampir oder der Vampirin stellen würdet? Oder gar Antworten? (Woher auch immer ihr die dann wisst, bleibt offen). Verratet es uns im #Nornenfragefreitag.

Maelle: Schmeckt Blut eigentlich gut gekühlt besser oder körperwarm?

Ela Schnittke: Ich würde wissen wollen, was er alles schon erlebt hat, wen er in seinem Leben getroffen hat, ob Vampire noch jagen oder sich mittels Blutbanken ernährt und ob sie vorhaben, sich jemals zeigen zu wollen, da ich denke, die Menschen würden ihnen nicht mehr mit Angst begegnen, allgemein warum sie sich verstecken.

June Is:  Vampire und Frühstück? Frühstücken die MICH?

Britta Redweik: Moment, mein Frühstück, also sein Abendessen? Oder umgekehrt? Puh, bin ich froh, dass ich anämisch bin, ich stehe so wohl nicht auf dem Speiseplan. … Ich würde ihn fragen, ob es nachts so alleine einsam ist. Wer weiß, vielleicht wäre das Leben auf seine Art für meine Sonnenallergie ja eine gute Alternative?

Katherina Ushachov aka Evanesca: Meine Vampire frühstücken nicht… 😀 Aber ihnen sollte ich sowieso lieber nicht unter die Augen treten, die bringen mich um, weil ich ihnen böse Dinge antue.

Diandra Linnemann: „Warum bist du noch auf?“ ^^ Hmm, überlegen … wahrscheinlich würde mich am ehesten interessieren, ob Vampire überhaupt noch Kaffee trinken können. Das würde meine Karrierewahl nämlich signifikant beeinflussen.

Jule Reichert: Das kommt auf den Vampir an. Mir fallen da ein paar ein, mit denen würde ich lieber nicht frühstücken gehen wollen. Und eine Smalltalkniete bin ich auch noch. Das würde wahrscheinlich in betretenem Schweigen enden, während ich Kaffee und Obst in mich reinstopfe und der arme Vampir dabei zuschauen muss, weil der nichts „normales“ essen kann, ohne es wieder auszukotzen.

Eleonore Laubenstein: Generell gehe ich an so etwas mit wissenschaftlicher Neugier heran. Erstmal beobachten, und dann offene Fragen zu Essgewohnheiten stellen, die vermitteln, dass ich ehrlich interessiert bin und keine Wertung seinem Lifestyle gegenüber habe 😀 und ich würde mir wahrscheinlich eine ganze Menge Notizen machen – das ist 1A-Recherchematerial, an das ich sonst nie wieder drankomme.

Jasmin Engel: Wenn der Vampir selbst nichts frühstückt, außer einem Kaffee vielleicht, würde ich mir wahrscheinlich ständig nervös am Hals herumfingern und keine Frage heraus bekommen.

Anne Granert: Ich denke, aus Recherchegründen würde ich tatsächlich nach seinem ganz alltäglichen Tagesablauf fragen. Duscht er oder sie? Kaffee oder Blut? Kälteempfinden? Gesichtscreme? Staubsauger oder Wischmopp? Vitamin-D Supplemente? Wann trifft man sich mit Freunden? Und es scheinen ja auch viele Aktivitäten wie Theater, Museum oder Jahrmarkt wegzufallen. Oder hat sowas nachts geöffnet? Gibt es eine nächtliche Vampir-Kultur?

Autoren Urlaub

Von drauss‘ aus Asgard komm‘ wir her – Ankündigung (Cazze)

Von drauss‘ aus Asgard komm‘ wir her;
Müssen euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf des Weltenbaum Spitzen
sah’n wir goldene Lichtlein sitzen;
Drum stoben wir aus des Bifrösts Munde,
Um zu berichten von froher Kunde:
Der Nornenkalender ist nun soweit
Um euch zu erhellen die Weihnachtszeit
Mit Lied und Text und frohem Gesang,
Mit Spaß und Freud‘ und munterem Klang
Und so wünscht euch die Nornenschar
Merry Christmas, Froh‘ Weihnacht, und ein schönes neues Jahr!

(Frei nach Rilke von Eleonore Laubenstein)

Unser Adventskalender kommt

Es ist wieder soweit! In den Städten wird die Weihnachtsdeko aufgehängt, auf Spotify werden Weihnachtsplaylisten angezeigt und Lebkuchen und Plätzchen gibt es sowieso schon seit September.

Die Nornen haben sich in den letzten Wochen mächtig ins Zeug gelegt, um euch die Adventszeit märchenhaft zu verzaubern. Doch im Gegensatz zum letzten Jahr ist uns Facebook nicht genug.

Euch erwarten drollige Drabbles auf Instagram, kuschelige Kurzgeschichten auf unserem Blog und feinstes Fabuliertes auf Facebook. Jeden Tag auf einer anderen Plattform. Das ist ein wenig wie Ostereier suchen, nur im Winter.

Viel Spaß wünschen die Nornen

Nornengestöber auf der BuchBerlin

Heute können wir nicht nur virtuell, sondern auch analog stöbern und uns gegenseitig empfehlen, denn heute könnt ihr uns auf der BuchBerlin an unserem Stand begrüßen. Grund genug für uns, die heutige #Nornenstöberrunde zu nutzen, um euch ein paar Autoren, Autorinnen und Verlage näher vorzustellen.

Autoren Urlaub

Kennt ihr schon die Märchenspinnerei? Die SP-Gruppe, die im Tintenzirkel ihre Wurzeln hat, adaptiert bekannte Märchen und zaubert daraus spannende, moderne Romane. Nicht nur für Märchenfreunde interessant. Die Aufbereitung eines bekanntes Stoffs in eine ganz neue Geschichte ist immer wieder beeindruckend und auf jeden Fall lesenswert.

Unsere Norne Stella Delaney hat mir ihrer Anthologie dieses Jahr den Skoutz-Award gewonnen. Da gratulieren wir noch nachträglich herzlich und freuen uns auf weitere tolle Beiträge. In Berlin findet ihr sie am Stand 128, direkt neben unserem.

Eine besondere Gruppe Autoren haben sich bei den Uferlosen zusammengetan. Durch alle Genres hindurch gibt es hier Gay-Romance-Autoren zu entdecken. Wieder ein Mitstreiter für mehr Vielfalt in der Literatur.

Vielfalt findet ihr auch bei 9Lesen. Die bunt gemischte Gruppe von Schriftstellern hat gestern Abend in Berlin gelesen und plant bestimmt schon den nächsten Auftritt. Halten die Augen offen, denn hier gibt es für jeden etwas.

Noch jung ist der Gedankenreich Verlag, zeigt aber bereits, dass er auf großartige Geschichten und neue Ideen Wert legt. Auf der Homepage des Verlags könnt ihr interaktive Kurzgeschichten finden und jede Menge Informationen zu seinen neusten Werken.

Jeder Autor kennt den Uschtrin Verlag, der nicht nur das Handbuch für Autorinnen und Autoren herausgibt, sondern auch die Autorenwelt initiiert hat und die Federwelt herausbringt.